luftfahrt-historische Flugplatzwanderung Schleißheim – SÜD Route

Die SÜD Runde beginnt am Parkplatz zwischen den beiden JUNKERS Flugzeughallen an der Jägerstraße 1 (nicht am Fliegerbiergarten).

Der Flugplatz wurde 1934 technisch deutlich erweitert, um die zukünftige Bedeutung als Fliegerhorst schon vorwegzunehmen. Markannteste Gebäude dieser Zeitepochen sind die beiden erhaltenen JUNKERS Flugzeughallen von 1934-35. Darüber gibt es auch sehr viel zu erzählen und zu betrachten und zu erstaunen. Weiter geht die Wanderung in den südlichen Platzbereich und verlassen entlang vieler spannender Flugplatzeinrichtungen den Platz nach Süden – auch dahin erstreckte sich der Flugplatz 1944-45 und erleben die bis heute erhaltenen Überbleibsel im Wald. Spannend für die ganze Familie – für Entdecker und alle die Neugierig sind.

Einen Thematischen Abstecher machen wir zum Ende noch in die Energieversorgung des Flugplatzes, deren Bauwerke und Einrichtungen immer noch sichtbar sind.

 

Themenschwerpunkte der SÜD Runde

In der SÜD Runde sind wir am längsten im Wald unterwegs. Nicht ohne Grund wurden viele Einrichtungen genau hier in den südlichen Platzteil gelegt. Anhand der Bodenmerkmale und Artefakte ergründen wir die Zusammenhänge und den Betrieb eines der modernsten Flugplätze der Zeit und eines wichtigen Fligerhorstes.

In 12 thematischen Stationen erleben wir die versteckte Geschichte eines Flugplatzes auf der Münchener Schotterebene und die damit zusammenhängende Infrastruktur für den Betrieb als Fliegerhorst, Jagdschule, Zerstörerschule und Nachtjagdzentrum.

In der Nachkriegszeit wurde diese Infrastruktur von den Amerikanern, der Bundeswehr, der Bundespolizei noch intensiv weiter mit genutzt, aber nicht mehr erweitert.

 

Lagekarte

Nord – West – Süd – Ost: Jede Route hat einen anderen Themenschwerpunkt am Flugplatz Schleißheim und erläutert und illustriert die lebendige Luftfahrtgeschichte am ältesten Flugplatz in Bayern.

luftfahrt-historische Flugplatzwanderung Schleißheim – WEST Route

Die WEST Runde beginnt am Eingang der Flugwerft Schleißheim im Deutschen Museum. Wir erkunden den früheren Zugang zum Fliegerhorst an der Brücke über den südlichen Schlosskanal. Dann geht’s ins Unterholz, denn die Geschichte hat uns einmalige Artefakte aus der Gründungszeit überliefert und erhalten. Mitten im Wald sehen wir die typische Infrastruktur eines Flugplatzes zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

Weiter gehen wir entlang der Ferdinand-Schulz-Allee und rekonstruieren die Gebäude, die Nutzung und das Leben auf dem Flugplatz in den ersten 10 Jahren des Bestehens. Im Boden sind dazu noch jede Menge Bodenmerkmale und Überreste bis heute erhalten geblieben und erzählen uns Fragmente einer wechselvollen Geschichte.

Mit dem Friedensschluss von Versaille 1919 mussten in Deutschland viele Flugplätze und Luftfahrtgebäude abgerissen werden, auch in Schleißheim. Doch die beginnende Zivilluftfahrt macht den wichtigen Flugplatz in München unentbehrlich. So sind die heute noch stehenden Gebäude erhalten geblieben. Doch auch die Fundamente und Überreste erzählen uns die Geschichte fort.

Der Bau des Flugplatzes hat auch die vielen Verkehrsachsen von Schloss Schleißheim ausgehend immer wieder verändert. Wir schauen uns dies am Beispiel des Würmkanals an und sehen die spannende Entwicklung über 50 Jahre noch immer in der heutigen Landschaft erhalten.

Themenschwerpunkte der WEST Runde

Infrastruktur eines der modernsten Flugplätze in der jeweiligen Zeitepoche ist das zentrale Thema. Wir sehen die alltäglichen Einrichtungen, die ein Arbeiten und ein Leben erst möglich gemacht haben.

In keiner der 4 Routen erleben wir so ein vielfältiges Programm an Technik und Infrastruktureinrichtungen der verschiedensten Nutzer und Betreiber. Eine wahre Fundgrube für Luftfahrtbegeisterte und Technik-Fans.

Flugplatz Oberschleißheim im Herbst

 

Zeit der Amerikaner

Im Westen des Flugplatzes ragt heute immer noch der Amerikanische Tower in den Himmel. Wir erzählen die Geschichte der Flugsicherung am Flugplatz mit vielen Irrtümern und wenig richtigen Entscheidungen und bestaunen ein weiteres Gebäude aus der Gründungszeit des Flugplatzes. Erhalten, immer wieder anders genutzt und umgebaut – aber ein wichtiger Zeitzeuge an dem wir die Geschichte über 100 Jahre visuell wahr werden lassen können.

