Dachauer Moos und die Alpen zum Greifen nah

Es gibt Tage, die sind fotografisch schon ganz besonders. Der Wetterbericht sagt Regen zu 100% Wahrscheinlichkeit voraus und dann solch ein Kaiserwetter im Dachauer Moos.

Die letzten Tage waren bei Dauerregen – die Luft war sauber und klar, ideale Bedingungen für absolute Fernsicht. Aus dem Dachauer Land zeigen sich die Alpen schneebedeckt und eine Sicht „von Pol zu Pol“.

 

Schneefall im Bayerischen Wald bis auf 1100 m hinunter

Viele Teile von Bayern wurden am Samstag mit Schnee überrascht. Im Dachauer Land haben wir den Nutzen davon. Die Berge in den Alpen sind wunderschön mit weißem Puderzucker garniert. Die Landschaft aber ist noch im saftigen Grün eines Spätsommertages/Frühherbsttages.

Welch schöner Kontrast für den Betrachter.

So steht an dem Sonntag die intensive Motivsuche nach herrlichen Motiven im Zusammenspiel aus den Alpen, der Fernsicht und dem gleichzeitigen Blick auf die nahe und heimische Landschaft im Mittelpunkt.

Die Zugspitze und davor das Dachauer Moos. Seit 5 Jahren versuche ich solch ein Foto auch zu machen – heute ist der Tag dazu.

 

Von Palsweis, übers Dachauer Moos nach Fürstenfeldbruck und den Alpen

Die Luft ist herrlich klar und das Licht ist ohne nennenswerten Dunst. So lässt sich auch hervorragend im Gegenlicht die Landschaft im Herbst fotografieren, das Bild bleibt trotzdem klar und überstrahlt nicht. Der Blick geht von Palsweis am Rand des Dachauer Mooses nach Kloster Fürstenfeld in ca. 13 km Luftlinie. Glasklar steht die Klosterkirche dominante vor dem Endmoränenhügel der Eiszeit.

Weiter geht der Blick auf die Alpenkette bei Füssen in ca. 90 km Luftlinie. Mit ein bisschen Glück kann man von dem Sendeturm aus das Schloss Neuschwanstein auch sehen. Welch ein herrlicher Tag am Übergang vom Sommer in den Herbst.

Wasserspiele an der sommerlichen Amper

Ein sommerlicher Samstag steht an, es ist Ende Juli im Dachauer Moos. Wie kann man die Jahreszeit am besten fotografisch ausnutzen und spannende Motive suchen und finden.

 

Die Amper führt immer noch ungewöhnlich viel Wasser im Juli – Wasserspiele am Gündinger Wehr

An den meisten Tagen im Jahr fällt nur noch ein kläglicher Rest an Wasser über die Wehranlage und füllt das Flussbett der Amper. Das meiste Wasser geht auf dem Kanal zu einem der ältesten Wasserkraftwerke in Deutschland zu und wandelt das Wasser in elektrische Energie – ganz so wie der Ingenieur Oskar von Miller es für ganz Bayern erdacht hatte.

Die Amper ist hier am Wehr schon recht breit und dementsprechend niedrig ist die Fließgeschwindigkeit. Breit und gemächlich fließt der Altbayerische Fluss durch die Schotterebene und die Endmoränenlandschaft der Isar zu.

Wo soll hier ein spannendes Fotomotiv lauern?

 

Wasser und Fallhöhe bedeutet potenzielle und kinetische Energie

Die fotografische Aufgabenstellung „Wasser zu fotografieren“ bedeutet doch eigentlich den fotografischen Umgang mit der Energie des Wassers.

Wasser ist als Flüssigkeit durchsichtig, weitgehend farb-, geruch- und geschmacklos.Wikipedia

Dann probieren wir es doch einfach mit dem fallenden Wasser an der Wehranlage und der Schönheit von bewegtem Wasser. Ohne ausreichend Wasser an der Wehranlage ist dies einer der eher unspektakulären Motive, jetzt bei viel Wasser in der Amper – immer einen fotografischen Abstecher wert.

 

Wasser, Zeit und Geschwindigkeit fotografisch im Bild umsetzen

Die Beschäftigung mit der Fotografie wäre sicherlich bei weitem nicht so spannend, wenn der Fotograf nicht mit einem kleinen Dreh an einem Einstellrad die fotografische Wirkung im Bild gezielt verändert werden kann.

Die Bildwirkung von Geschwindigkeit wird primär mit der Verschlußzeit beeinflusst.

  • Bewegung im Bild durch eine längere Verschlußzeit – z.B. 1/15 sek
  • Konturenschärfe im Bild bei schnell bewegenden Gegenständen durch eine kurze Verschlußzeit – z.B. 1/2000 sek

Am Gündinger Wehr mit viel Wasser über der Wehrkante ist die Bewegung im Bild ganz einfach umzusetzen.

