Die Gemeinde Oberschleißheim im Barockfieber: Oberschleißheim entdeckt seinen „Blauen König“ wieder neu zum 300. Todesjahr

Reproduzierte Originalunterschrift von Kurfürst Max II. Emanuel von Bayern.

Wenn wir heute durch die Gemeinde Oberschleißheim im Norden von München spazieren, ist die Geschichte des Ortes und auch die Geschichte von Bayern allgegenwärtig. Das majestätische Neue Schloss Schleißheim, die weitläufige Parkanlage – all das verdanken wir der kühnen Vision eines Mannes: Kurfürsten im HRR, kühnen Feldherrn, ehrgeizigen Regenten, visionären Bauherrn, und weitgereisten Kunstliebhabers in der Epoche des Hochbarocks:

 

Kurfürst Max II. Emanuel von Bayern.

 

Im Jahr 2026/2027 blicken wir auf das 300. Todesjahr des Kurfürsten Max Emanuel von Bayern (* 11. Juli 1662 in München; † 26. Februar 1726 ebenda) aus dem Hause Wittelsbach zurück.

Ein reines Pflichtprogramm für Historiker?
Ganz im Gegenteil,

Dieses Gedenk- und Festjahr ist für Oberschleißheim die Chance, die eigene Identität und die Geheimnisse hinter den Schlossmauern völlig neu und lebendig zu entdecken.

 

Die Schlossanlage Schleißheim zählt zu den größten und bedeutendsten Schlössern der Wittelsbacher in Bayern. Die Anlage besteht aus dem Neuen Schloss Schleißheim, dem Alten Schloss Schleißheim und dem Schloss Lustheim.

 

Die Idee: Geschichte, die man sehen und spüren kann

Wir wollen keine verstaubten Jahreszahlen herunterbeten. Die Motivation hinter dieser großen Veranstaltungsreihe ist es, die Brücke aus der glanzvollen Barockzeit, in einer Zeitepoche, in welcher Bayern an der Schwelle zu einer europäischen Großmacht stand, direkt in unser heutiges Oberschleißheim zu schlagen.

  • Warum sieht unser Ort Oberschleißheim heute so aus, wie er aussieht?
  • Wer war dieser Mann, der als „Blauer König“ Europa in Atem hielt und Schleißheim zu seinem persönlichen Versailles machen wollte?

 

Das Besondere: Der Oberschleißheimer Historiker ist im Schloss Lustheim selbst aufgewachsen

Buchautor, Historiker und Experimentalarchäologe Dr. Marcus Junkelmann

Der weit über die Grenzen Bayerns und Deutschlands hinaus bekannte Buchautor, Historiker und Experimentalarchäologe Dr. Marcus Silvester Junkelmann führt durch die Festveranstaltung. Er wird für das Publikum das Leben und Wirken dieses siegreichen Türkenbezwingers und kunstsinnigen Herrschers und Bauherrn lebendig werden. In München wird Max Emanuel insbesondere mit den Schlössern Lustheim, Nymphenburg, Neues Schloss Schleißheim, Theatiner Kirche in Verbindung gebracht.

Dr. Junkelmann ist Jahrgang 1949, hat die ersten Jahre seines Lebens in Oberschleißheim im Schloss Lustheim gelebt und ist promovierter Historiker. Im besonderen Maße hat er sich einen international hervorragenden Ruf als Experimentalarchäologe erarbeitet, indem er historische Überlieferungen rekonstruiert und einem ausführlichen Praxistest unterzogen hat. Dem großen Publikum ist Dr. Junkelmann vor allem durch seine in vielen Ländern und Sprachen aufgelegten Buchveröffentlichungen bekannt geworden.

 

Erst wenn es auch praktisch erprobt worden war und bestanden hatte, 
kann es auch theoretisch so gewesen sein.

 

Die 64 Lebensjahre Max Emanuels waren von glänzenden Höhepunkten in der europäischen Geschichte gefüllt, erlebten aber ebenso auch die tiefsten Niederlagen in der Geschichte Bayerns.

