Die Gemeinde Oberschleißheim im Barockfieber: Oberschleißheim entdeckt seinen „Blauen König“ wieder neu zum 300. Todesjahr

Reproduzierte Originalunterschrift von Kurfürst Max II. Emanuel von Bayern.

Wenn wir heute durch die Gemeinde Oberschleißheim im Norden von München spazieren, ist die Geschichte des Ortes und auch die Geschichte von Bayern allgegenwärtig. Das majestätische Neue Schloss Schleißheim, die weitläufige Parkanlage – all das verdanken wir der kühnen Vision eines Mannes: Kurfürsten im HRR, kühnen Feldherrn, ehrgeizigen Regenten, visionären Bauherrn, und weitgereisten Kunstliebhabers in der Epoche des Hochbarocks:

 

Kurfürst Max II. Emanuel von Bayern.

 

Im Jahr 2026/2027 blicken wir auf das 300. Todesjahr des Kurfürsten Max Emanuel von Bayern (* 11. Juli 1662 in München; † 26. Februar 1726 ebenda) aus dem Hause Wittelsbach zurück.

Ein reines Pflichtprogramm für Historiker?
Ganz im Gegenteil,

Dieses Gedenk- und Festjahr ist für Oberschleißheim die Chance, die eigene Identität und die Geheimnisse hinter den Schlossmauern völlig neu und lebendig zu entdecken.

 

Die Schlossanlage Schleißheim zählt zu den größten und bedeutendsten Schlössern der Wittelsbacher in Bayern. Die Anlage besteht aus dem Neuen Schloss Schleißheim, dem Alten Schloss Schleißheim und dem Schloss Lustheim.

 

Die Idee: Geschichte, die man sehen und spüren kann

Wir wollen keine verstaubten Jahreszahlen herunterbeten. Die Motivation hinter dieser großen Veranstaltungsreihe ist es, die Brücke aus der glanzvollen Barockzeit, in einer Zeitepoche, in welcher Bayern an der Schwelle zu einer europäischen Großmacht stand, direkt in unser heutiges Oberschleißheim zu schlagen.

  • Warum sieht unser Ort Oberschleißheim heute so aus, wie er aussieht?
  • Wer war dieser Mann, der als „Blauer König“ Europa in Atem hielt und Schleißheim zu seinem persönlichen Versailles machen wollte?

 

Das Besondere: Der Oberschleißheimer Historiker ist im Schloss Lustheim selbst aufgewachsen

Buchautor, Historiker und Experimentalarchäologe Dr. Marcus Junkelmann

Der weit über die Grenzen Bayerns und Deutschlands hinaus bekannte Buchautor, Historiker und Experimentalarchäologe Dr. Marcus Silvester Junkelmann führt durch die Festveranstaltung. Er wird für das Publikum das Leben und Wirken dieses siegreichen Türkenbezwingers und kunstsinnigen Herrschers und Bauherrn lebendig werden. In München wird Max Emanuel insbesondere mit den Schlössern Lustheim, Nymphenburg, Neues Schloss Schleißheim, Theatiner Kirche in Verbindung gebracht.

Dr. Junkelmann ist Jahrgang 1949, hat die ersten Jahre seines Lebens in Oberschleißheim im Schloss Lustheim gelebt und ist promovierter Historiker. Im besonderen Maße hat er sich einen international hervorragenden Ruf als Experimentalarchäologe erarbeitet, indem er historische Überlieferungen rekonstruiert und einem ausführlichen Praxistest unterzogen hat. Dem großen Publikum ist Dr. Junkelmann vor allem durch seine in vielen Ländern und Sprachen aufgelegten Buchveröffentlichungen bekannt geworden.

 

Erst wenn es auch praktisch erprobt worden war und bestanden hatte, 
kann es auch theoretisch so gewesen sein.

 

Die 64 Lebensjahre Max Emanuels waren von glänzenden Höhepunkten in der europäischen Geschichte gefüllt, erlebten aber ebenso auch die tiefsten Niederlagen in der Geschichte Bayerns.

Viel Glanz und Licht, 
aber ebenso viel Dunkelheit und Leid über der Bevölkerung Bayerns.

Die Gemeinde Oberschleißheim im Norden der Landeshauptstadt lädt die BesucherInnen auf eine Reise in die Zeitepoche des Barocks ein, voller Prunk, Visionen und dramatischer Wendepunkte.

