Buchberger Leite im Bayerischen Wald in Schwarz und Weiß

Winter im Bayerischen Wald war früher schneesicher und mit viel Schnee über eine lange Zeit verbunden. Der Klimawandel ist auch am Bayerischen Wald nicht spurlos vorüber gegangen. Der Bayerische Wald ist immer noch eine herrliche Gegend mit wildromantischen Plätzen auch und gerade im Winter.

 

Die Buchberger Leite bei Freyung – ein wildromantisches Kleinod

So manche Plätze im Bayerischen Wald muss man kennen – der Wanderer stößt nicht einfach aus Zufall darauf. So verwinkelt und entlegen können die Orte sein – auch und gerade im Winter.

Die Buchberger Leite ist eine tiefe Felsenschlucht zwischen Freyung und Ringelai. Der noch kleine Fluss Wolfsteiner Ohe hat sich hier nach dem Durchbruch durch den Quarzgang des Pfahl auf bis 100 Meter Tiefe eingegraben.

Am unteren Ende bei Ringelai stellt sich nochmal ein hoher Schieferfelsen in den Lauf der Ohe und zwingt den Fluss ein letztes mal in zwei scharfe Kehren um dann beim Carbidwerk endlich offeneres Gelände in Richtung auf die Ilz zu durchfließen.

In wilden Schleifen windet sich die Wolfensteiner Ohe durch die Leite und springt wild über die Granitsteine und Felsen. Am Hochufer windet sich der Wanderweg durch die Schlucht und bietet immer wieder neue überraschende Ausblicke auf die Ohe und die hohen Felsen beiderseits des Flusses.

Zu jeder Jahreszeit ist die Buchberger Leite ein lohnenswertes Ausflug, vor allem für Fotografen. Im Winter, gesellt sich zu dem wilden Spiel des Wassers über den Felsen noch die bizarren Eisformationen entlang des Wasserlaufs.

Zu jeder Jahreszeit sind besonders Tage geeignet, mit einer durchgehenden Bewölkung – overcast. Diffuses Licht fällt in die Schlucht und bietet eine gleichmäßige Beleuchtung der spannenden Szenerie.

 

 

 

 

Schwarzweiß – Fokussierung auf Licht und Schatten

Winter im Woid – das eignet sich immer für eine Fotostrecke in Schwarzweiß. Reduzierung der eh schon wenigen Farben. Fokussierung auf Licht und Schatten, auf Kontraste, auf Linien und auf Strukturen.

 

 

Das fotografische Spiel mit der Zeit

Mit etwas Schnee auf den Felsen verschwinden die letzten Farben in der Landschaft. Das Bild reduziert sich auf die beiden Extreme Schwarz und Weiß und die unzähligen Graustufen dazwischen. Das fließende Wasser wird von einem wild tosendem Wildwasser zu einem sanften Wasserschleier zwischen den Felsen und visualisiert die Dimension Zeit im Bild.

 

Es müssen nicht immer die gerühmten Gipfel des Bayerischen Waldes sein – um den Bayerischen Wald in all seiner Ursprünglichkeit zu erleben. Manchmal reicht auch so ein Kleinod in einer tiefen Schlucht.

 

Wasser, Stein und Holz – die wilden Naturelemente des Bayerischen Waldes in einem Schwarzweiß-Bild.