Viel Glanz und Licht, 
aber ebenso viel Dunkelheit und Leid über der Bevölkerung Bayerns.

Die Gemeinde Oberschleißheim im Norden der Landeshauptstadt lädt die BesucherInnen auf eine Reise in die Zeitepoche des Barocks ein, voller Prunk, Visionen und dramatischer Wendepunkte.

Dr. Junkelmann ist bekannt durch seine über 40 eigenen Buchveröffentlichungen, sowie aus Funk und Fernsehen. Seine Spezialthemen in der Geschichte und die von ihm als Vorreiter der wissenschaftlichen Experimentalarchäologie sind:

 

Bayern und die bayerische Geschichte

Dr. Marcus Junkelmann ist von vielen Zeitepochen der bayerischen Geschichte besonders hingezogen. Meist sind es die Epochen mit besonders großen Umwälzungen und Veränderungen, die ihn faszinieren.

  • Die Zeit des Dreißigjährigen Krieges.
  • Die Zeit des Kurfürsten Max II. Emanuel.
  • Die napoleonische Zeit, mit den Befreiungskriegen.

In den Jahren 2010 und 2018 hat Dr. Marcus Junkelmann mit sehr viel Aufwand die höfische Zeit des Barocks im Neuen Schloss Schleißheim in dem Churbayerischen Freudenfest mit höfischem Tanz und Musik, höfischen Aufführungen, Militär, und zeitgenössischem Essen. Der Höhepunkt waren die nächtlichen Gondelfahrten unter Fackelschein und großem Feuerwerk an der großen Kaskade am Mittelkanal.

 

Römische Geschichte und römisches Militär

Der junge Dr. Marcus Junkelmann (36 Jahre alt) plante im Jahr 1985 ein ganz besonderes Vorhaben, welches ihn später als Erfinder der wissenschaftlichen Experimentalarchäologie weltweit bekannt machte. Zum 2000. Zum Stadtjubiläum von Augsburg machte es sich mit seinen getreuen Legionären auf den Spuren des römischen Alpenfeldzugs unter Kaiser Augustus im Jahr 15 v. Chr. in originaler Ausrüstung auf den Weg. Von dem oberitalienischen Verona ging die Legionärsgruppe von 9 Legionären in 21 Tagen 540 km zu Fuß mit der original rekonstruierten Ausrüstung von etwa 30 kg pro Legionär. Der Alpenmarsch von 1985 gilt als ein Meilenstein und Gründungsmythos der modernen Living History und experimentellen Archäologie im deutschsprachigen Raum.

Dr. Junkelmann überprüfte mit acht Mitstreitern die überlieferte historische Ausrüstung römischer Legionäre aus der Zeit des Kaisers Augustus, um die Bedingungen des geschichtsträchtigen Alpenfeldzugs nach Raetien 15 v. Chr. in eigener Anschauung nachzuprüfen.

Sehr viele Buchveröffentlichungen von Dr. Marcus Junkelmann sind daraus entstanden.

Gladiatoren

Ein weiterer Glanzpunkt der wissenschaftlichen Arbeit von Dr. Marcus Junkelmann ist die Erforschung der Ausrüstung und der Kampfweisen der römischen Gladiatoren. Diese Erkenntnisse hat Junkelmann mit seiner Gladiatorentruppe in der Kampfweise Mann gegen Mann auf die Probe gestellt und so erst das historisch gesicherte Bild der Gladiatoren in der heutigen Zeit ausgefüllt und geprägt. Erst kürzlich hat Dr. Junkelmann anlässlich der Sonderausstellung Gladiatoren in der Archäologischen Staatssammlung die Gladiatorenkämpfe live vor einem begeisterten Publikum gezeigt.

Sehr viele Buchveröffentlichungen von Dr. Marcus Junkelmann sind daraus entstanden.