Dr. Junkelmann ist bekannt durch seine über 40 eigenen Buchveröffentlichungen, sowie aus Funk und Fernsehen. Seine Spezialthemen in der Geschichte und die von ihm als Vorreiter der wissenschaftlichen Experimentalarchäologie sind:

 

Bayern und die bayerische Geschichte

Dr. Marcus Junkelmann ist von vielen Zeitepochen der bayerischen Geschichte besonders hingezogen. Meist sind es die Epochen mit besonders großen Umwälzungen und Veränderungen, die ihn faszinieren.

  • Die Zeit des Dreißigjährigen Krieges.
  • Die Zeit des Kurfürsten Max II. Emanuel.
  • Die napoleonische Zeit, mit den Befreiungskriegen.

In den Jahren 2010 und 2018 hat Dr. Marcus Junkelmann mit sehr viel Aufwand die höfische Zeit des Barocks im Neuen Schloss Schleißheim in dem Churbayerischen Freudenfest mit höfischem Tanz und Musik, höfischen Aufführungen, Militär, und zeitgenössischem Essen. Der Höhepunkt waren die nächtlichen Gondelfahrten unter Fackelschein und großem Feuerwerk an der großen Kaskade am Mittelkanal.

 

Römische Geschichte und römisches Militär

Der junge Dr. Marcus Junkelmann (36 Jahre alt) plante im Jahr 1985 ein ganz besonderes Vorhaben, welches ihn später als Erfinder der wissenschaftlichen Experimentalarchäologie weltweit bekannt machte. Zum 2000. Zum Stadtjubiläum von Augsburg machte es sich mit seinen getreuen Legionären auf den Spuren des römischen Alpenfeldzugs unter Kaiser Augustus im Jahr 15 v. Chr. in originaler Ausrüstung auf den Weg. Von dem oberitalienischen Verona ging die Legionärsgruppe von 9 Legionären in 21 Tagen 540 km zu Fuß mit der original rekonstruierten Ausrüstung von etwa 30 kg pro Legionär. Der Alpenmarsch von 1985 gilt als ein Meilenstein und Gründungsmythos der modernen Living History und experimentellen Archäologie im deutschsprachigen Raum.

Dr. Junkelmann überprüfte mit acht Mitstreitern die überlieferte historische Ausrüstung römischer Legionäre aus der Zeit des Kaisers Augustus, um die Bedingungen des geschichtsträchtigen Alpenfeldzugs nach Raetien 15 v. Chr. in eigener Anschauung nachzuprüfen.

Sehr viele Buchveröffentlichungen von Dr. Marcus Junkelmann sind daraus entstanden.

Gladiatoren

Ein weiterer Glanzpunkt der wissenschaftlichen Arbeit von Dr. Marcus Junkelmann ist die Erforschung der Ausrüstung und der Kampfweisen der römischen Gladiatoren. Diese Erkenntnisse hat Junkelmann mit seiner Gladiatorentruppe in der Kampfweise Mann gegen Mann auf die Probe gestellt und so erst das historisch gesicherte Bild der Gladiatoren in der heutigen Zeit ausgefüllt und geprägt. Erst kürzlich hat Dr. Junkelmann anlässlich der Sonderausstellung Gladiatoren in der Archäologischen Staatssammlung die Gladiatorenkämpfe live vor einem begeisterten Publikum gezeigt.

Sehr viele Buchveröffentlichungen von Dr. Marcus Junkelmann sind daraus entstanden.

Dreißigjähriger Krieg 1618–1648

Die Epoche des Dreißigjährigen Krieges und die Zeit danach waren gerade in Bayern sehr vielfältig und bewegend. Dr. Junkelmann erforschte viele Aspekte dieser Zeitepoche und arbeitete viel mit den renommierten Museen zu diesen Themen zusammen. Eine Buchreihe über die Soldaten im Dreißigjährigen Krieg (Pikeniere, Musketiere, Kürassiere) entstand für das Bayerische Armeemuseum in Ingolstadt. Einige Aufnahmen dazu hat Paul Eschbach mit Dr. Marcus Junkelmann im Alten Schloss Schleißheim (siehe Bild) für das Buch fotografiert.
Sehr viele Buchveröffentlichungen von Dr. Marcus Junkelmann sind daraus entstanden.

