Von Spiegelau über das Ochsenklavier zum Rachelsee im Bayerischen Wald wandern

Im Bayerischen Wald sind wir als BAYERWALDTEAM schon nahezu jeden Weg, jeden Steig mehrfach gegangen. Im Sommer, im Herbst oder auch mit Ski im Winter und durch tiefen Schnee im lang anhaltenden Frühling. Es gibt aber immer noch Wege die noch kaum auf dem Wanderplan standen.

Die Wege von Spiegelau über das „Ochsenklavier“ zum Rachelsee sind solche Wanderwege im Bayerischen Wald.

Anstieg der Berge vom Tal aus, ohne Parkplätze am Berg zu nutzen

Meistens gehen auch wir Direttissima auf die Gipfel am Grenzkamm und suchen unsere Fotomotive in den Höhen des Bayerischen Waldes. Heute einmal alles anders. Wir suchen unsere Fotomotive auf anderen einsamen Pfaden im Bayerischen Wald und werden dabei viel neues erleben.

Oft nutzt man die Möglichkeiten, Erleichterungen in der Wanderung durch touristische Parkplätze in höheren Berglagen, viel näher am Berg- oder Gipfelziel, gerne aus. Fast alle dominanten Berge am Grenzkamm haben solche Erleichterungen:

  • Großer Arber,
  • Großer Osser,
  • Hoher Bogen,
  • Kaitersberg,
  • Großer Rachel,
  • Lusen,
  • Haidel,
  • Dreisessel.

Schon früher sind wir gerne die großen Bayerwaldberge aus dem Tal angestiegen, alle Höhenmeter zu Fuß und mit dem Gepäck am Rücken. Das ist beschwerlicher und dauert länger, eröffnet aber ganz neue Erlebnisse und Sichtweisen in der einsamen und naturbelassenen Landschaft. Die Höhe des Berges und die Beschwerlichkeit der früheren Arbeiter im Woid ist unmittelbar da.

 

Ochsenklavier ist ein früherer Knüppelweg durch das Hochmoor am Fuße des Großen Rachel

Eine Wanderung abseits der Hauptrouten im Nationalpark. Auf dem Weg über das Ochsenklavier begegnen einem fast keine Wanderer – nur die Natur, die Landschaft und vielleicht einmal einen Frosch.

Bei meiner ersten Wanderung im Bayerischen Wald 1990 bin ich diese Tour schon gegangen.

  • Start am Waldspielplatz in Spiegelau
  • über das (damals noch vorhandene) Ochsenklavier
  • zum Rachelsee
  • über die Rachelseewand und Rachel Kapelle
  • zum Gipfel des Großen Rachel
  • Abstieg über das Waldschmidthaus
  • zum Gfäll Parkplatz und damals per Anhalter zurück nach Spiegelau.

Eine wunderschöne Wanderung, damals (1990) noch weitgehend im Hochwald gelegen.

 

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Jetzt sind wir bis zum Rachselsee und wieder zurück auf Fotografie Tour gegangen. Für Hubert (BAYERWALDTEAM) eine vollkommen neuer Weg, noch nie gegangen. den ganzen Tag sind wir im Hochwald unterwegs. Durch die Veränderung im Hochwald sind jetzt viele Ausblicke möglich. Das Ochsenklavier wird nun umgangen und man kann die Entwicklung des Hochmoores an einem Aussichtsturm erleben. Viel Veränderungen im Wald durch Windbruch und immer wieder neues Wachstum bringen eine Abwechslung in die Waldlandschaft.

 

 

Einsame Wege im Hochwald – fast wie bei Friedl Thorward

Was haben wir die Bücher von Fiedl Thorward (Siegfried Peter), dem großen Waldgeher aus Furth i.W. verschlungen. Seine lebhaften Beschreibungen des Waldes und seiner Erlebnisse am Grenzkam war in den 90er Jahren die Leitschnur für unsere Fotografie. er schreibt leidenschaftlich von der Einsamkeit und dem Glück das er in den Hochwäldern von Osser, Arber, Rachel Lusen und Dreisessel gefunden hatte.

Auf einsamen Wegen erschloss er sich den Wald. Unsere Wege heute zum Rachelsee sind ebenso einsam. Gut ausgeschildert, aber kaum begangen. Vielfältige Motive im lichten Hochwald zehren an den Marschzeiten und lassen für heute keine große Runde über den Gipfel des Rachel mehr zu. Sonst sind wir es gewohnt, mit maximaler Energie zum Gipfel und dort zu fotografieren. Heute widmen wir uns der Waldlandschaft auch in den niedrigeren Höhen. Lichtspiele im Wald eröffnen alle paar Minuten neue und immer faszinierende Motivwelten auch in den kleinen Motiven am Wegesrand.

Ein ganz anderer Charakter zeigt sich in dieser Ausflug über das „Ochsenklavier“. Ruhe und Beschaulichkeit. Viel Konzentration auf die vielen kleinen Fotomotive an denen wir so oft vorbeigestürmt sind. So eine Wanderung ohne Gipfelziel hat fotografisch auch sehr viele Vorteile.

 

Der Rachelsee liegt ruhig in der Rachelseewand, darüber die mächtigen Gewitterwolken

Für die große Tour über den Gipfel ist das Wetter auch zu unsicher. Über mehrere Tage sind schon mächtige Gewitterwolken am Grenzkamm zu sehen, nicht das ideale Wetter für eine Gipfeltour. Ich bin froh, dass wir nicht exponiert wandern gegen, so dass wir immer einen einfachen und gefahrlosen Rückzugsweg offen haben, selbst wenn das Wetter schlecht werden sollte.

Das unsichere Wetter bringt wenige Wanderer an den Rachelsee, das ist für uns Fotografen gut so. Wir können uns dem Farbenspiel der jungen Bäume, Gräser und Moose im Kontrast zu der immer dunklen und unheimlichen Rachelseewand widmen.

Jetzt streifen wir 25 Jahre durch den Bayerischen Wald,
nun auch mal so schöne Touren ohne Gipfel am Grenzkamm.
Hubert Bauer-Falkner - BAYERWALDTEAM

Hubert Bauer-Falkner@BAYERWALDTEAM