Dreißigjähriger Krieg 1618–1648

Die Epoche des Dreißigjährigen Krieges und die Zeit danach waren gerade in Bayern sehr vielfältig und bewegend. Dr. Junkelmann erforschte viele Aspekte dieser Zeitepoche und arbeitete viel mit den renommierten Museen zu diesen Themen zusammen. Eine Buchreihe über die Soldaten im Dreißigjährigen Krieg (Pikeniere, Musketiere, Kürassiere) entstand für das Bayerische Armeemuseum in Ingolstadt. Einige Aufnahmen dazu hat Paul Eschbach mit Dr. Marcus Junkelmann im Alten Schloss Schleißheim (siehe Bild) für das Buch fotografiert.
Sehr viele Buchveröffentlichungen von Dr. Marcus Junkelmann sind daraus entstanden.

 

Das Programm: Eine Trilogie des Erlebens

Die Veranstaltungsreihe ist ein echtes Gemeinschaftsprojekt für den Ort und spannt einen Bogen vom feierlichen Auftakt bis hin zum eigenen Erleben vor Ort. Sie gliedert sich in drei große Teile:

Die festliche Eröffnungsveranstaltung (16.09.2026)

Den großen Startschuss zelebrieren wir im Bürgerzentrum Oberschleißheim. Dass dieses Gedenken einen hohen Stellenwert für die Gemeinde hat, zeigt die hochkarätige Unterstützung: Erster Bürgermeister Markus Böck hat persönlich die Schirmherrschaft übernommen. Gemeinsam mit dem Leiter der regionalen Schlösser- und Seenverwaltung wird dieser Abend ein würdiger, festlicher Auftakt, der zeigt, wie eng Rathaus, Schloss und Bürgerschaft hier verbunden sind.

 

Die Fachvorträge – Den Geheimnissen auf der Spur (bis Sommer 2027)

Nach dem großen Auftakt tauchen wir tiefer ein. In einer Reihe von thematischen Fachvorträgen beleuchtet Dr. Marcus Junkelmann bis in den Sommer 2027 hinein die verschiedenen Facetten von Max Emanuels Leben, seiner Politik, seiner Kunstbegeisterung und seinen Feldzügen. Es wird spannend, anschaulich und garantiert frei von akademischer Trockenheit.

 

Führungen und Exkursionen

Geschichte vor der Haustür

Vom Vortragssaal direkt an die Originalschauplätze! Im dritten Teil wechseln wir die Perspektive. Bei exklusiven Führungen durch die Schleißheimer Schlösser und Exkursionen zu historischen Stätten, die eng mit Max Emanuel verknüpft sind, wandeln wir direkt auf den Spuren des Kurfürsten.

 

Warum Sie das nicht verpassen sollten

Dieses Jubiläum ist von Oberschleißheimern für Oberschleißheimer (und alle Barock-Begeisterten). Es ist die Gelegenheit, die tägliche Kulisse unseres Heimatortes mit ganz neuen Augen zu sehen, beim Spaziergang durch den Schlosspark plötzlich die Visionen von vor 300 Jahren vor sich zu sehen und gemeinsam ins Gespräch zu kommen.

Seien Sie von Anfang an dabei, teilen Sie diesen Beitrag und lassen Sie uns gemeinsam das barocke Erbe Schleißheims zum Leben erwecken!

Alle Informationen, Termine und Updates finden Sie ab sofort unter den Veranstaltungshinweisen.

Kurfürst Max Emanuel von Bayern: Festveranstaltung in Oberschleißheim zum 300. Todestag mit Dr. Marcus Junkelmann

Kurfürst Max Emanuel: Festveranstaltung in Oberschleißheim

Festveranstaltung im Bürgerzentrum Oberschleißheim zum 300. Todestag von Kurfürst Max Emanuel von Bayern in Oberschleißheim von und mit dem bekannten Historiker und Experimentalarchäologen Dr. Marcus Junkelmann

Kurfürst Max Emanuel: Der „BLAUE KÖNIG“

Schleißheim; Bayern und Europa um 1700

 

Oberschleißheim und Max II. Emanuel

Wappen der Gemeinde Oberschleißheim

Das Wappen der Gemeinde Oberschleißheim zeigt über den weiß-blauen Rauten der Wittelsbacher die Buchstaben M und E, das Monogramm des  Kurfürsten Max Emanuel.

