Naturfototage Fürstenfeld – Hoch- und Niedermoor fotografisch erleben

Naturfototage und Naturfotografie erleben vor der eigenen Haustüre

In den Multivisions Shows zeigen die Referenten die schönsten Impressionen aus der ganzen weiten Welt. Afrika, Australien und Südamerika, wenn es schon nicht Island oder gleich die Arktis sein soll. Man könnt jetzt meinen, Naturfotografie ist unmittelbar mit diesen exotischen Orten verbunden.

Weit gefehlt!
Auch in unserer unmittelbaren Nähe gibt es sagenhafte Naturlandschaften!

Der Naturfoto Workshop richtet sich an Fotografen aller Erfahrungsstufen, die Interesse an der Naturfotografie haben und von einem erfahrenen Workshop Leiter, Fotografen unter Anleitung sich in der Naturfotografie weiter entwickeln möchten.

Paul Eschbach lebt selbst im Dachauer Moos und kennt die Moor- und Mooslandschaft sehr genau. Das Haspelmoor zählt seit 20 Jahren zu den gerne besuchten Biotopen im Norden von Paul Eschbach.

 

Naturfotografie im Moor (Hochmoor)

Es gibt nur noch wenige erhaltene Moorlandschaften nördlich der Alpen, das nördlichste Moor ist in unmittelbarer Nähe zu Fürstenfeldbruck gelegen. Das Moor steht unter strengem Naturschutz und ist ein äußerst wichtiges Rückzugsgebiet für gefährdete Arten. Im April beginnt das Leben im Moor wieder sich zu entwickeln. Die Flora strebt der ersten Blüte an und die Landschaft erholt sich von dem Grau und Braun der letzten Monate unter Schnee und Eis. Die Fauna beginnt das Leben, der Winterschlaf ist beendet und die Schmetterlinge und Libellen beginnen eifrig zu fliegen.

Das Moor lebt von den starken Kontrasten zwischen gerade noch Leben und schon abgestorben, zwischen dunkel, morastig und den schönsten Farben des Frühlings. Im April beginnt auch im Moor das Leben sich wieder neu zu entwickeln – ein Eldorado für alle Fotografen die sich dem Thema Naturfotografie verschrieben haben, oder es noch wollen.

Naturfotografie im Niedermoor (Moos)

Nach dem Hochmoor geht der zweite Abschnitt in ein ebenso nahe gelegenes Niedermoor in der Nähe von Fürstenfeldbruck. Niedermoore werden in Bayern als Moos bezeichnet – daher auch der Name Dachauer Moos. Ein Niedermoor um Dachau herum.

Das Moos ist weniger spektakulär, die Landschaft ist weiter, offener und bietet vielen Vögeln und Kleintieren einen geschützten Lebensraum. Niedermoore sind äußerst artenreiche Landschaftsformen und wir nähern uns dem Niedermoor fotografisch im Kontrast zum Hochmoor am Vormittag. Hier erleben Sie den Gegensatz der beiden Landschaftsformen.

Der Fotoausflug findet bei jedem Wetter statt. Gerade bei Nebel, oder Regen bietet das Moor unvergleichliche Fotomotive. Neben einem Weitwinkel- oder Teleobjektiv empfiehlt sich ein Objektiv für Nah- oder Makroaufnahmen mitzubringen, ein kleines Fernglas macht sich sehr gut.

Die Teilnehmer verpflegen sich selbst.

 

Naturfotografie für die Teilnehmer

Fotografisch ist vieles spannend, von der Makrofotografie über Lichtspiele im Gegenlicht und Landschaftsaufnahmen mit allen verfügbaren Brennweiten. Die Teilnehmer lernen die unterschiedlichen Landschaftsbiotope kennen und können unter der Anleitung von Paul Eschbach sich ausgiebig in der Natur- und Landschaftsfotografie ausprobieren. Die Flora beginnt an allen Enden zu Blühen und steht im herrlichen Kontrast zu der kargen und unbunten Heide- und Moorlandschaft. Die Schmetterlinge und Libellen beginnen mit dem Flugbetrieb.

Mehr zu den Terminen auf der Veranstaltungsseite. Zum Veranstaltungstermin 24. April 2020.

Digitale Landschaftsfotografie – EDITION PROFIFOTO – Michael Frye*****

Rezension: Digitale Landschaftsfotografie – Michael Frye ***** von 5

Michael_Frye_Digitale Landschaftsfotografie
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  • Broschiert: 176 Seiten
  • Verlag: mitp; Auflage: 2. Auflage 2016 (22. Januar 2016)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3958452388
  • ISBN-13: 978-3958452381
  • Größe und/oder Gewicht: 21,6 x 1,4 x 24 cm

Buchseite auf www.mitp.de

Hochkarätige Landschaftsfotografie mit der digitalen Umsetzung des Zonensystems von Anselm Adams ist eine lesenswerte Fachbuch auch für erfahrene Landschaftsfotografie in einer hochwertig didaktischen Schreibweise.

