Tilt-Shift Fotografie in barocker Zisterzienserkirche Fürstenfeld

Barocke Architektur und Kunst will die Verbindung zum Himmelteich herstellen. Die weltlichen und geistlichen und geistlichen Gebäude strahlen dies durch eine strenge Symetrie aus.

Da passen keine stürzenden Linien, oder zulaufende Gebäudeachse dazu.

Shift Objektive sind ideal für Architekturaufnahmen

Bedecktes und helles Aussenlicht ist ideal für die lebendige Gestaltung einer barocken Zistzienserkirche in Oberbayern. Die imposante Größe der Klosterkirche verringert sich mit dem üblichen kippen der Kamera- stürzende Linien sind die Folge.

Die barocken Baumeister haben viel Wert auf die senkrechten Linien, der in den Himmel strebenden Architektur als Gesamtkunstwerk gelegt. Eine übliche Aufnahme eines Touristen zeigt die Kirchen meist mit nach oben geneigter Kamera – so passt alles aufs Bild. Beim Blick durch den Sucher fällt es noch nicht auf, wir sind mit dem dreidimensionalen Blick ja auch an den Effekt gewöhnt.

Wird das Bild aber präsentiert fällt es ins Auge – „stürzende Linien“. Die Architektur scheint nach hinten zu kippen, die parallelen Linien laufen nach oben zusammen.

  • Die oberen Teile des Bauwerks sind genauso breit wie unten in der Basis – darauf haben die Baumeister streng geachtet.
  • Die oberen Bauteile sind aber weiter entfern vom Sensor und somit müssen die Linien nach den optisch/mathematischen Gesetzen verkürzt werden.
  • Das gilt für alle Linien, auch die vertikalen werden verkürzt dargestellt.

Die Gebäude verlieren von der einstigen Pracht und Mächtigkeit. Wird die Kamera waagrecht gehalten entstehen keine stürzenden Linien, aber es wird viel zu viel Vordergrund im Bild erfasst.

Was ist die Lösung?

Ein Spezialobjektiv Tilt-Shift-Objektiv (Canon TS-E Objektive) bieten eine bekannte Lösung an.

Jetzt steht das Gebäude wieder senkrecht und die Linien bleiben parallel und in der wahren Länge wiedergegeben.

Das SHIFT Objektiv verschiebt das Objektiv nach Oben, der Sensor bleibt immer noch senkrecht und es entstehen keine stürzenden Linien. Der schlecht genutzte Vordergrund (Kies, Asphalt, Gehwegplatten, …) verschwindet aus dem Bild und der Betrachter konzentriert sich vollkommen auf das Bauwerk. Dafür erweitert sich der Bildraum nach Oben. Die ganze Schönheit des Motivs wird ohne Verzerrungen im Bild wiedergegeben.

Eigentlich ganz einfach.

 

SHIFT Fotografie im Außenbereich einsetzen

Im Außenbrreich läßt sich das SHIFT Objektiv genauso gut und einfach einsetzen, vor allem auch im Hochformat.

Dieses Motiv mit den beiden Bäumen als natürlicher Rahmen für die architektonische Gebäudeansicht ist nur aus diesem Standpunkt mit hoch aufragender Fassade möglich. Die Fassade bleibt aufrecht stehen und wirkt größer als bei den üblichen Aufnahmen.

 

SHIFT Objektiv für hochwertige Panoramafotografie einsetzen

Mit dem SHIFT Objektiv lassen sich auch ganz hervorragend Panoramafotos aus der Hand, ohne Spezialstative oder Panorama Adapter erstellen.

Der weite Raum des Klostergeländes lässt sich nicht mit einem Super-Weitwinkel aufnehmen. Hier bieten sich mehrere zusammengesetzte Aufnahmen mit einer Panoramaaufnahme an.

Mit dem Shift-Objektiv geht das besonders einfach – alle Themen mit der richtigen Parallaxe lässt sich einfach umgehen, indem das Objektiv einfach während der Abfolge der Einzelaufnahmen nicht bewegt wird, das geht auch schon sehr gut aus der Hand. Ein Einbeinstativ hilft und ein Dreibeinstativ ist natürlich perfekt.

Das Objektiv bleibt starr auf einen Ausschnitt gerichtet und der Sensor wird mit Hilfe der Shift Funktion verschoben und zeichnet so aus einer einzelnen Perspektive unterschiedliche Einzelaufnahmen auf. Die passen hinterher natürlich perfekt aufeinander, da sich die Perspektive und der Blickwinkel auf die Szenerie nicht verändert hat.

 

Mehr zur Tilt-Shift-Fotografie bei meinem Workshop in Friedrichshafen

Tilt Shift Objektive sind eine stark unterschätzte Gattung an Objektiven, bieten aber ganz neue Möglichkeiten der Umsetzung der Realität in perfekte Bildergebnisse. Mithilfe der modernen Digitalkameras ist die Anwendung auch sehr einfach geworden und die Ergebnisqualität sehr sehr hoch.

Die Aufnahmen sind mit dem „uralten“ TS-E 24mm f/3.5 L aufgenommen – eine perfekte Optik zum Einsteigen für wenig Geld.

Noch mehr interessante Anwendungen zeige ich beim nächsten Workshop bei den Wunderwelten in Friedrichshafen im November 2018.