 

Wer war dieser Herrscher, dem Schleißheim seine weltweite Berühmtheit zu verdanken hat?

Max II. Emanuel von Bayern, der „Blaue König„, wie ihn seine türkischen Kriegsgegner respektvoll nannten, hat Bayern fast ein halbes Jahrhundert lang regiert, von 1680 bis 1726. Es war eine der dramatischsten Epochen in der Geschichte des Landes Bayern. Triumphe und Tragödien wechselten einander ab, das barocke Welttheater mit all seinem Glanz spielte sich ab vor dem Hintergrund ständiger Kriege, verbunden mit enormen Schulden und einer langen und bitteren Besatzungszeit, die in der »Sendlinger Mordweihnacht« gipfelte.

Max Emanuel war die schillerndste und internationalste Persönlichkeit unter Bayerns Herrschern. Die Schauplätze seiner politischen, militärischen und kulturellen Tätigkeiten umfassten weite Teile Europas – München, Wien, Budapest, Mohács, Belgrad, Venedig, Turin, Brüssel, Namur, Innsbruck, Höchstädt, Mons, Versailles, Luxemburg.  Mit allen Mitteln strebte er danach, den bayerischen Wittelsbachern zu einer Großmachtstellung zu verhelfen, was ihm mit dem Erbe des Spanischen Weltreiches beinahe gelungen wäre – beinahe.

Auf die Spuren der architektonischen und künstlerischen Repräsentation und Selbststilisierung Max Emanuels, des exemplarischen Barockherrschers, stoßen wir heute noch vielerorts. Theatinerkirche in München, die Schlösser Nymphenburg mit den Parkburgen, Lustheim, Dachau, Fürstenried, das Neue Schloss Schleißheim, der Marktplatz von Brüssel, die Gärten, das gewaltige Dachau-Schleißheimer Kanalsystem. Dazu kommen reiche Kunstsammlungen und ein großes musikalisches Erbe.

 

Festveranstaltung zu Max Emanuel

Buchautor, Historiker und Experimentalarchäologe Dr. Marcus Junkelmann

Durch den Abend der Festveranstaltung im Bürgerzentrum führt Dr. Marcus Junkelmann durch das illustre Leben des Kurfürsten Max Emanuel, dessen Todesjahr sich heuer zum 300. Male jährt.

Junkelmann ist selbst in Schloss Lustheim aufgewachsen ist, hat über Max Emanuel promoviert und zahlreiche weitere Publikationen zum Thema vorgelegt, darunter die aktuelle Biografie des Kurfürsten. Der Vortrag wird durch Inszenierungen von Darstellern in authentisch rekonstruierten Kostümen und Uniformen verlebendigt und von Musik begleitet.

 

Veranstaltungsreihe zu Max Emanuel von Dr. Marcus Junkelmann

Die Festveranstaltung stellt den Auftakt zu einer Reihe von Vorträgen, Führungen und Exkursionen dar:

  • Herbst 2026,
  •  Winter 2026,
  • Frühjahr und Sommer 2027

unter der Leitung von Dr. Marcus Junkelmann dar.

Die Termine, Örtlichkeiten und Preise werden über unsere Medienpartner kommuniziert:

und weitere Online-Portale in München, im Norden von München und Umgebung.

 

