Pannonische Pflanzenarten

Wegen der Kombination aus Trockenheit und Nährstoffmangel haben sich in der Garchinger Heide Pflanzenarten erhalten, die andernorts durch konkurrenzstärkere Arten verdrängt wurden. Diese stammen aus sehr unterschiedlichen botanischen Florenprovinzen (Regionen).

Die Garchinger Heide liegt in unmittelbarer Nähe der Isar und dem Überschwemmungsgebiet der Isarauen, ein idealer Standort um unterschiedliche Pflanzengattungen aus den unterschiedlichsten Regionen hier heimisch werden zu lassen.

 

Pannonische Pflanzenarten wanderte die Donau und die Isar flussaufwärts

Entlang der großen Flüsse breitet sich oft die Vegetation aus. Am Wasser ist Leben, Raum und immer genügend Lebensraumnischen um von Generation zu Generation weiter flussaufwärts wandern zu können. Der Transport durch Wind und über Jahrhunderte durch das Gewerbe der Flößerei entlang der Donau und der Isar begünstigen die Wanderung der Spezies.

Diese Kombination mit Arten aus vier Großregionen ist einmalig und die Garchinger Heide und ihr Umfeld sind der letzte verbleibende Rest dieser Landschaft, die noch im Jahr 1850 15.000 ha groß war.

Vertreter der pannonischen Pflanzenarten sind auf der Garchinger Heide u.a. zu nennen:

  • Adonisröschen
  • Frühlings-Adonis
  • Purpur-Königskerze
  • Lein
  • Kuhschelle
  • Backenklee

Die weite pannonische Wiesensteppe bietet ähnliche vergleichbare Standortbedingungen wie auf der Garchinger Heide entstand durch die Kultivierung von ehemaligem Waldboden durch Brandrodung und anschließender extensive Beweidung als Kulturland über Jahrhunderte. Ein wertvoller arten- und blütenreicher Standort hat sich entwickelt. Typische Arten der ungarischen Steppe sind jetzt auf der Garchinger Heide zu finden.

 

Adonisröschen auf der Garchinger Heide

 

Kuhschelle auf der Garchinger Heide

Lein auf der Garchinger Heide

 

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