Die Kraft und Dynamik des Wassers – 10 Meter flussaufwärts ein langsam dahinfließender Fluss im Endmoränengebiet – dann plötzlich kommt Bewegung ins Wasser und ins Bild.

 

Details und Geschwindigkeit im fließenden Wasser

Mit genügend Brennweite vor der Kamera gelingen auch ausreichend Detailaufnahmen vom Wasser und seiner Energie im fließenden Wasser.

 

 

Die Schönheit des bewegten Wasser

Dann halten wir mit der Kamera doch einfach einmal in das tosende Wasser am Fuß der Wehranlage.

So einfach kann Wasser im Bild umgesetzt werden. Zu besonderen Jahreszeiten ist es einfacher als zu anderen Jahreszeiten. einfach hinausgehen und die Natur und Umwelt aufmerksam beobachten und die schönsten Momente in die schönsten Fotos umsetzen.

 

Ein technisches Bauwerk, über 100 Jahre alt, in Mitten der Naturlandschaft

So kann sich die Sicht auf ein technisches Bauwerk aus Stahlprofilen und Beton verändern.

Sommer im Dachauer Moos – die Amper Auen in Günding bei Dachau

Das Dachauer Moos ist entgegen der landläufigen Meinung (auch bei mir selbst vorherrschend) keine öde und unstrukturierte Landschaft – einfach und eben. Ganz im Gegenteil – man muss nur sehen lernen und wollen.

Im Dachauer Moos treffen viele unterschiedliche Landschaftsformen zusammen und bedingen sich auch gegenseitig. Dieses Zusammentreffen bringt eine sehr große Abwechslung in den Landschaftsformen und der einhergehenden Naturlandschaft.

Sehen und beobachten – dann kommt die Natur auch wie ganz selbstverständlich zum Fotografen und lässt auch bereitwillig ein hübsches Foto von sich machen.

Weiterlesen

Naturkundliche Exkursion im Dachauer Moos mit BUND Naturschutz

Die anhaltende Corona-Einschränkung macht das Reisen in die Ferne, oder auch nur in die Ausflugsregionen beschwerlich, umständlich, überfüllt und vielleicht auch gefährlich. Man fokussiert sich in seinem Erlebniskreis freiwillig oder auch gezwungenermaßen auf die nähere Umgebung. Anstelle mit dem Auto mal so schnell an den Bodensee, oder den Plansee zu fahren – besinnt man sich doch auch gerne wieder auf einen gemütlichen Radlausflug in die nähere Umgebung und genießt den Sommer in all seinen Schönheiten.

 

Am 12. Juli wäre eigentlich die Naturkundliche Flugplatzwanderung am Flugplatz Schleißheim gewesen

Die naturkundlichen Flugplatzwanderungen erfreuten sich bislang einer großen Beliebtheit und viele Teilnehmer erfreuten auch uns Veranstalter.

In 2020 finden die Flugplatzwanderungen nicht mehr statt.
Für das Jahr 2021 beginnen wir mit der Planung zum Jahreswechsel - 
mal sehen wie sich die Gesamtsituation entwickelt.

Die Flugplatzwanderungen sind kostenlos und bringen zwischen 50 und bis über 80 TeilnehmerInnen zusammen. Mit dem Umfeld der allgemeinen Corona-Einschränkungen können das auch noch mehr werden. Da ist eine Beschallung mit einer Gesichtsmaske im freien Feld unter Wahrung der Abstandsregeln nicht möglich.

Weiterlesen

Tarnung in der Natur funktioniert – ganz erstaunlich gut

Die Tarnung der Frösche und Kröten funktioniert erstaunlich gut.

Ich setze mich an das Biotop und beginne zu beobachten. Der Teich des Biotops ist leer, nichts bewegt sich, nichts ist da, nur ein paar Libellen fliegen umher.

Trotzdem, ich beginne zu beobachten - das heißt man muss zu inneren Ruhe finden

Nach 2-3 Minuten sehe ich unvermittelt einen Frosch auf einem Blatt der Seerose sitzen. der hat sich sicher nicht bewegt. Daneben noch einer. Weiter vorne ein ganz großes Exemplar – klar und deutlich, ohne dass irgendwelche Pflanzen die Sicht versperren.

Klick.

Nach 5 Minuten ist der Teich voll mit Fröschen und Kröten unterschiedlicher Größen und Gattungen. Das Auge muss sich erst an die Farben und die Kontraste in den Strukturen einsehen, dann fallen einem die Amphibien auch gleich ins Auge – aber erst dann.