Publikationen von Dr. Marcus Junkelmann zum Thema


Verlag Friedrich Pustet, Regensburg
ISBN/EAN: 9 783 791 729 35-0
Umfang: 192 Seiten
Einband: kartoniertes Buch (Softcover)
Erschienen am 18.09.2017
Kurfürst Maximilian I. (1573–1651) gilt als der bedeutendste bayerische Herrscher der Neuzeit. Er sanierte die maroden Staatsfinanzen, reorganisierte die Verwaltung und machte Bayern zum Musterbeispiel eines frühabsolutistischen Staates. Leidenschaftliche katholische Religiosität, hohes Pflichtgefühl und eiserne Disziplin gegen sich und andere bestimmten seinen Charakter. Bei aller Strenge und Sparsamkeit war Maximilian aber auch ein großer Bauherr und Förderer der Künste. Im Dreißigjährigen Krieg führte er als Haupt der Katholischen Liga und wichtigster Verbündeter des Kaisers Bayern zu einer europäischen Machtstellung, die dem Land freilich schwere Opfer abforderte. Maximilian ging als einer der wenigen Gewinner unter den deutschen Reichsfürsten aus dem Konflikt hervor, indem er den bayerischen Wittelsbachern die Kurwürde und die Oberpfalz gewann.
Verlag Friedrich Pustet, Regensburg
2018
Umfang: 192 Seiten broschiert
ISBN 9 783 791 729 91-6
Von 1680 bis 1726 spielte Max Emanuel, der „Blaue König“, wie ihn seine türkischen Kriegsgegner respektvoll nannten, auf der europäischen Bühne eine bedeutsame und ehrgeizige Rolle. Bayern sollte Großmacht werden, doch militärische Niederlagen, Katastrophen und Verbannung zerstörten diesen Traum. Gleichwohl gilt Max Emanuel als der Barockherrscher schlechthin: als Genussmensch voll dynamischer Kreativität, mit Leidenschaft für Theater, Musik und Selbstverwirklichung. Geblieben sind die Sammlungen, die Werke der Künstler und die Schlossanlagen von Nymphenburg und Schleißheim. Dr. Marcus Junkelmann schildert packend und spannungsreich Licht und Schatten dieser Herrscherfigur.

Herbert Utz Verlag, München
2000
Dissertation von Dr. Marcus Junkelmann
ISBN 3-89675-731-8

Obwohl einer der aktivsten Feldherrn seiner Zeit, blieb Kurfürst Max Emanuel doch der militärische Erfolg größtenteils versagt. Marcus Junkelmann geht in seinem Buch den Gründen für diese Erfolglosigkeit nach. Es gelingt ihm trotz schlechter Quellenlage ein präzises Bild des Landesherren in seiner militärischen Position zu zeichnen. Max Emanuel erscheint als »überdurchschnittlich begabter und unternehmender Kriegsherr«, der nur den Verhältnissen, in denen er sich schließlich befand, nicht gewachsen war.Damit widerlegt Junkelmann die These vom tollkühnen, aber strategisch ungeschickten Feldherrn und fördert so manches erstaunliche Detail zutage. Zugleich lädt er durch seinen anschaulichen Stil auch den interessierten Laien ein, sich einmal mit bayerischer Geschichte zu beschäftigen.

Eintritt:

  • Erwachsene 15 €
  • Jugendliche unter 18 Jahren zahlen die Hälfte.
  • Einlass ab 17.30 Uhr

Vortrag Dr. Marcus Junkelmann: Gladiatorum Paria. Gattungen, Ausrüstung, Experiment

Dr. Marcus Junkelmann mit Vortrag in der Archäologische Staatssammlung in München

im Rahmenprogramm zur Sonderausstellung: Gladiatoren – Helden des Kolosseums

 

»Gladiatorum Paria. Gattungen, Ausrüstung und Fechtweise der Gladiatoren. Forschung und Experiment«

 

Der in Europa weithin bekannte Historiker und Experimental-Archäologe Dr. Marcus Junkelmann hat vierzig Jahren die experimentale Archäologie als eine Spezialisierung der Geschichtswissenschaften ganz entscheidend mit geprägt und erstmalig vor großem Publikum in Aufsehen erregenden Veranstaltung gezeigt. Als Folge sind auch fast vierzig hochwertige Monografien von ihm erschienen. Viele davon sind auch heute noch das Standardwerk in der Archäologie.

Dr. Junkelmann verstand es dabei stets, die klassischen Quellenlagen der Archäologie und der Geschichtswissenschaften mit seinen praxisnahen Experimenten zu ergänzen und so hinter die vermeintlichen Überlieferungen blicken zu können. Die Ausrüstungen müssen sich im Kampf und auch im Alltag bewähren, nur dann kann sie als annähernd originalgetreu angesehen werden. Die Funktionalität spielt bei militärischen Ausrüstungen ebenso eine große Rolle, wie eben auch die Ausrüstung bei den Gladiatoren, wenn es im Kampf Gladiator gegen Gladiator geht.