Unsere Wertung in der Rezension: 80 Jahre Erfahrung mit dem Zonensystems in die Pixelwelt der digitalen Fotografie perfekt übertragen*****

Zusammenfassung der Rezension

Das Buch ist nicht für Einsteiger geschrieben. Wer Belichtung aber nicht nur mit Hilfe des Livebildes und des Monitors versteht findet hier eine gleichsam hervorragende Bildbeispiele wie auch thematische Einführung in die Tiefen der Belichtung von Bildern auf Fine-Art Niveau. Michael Frye führt 176 Seiten in das 80 Jahre alte Zonensystem von Anselm Adams, Eliot Porter und Brett Weston ein. Sozusagen Belichtung 2.0.

Digitale Landschaftsfotografie ist ein Buch dass ich auch selbst gerne schreiben wollte – das kann ich mir jetzt sparen, Michael Frey hat das schon erledigt.

Für wen ist das Buch geeignet

Landschaftsfotografie lebt von dem zaubern mit Licht und Belichtung. Digitale Bildbearbeitung eröffnet neue Möglichkeiten, die Grundlage ist aber immer ein hinreichend genau belichtetes Bildmotiv. Michael Frye führt den Leser ungewohnt klar, direkt und mit einfacher und immer verständlicher Sprache in die unterschiedlichen Formen und Wirkungen von Licht ein. Für den Einsteiger sind das böhmische Dörfer, für den erfahrenen Landschaftsfotografen sind das die Wege zum Fine-Art-Print.

Das Licht lesen und mit der Kamera gezielt in ein Bild einfangen ist die Passion des Autors. Landschaftsfotografie auf den Punkt belichtet.

Aktualität des Inhaltes

Das Buch ist aktueller denn je. Die Entwicklung der letzten 2-3 Jahre beschert heute auch dem Einsteiger in die digitale Fotografie Auflösungen der modernen Sensoren die wohl in den üblichen Monitorauflösungen niemals genutzt werden. Der Wunsch nach einem großformatigen Wandbild in Fine-Art-Qualität ist aktueller denn je. Michael Frye führt in die effiziente und effektive Arbeit des digitalen Landschaftsfotografen ein, ohne über Kameras, Objektive und Systemdiskussionen auch nur eine Seite zu verlieren.

Wesentlicher Inhalt des Buches

Das Zonensystem wurde von Anselm Adams, Eliot Porter und Brett Weston in den 40er Jahren entwickelt und damit die analoge Landschaftsfotografie in Schwarzweiß zu einer neuen künstlerischen Blüte geführt. Michael Frye wendet das Zonensystem in der Farbfotografie in der digitalen Landschaftsfotografie an. Vom diffusen Licht bei Nebel bis zum kontrastreichen Gegenlicht und den Lichtwirkungen wir Reflexion wird das Zonensystem auf diese vielfältigen Lichtformen angewendet. Das Michael-Frye-Zonensystem ist eine hervorragende Grundlage für die sichere Belichtung in der Landschaftsfotografie für den erfahrenen Fotografen der ganz bewusst das Licht lesen will.

Nach der „Einleitung“ in das Zonensystem der Entwickler geht die Reise über die „Technischen Grundlagen“ zum Kapitel „Licht, Komposition und die Kunst des Sehens„. Das Kapitel „Die digitale Dunkelkammer“ ist die Analogie der analogen Dunkelkammer von Anselm Adams und führt bis zum hochwertigen Druck eines Schwarzweiß Drucks in Fine-Art-Qualität.

Form und Gestaltung

Das Buch ist einer der größten Buchformate im mitp Verlag und besticht durch einen hochwertigen Druck auf stabilem Papier – die hochwertigen Landschaftsbilder kommen so ausreichen gut zur Geltung und man kann die feinen Unterschiede im Zonen-Workflow im Bildmaterial nicht nur ahnen, sondern auch nachvollziehen.

Viel hochwertige Information ist mit Hilfe von Bildern und Tonwertkurven anschaulich gemacht und geradezu wie selbstverständlich dargebracht.

Didaktische und sprachliche Aufbereitung

Das Buch ist im Original im Englischen erschienen – das merkt man dem Buch überhaupt nicht an. Es ließt sich als wäre es im Original in Deutsch geschrieben – einen Glückwunsch an das Lektorat und die Übersetzung. Die Begriffe passen, die Formulierungen sitzen und die Sprache ist leicht und mit viel Freude auch zu lesen. Das Buch lässt sich mit viel Freude in einem Zug durchlesen – ohne jede Seite immer wieder lesen zu müssen – so macht das Lesen eines Buches Spaß.

Eigene Erwartungshaltung als Leser des Buches

In meinen 30 Jahren Fotografie habe ist schon viele Standardwerke in der Landschaftsfotografie gelesen. Bei vielen lautet der innere Kommentar nach fast jeder Seite – „Na ja“. Darstellungen sind entweder wenig transparent, zu verallgemeinernd, zu wenig analytisch oder einfach nicht verständlich. Bei Michael Frye ist das ganz anders. „Ja“, „Ja“, genau. In der analogen Landschaftsfotografie auf Diafilm musste man immer möglichst exakt belichten. Ein ständiges Prüfen auf dem Monitor war nicht möglich. Trotzdem passte die Belichtung und Michael Frye führt in diese Kunst der „zu 90% passenden Belichtung“ den engagierten Fotografen ein.

Wenn man als digitaler Landschaftsfotograf mit Fotoerfahrung ein Buch zu dem Thema gelesen haben sollte, dann ist es dieses. Von der Belichtungsschätzung zur gezielten Belichtung – perfekt.