Einen Sommertag im Dachauer Moos im Juni genießen – Zuhause in der Natur

Sommertag + Samstag + Juni = Ausflug in die Berge oder an die Seen

Auch außerhalb der Corona Zeiten ein kleines Martyrium mit garantiertem Stau in die Berge und Stau auch wieder zurück. Zu viele Menschen wollen die selbe Art an Freizeit / Erholung / Abenteuer / Sport – was auch immer – erleben. Da hilft es nicht einer in der Masse zu sein, man muss aus dieser Masse einfach mal sich trauen und auszubrechen.

Weiterlesen

Ein regnerischer Sommertag auf der Orchideenwiese im Dachauer Moos

Im letzten Herbst war ich mit dem BUND Naturschutz Schleißheim mit dabei, die Orchideen Wiese in Oberschleißheim in der Herbst-Maad zu mähen. Wir berichteten darüber.

Jetzt im Sommer, gehe ich nachsehen was auf der Orchideen - Wiese 
alles wieder neu blüht und wächst.

Über Monate hinweg, war der Frühling und der Sommer viel zu trocken und zu warm.

 

Sibirische Schwertlilien grüßen den Besucher von Weitem

Die Sibirischen Schwertlilien sind von Weitem her sichtbar und wachsen deutlich höher als das umliegende Gras und zeigen dem aufmerksamen Besucher deutlich an – hier liegt ein wertvolles Kleinbiotop im Dachauer Moos.

An dem Tag war Regenwetter angesagt und der Himmel brachte über den Tag verteilt, immer wieder vereinzelt das kostbare Nass auf die Wiesen und Felder. Eine hervorragende Lichtstimmung mit einem bedeckten Himmel und einer gleichmäßigen Beleuchtung der Landschaft, ohne harte Kontraste eines Sonnentages. Da gehen wir doch gerne einmal nachschauen.

Die Blütenblätter der Sibirischen Schwertlilie sind wohl auch Anziehungspunkt für grün-schimmernde Kleinkäfern auf den Blütenblättern.

 

 

Fleischfarbenes Knabenkraut im Dachauer Moos

Das Fleischfarbene Knabenkraut ist im Dachauer Moos genauso typisch, als auch inzwischen als Art selten und stark gefährdet. Daher steht die Art auf der roten Liste der gefährdeten Arten. Im Dachauer Moos braucht diese gefährdete Art Sumpfwiesen oder nasse und lichte Wälder mit zeitweise feuchten oder nassen Böden.

Ich freue mich jedes mal, wenn ich im Dachauer Moos wieder Exemplare dieser seltenen Orchideenart sehen darf.

 

Das Dachauer Moos im Frühsommer auf der Orchideen Wiese

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Das Probieren geht weiter – OM Zuiko Objektive an der Vollformat DSLR

Das Wetter ist hervorragend und der Abend scheint mit herrlichem Licht gesegnet zu sein – also nochmal hinaus mit den OM Zuiko Objektiven in das Dachauer Moos und weitere analoge Objektive digital testen. Bei schönem Wetter und hervorragendem Licht macht das Testen dieser Vintage Objektive noch viel mehr Spaß. Im Aufmacherbild kam das Zuiko 28mm f/2.0 Auto-W im Gegenlicht der tief stehenden Sonne am Abend zum Einsatz.

 

Olympus OM Zuiko 50 mm f/1.4 Auto-S

Ich liebte dieses Normalobjektiv schon in der analogen Zeit. Mit offener Blende lieferte das Objekt ganz besondere Bilder ab. Eine deutlich sichtbare Vignettierung geht einher mit einer auf das Zentrum ausgerichteten Schärfe. Für einen Qualitätsfanatiker nicht geeignet, um aber mit einem einfachen Dreh am Blendenring veränderte sich die Anmutung des Bildes komplett – ideal für kreatives Fotografieren und für mich eine perfekte Möglichkeit in dem fotografischen Ausdruck.

Nicht weit von mir Zuhause entfernt beginnt das Dachauer Moos an der Stadtgrenze von Dachau  und da steht jetzt die Orchideenwiese in schöner Blüte. Bei weit geöffneter Blende separiert sich die Orchideenblüte wunderbar vom Hintergrund und steht scharf im Bild. Digital geht es auch nicht besser.

Mit Blende 1.4 zaubert die Kombination ein völlig unerwartetes Ergebnis auf den Sensor. Die zentrale Orchideenblüte steht wunderbar isoliert in Mitten des Motivs und der Randabfall in Helligkeit und Schärfe fokussiert den Blick des Betrachters auf das Motivzentrum.

Das 50er ist ein hoch-öffnendes Normalobjektiv und kein Makro-Objektiv. Trotzdem, mit etwas Konzentration beim Fotografieren zaubert das OM Zuiko ein wunderbares Bild auf den Sensor.

