Naturfototage: Workshop Natur im Moor

Im Veranstaltungsprogramm der Fürstenfeldbrucker Naturfototage waren wir mit einem ganz neuen Workshop „Natur im Moor“ mit Paul Eschbach vertreten und führten den ausverkauften Workshop mit allen TeilnehmerInnen in die Umgebung von Fürstenfeldbruck an die schönsten Fotoplätze für Naturfotografen.

Den Workshop habe ich thematisch in drei Bereiche eingeteilt

Hochmoor - Haspelmoor

Das Haspelmoor bei Hattenhofen ist das größte noch erhaltene Hochmoorgebiet in der Region und aus Fürstenfeldbruck schnell zu erreichen.

Niedermoor - das Moos

Das Ampermoos ist ein Niedermoor (Moos) - ein so ganz anderer Vertreter der geschützten Naturräume für Flora und Fauna. Die Workshop TeilnehmerInnen lernen die unterschiedlichen Naturräume zu unterscheiden.

Amper und Ampermoos

Die Amper und das Ampermoos bieten den FotografInnen schöne Möglichkeiten die Naturräume selbst kennen zu lernen und fotografisch zu entdecken. An Fotomotiven mangelt es uns nicht.

 

Das Haspelmoor bei Hattenhofen

Das Hochmoor (Moor) ist eine Landschaft seit der Eiszeit entstanden und durch intensiven Torfabbau meist der ursprünglichen Gestalt und der Lebensräume weitgehend beraubt, aber heute ein umso wichtiger Lebensraum für Flora und Fauna.

Das Hochmoor bezieht das Wasser als Motor für die biologischen Kreisläufe ausschließlich aus den Niederschlägen. Entsprechend langsam findet das Wachstum darin statt. Moore sind äußerst wertvolle CO2 Speicher und werden mit staatlicher Unterstützung renaturiert und wieder vernässt.

Das Moor – eine ganz andere Motivwelt für die NaturfotografIn. Die Schönheit kommt mit der intensiven Auseinandersetzung mit der Flora und Fauna im Hochmoor.

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Das Ampermoos

Am Nordufer des Ammersees schließt sich unmittelbar das weitläufige Ampermoos als Verlandungszone und Überbleibsel aus der letzten Eiszeit sich an. Das Moos – so wird in Bayern das Niedermoor bezeichnet – hat im Gegensatz zum Hochmoor immer Grundwasserkontakt und erschließt sich daher viel mehr Wasser als Motor der Biologie. Moosflächen sind sehr oft auch im Übergang von Auwäldern zu finden, bilden also auch Überschwemmungsflächen und damit immer neuen Nährstoffeintrag und ein Verdrängen von Hartholz durch den regelmäßigen Zyklus.

Am Nordende des Ampermooses tritt die noch junge Amper als breiter Fluss aus dem Ampermoos in die Hügellandschaft mit Endmoränen heraus und ermöglicht einen herrlichen Einblick in den Amazonas an der Amper.

 

Vogelbeobachtungsturm bei Kottgeisering

Besondere Orte für besondere Workshop-TeilnehmerInnen – von hier ergibt sich ein herrlicher und ungestörter Blick mit dem Fernglas in die weite Mooslandschaft an der Amper. Wir bekommen auch zwei Graureiher zu sehen und eine Wiesenweihe, die wohl Beute geschlagen hat und nach dessen verzehr wieder mit vollem Bauch in die Lüfte startet.

Den ganzen Tag über sind wir begleitet von Robert Hoiss – einem ausgewiesenen Kenner des Haspelmoors als Fotograf und Naturkundler.

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Süddeutsche Zeitung: Naturfototage Fürstenfeldbruck 2021

Die Naturfototage Fürstenfeldbruck sind die größte Naturfotoveranstaltung in Süddeutschland und dieses Jahr durch Corona bedingt, vermutlich auch die größte in ganz Deutschland. Es trifft sich in Fürstenfeldbruck bei München die Naturfotobranche mit den bekannten Spitzen-FotografInnen, der Fotoindustrie, Dienstleistern, Reiseveranstaltern, Buchverlagen, Workshops zur Naturfotografie – und eigentlich allem was dazu gehört.

