Luftakrobatik über dem Dachauer Moos: Wenn die Krähe den Rotmilan „hasst“

In diesem Beitrag nehme ich Sie mit in die weite Niedermoor-Landschaft des Dachauer Mooses. Es ist ein vertrautes Bild am bayerischen Himmel, das doch nie an Faszination verliert: Der majestätische Rotmilan (Milvus milvus), der mit fast zwei Metern Spannweite seine Bahnen zieht, wird plötzlich zum Ziel einer entschlossenen Rabenkrähe (Corvus corone). Was folgt, ist ein fotografisch und erzählerisch extrem spannendes Duell.

Es ist ein vertrautes Bild am bayerischen Himmel, doch es verliert 
nie an Faszination:
Der majestätische Rotmilan, der mit fast zwei Metern Spannweite über 
dem Dachauer Moos kreist, wird plötzlich zum Ziel einer entschlossenen 
Rabenkrähe.

Ein schöner Größenvergleich, wie groß GROSS wirklich im direkten Vergleich ist.

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Die stoische Dynamik der Wasseramsel am Amperwehr

Der Frühling kommt im Dachauer Moos mit ganz typischen Frühlingsanzeigern. Die aufmerksame BeobachterIn oder FotografIn kennt viele dieser über viele Jahre hinweg erlebte Erfahrung im Jahreskreis:

  • Das Singen der Singvögel in Wald und Flur.
  • Der typische Gesang der Feldlerchen in den Feldern und Ackerflächen.
  • Die Farbakzente der Frühblüher im Schatten der noch kahlen Bäume im Wald und am Waldrand.
  • Die Weidenkätzchen vor Ostern.
  • u. v. m.

… und das energiegeladene Fliegen der Wasseramsel mit ihrer ersten Brut am fließenden Wasser. Im Dachauer Moos ist an der Amper der schönste Platz dazu an der Wehranlage in Günding.

Dahin entführe ich Sie heute in diesem Blog-Beitrag.

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Eine Mittelmeermöwe macht Zwischenstation im Dachauer Moos im Frühling

Auf dem Landschaftssee an der Schinderkreppe im Dachauer Moos ist der Winter weitgehend zu Ende und der Frühling ist bereits eingezogen. Es sind wie den ganzen Winter über, noch kaum Wasservögel auf dem See zu beobachten. Ein paar Blässhühner dümpeln auf dem See umher. Trotzdem bin ich heute wieder einmal zum Beobachten hingegangen. Just als ich ankam, schwebten zwei weiße, relativ große Vögel, auf die Wasseroberfläche ein und landeten im Wasser.

Viel größer als die sonst im Jahreskreis hier immer wieder anzutreffenden Flussseeschwalben, das Gefieder erschien rein weiß im Flug. Es ist eine Mittelmeermöwe, die habe ich hier im Dachauer Moos noch nicht gesehen. Vielleicht sind die beiden Möwen ja auch auf dem Durchzug zu den Brutgebieten im Frühling.

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Frühblüher im Schwarzhölzl – der Frühling ist schon voll im Kommen!

Der Winter endet am 20. März, dann beginnt der Frühling auf dem Kalender. In der Natur zeigt sich der Frühling mit den ersten Blüten in Wald und Flur. Die Frühblüher zeigen sich als Erste und bringen in das Grau-Braun der Landschaft die ersten leuchtenden Farbtupfer. Die Frühblüher heißen so, weil sie als Erste blühen und den Wald und die Waldränder nutzen, solange noch kein Blattwerk die noch spärliche Sonne abschatten kann.

Die Anemonen (Windröschen) blühen bereits im Naturschutzgebiet Schwarzhölzl.

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Der Sound des Vorfrühlings in der Niedermoor-Landschaft im Bild eingefangen: Feldlerche

Im Vorfrühling macht die Feldlerche als einer der ersten Vögel, durch ihre wilden Gesänge über der offenen Niedermoor- und Heidelandschaft auf sich aufmerksam. So ist dieser kleine Vogel zum Inbegriff für das Frühlingserwachen geworden. Kaum ein anderer Kleinvogel ist so charakteristisch für die Ausläufer der Münchener Schotterebene, nördlich von München.

Nur zu Gesicht bekommt man den kleinen und ungemein flugaktiven Vogel kaum. Seinen Gesang kenne ich nur zu gut – aber wie sieht die Feldlerche denn aus?

An diesem Beobachtungstag – ich suche eigentlich die Kiebitze – im Krenmoos, da entdecke ich den kleinen braunen Vogel in der dünnen Grasnarbe sitzen. Zwischendurch ertönen wieder seine Gesänge, und da fällt die Kombination aus dem Gesehenen und dem Gehörten nicht schwer.

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Zwei Fasane im Dachauer Moos – der Frühling steht vor der Tür!

In den Niedermoor-Landschaften zeigen sich in diesen Wochen immer mehr Tiere als Bestandteil der Szenerie in der Naturlandschaft. Die offenen landwirtschaftlichen Flächen sind noch nicht bestellt. Für die bodenlegenden Tiere ist das die Zeit, die Reviere erneut abzustecken und sich dem anderen Geschlecht in der allerprächtigsten Form zu präsentieren. Für die Naturbeobachtung und die Naturfotografie ist dies eine der schönsten und abwechslungsreichsten Wochen im ganzen Jahreskreis.

