Das Volksfest in Dachau gehört zum Sommer in den großen Ferien

Die großen Schulferien, die kürzer werden Tage, der erste Nebel am Morgen und das Dachauer Volksfest gehören einfach zusammen. Wieviel Erinnerungen hat man über all die Jahre in genau diese Zeit in der Mitte des August. So viel vertrautes findet man dort und trifft einmal im Jahr die vielen Freunde und Bekannte aus dem eigenen Lebenskreis.

Schlendern wir mit der Fotokamera über die 10 Tage Volksfest im Herzen der Dachauer Stadt

Mitte August ist es immer noch angenehm warm draußen – viel schöner als im späten Oktoberfest in München. Die Lichter funkeln viel heller als früher und tauchen die Szenerie in die schillerndsten Grundfarben, mal Rot, mal Blau, mal Grün und dann wieder alles zusammen. Nach 2 Maß vom Dachauer Volksfestbier kennt man den Unterschied eh nicht mehr so ganz genau – so wars zumindest in meiner Jugend.

Das Riesenrad gibt scho allaweil und an den Jost kann ich mich auch schon immer erinnern. Von Jahr zu Jahr größer – dann von Jahr zu Jahr immer mehr Lichter. Also, das ist doch das Motiv für den Fotografen – wir reduzieren alles. Lassen die vielen Menschen weg und nur noch die Lichter und die Lichtspuren im Nachthimmel über Dachau.

 

Heute ist bei den jungen Burschen und Mädls Tracht ein muss …

… oder das was man heut alles so als Tracht durchgeh’n lassen will.

Schön schauts schon aus und so machen wir uns auf den Weg um unsere ganz eigene Sicht auf die Tracht in einem Foto festhalten zu wollen. Tracht und grelles Licht – in dem Foto geht’s gut zusammen. Im Foto muss man nicht immer alles zeigen – der gezielte Ausschnitt lenkt den Betrachter auf die eigene Sichtweise.

 

In der Zeit vor’m Handy hat man sich am Riesenrad oder am Scooter getroffen

So einfach war das damals und wer von der Clique nicht rechtzeitig da war hat halt Pech gehabt und suchte den Rest der Blas’n den ganzen Abend lang. Da waren alle (fast) pünktlich.

Also auf zum Auto Scooter und wir tauchen ein in die Lichter und Bewegungen der Autos auf Carambolage. Viel Lichter – trotzdem brauchen wir eine Idee für ein Fotomotiv und nach kurzem Zuschauen kommt die Idee. Wir isolieren die einzelnen Scooter als scharfe Kontur im wilden Treiben der Bewegung und der Lichter. Der einzelne Fahrgast ist für sich auch alleine und nimmt die Szenerie vielleicht auch so war.

 

Und dann noch Licht und Bewegung als Motiv

Davon lebt das Volksfest – jedes Jahr immer wieder neue Schausteller mit wilden Fahrmaschinen und tanzenden Lichtern. Schauen wir uns das wilde Treiben unterhalb des Riesenrades einmal fotografisch an.

An wen der junge Mann gerade denkt – wir wissen es nicht. Das Volksfest war schon immer ein guter Grund zum Anbandln und oft auch ein Grund für eine Trennung. Glück und Trauer liegen oft so nahe beieinander.

Und immer schneller geht die Hetz – das ist die Faszination für alle Jugendliche – über alle Jahrzehnte hinweg.

Ach wär man doch nochmal in dem Alter der Burschen und Mädls, wieviel Träume lägen da noch vor uns.