Und so auch der UAV DACH e.V., UAVDACH-Services UG und DELTA IMAGE.
Zusammen mit Mitgliedsunternehmen im UAV DACH e.V. - Bayerische Drohnenakademie 
und CONDOR Drones & Multicopter GmbH

 

Naturfototage Fürstenfeld 2021

Man trifft hier die vielen Bekannten, die Fotografen, die Festivalveranstalter, die Multiplikatoren aus der Branche und alle sind sich einig:

Gut dass wieder solch eine Veranstaltung möglich ist, auch unter den spürbaren Auflagen.

Da geht der besondere Dank an Mara Fuhrmann und Udo Höcke, die es auch dieses Jahr wieder geschafft haben, die Branche zusammen zu führen. Der UAV DACH e.V. ist wieder mit auf dem Infostand von DELTA IMAGE und zeigt sich als Unterstützer der eigenen Wettbewerbskategorie „Aerial Views of Nature“ nun im dritten Jahr.

Dass so eine Veranstaltung von europäischer Dimension auch Aufmerksamkeit in der Presse nach sich zieht ist ja nur verständlich.

 

Süddeutsche Zeitung mit Interview und Bericht über Paul Eschbach und UAV DACH e.V.

Der regnerische Sonntag schaffte auch die Freiräume für ein ausführliches Interview mit dem Journalisten der Süddeutschen Zeitung über die Unbemannte Luftfahrt, die Naturfotografie und die beiden Workshops im Veranstaltungsprogramm. Doch lesen den Bericht von Stefan Salger über die Naturfototage in Fürstenfeldbruck.

Bericht von Stefan Salger, Foto Leonhard Simon

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BAYERWALDTEAM im Hochmoor unterwegs

Die schönsten und liebsten Fotomotive sind doch die, die vollkommen überraschend auf den Fotografen zukommen.

Hubert wusste nicht, was in den drei Tagen auf dem Programm stand – und das war auch gut so. Die Erkundung des Hochmoorgebietes im Haspelmoor war so eine gelungene Überraschung. Klar kennt man das Hochmoor aus den Hochlagen des Bayerischen Waldes und den schönsten Orten im Böhmerwald. Aber hier im Norden von München kommt das wohl auch zurecht sehr überraschend.

Das Los des anspruchsvollen Naturfotografen – die Ausrüstung möcht‘ auch zu Fuß und auf den Wegen transportiert werden. Aber immer ist irgendwo ein Fotopartner im Gebüsch, der diesen Moment auch festhalten kann.

 

Bäume wie im Woid, Blaubeeren wie im Woid, Wollgras wie im Woid …

Vieles erinnert doch an die ausgesetzte Naturlandschaft in den Höhenlagen des Bayerischen Waldes. Das wenige Wasser aus den Niederschlägen und die Nährstoffarmut haben zu ähnlichen Wuchsformen geführt. Alle Büsche, Bäume, Sträucher sind nur niedrig und klein, ein Vorteil für den Naturfotografen auf der Suche nach den Fotomotiven.

 

Die Fotomotive für den aufmerksamen Betrachter liegen direkt am Weg, man muss sich nur etwas Bücken und schon klappt es auch mit dem Fotomotiv. Gerade an den frühen Morgenstunden liegt noch Tau auf allen Blättern im Hochmoor, die Landschaft könnt kaum schöner sein. Alle paar Meter kommt der Fotografenzug zum stehen und es wird wieder fotografiert. da eine Blaubeere, dort eine Spinne in ihrem mit Perlen besetzten Spinnenrad. Dann dort ein schöner Durchblick durch die Sträucher, Büsche und kleinwüchsigen Birken.

