Nichts ist praktischer als eine gute Theorie – Multicopter Workshop

Multicopter Fliegen ist ganz einfach - wenn man es kann.
Wenn man es nicht kann - kann man es lernen.
Das lernen ist eigentlich auch ganz einfach - man muss es nur tun.

In meinem Workshop sind typischer weise Anfänger, die

  • noch niemals einen ferngesteuertes Modell bedient haben,
  • auch keine Affinität zu Mathematik, Physik oder Naturwissenschaften haben,
  • mit der Luftfahrt außer der Urlaubsreise nicht zu tun haben.

Und es klappt doch im zwei Tagen aus den „Fußgängern“ begeisterte Multicopter Piloten zu machen. Das geht nicht in einem Nachmittagskurs – da braucht es schon zwei Tage zeit.

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Alle Fotos Pirchmoser@Foto Sessner GmbH

In dem Workshop erzähle ich zuerst was man alles nicht mit dem Multicopter darf

… ich wollte doch eigentlich mit dem Multicopter fliegen.

In den zwei Tagen lernen die bis zu 10 Workshop Teilnehmer was wir alles dürfen und wie man einen Flug mit dem Multicopter ordentlich plant und vorbereitet. So verläuft der Workshop aus Sicht der Teilnehmer zuerst sehr unerwartet.

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Am ersten Tag wird durch die Teilnehmer noch nicht selbst geflogen, das wäre ohne die richtige Vorbereitung auch zu anspruchsvoll. Einige Teilnehmer haben immer noch einen gehörigen Respekt von dem fliegenden Teil. Wir lernen das fliegen am ersten Tag am Simulator im Klassenzimmer. Mit der echten Flugsteuerung dürfen / müssen die Teilnehmer sich mit den Flug- und Steuereigenschaften des Q500 4k vertraut machen. Auch bewusste Grenzbereiche und Notverfahren gehören hier zum Vorbereitungsprogramm.

 

Theoretisch vorbereitet und praktisch am Simulator geübt geht es auf die Flugwiese

Vor dem Gang vor das Klassenzimmer steht das was auch später bei jedem Piloten Routine werden muss – das gewissenhafte Pilot Briefing. Die Workshop Teilnehmer müssen den Flug auf der Waaghäuselwiese selber unter Anleitung vorbereiten.

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Luftraum und Luftraumstrukturen muss der Multicopter Pilot kennen und anwenden können

Luftraum klar. Wetter klar. NOTAMs und NfLs gecheckt. Flugbereich genehmigt. 
Höhenbeschränkung festgestellt. Copter gecheckt, Akku klar. Alle Dokumente dabei. 
Einweisung im Team durchgeführt. Der Flug kann gefahrlos durchgeführt werden. 
Keine besonderen Betriebseinschränkungen auf der Waaghäuselwiese.
(Pilot Briefing)

Was beim ersten Mal noch relativ lange dauert, geschieht später in ca. 2 Minuten vor dem Start.

 

Multicopter-Fliegen auf der Flugwiese

Jetzt wird es ernst. Der Multicopter muss startklar gemacht werden und final überprüft werden. Jetzt darf uns kein Fehler unterlaufen.

Erklären und Verstehen – wichtige Elemente eines Workshops

Aufbau des Multicopters beginnt mit der Montage der Rotore, zwei Links und zwei Rechts.

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„Last Chance“ vor dem ersten Flug – ist an alles gedacht?

Gewissenhafte Vorbereitung anhand von Checklisten hilft nichts wichtiges zu übersehen. Und dann hebt der Multicopter das erste mal ab. Am Donnerstag ist recht heftiger Wind mit Windböen, das macht den Flug unruhig und erfordert besondere Aufmerksamkeit beim Starten und Landen.

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Starten und Landen ohne Zwischenfälle ist das Ziel

Anspannung im Team – das muss Morgen jeder Teilnehmer selber durchführen und mir den Multicopter wieder in allen wichtigen Teilen übergeben. Um es vorwegzunehmen – alle Teilnehmer schaffen den Start und die Landung ohne Zwischenfälle. Bislang ist auch noch nichts zu Bruch gegangen – Dank der hohen Disziplin bei den Workshop Teilnehmern.

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In den zwei Tagen Workshop vermitteln wir nicht nur das Wissen, wie man einen Multicopter steuert. Das geht in einer halben Stunde. In der restlichen Zeit vermitteln wir das was man in der Fliegerei

Good Airmenship

nennt. Das richtige, umsichtige, kooperative und risiko-bewusste Verhalten in der allgemeinen Luftfahrt, so dass man niemand gefährdet, behindert. Aus eigenem innerem Antrieb sich so zu verhalten dass man sich jederzeit selbst begegnen möchte und dabei keinen Grund zur Klage hätte. Das vermittelt sich nicht in einer Vorlesungsstunde – in zwei Tagen bekommen die Workshop Teilnehmer eine gute Vorstellung davon.

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Der Multicopter muss in der Luft auch immer eingewunken werden – das freut die Workshop Teilnehmer auf den Bildern.

 

Multicopter Fliegen vor herrlichste Kulisse – dem Kloster Fürstenfeld

Auf der Waaghäuselwiese haben wir Betriebseinschränkungen, der Flugbereich ist abtrasiert. Wir wollen nicht so hoch wie wir könnten und müssen auch auf die Passanten auf dem Gelände achten.

Trotzdem ist die einmalig schöne Kulisse des Klosters eine ungeheure Bereicherung für die Workshop Teilnehmer. Viel schöner als auf einer Wiese hinter dem Dorf zu fliegen und eine seltene Gelegenheit noch dazu.

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Das Workshop Team vor dem Kloster Fürstenfeld mit dem YUNEEC Q500 Multicopter

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Am zweiten Workshoptag bereiten wir das theoretische und praktische Wissen der Workshop Teilnehmer vor, um den ersten Alleinflug zu machen und hinterher ganz verwundert zu sagen:

Das war ja einfach.
Und ich habe mich ganz sicher gefühlt.
(Workshop Teilnehmerin)

Ich würde mich freuen, wenn die Workshop Teilnehmer mir noch weiter über die Schulter schauen und etwas von dem Wissen und Erfahrung in das eigene Flugprogramm mit aufnehmen werden. Schöne Fotos und Videos mit der fliegenden Kamera ist das Ziel und ich freue mich, wenn wir in Zukunft noch mehr ganz tolle Luftbilder mit Drohnen zu sehen bekommen.

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Am meisten freue ich mich, wenn meine Workshop Teilnehmer allzeit unfallfrei und ohne Verstöße im Luftraum viel Freude und Spaß an dem neuen Hobby haben. Am zweiten Tag des Workshops zeige ich dann, dass wir doch eigentlich fast überall fliegen können wo es schön ist, wir nur die richtige Vorbereitung dazu brauchen und uns an die geltenden regeln halten. Dann klappt das auch mit dem Spaß am Fliegen.