So lud an dem Abend 22.1.2026, die Archäologische Staatssammlung in München im Rahmenprogramm zur Sonderausstellung der Gladiatoren – Helden des Kolosseums zu einem Abendvortrag mit eben diesem ausgezeichneten Experten und Experimentalarchäologe Dr. Marcus Junkelmann in den Vortragssaal ein.

 

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München online: Gladiatoren – Helden des Kolosseums

Originalbeitrag vom 19.11.2025

Neue Sonderausstellung in der Archäologischen Staatssammlung

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Erfahrene Reenactmentkämpfer der Familia Gladiatoria Pulli Cornicinis entführen Museumsgäste am 23. November auf eine Zeitreise … © Johannes Breyer

Im Herbst verwandelt sich die Archäologische Staatssammlung in eine Arena. Mit der neuen Sonderausstellung ziehen die Gladiatoren ins Museum ein. Vom 21. November 2025 bis 3. Mai 2026 erwarten Besucherinnen und Besucher Originale aus dem Archäologischen Nationalmuseum in Neapel sowie ein abwechslungsreiches Begleitprogramm.

Der Gladiator ist die populärste Figur der römischen Welt: Er verkörpert den Kampf auf Leben und Tod, extreme Unterhaltung, großen Ruhm und maximales Risiko. Gladiatorenkämpfe gaben spezifisch römische Antworten auf Fragen zu Leben und Tod. Sie zeigten vor größtmöglicher Öffentlichkeit, wie man dem Tod entgegentreten sollte – mit Tapferkeit und Todesmut. Diese römischen Kardinaltugenden wurden in der Arena eindrucksvoll zur Schau gestellt.

Ihren Namen erhielten die Gladiatoren vom Schwert der Legionäre, dem „Gladius“ – sie waren Männer des Schwertes. Neben ihrer Ausstattung waren auch Disziplin und Trainingsmethoden militärisch geprägt. Legionäre und Gladiatoren verkörperten Tapferkeit, Disziplin und Siegeswillen – zentrale Werte der römischen Gesellschaft.

Das Kolosseum bot den Rahmen für diese spektakulären Kämpfe: ein Weltwunder damals wie heute und Symbol des römischen Imperiums. Die Ausstellung führt Besucherinnen und Besucher sowohl in die größte Arena des Weltreiches als auch in kleinere Amphitheater im Gebiet des heutigen Bayern.

Gladiatoren – Helden des Kolosseums“ erzählt die mitreißende Geschichte der Gladiatoren mittels immersiver Elemente, Videoprojektionen, Animationen und lebensechter Rekonstruktionen. Highlights sind römische Originalobjekte – darunter Helme und weitere Ausrüstungsteile aus der Gladiatorenschule von Pompeji, Leihgaben aus dem Archäologischen Nationalmuseum in Neapel. Die Archäologische Staatssammlung ergänzt diese Schau mit Material zu Gladiatorenspielen nördlich der Alpen; einige Stücke werden erstmals zu sehen sein.

Live-Programmhighlight – Gladiatorenkampf am 23. November, 15.00 Uhr

Gladiatoren Ausstellung München, TT_11_25_Gladiatoren_DSC_7296_kleiner_LP_660x440

… und zeigen, warum die Gladiatoren gleichsam die Fußballstars von damals waren. © Johannes Breyer

Noch bevor die Besucherinnen und Besucher in die immersive Ausstellung eintauchen, wird die Arena im Museum auch im wahrsten Sinne lebendig: Erfahrene Reenactmentkämpfer der Familia Gladiatoria Pulli Cornicinis zeigen am 23. November, wie professionelle Gladiatorenduellen tatsächlich abliefen. Der Militärhistoriker und Experimentalarchäologe Dr. Marcus Junkelmann kommentiert die Kampfszenen, erklärt Ausrüstung, Technik und Ritual – und macht anschaulich, warum Gladiatoren die Popstars der Antike waren. Auch das Publikum kann Rüstungsteile selbst in die Hand nehmen. Ort: Archäologische Staatssammlung, Forum (EG). Eintritt frei, begrenzte Plätze.