 

Das Programm: Eine Trilogie des Erlebens

Die Veranstaltungsreihe ist ein echtes Gemeinschaftsprojekt für den Ort und spannt einen Bogen vom feierlichen Auftakt bis hin zum eigenen Erleben vor Ort. Sie gliedert sich in drei große Teile:

Die festliche Eröffnungsveranstaltung (16.09.2026)

Den großen Startschuss zelebrieren wir im Bürgerzentrum Oberschleißheim. Dass dieses Gedenken einen hohen Stellenwert für die Gemeinde hat, zeigt die hochkarätige Unterstützung: Erster Bürgermeister Markus Böck hat persönlich die Schirmherrschaft übernommen. Gemeinsam mit dem Leiter der regionalen Schlösser- und Seenverwaltung wird dieser Abend ein würdiger, festlicher Auftakt, der zeigt, wie eng Rathaus, Schloss und Bürgerschaft hier verbunden sind.

 

Die Fachvorträge – Den Geheimnissen auf der Spur (bis Sommer 2027)

Nach dem großen Auftakt tauchen wir tiefer ein. In einer Reihe von thematischen Fachvorträgen beleuchtet Dr. Marcus Junkelmann bis in den Sommer 2027 hinein die verschiedenen Facetten von Max Emanuels Leben, seiner Politik, seiner Kunstbegeisterung und seinen Feldzügen. Es wird spannend, anschaulich und garantiert frei von akademischer Trockenheit.

 

Führungen und Exkursionen

Geschichte vor der Haustür

Vom Vortragssaal direkt an die Originalschauplätze! Im dritten Teil wechseln wir die Perspektive. Bei exklusiven Führungen durch die Schleißheimer Schlösser und Exkursionen zu historischen Stätten, die eng mit Max Emanuel verknüpft sind, wandeln wir direkt auf den Spuren des Kurfürsten.

 

Warum Sie das nicht verpassen sollten

Dieses Jubiläum ist von Oberschleißheimern für Oberschleißheimer (und alle Barock-Begeisterten). Es ist die Gelegenheit, die tägliche Kulisse unseres Heimatortes mit ganz neuen Augen zu sehen, beim Spaziergang durch den Schlosspark plötzlich die Visionen von vor 300 Jahren vor sich zu sehen und gemeinsam ins Gespräch zu kommen.

Seien Sie von Anfang an dabei, teilen Sie diesen Beitrag und lassen Sie uns gemeinsam das barocke Erbe Schleißheims zum Leben erwecken!

Alle Informationen, Termine und Updates finden Sie ab sofort unter den Veranstaltungshinweisen.

Was klettert da am Grashalm im Abendlicht

Die Naturfotografie im großen Abbildungsmaßstab (etwa 1:1) eröffnet eine Exkursion in eine ganz andere Welt der kleinen Dimensionen. Viele Details in der Natur, bei den Pflanzen und den Tieren, eröffnen sich dem Betrachter und Fotografen erst mit immer größeren Abbildungsmaßstäben. Mit dem warmen Licht am Abend wandelt sich die Szenerie mit dem harten Licht der hochstehenden Sommersonne zu einer traumhaften Träumerei in zarten und warmen Farbtönen mit einer tief stehenden Beleuchtung der Abendsonne.

Die Insekten werden mit dem schwindenden Tageslicht auch träger und lassen sich somit auch um vieles leichter fotografieren, sie bleiben sehr oft einfach ruhig im Bildmotiv sitzen.

Wir sind  wieder auf dem kleinen Biotop unweit der Würm im Dachauer Moos unterwegs. Mit den beiden Eröffnungsbildern, illustrieren wir die Headline:

"Was krabbelt denn da am Grashalm?"

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Sommer im Dachauer Moos: Grashüpfer im Abendlicht

Im Dachauer Moos ist der Sommer angekommen und die Naturlandschaft verändert sich (endlich!). Ich meine nicht die Farben in der Natur, ich meine die vielen tausend kleinen BewohnerInnen in der Niedermoor-Landschaft, die sich endlich dem naturbegeisterten Wandernden, Entdeckenden, oder Fotografierenden zeigen.

