Mit den Bären im Nationalpark Bayerischer Wald Auge in Auge

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Fotografieren und Natur erleben geht auch ganz einfach. In den Pfingstferien kurz entschlossen den Bären im Tierfreigehege des Nationalpark Bayerischer Wald einen Besuch abstatten und nach Lust und Laune Tiere der Heimat fotografieren.

Den größten und stärksten Landraubtieren in Europa ins Auge blicken

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Foto: Jörg Jablonowski

Mit einem Zoo und auch dem Zirkus mit Tieren habe ich so meine Probleme. Wilde und exotische Tiere in vermeintlicher Gefangenschaft zu halten, nur um gegen Geld vorgeführt und bestaunt zu werden ohne einen natürlichen Lebensraum und eine Rückzugsmöglichkeit vor uns Menschen – daher meide ich Zoos und Zirkus seit vielen Jahren. Die Tiere tun mit einfach Leid.

Im Nationalpark Bayerischer Wald sind Tiere im Freigehege, die hier früher auch alle heimisch waren, also auch an das Klima und die Höhenlage angepasst sind.

Nationalpark Bayerischer Wald – der erste in Deutschland wird bald 50 Jahre alt

Im Tiergehege der Bären leben 4 Bären, fast wie im Kinderbuch. Mama Bär, Papa Bär und zwei kleine Bärenkinder. Die wilden Tiere Bär, Luchs, Wolf, Elch, Wiesent zeigt sich nicht ganztägig in Promenadenaufstellung. Man muss schon eine große Portion Geduld und auch Glück mitbringen um die Familien dann auch komplett sehen zu können.

Mit den europäischen Braunbären (Ursus arctos arctos) klappt es erst beim mehrfachen Besuch des Bärenareals – es war wohl kurz vorher die Zeit zum Füttern und dann sind die Bären auch aktiv und streifen durch das Gehege.

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Das Warten auf die Hauptakteure gehört mit zu dem Erlebnis der Tiere im naturnahen Umfeld des Nationalparks. Viele der Besucher bringen diese Geduld nicht mehr mit, die Tiere sollen wohl auf Knopfdruck funktionieren. Danke liebe Bären dass Ihr das nicht macht.

Der kleine Bär entschädigt für das Warten durch sein tapsiges Verhalten im schon vertrauten Umfeld.

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Das Posen eines Braunbären muss auch geübt werden, bis es richtig sitzt und passt. Auch das gehört zum erwachsenwerden dazu.

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Der Braunbär ist ein Allesfresser und ernährt sich überwiegend durch Gräser, Beeren und Pflanzen

Die Braunbären ernähren sich überwiegend pflanzlich, mit allem was der Wald so hergibt. Der massige Körper strotzt zwar von Kraft und Überlegenheit. Die große Masse ist bei der Jagd auf andere Tiere auch von Nachteil und so hat sich der Braunbär auf die pflanzlichen Nahrungsbestandteile im Wald angepasst und kann diese bequemer aufnehmen als in der wilden Jagd.

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Nach dem Füttern muss man noch schnell mal durch das Revier streifen und sich einen leckeren Nachtisch sichern – wir Menschen machen das ja schließlich auch so.

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