Analog und Schwarzweiß mit den edelsten Systemen vergangener Jahre – OLYMPUS OM

Eine kleine Revolution im Kamerabau begann 1972. OLYMPUS stellte damals erstmalig seine mechanische Kamera M-1 im Weltmarkt vor. Die Kamera war klein, kompakt und perfekt zu bedienen. Ähnlich wie Porsche mit dem 901 musste die M-1 umbenannt werden – die Geburtsstunde der sehr erfolgreichen OLYMPUS OM Reihe mit der OM-1 wurde geboren.

Die OM Kameras muss so klein und funktional wie möglich sein und wurden innerhalb weniger Jahre zu einem auch von Profis akzeptierten Modell auf dem Fotomarkt. Innovationen in Design und Funktionen sicherten über viele Jahre eine Spitzenposition im Wettbewerb. Den Umstieg auf Autofokus und dann die Digitalisierung der Fotografie brachten das Ende des OLYMPUS OM Systems.

Ein oft verkanntes System betritt die Weltbühne der Fotografie – OLYMPUS OM

OLYMPUS ist ein Hersteller aus Japan und war ein großer Spezialist in der Mikroskopie und das merkte man den OM Kameras auch immer (positiv!) an. Kein System war auch nur annähernd so gut ausgebaut in den Bereichen

  • Mikroskopie
  • Makrofotografie
  • Blitzlicht und Multi-Blitzlichtsysteme

Die Markteinführung der TTL Blitzlichttechnik durch Olympus war hier die perfekte Grundlage, in Verbindung mit der Autodynamischen Messteuerung, welche die Belichtung vom Film misst und daher in Mischlichtsituationen einen unerreichten Bedienkomfort erreichte.

Das OLYMPUS OM System bestand aus ungewöhnlich vielen Komponenten in den Bereichen Motor und Antriebssysteme, Blitzlichtsysteme, Makrofotografie.

 

OLYMPUS OM-2n eine Stilikone mit einer Leichtigkeit in der Fotografie

Die schönste Schöpfung aus dem Hause OLYMPUS OM war die OM-2n.

Wie solch ein gigantisches Sucherbild in dieser Helligkeit in so ein kleines Dachkantprisma passte war mir immer eine Freude

Eine Kamera mit Zeitautomatik, mit noch üblicher Anzeige der Belichtung über einen Zeiger im Sucher. Alles ist sehr stilvoll designed und gleichwohl funktional in der Bedienung. Der Sucher auf dem winzig kleinen Pentaprisma ist einfach gigantisch – kein Vergleich mit dem Sucher einer heutigen APS-C Kamera. Das Auge wandert in dem Sucher hin und her und findet den Rand des Bildfeldes kaum. Für eine Ausflug in die analoge Seite der Fotografie ein stilistisch perfekter Ausgangspunkt, an dem man sicher lange seine Freude haben wird.

 

OLYMPUS OM-4 Ti der perfekte Belichtungsautomat

In den 80er Jahren zog die Digitaltechnik in den Kamerabau ein, nachdem CANON zur den olympischen Sommerspielen 1984 in Los Angeles die Profis noch mit einer manuellen F-1 new versucht hatte zu überzeugen, kamen in wenigen Jahren die digitalisieren Kameramodelle auf den Markt.

  • Canon A-1, Canon T-70 und T-90, vom berühmten Designer Luigi Colani in die Hand des Fotografen hineingeschmeichelt.
  • Minolta 7000 mit dem ersten Autofokus

Olympus antwortete mit einem perfekten Belichtungsautomaten mit allem was die Computertechnik vermochte und das im Gehäuse einer OM-1 aus 1972.

  • ADM Autodynamische Messsteuerung mit Messung der Belichtung während der Belichtung
  • TTL Messung
  • Digitale Sucheranzeigen
  • Multispot Messung mit bis zu 8 Messwerten
  • Highlight Korrektur
  • Shadow Korrektur
  • Belichtungsspeicher bis zu 60 Minuten
  • F-Synchronisierung des Blitzes auf 1/30 – 1/2000s
  • nur Zeitautomatik und manuelle Einstellung

Unspektakulär, aber in den Händen des Fotografen die perfekten Funktionen um die Belichtung mit Messung zu ermitteln und nicht durch Schätzen oder einer Belichtungsreihe. Auf den Punkt zu messen – so genau konnte es nur die OM-4, OM-3 und OM-4 Ti, OM-3 Ti.