Schmetterlinge – Libellen – Grashüpfer

Die Zeit im Juni und Juli sind die Höhepunkte der Sichtungen dieser kleinen BewohnerInnen im Niedermoor. Der Juni war weitgehend noch leer an Schmetterlingen und Libellen, aber jetzt zum Monatswechsel, um die Sonnenwende herum, zirpt, flattert und fliegt es wieder erfreulich auf den Heide-Landschaften und Moos-Landschaften. Grund genug, als Fotograf auch gerade jetzt mit dem Makroobjektiv auf die Fotopirsch nach diesen kleinen, aber umso feineren Insekten aller Arten zu gehen.

Gemeiner Grashüpfer (Pseudochorthippus parallelus) im späten Abendlicht im Dachauer Moos

Im Titelbild ist eine Heuschrecke im späten Abendlicht im Dachauer Moos zu sehen. Es handelt sich um eine Kurzfühlerschrecke aus der Familie der Feldheuschrecken (Acrididae). Die Bestimmung der Heuschrecken ist nicht ganz einfach, wahrscheinlich handelt es sich um eine Gemeinen Grashüpfer (Pseudochorthippus parallelus).

Gemeiner Grashüpfer (Pseudochorthippus parallelus) im späten Abendlicht im Dachauer Moos

 

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Eine Bachstelze im Dachauer Moos

Die Bachstelzen sind im Dachauer Moos recht häufig zu sehen, aber nur sehr schlecht zu fotografieren. Diese kleinen Vögel sind sehr aktiv und halten kaum still, so dass interessante Bilder umso schwieriger zu erreichen.

An einem herrlich heißen Abend zur Sonnwende, kam eine Bachstelze an den Vogelschutzweiher an der Schinderkreppe und verhielt sich ganz anders, überraschend, was zu ganz anderen Bildern führte.

Ich nehme Sie mit, bei 40° C in die Szenerie an der Schinderkreppe.

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Abend am Vogelschutzweiher an der Schinderkreppe im Dachauer Moos – Graureiher

Wenn sich der längste Tag im Jahreskreis zu seinem Ende neigt, wird aus dem Frühling der Sommer im astronomischen Kalender. Die Sonne versinkt langsam hinter den Bäumen des Dachauer Mooses. Dann wandelt sich die Schinderkreppe im Dachauer Moos in einen Ort der Ruhe in der Natur. Für NaturfotografInnen und Liebhabende der stillen Momente ist der Vogelschutzweiher in diesen Stunden ein besonderer Anziehungspunkt.

Mein Ziel an diesem Abend: die scheuen Bewohner des Weihers im letzten, goldenen Licht des Tages einzufangen. Der Weiher ist aber weitgehend leer, nur ein paar Enten und ein Graugans-Paar tümpeln langsam vor sich hin, in der Weite dieses Abkühlung versprechenden Gewässers, in der Hitze des Tages. Da kommen zwei weitere Vögel angeflogen, es ist doch noch etwas Betrieb am Vogelschutzweiher. Zwei majestätisch anmutende Graureiher kommen angeflogen und beziehen am gegenüberliegenden Ufer ihre Position.

Das andere Ufer, am Schinderkreppe-Berg, liegt schon im Schatten des Tages. Alle Farben muten schon etwas bläulich an. Hinter dem eleganten Vogel (Graureiher), erkennt man die Äste eines letzten Hochwasserstandes. Nun sind es silberblaue Skelette am Ufergrund.

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Der Sommer im Dachauer Moos ist am längsten Tag angekommen

Es gibt sie noch, die etwas abseits gelegenen Orte im Dachauer Moos, auf denen kaum Menschen unterwegs sind und die doch so viele Schönheiten in Flora und Fauna in der Niedermoor-Landschaft präsentieren können. Um die Sonnwende herum, dem längsten Tag im Jahreskreis, bin ich wieder einmal auf einer liebgewonnenen Biotopfläche mit der Kamera unterwegs.

Auf dieser Rekultivierungsfläche stehen im Frühling große Gruppen an violett blühenden und in der Niedermoor-Landschaft typischen Sibirischen Schwertlilien.

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Sommer an der Schinderkreppe: Eine Entenfamilie erkundet das neue Umfeld

Die Natur im Dachauer Moos bietet das ganze Jahr über immer wieder überraschende Motivsituationen in der Natur, auch und gerade dann, wenn man an diesen Stellen schon unzählige Male zum Beobachten und zum Fotografieren war.