Ein unerwartetes Motiv kann analog/digital ganz einfach umgesetzt werden – ja das geht und zwar ganz einfach.

 

Und wie sieht es im Detail des Bildes des 50er 1.4 aus ?

Sehen wir uns doch das folgende Motiv im späten Licht des Abends an.

Achten wir auf den von hinten belichteten Zweig ungefähr im Bildzentrum. Das Bild sieht ganz hervorragend aus – offene Blende und genügend Verschlusszeit.

Als Ausschnitt betrachten wir uns aus diesem digitalen Bild das Bildzentrum – rund um den Zweig im Bildzentrum.

Wow! Ich würde mir bei dem Canon L Glas solch eine Ausschnittsvergrößerung in der Vielzahl der Fotos gerne wünschen. Vollkommen ausreichend für eine analoge Fotografie.

Ich bin begeistert von dem OM Zuiko 50mm f/1.4 S-Auto.

Moment, da ist doch noch eine Orchidee direkt am Weiher in herrlichem Licht. Dann fotografieren wir diesen Motiv im Nahbereich einfach mit dem lichtstarken Normalobjektiv und bringen ein weiteres sehr schönes Motiv aus dem Dachauer Moos mit nach Hause.

Die Wechselkröte sitzt ganz alleine da und warten auf die Flugplatzwanderer

Die Flugplatzwanderung heute zum Thema „Wechselkröte“ hatte sich letztes Jahr einer überwältigender Beliebtheit bei Jung und Alt ausgezeichnet. Sehr viele Besucher folgten uns auf den Spuren der Wechselkröte als das Beispiel des Zusammenwirkens von Natur und Technik am historischen Flugplatz Schleißheim.

Dieses Jahr ist der Termin durch die allgemeine Kontaktsperre ausgefallen.

 

Trotzdem war ich bei der Wechselkröte, und beim Laubfrosch …

… zwar nicht in Oberschleißheim, aber immerhin bei mir zu Hause im Dachauer Moos. Nur wenige Gehminuten von Zuhause entfernt.

Auch die Frösche und Kröten merken es wohl – es ist einfach ruhiger und weniger hektisch.

"Ein ganz wunderschönes Exemplar beobachtet die Szenerie."

In der allgemeinen Kontaktsperre hat man plötzlich Zeit und viel Muße. Sobald ich in die Nähe des Tümpels kam – „schwupps“ – wie auf Kommando sind alle mit einem großen Sprung im Tümpel und weg sind sie.

 

Etwas Geduld und sich ganz ruhig verhalten – dann …

… tauchen nach einigen Minuten die ersten Frösche und Kröten wieder ganz vorsichtig aus dem Tümpel auf. Zu Beginn sieht man nur die Augenpaare über Wasser – alles genau beobachtend. Jede Bewegung verharrt wieder in 10 Minuten Starre – keine Bewegung ist zu erkennen. Dann wieder der nächste Schritt. Inzwischen bin ich länger am Ufer als die Frösche über Wasser und bemerken mich als ruhig da sitzender Fotograf wohl nicht mehr als Gefahr und trauen sich immer weiter aus dem schützenden Nass heraus.

Ein erdbraune Kröte sitzt schon am Ufer und saugt die Sonnenstrahlen in den kleinen nassen Körper auf. Nur einen Sprung entfernt vom rettenden Nass, wartet die Kröte auf viel Sonne. Eine etwas kleinere Kröte im grünen Farbkleid sitz am Ufer und beobachtet die Umgebung.

 

Im April ist bei normalem Klimaverlauf ist im April die Laichzeit – also am Besten alle Männchen und Weibchen immer im Auge behalten, um nichts zu verpassen.

 

Flugplatzwanderungen zum Thema Wechselkröte

Die Flugplatzwanderung heute wird in Abhängigkeit der allgemeinen Situation zu einem späteren Termin nachgeholt. Wir sind dabei natürlich auch von den Aktivitäten und dem Leben der Kröten und der Frösche abhängig. Alle Neuerungen werden wir über den neuen >Newsletter< entsprechend kommunizieren.

Alles Gute und bleiben Sie uns gewogen.

Winterwochenende ohne Schnee – ich gehe Rehe beobachten im Dachauer Moos

Seit Wochen keinen Regen, auch kein Schnee – dafür + 6 °C. Sonne wechselt sich mit Föhn ab – und das schon seit Monaten. Da gehen einem Fotografen am Wochenende schon mal die Fotoideen aus.

Was gilt es fotografisch zu unternehmen am Wochenende?

Ich gehe auf die Foto-Pirsch nach den Rehen im weitläufigen Dachauer Moos bei Eschenried, Bergkirchen und Palsweis.

Weiterlesen