Spuren im Waldboden – Flugplatzwanderung Südrunde

Südrunde

Auch weit abseits der Flugwerft gibt es interessantes zu Erkunden

Die Junkers Hallen sind aus der ersten großen Flugplatzerweiterung in den 30er Jahren

Die Hallen werden heute immer noch für Ihren unsprünglichen Bestimmungszwecke verwendet – Unterstellen von Flugzeugen. Nur die Flugzeuge sind deutlich kleiner als früher.

 

So weit wie möglich von der Flugwerft entfernt

Dort wurde die Waffenwerkstatt für die Bordwaffen errichtet.

 

Schießbahnen für die Bordwaffen

Zu Beginn der Fliegerei in schleißheim waren die Flugzeuge unbewaffnet – siehe OTTO Doppeldecker. Später mit beweglichen Bordwaffen und dann mit fest montierten Bordwaffen versehen. Diese müssen nach dem Einbau wieder einjustiert werden. Dazu dienten die beiden Schießbahnen. Man sieht jetzt noch Teile der geschützten Untergänge für das Auswertepersonal.

 

Flugplatzgrenze und Schleißheimer Straße

Auf dieser Trasse verläuft die Schleißheimer Straße, vom Zentrum Münchens geradlinig nach Schleißheim und mündet dort in die heutige Effnerstraße. Bis 1916 war die Straße geöffnet und wurde dann durch die Jägerstraße so gebaut, dass der Flugplatz sicher umfahren werden konnte.

 

Durch schmale Pfade an der südlichen Platzgrenze entlang

Und plötzlich stehen links und rechts seltsame Bauten am Weg. Dies sind frühere Pumpstationen zur Wasserführung des Grundwassers, das von Süd nach Nord den Flugplatz und damit auch die quer liegende Start-Landebahn (SLB) durchströhmt. Bis heute kommt es immer regemäßig zu Schäden an der SLB durch den Grundwasserstrom. Diese Einrichtungen sollten dies verhindern.

 

Breite Wege im Wald und große Lichtungen

Diese Wege dienen heute der Forstwirtschaft – angelegt wurden diese Wege im Wald als verdeckte Unterstellungen für die Nachtjagdflugzeuge 1944 – 1945 um sie vor den Tieffliegerangriffen mit den P51 Mustang und Mosquito zu verstecken. Typische Flugzeuge in Schleißheim mit den wichtigsten technischen Daten:

(Quelle Wikipedia)

Bf 110 G-4 (1943–1945) Einsatzzweck: Nachtjäger

  • Besatzung: 3 Mann
  • Spannweite: 16,29 m
  • Länge: 12,68 m
  • Höhe: 3,98 m
  • Tragfläche: 38,36 m²
  • Tragflächenbelastung: 244 kg/m²
  • Triebwerk: zwei Daimler-Benz DB 605 B mit je 1475 PS Startleistung
  • Flugmasse: 9800 kg
  • Höchstgeschwindigkeit: 585 km/h (mit Radar ca. 550 km/h)
  • Gipfelhöhe: 8000 m
  • Steigfähigkeit: ca. 11 m/s
  • Reichweite: 850 km (ohne die beiden 300-Liter-Zusatztanks)
  • Radar (aktiv):
    • frühe Versionen ohne Radar
    • FuG 202 Lichtenstein B/C (ab Ende 1942)
    • FuG 220 Lichtenstein SN-2 mit FuG 202 für den Nahbereich (ab Ende 1943); FuG 220 alleine ab etwa Mitte 1944

Ju 88 C-6 (1942–1944) Einsatzzweck: Nachtjäger/schwerer Jäger (Zerstörer)

  • Besatzung: 3 Mann
  • Spannweite: 20,08 m
  • Länge: 14,36 m
  • Höhe: 4,85 m
  • Tragfläche: 54,7 m²
  • Tragflächenbelastung bei Startgewicht: 191 kg/m², bis zu 234 kg/m² bei Überlast
  • Tragflächenbelastung bei Landegewicht: 170 kg/m²
  • Triebwerk: zwei Junkers-V12-Motoren Jumo 211 J mit je 1.420 PS Startleistung
  • Startgewicht: 10.490 kg mit 1.680 l in den Flächentanks, 11.390 kg mit 1220 l Reichweitenbehälter im vorderen Lastenraum, bei Überlast mit 1.220 l + 680 l + ein abwerfbarer 900-l-Tank 12.830 kg.
  • Treibstoff: vier Tanks in den Tragflächen mit insgesamt 1680 l sowie ein Tank im vorderen Lastenraum mit 1220 l = 2900 l, optional, anstelle der Bomben oder der Schrägwaffen, ein weiterer 680-l-Tank im hinteren Lastenraum
  • Höchstgeschwindigkeit bei Notleistung: ca 500 km/h in 5000 m Volldruckhöhe
  • Gipfelhöhe: 8000 m
  • Steigfähigkeit: 540 m/min
  • Reichweite: 2300 km mit 3580 l Treibstoff in Tragflächen und Rumpftanks

 

Die Flugplatzwanderung zeigt noch viel mehr Bidenmerkmale und Spuren in der Geschichte auf als dieser kurze Abriß der Wanderung in der Lage dazu ist. Kommen Sie mit – 2 Stunden durch die Geschichte aus 103 Jahren sind kurzweilig. Alle Termine finden Sie unter Neue Termine.

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