Auf der schwarz-melierten Ackerfläche, präsentieren sich die Fasane am äußersten Ende meiner fotografischen Reichweite. Gegen den einheitlichen Hintergrund, ist der Fasan in seinem prächtigen Farbkleid auch ganz klar und schön zu erkennen.

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Der Frühling kommt im Krenmoos: Die Präzision in der Flugmechanik des Turmfalken

Im Vorfrühling wandelt sich die Niedermoor-Landschaft und die Tierwelten

Über die vielen Jahre in meiner Natur- und Landschaftsfotografie ergeben sich die wichtigen Fotomotive im Jahreskreis. Der Kreislauf des Lebens beginnt im Vorfrühling wieder von Vorne:

  • Die Zugvögel kommen aus den Winterquartieren im Süden.
  • Die Suche nach dem Partner für das Jahr/das Leben beginnt von Neuem.
  • Die Vorbereitungen zum Nestbau beginnen – entsprechend viel Flugaufkommen ist zu beobachten.

So ergeben sich aus den fotografischen Erfahrungen der letzten Jahre heraus, die Fotopunkte, die viel Bewegung in der Natur versprechen.

Im Vorfrühling zieht es mich immer ganz besonders hinaus ins nahe Krenmoos, in die weite Niedermoor-Fläche. Das Karlsfelder Krenmoos erwacht im Dachauer Moos gerade aus seinem Winterschlaf, und wer genau hinsieht – oder den Blick gen Himmel richtet –, merkt schnell, dass sich die Dynamik im Moos verändert hat.

Die Kiebitze kommen an uns, suchen sich ihr neues Brutgebiet aus, die Rehe ziehen unvermindert über die freie Moosfläche. Über den Äckern schwirren und trillern die Feldlärchen ihre Lieder und die Singvögel geben auch ihre Ständchen zum Besten.

 

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Wild-Live in meinem Garten zum Frühlingsbeginn

»Wenn die Arbeit im Büro kurz Pause macht.«

Manchmal braucht es auch als Natur- und Landschaftsfotograf keine weite Reise für ein besonderes Bildmotiv. Die Natur kommt auch so manches Mal direkt zu mir als Fotografen. Manchmal reicht auch nur ein aufmerksamer Blick aus dem eigenen Bürofenster in den Vorgarten. Während ich heute an aktuellen Projekten arbeitete, war überraschend etwas Unruhe in meinem Vorgarten, im großen, alten und knorrigen Boskop-Apfelbaum.

Es gab im Garten eine kleine Unterbrechung der charmanten Art: Ein Eichhörnchen stattete unserem alten Boskop-Baum einen Besuch ab. Direkt vor der Fensterscheibe hielt der flinke kleine Kletterer für einen Moment inne und suchte auch den direkten Blickkontakt.

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In Dachau kommt heute der Schneemann vorbei!

Heute ist der ❄️ Schneemann ❄️ mal wieder bei uns in Dachau vorbeigekommen. Das musste ich gleich nutzen, und einen kleinen Gesellen auf meinem Vogelhäuschen aufzurichten (und gleich zu fotografieren).
Das bringt mich auch gleich auf die Frage, die mich selbst rasend interessiert:

Wie haben sich die ❄️ Schneefälle ❄️ in Dachau in den letzten 60 Jahren verändert?

Da starte ich doch gleich eine Recherche über die bekannten Wetterportale. Über einen längeren Zeitraum können die Wetterdienste sehr einfach die täglich erfassten Neuschneemengen, als täglichen Zuwachs, über die Kalendermonate hinweg zu nahezu beliebigen Jahren ausgeben.
Die Hauptdatenquelle für diese kleine Untersuchung ist dabei der Deutsche Wetterdienst (DWD).

Zu den durchschnittlichen Schneewerten in Dachau trifft der DWD folgende generelle Aussagen aus den Messwerten:
  • Schneehöhe: Die durchschnittliche Schneehöhe in den Wintermonaten liegt bei etwa 5 bis 6 cm.
  • Schneetage: Pro Jahr verzeichnet die Region im langjährigen Mittel etwa 30 bis 40 Tage mit einer Schneedecke, wobei der Januar der schneereichste Monat ist.
  • Niederschlag: Der gesamte winterliche Niederschlag (Regen und Schnee kombiniert) beträgt im Januar ca. 50–60 mm, wovon ein signifikanter Teil als Schnee fällt, wenn die Temperaturen unter dem Gefrierpunkt liegen.

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Rehe im Dachauer Moos bei Neuhimmelreich

Im Dachauer Moos ziehen an vielen Orten unterschiedliche wildlebende Reh-Rudel frei in der Landschaft umher. Im Neuhimmelreich ist eine große freie Moosfläche außerhalb der Wachstumsperiode der landwirtschaftlichen Nutzflächen. Da fühlen sich die Rehe wohl, mögliche Feinde können über weite Flächen hinweg erkannt werden und es kann darauf reagiert werden.

 

Reh-Rudel aus der Entfernung im freien Feld

Ich beobachte die Rehe noch weiter und suche auch andere Fotopositionen.

 

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