Auch an diesem Sommertag war ich eigentlich nur zum Beobachten, was sich am Vogelschutzweiher an der Schinderkreppe bei den Wasservögeln tut. Im weichen Abendlicht ist es weitgehend ruhig auf dem Weiher. Von links nähert sich eine kleine Entenfamilie, mit Enten-Mama und ihren fünf kleinen Enten-Küken.

 

Eine Stockenten-Familie schwimmt mit der Enten-Mama und fünf Küken an dem Sommerabend auf dem Vogelschutzweiher an der Schinderkreppe.

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Dr. Marcus Junkelmann auf dem Römischen Wochenende im belgischen Oudenburg als Stargast: 30./31.5.2026

Foto: Hilde Vanhove

Das Römisch Archäologische Museum (RAM) im belgischen Oudenburg veranstaltet am 30./31. Mai 2026 ein Römisches Wochenende und versetzt die vielen tausenden BesucherInnen in das Jahr 325 n. Chr. Dr. Marcus Junkelmann wird dabei einer der Programmhöhepunkte sein und einen spannenden Fachvortrag präsentieren und einen weiteren noch viel mehr spannenden Videofilm über seinen epochalen Alpenmarsch, vom oberitalienischen  Verone ins schwäbische Augsburg mit seiner Gruppe Gleichgesinnter in historisch rekonstruierten Ausrüstungen und den rekonstruierten und erprobten Marschweisen zum 2000-jährigen bestehen, im Jahr 1985 zeigen.

Marcus Junkelmann (1949) ist ein renommierter deutscher Historiker, Autor und experimenteller 
Archäologe. Er gilt weltweit als Pionier der experimentellen Archäologie und wird von vielen 
als „Godfather“ (Pate) der Living History angesehen.
Mit seinen wegweisenden Rekonstruktionen römischer Ausrüstung und seinen praxisorientierten 
Experimenten – darunter eine legendäre Alpenüberquerung in vollständiger Legionärsausrüstung
 – hat er unser Verständnis der römischen Armee und des täglichen Lebens in der Antike 
tiefgreifend bereichert.
Junkelmann veröffentlichte zahlreiche Standardwerke über römische Soldaten, Gladiatoren und 
Militärgeschichte. Seine Forschung und Publikationen inspirierten Generationen von Reenactors, 
Archäologen und Historikern auf der ganzen Welt. Es ist uns daher eine außerordentliche Ehre, 
diesen führenden Forscher und diese lebende Legende auf dem Römerwochenende begrüßen zu dürfen.

Historiker, Experimentalarchäologe und Buchautor Dr. Marcus Junkelmann

Programmheft zum Römischen Wochenende 2026

Das Programmheft des Veranstalters zum Ansehen, zum herunterladen verweisen wir auf die Webseite des Veranstalters https://ram.oudenburg.be.

Dr. Junkelmann Fachvorträge als Historiker und Experimentalarchäologe

Der Historiker und Experimentalarchäologe Dr. Marcus Junkelmann hat mit der Planung des römischen Wochenendes am 30./31. Mai 2026 drei Vorträge in Planung:

  • Samstag 14:30 Uhr für die Öffentlichkeit
  • Samstag 17:15 Uhr für eine geschlossene Gruppe
  • Sonntag 14:30 Uhr für die Öffentlichkeit

Vortrag Constantin und Maxentius
Schlacht an der Milvischen Brücke i. J. 312

Eine wichtige Episode hat sich wenige Jahre vor dem gewählten Inszenierungsdatum im Römischen Wochenende, dem  Jahr 325, im Jahr 312 vor den Toren der ewigen Stadt Rom zugetragen. Constantin der Große und Maxentius stoßen militärisch an der Milvischen Brücke aufeinander. Dr. Junkelmann stellt diese Episode, welche die weitere Geschichte Roms maßgeblich prägte, in seiner anschaulichen Art und Weise im Rahmen der hochkarätigen Fachvorträge auf dem Römischen Wochenende dem interessierten Publikum vor.