 

Lagekarte

Nord – West – Süd – Ost: Jede Route hat einen anderen Themenschwerpunkt am Flugplatz Schleißheim und erläutert und illustriert die lebendige Luftfahrtgeschichte am ältesten Flugplatz in Bayern.

luftfahrt-historische Flugplatzwanderung Schleißheim – NORD Route

Die NORD Runde beginnt am Eingang der Flugwerft Schleißheim im Deutschen Museum. An den ältesten Gebäuden am ältesten Flugplatz Bayerns, dort wo die Wiege der Luftfahrt in Bayern liegt, beginnt die thematische Reise durch 100 Jahre Luftfahrtgeschichte. Die luftfahrthistorischen Flugplatzwanderungen finden mit freundlicher Unterstützung des Deutschen Museums Flugwerft Schleißheim (FWS) und in Zusammenarbeit mit den Bayerischen Flugzeug Historiker e.V. regelmäßig in Oberschleißheim, am ältesten Flugplatz in Bayern statt. Moderiert und geführt werden die Flugplatzwanderungen von Paul Eschbach und der Eintritt ist immer kostenlos.

Historische Flugwerft Schleißheim (Neue Werft) Mitte der 80er Jahre. Mit diesen ersten Fotos begann die lange Beziehung von Paul Eschbach zum Flugplatz Schleißheim

Wir erzählen die Geschichte des Beginns der Luftfahrt mit militärischer Verwendung in Europa, im Deutschen Reich und in Bayern. Am 1. April 1912 begann die Geschichte des Flugplatzes Schleißheim und hält bis heute an.

EIn prächtiges Gebäude, integriert in das bedeutendste Technikmuseum der Welt

 

Themenschwerpunkte der NORD Runde

In der Nord Runde stehen uns die prächtigsten Gebäude aus der Gründungszeit des Flugplatzes als lebendige Anschauungsobjekte zur Verfügung. In 13 thematischen Stationen erleben wir die spannende Geschichte des Flugplatzes in über 100 Jahren, vom Aufbau und vom Abriss, vom Wandel und von der Neugestaltung.

Wir erleben die Geschichte der militärischen Fliegerei im ersten Weltkrieg mit Schleißheim als Flieger Ersatz Abteilung zur Ausbildung des fliegenden Personals und dem Materialnachschub aller bayerischen Fliegereinheiten in Europa und Asien.

Zwischen den Weltkriegen wandelt sich die Luftfahrt zivil und die große Ära der neuen Zivilluftfahrtgesellschaften beginnt auch hier in Schleißheim vor allem mit vielen Neubauten die zum Teil heute noch stehen und in Funktion sind.

Der heraufziehende zweite Weltkrieg wandelt Schleißheim zum Fliegerhorst und Jagdfliegerschule. Mit allen Nutzungsänderungen geht auch immer eine rege Bautätigkeit einher.

Auch kleine Details erzählen Geschichten. Was ist das für ein Gebäude, wozu wurde es benutzt?

 

Schleißheim in der Nachkriegszeit

Fast 50 Jahre lang waren die Amerikaner bestimmend in Schleißheim und haben ebenso wieder viele Bauwerke und noch viel mehr Bodenspuren für uns hinterlassen. Die wichtigen Zeitabschnitte der Nutzung als Air Base und der Übergang in die Hoheit der BRD werden aufgezeigt. Heute nutzt noch die Bundespolizei den Flugplatz im südlichen Platzteil als Standort für die Fliegerstaffel Süd.

Ju 52 in Schleißheim bei herrlichem Herbstwetter

Über Jahrzehnte ein gern gesehener Anblick in Schleißheim. Die Ju-Air aus Dübendorf kommt oft mit mehreren Ju 52 nach Schleißheim für Passagier Rundflüge. Auch das ist inzwischen Geschichte.

 

Lagekarte

Nord – West – Süd – Ost: Jede Route hat einen anderen Themenschwerpunkt am Flugplatz Schleißheim und erläutert und illustriert die lebendige Luftfahrtgeschichte am ältesten Flugplatz in Bayern.

 

Die Flugplatz-Wanderführer in Buchform

NORD – und OST-Route

Zahlen, daten und Wissenswertes um den Flugplatz und die Luftfahrtgeschichte Bayerns in handlicher und kompakter Form zum Mitnehmen auf die eigenen Erkundungen

 

 

 

SÜD- und WEST-Route

passend zu den geführten Flugplatz-Wanderungen

ergänzend mit jede Menge an Bildmaterial, sowohl historische Bilder als auch zeitgenössische Bilder

ergänzend oder zur Vorbereitung für das eigene Erkunden des ältesten Flugplatzes Bayerns

 

 

Route für Experten, abseite der 4 Hauptrouten

Zum erleben von besonderen Exponanten, Artefakten und Bodenmerkmale auf dem Flugplatz Schleißheim und der näheren Umgebung.