 

BAYERWALDTEAM am großen Moorsee im Haspelmoor

Wenig später führt Paul Eschbach das Team zielsicher zum großen Moorsee im Haspelmoor. Die silbrig glänzende Wasseroberfläche kontrastiert mit dem dunklen Waldkleid der umstehenden Bäume und eröffnet bei jedem Lichtwechsel neue Motive im Kontrast zu dem weiß-blauen Himmel über Oberbayern.

 

Natürlich wird fotografiert bis zum letzten Licht in den Sonnenuntergang hinein. An der tertiären Hügelkette am Nordrand des Dachauer Mooses eröffnen sich Aussichten auf die Alpen und auf die Lichter der nahen Millionenstadt München. Davor liegt nun schon im Halbschatten der beginnenden Nacht das Dachauer Moos.

BAYERWALDTEAM im Dachauer Moos zum Fotografieren unterwegs

Es funktioniert immer wieder auf’s Neue. Ein eigentlich triviales Motiv kann die Aufmerksamkeit des Fotografen vollständig auf sich ziehen und für Stunden begeistern. An einem weiteren Tag verschlägt es uns in das Dachauer Moos zu einigen Plätzen, die man als Fotograf über Jahre hinweg sich erarbeitet hatte.

 

BAYERWALDTEAM im Dachauer Moos unterwegs

Ein Kornfeld mit einigen wenigen Mohnblumen bilden einen herrlichen Farbkontrast der Komplementärfarben Rot und Grün ab. Genügend Aufgabenstellung aus der formalen Gestaltungslehre – wenn da nicht eine emotionale Komponente wäre, die den Fotografen diese fotografischen geheimnisse der Landschaft und des Naturraums zu ergründen sucht. Hubert ist ganz weggetreten und widmet sich seinem Motiv auch gerne einmal aus der niedrigsten Perspektive.

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BAYERWALDTEAM im Dachauer Moos – ungewohnt aber umso spannender

Drei Tage in einer ungewohnten Natur- und Kulturlandschaft in Dachau und Fürstenfeldbruck als Natur- und Landschaftsfotograf bringt genügend positive Überraschungen für Hubert im BAYERWALDTEAM mit sich. Bedingt durch die Auswirkungen der Pandemie fehlt etwas die fotografische Übung.
Ein anderer Naturraum bringt auch anderer Flora und Fauna und damit neue fotografische Motive und Fototechniken mit sich. Die ständige Anpassung an andere Fotomotive ist eine der Faszinationen für die Fotografie.

 

BAYERWALDTEAM – Hubert Bauer-Falkner im Moos unterwegs

Die Mooslandschaft bringt ein ganzes Füllhorn an neuen und ungewohnten Motiven mit sich:

  • Zu Beginn gleich eine ganze Mohnblumenwiese mit Klatschmohn soweit das Auge reicht – nicht schlecht!
  • Ein Frosch- und Krötenteich mit den Amphibien als neues Fotomotiv – mit der passenden Ausrüstung geht’s ganz einfach!
  • Das Biotop wird auch zum Tummelplatz von Libellen und Großlibellen – Wahnsinn, sowas ward noch nicht erlebt!
  • Das Krenmoos und Schwarzhölzl ist so eine ganz andere Landschaftsform und Mittens drin der barocke Kanal Dachau – Schleißheim!
  • Hochmoorreste im Haspelmoor bei Hattenhofen – sowas erwartet man nicht im tertiären Hügelland – fernab des Alpenhauptkammes!
  • Amperauen mit idyllisch Plätzchen für Libellen und Schmetterlinge
  • Ampermoos bei Grafrath und Kottgeisering als Niedermoor gebiet unter Naturschutz
  • Dachauer Moos als Nidermoor mit einer Fülle an Libellen, Schmetterlingen, einem Hasen, einem Reh, vielen Vögeln, unüberhörbaren Fröschen und schließlich auch noch eine Wechselkröte

Schauen wir uns doch mal an, was das BAYERWALDTEAM an den zwei Tagen so alles erlebt hatte.

 

Ein Mohnfeld am Obergrashof im herrlichen Sommerlicht hat es Hubert angetan

Als Reiseführer durch das Dachauer Land muss ich mir schon ganz genau überlegen, wie ich meinen verwöhnten Foto-Gast auch zufriedenstellen kann.