Vortrag: Dr. Marcus Junkelmann

Alpenmarsch von Verona nach Augsburg im Jahr 1985

Die Geschichte des historischen Reenactments, zur Erforschung der überlieferten Erzählungen durch ein handfestes Ausprobieren mit körperlichem Einsatz über viele Tage und hunderte von Kilometern wurde von Dr. Junkelmann nicht erfunden. Er hat diesen Zweig der wissenschaftlichen Forschung aber auf ein ganz anderes Niveau gehoben und damit seinen Ruhm damit gebründet, In dem Video zeigt er die wichtigen Begebenheiten dieses militärischen Gewaltmarsches aus dem Jahr 15 v. Chr.

Vortrag: Dr. Marcus Junkelmann

 

Wo ist den Oudenburg in Belgien?

 

Bereit für das fotografisch Unvorhersehbare: Kormoran-Flugstudie an der Schinderkreppe

Ein abendlicher Ausflug mit dem Mountainbike zum nahen Biotop führt mich wieder einmal an meinen Vogelschutzweiher an der Schinderkreppe. Bei den Wasservögeln herrscht aktuell relativ wenig Betrieb; nur wenige Tiere sind auf dem See unterwegs. Es sind ein paar Blässhühner unterwegs. Am Ufer schwirren die Bachstelzen ganz aufgeregt in der Luft umher, auf ihrem Fang nach fliegenden Insekten.

Auf der gegenüberliegenden Seeseite sitzt – fast unmerklich – ein Kormoran auf dem Ast über dem Wasser. Es ist genau der Platz, an dem diese Wasservögel nach der Jagd und dem Tauchen, ihre Flügel vor dem nächsten Flug trocknen müssen.

Ein Kormoran startet fast unbemerkt von seinem Ansitzast, knapp über der Wasserfläche, zu seinem Flug.

Ich blicke mit meiner Kamera und meinem Teleobjektiv noch zum Kormoran hinüber: Er sitzt ganz unverfänglich auf seinem Ast und lässt sich die Sonne in sein pechschwarzes Gefieder scheinen.

Ohne Vorwarnung, ohne ein Anzeichen und ganz lautlos!

Der Kormoran gleitet von seinem Ansitz ein wenig in Richtung Wasser und die Flügelschläge beginnen. Kaum merklich, auch wenn ich ihn direkt durch das Teleobjektiv anblicke.

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Flussregenpfeifer im Krenmoos im Dachauer Moos als Gast


Ein Vogel der Gattung Flussregenpfeifer (Charadrius dubius) ist ein völlig überraschender Gast beim Durchziehen von den Überwinterungsplätzen in Afrika in die Regionen des Sommers. Im Kollerweiher im Krenmoos sichten wir am anderen Ufer des Kollerweihers diesen wunderschönen Watvogel an der Uferlinie. Der Vogel war etwa 90 Meter von unserem Standpunkt entfernt. Entdeckt haben wir ihn nur aufgrund der Sichtung durch einen weiteren Vogelexperten mit seinem Fernglas.

Flussregenpfeifer (Charadrius dubius)

Was ist ein Flussregenpfeifer?

Ich habe Ihnen einige wichtige Eckdaten und Informationen zu diesem kleinen und sehr schönen Watvogel zusammengestellt:

  • Größe: 15-18 cm
  • Langstreckenzieher, überwintert in Afrika. Die Flussregenpfeifer ziehen im Herbst in ihr Winterquartier nach Afrika und kehren im Frühling zurück.
  • Beobachtungsmöglichkeiten in unserer Gegend von April bis Oktober während des Durchzugs oder auch als Brutvogel zu beobachten. In Mitteleuropa ist der Flussregenpfeifer ein verbreiteter, aber wenig häufiger Brut- und Sommervogel.
  • steht auf der Vorwarnliste
  • Bestandszahlen: 4500–6500 Brutpaare
  • genereller Bestandstrend: –33 % abnehmend
  • Lebensräume: Der Watvogel bezieht vor allem Lebensräume mit geringer Vegetation, so wie Schlamm-, Sand-, und Kiesflächen auf der Schotterebene in Form von Kiesgruben, Steinbrüchen und Baggerseen.
  • Nahrung des Flussregenpfeifers: Sie fressen gerne Insekten, Spinnen, kleine Weichtiere und Larven.

Natürliche Flussläufe mit seichten Kiesufern und Inseln sind seine ursprüngliche Lebensstätte.

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