Das wurde gepaart mit einem der größten und hellsten Sucherbilder im SLR Markt und ist auch heute noch beeindruckend, wieviel Bild in solch einen kleinen Sucher passt – gigantisch. Gerade das Zusammenspiel aus

  • Digitale Sucheranzeigen
  • Multispot Messung mit bis zu 8 Messwerten
  • Highlight Korrektur
  • Shadow Korrektur

macht in der SW Fotografie auch heute noch unbedingt Sinn.

Dies ist komfortabler als heute eine Mehrfeldbelichtung an meinen EOS 1Ds Mark III Kameras. Schnell und auf den Punkt. Drei Messpunkte setzen und dann auf Highlight oder Shadow dafür sorgen, dass der hellste oder dunkelste Messpunkt auch so hinterher im Bild erscheint. Die Zonentechnik einfach modern interpretiert.

Mein erstes Kamerasystem war von OLYMPUS OM. Nach wenigen Jahren stand dann zeitlich passend zu meinen letzten Diplomprüfungen im 8. Semester beim Foto Sessner eine gebrauchte OLYPUS OM-4 im Schaufenster. Die Prüfungsvorbereitung geriet kurzzeitig in den Hintergrund und dann war das Schaufenster auch leer. Ich freute mich tierisch über mein eigenes Geschenk zum erfolgreichen Studium.

Keine Kamera hat mit so treue Dienste geleistet und mich tief in die zauberhafte Welt der Fotografie geführt als die OLYMPUS OM-4. Später schwächelte das Gehäude durch die harte Beanspruchung etwas und eine OLYPUS OM-4 Ti folgte der OM-4. Die Abkürzung Ti stand für Titan Material im Gehäuse.

 

OLYMPUS OM Set für die analoge SW-Fotografie

Kamera / Body von Olympus OM:

  • OM-2n / OM-2 SP
  • OM-4 / OM-4Ti

Objektive von Olympus OM:

  • Zuiko 28mm f/2.0 / 28mm f/2.8
  • Zuiko 35mm f/2.0 / 50mm f/1.4
  • Zuiko 100 f/2.0 oder Makro Objekt – ich wähle ein TOKINA 90mm f/2.5 Makro
  • Zuiko 180f/2.8

Die Zuiko von Olympus fallen durch extreme Kompaktheit auf und sind sehr hochwertige Objektive, die heute gerade an spiegellosen Systemen einen zweiten Frühling erfahren. Mit den Objektiven von 28mm bis 180mm ist man bestens ausgestattet und hält auch ein erlesenes 180mm f/2.8 in den Händen.

Marktpreise eines OM-Set im Second Hand

fotoMagazinDie Gebrauchtpreise beziehen sich auf den Second Hand Guide der Fotografie Fachzeitschrift FOTO MAGAZIN für den Jahrgang 2017/2018.

Mehr zum Second Hand Guide.

Gehäuse / ObjektivGebrauchtpreis [€]BemerkungenLink
OM-2n60 €Der Zeitautomat mit dem großen Sucherbild im Klein eines Designstücks.OM-2n
OM-2 SP60 €Mehr Funktionalität mit Spotmessung und Programmautomatik und Zeitautomatik.OM-2SP
OM-4100 €Multi-Spot-Messung mit Highlight und Shadow Korrektur - perfekt für die analoge SW Fotografie.OM-4
OM-4 Ti160 €Der ultimative Belichtungsautomat im Titankleid.OM-4 Ti
Zuiko 28mm f/2.0180 €Hohe Öffnung in der damals populären Weitwinkel Brennweite.Zuiko 28mm 2.0
Zuiko 28mm f/2.840 €Normale Öffnung zur beliebten Brennweite von 28mm im Weitwinkel.Zuiko 28mm 2.8
Zuiko 50mm f/1.450 €Bei Olympus OM gab es auch ein 50mm f/1.2Zuiko 50mm 1.4
TOKINA 90mm f/2.5 1:2 Makro
oder Zuiko 100mm f/2.0
200€ - 670 €Mittleres Tele, ich habe es mit einem lichtstarken Makro kombiniert.
Zuiko 180mm f/2.8270 €Ein Traum von einem Objektiv in der analogen Ära.Zuiko 180mm 2.8

Alle Angaben ohne Gewähr.

Mit einem Budget von 500 € ist hier die Auswahl und die Möglichkeit sehr groß. der Spaß und die Resultate sind mit einem OLYMPUS OM System so einfach wie sonst kaum einer Kombination möglich.

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