Wie zeigt man einem erfahrenen Fotografen innerhalb von drei Tagen die 
fotografischen Schönheiten des Dachauer Mooses (und Umgebung) ?

Manchmal muss man gar nicht so kompliziert Denken, das haben wir auch die letzten paar Jahre im Bayerischen Wald so gehalten. Die Tage mit den einfachsten Fotoexkursionen waren rückblickend oft die schönsten und eindrucksvollsten. das probieren wir auch im Dachauer Moos aus.

Als allererstes Fotomotiv wähle ich ein Mohnfeld beim Obergrashof. Ein einfaches und eigentlich banales Fotomotiv, außer man kennt kein so riesiges Mohnblumenfeld und kann sich da genüsslich fotografisch austoben.

Die fotografischen Zutaten sind bei herrlichem Sommerwetter ganz einfach:

  • rote Mohnblumen bis zum Horizont
  • blauer Himmel im Firmament
  • weiße Wolken zur Auflockerung dazwischen

Das reicht auch schon, um zwei Stunden mit Klick und Klack zu vergnügen.

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16 Monate keine gemeinsame Fotowanderung mehr unternommen – BAYERWALDTEAM im Hoch- und Niedermoor unterwegs

Das lief so ganz anders als wir das geplant hatten. Im Januar 2020 waren wir noch als BAYERWALDTEAM zusammen im Bayerischen Wald unterwegs und hatten viel Zeit in der Landschaft und der Natur im Grenzgebirge verbracht. Eigentlich wollten wir in 2020 viele Tage auf den Wanderhütten im Grenzkamm von Bayern zu Böhmen zubringen und in der Natur auf über 1000 m die Landschaft, die Natur, das Licht und auch die Sterne fotografieren und dabei tief entspannen.

Ebenso war es unser Plan endlich gemeinsame Tage in der goldenen Stadt Prag zu verbringen. Von München aus inzwischen entschleunigt mit der Bahn zu erreichen und dann nur noch zu Fuß unterwegs zu sein. Erleben, Fotografieren, gut Essen und ab und zu ein böhmisches Bier.

Wie, Wer, Wo?

Das erzählen wir gleich.

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Dachauer Land – Land vor den Alpen

Landschaftsfotografie kann doch so einfach sein. Glaubt man den Herstellern von hochwertigen Kameras in der Werbung, so reicht es mit einer hochwertigen Kamera an einen beliebigen Ort zu fahren, das neue System einsatzbereit zu machen und schon kann es los gehen.

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Ein bunter gefiederter Freund leistet Gesellschaft

Manchmal passieren die schönsten Dinge ganz unverhofft und unerwartet.

Ein kleiner Sonntagsspaziergang im Frühling an der Amper verspricht immer wieder Sonne und kurzen Regen – dafür schöne dramatische Wolkenstimmungen über dem Dachauer Moos. Eigentlich wunderbare Voraussetzungen für ein schönes Foto.

 

Unweit des Dammweges versorgt sich ein Buntspecht mit Proteinen

Ein Buntspecht Weibchen (Dendrocopos major), ohne roten Fleck am Hinterkopf. Weiterlesen

Osterbrunnen im Dachauer Land zwischen Ilm, Glonn und Amper an Ostern – Schwabhausen

Eine Landschaft, ein Kulturraum besteht nicht nur aus Bauwerken und historischen Ereignissen. Kultur wird in vielfältiger Art und Weise gebildet und öffentlich zur Schau gestellt. Manchmal ganz pompös wie Sylvester oder die Fronleichnam Prozession. Manchmal aber auch ganz unscheinbar, ohne viel Aufheben. Dieses Brauchtum ist doch um so mehr identitätsstiftend und wird gemein mit dem Begriff Heimat assoziiert.

So auch das Brauchtum der Osterbrunnen im Dachauer Land zwischen Ilm, Glonn und der Amper.

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