Ideal geeignet, zum eigenen Erkunden der Luftfahrtgeschichte

luftfahrt-historische Flugplatzwanderung Schleißheim – OST Route

Die OST Runde ist die landschaftlich schönste Route. Wir wandern viel über die Kalk-Magerrasenflächen auf der Münchener Schotterebene und die Blicke schweifen in die weite Heidelandschaft südlich des Schleißheimer Schlosses.

Der Übergang von Flugplatz auf Kultur- und Naturflächen findet unmerklich statt. Her gerade noch eine aktive oder inaktive Luftfahrtfläche. Einen Schritt zur Seite und da ist weitgehend unberührt von moderner Landwirtschaft eine geschützte Naturfläche. Mittens drin das Gut Hochmutting, jetzt der Stützpunkt für den Flugplatzschäfer mit einem herrlichen Schäferfest jedes Jahr im Juli.

Bauwerke, ja sehr wohl. Bodenmerkmale – ja, in Hülle und Fülle. Man muss sie nur sehen wollen und einen geschulten Blick dafür haben. Das machen wir zusammen in der ganzen Gruppe und erleben den Betrieb und die Infrastruktur über 100 Jahre mit viel Aufbau, Nutzung und wieder Abbau.

Die Bodenspuren fallen dem Wanderer oder Roller-Skater kaum auf, die Geschichte dahinter ist aber umso beeindruckender und anschaulich für alle Teilnehmer.

Für die teilnehmenden Kinder habe ich auch eine ganz spezielle Aufgabe mitgebracht, hier dürfen die Kleinen und bei der Luftfahrt Archäologie aktiv helfen und unterstützen.

Mit zunehmender Wanderung kommen immer mehr Fragen an mich.
Was ist denn das, was ware denn da, da drüben habe ich auch noch etwas gesehen!

Das zeigt das Interesse an der Flugplatzwanderung und ist überaus gerne gesehen. Aktive Mitarbeit und Antizipation und Verständnis der Geschichte ist unser Ziel.

Themenschwerpunkte der OST Runde

Der thematische Boden dreht sich von der barocken Hofhaltung auf Schloss Schleißheim über die Geschichte der Kapelle Hochmutting und dem früheren Vorwerk Hochmutting im Rahmen des Hofgutes Schleißheim.

Dazwischen tauchen wir tief ein in die Bauwerke welche die Amerikaner ab 1945 auf dem Flugplatz hinterlassen haben und wir diese im Flugbetrieb genutzt wurden.

Ein bisschen Kalter Krieg kehrt zurück, wenn es um das seltsame Gebäude am östlichen teil der Landebahn geht. Hohe Zäune, Kameraüberwachung und viel Sicherheit – was war denn da?

Ich verspreche es – Sie erfahren es in der Flugplatzwanderung im Osten des Platzes.

 

Flugplatz Schleißheim als Biotop

Wir laufen über die Kalkmagerrasenflächen von Schleißheim – daher beschäftigen wir uns auch mit der Flora und Fauna hier auf diesen streng geschützten Flächen.

„Aber da wächst doch nichts Herr Eschbach, das ist doch alles mager und dürr?“
Teilnehmer der Flugplatzwanderung

Ja, das mag so scheinen. Sehen wir doch mal mit dem richtigen Blick auf die Magerrasenflächen und erkennen, dass hier bis zu 250 Arten pro m² beheimatet sind. Dagegen in einem typischen Wald sind es oft nur 30-40 Arten. Artenvielfalt ist keine Frage von der Größe der Blüten.

 

Lagekarte

Nord – West – Süd – Ost: Jede Route hat einen anderen Themenschwerpunkt am Flugplatz Schleißheim und erläutert und illustriert die lebendige Luftfahrtgeschichte am ältesten Flugplatz in Bayern.

Flugplatzwanderung – Naturkunde und Luftfahrtgeschichte am Flugplatz Schleißheim

Seit vielen Jahren hatte ich die Idee und den Wunsch, den ältesten Flugplatz Bayerns auch einmal aus der Sicht der Flora und Fauna zu präsentieren, schließlich ist das Gelände Natura2000 Gebiet und Teil des Heideflächenverbundes im Norden von München und grenzt direkt an das Dachauer Moos. Alles Gründe genug sich einmal aus dieser Perspektive mit diesem Kleinod zu beschäftigen.
Nun klappt es, Danke an

  • Herrn Tallavania (Agenda 21 PG Natur),
  • Birgit und Johann Patsch (BUND NATURSCHUTZ OG Schleißheim) und
  • Herrn Becker (Gemeinde Oberschleißheim)

ich freue mich auf diese gemeinsame Veranstaltung.

Wir treffen uns an der kleinen Brücke über den südlichen Schlosskanal beim südlichen Schloss Pavillion (am Ende der Amigoni Straße). Karte siehe unten.

Naturkundliche Flugplatzwanderung_Plakat_900

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