Die Ausstellung ist eine Kooperation mit dem Archäologischen Nationalmuseum in Neapel, Expona und Contemporanea Progetti.

Mehr Infos finden sich natürlich auf der Webseite der Archäologischen Staatssammlung und in unserem (sic!) Kalender. Eine Übersicht zum umfangreichen Begleitprogramm findet sich hier.

Wochenanzeiger.de: Gladiatorenkampf live erleben

Originalbeitrag vom 17.11.2025

Einen Gladiatorenkampf, wie er zur Zeit der alten Römer stattgefunden hat, kann man am Sonntag in der Archäologischen Staatssammlung live erleben. (Foto: Johannes Breyer )

Für Sonntag, 23. November, lädt die Archäologische Staatssammlung, Lerchenfeldstraße 2, zu echten Gladiatorenkämpfen auf ihr Forum im Erdgeschoß ein. Ab 15 Uhr nehmen die erfahrenen Reenactmentkämpfer der Familia Gladiatoria Pulli Cornicinis die Besucher mit auf eine Zeitreise und lassen sie live erleben, warum die Gladiatoren gleichsam die Fußballstars von damals waren. Der Militärhistoriker, Experimentalarchäologe und Schriftsteller Dr. Marcus Junkelmann kommentiert den Kampf. Der Eintritt ist frei. Man kann ohne Anmeldung vorbeikommen; allerdings sind die Plätze begrenzt. Die Veranstaltung ist auch für Familien geeignet.

Erfahrene Reenactmentkämpfer zeigen, wie ein Gladiatorenkampf ablief. (Foto: Johannes Breyer)

Professionelle Gladiatorenkämpfe waren keine wilden Gemetzel, sondern Duelle zwischen ausgebildeten Spezialisten, die unter Musikbegleitung stattfanden und im Vorfeld genau geplant wurden. Angestrebt wurde größtmögliche Chancengleichheit. Ihren Namen erhielten die Gladiatoren vom Schwert der Legionäre, dem „Gladius” – sie waren also Männer des Schwertes. Neben der Ausstattung der Gladiatoren waren auch die Disziplin und die Trainingsmethoden nach militärischem Vorbild ausgerichtet. Wie ein solcher Kampf konkret abgelaufen ist, können kleine wie große Gäste nun live erleben. Demonstriert wird sowohl die Tragweise der Rüstungen als auch die Kampftechnik. Zudem besteht die Gelegenheit, Rüstungsteile selbst in die Hand zu nehmen.

Aktuelles aus dem Institut für Kunstgeschichte der LMU: Live-Gladiatorenkampf in der Archäologischen Staatssammlung

Originalbeitrag: Montag, 17.11.2025 von

am 23. November, 15 Uhr

Im Herbst verwandelt sich die Archäologische Staatssammlung in eine Arena. Mit der neuen Sonderausstellung „Gladiatoren – Helden des Kolosseums“ ziehen die Gladiatoren ins Museum ein. Und das nicht nur im unterirdischen Ausstellungsraum! Erfahrene Reenactmentkämpfer entführen Museumsgäste am 23. November auf eine Zeitreise und zeigen, warum die Gladiatoren die
Fußballstars von damals waren.

Der Gladiator ist die populärste Figur der römischen Welt. Er verkörpert den Kampf auf Leben und Tod, extremste Unterhaltung, größten Ruhm und maximales Risiko.
Gladiatorenkämpfe lieferten spezifisch römische Antworten auf Fragen zu Leben und Tod. Sie führten exemplarisch und vor der größtmöglichen Öffentlichkeit vor Augen, wie man dem Tod entgegentreten solle: nämlich mit Tapferkeit und Todesmut! Diese römischen Kardinaltugenden wurden in der Arena öffentlich und eingebunden in ein mitreißendes Spektakel zur Schau gestellt.

Professionelle Gadiatorenkämpfe waren somit keine wilden Gemetzel, sondern genau definierte Duelle zwischen ausgebildeten Spezialisten, die unter Musikbegleitung stattfanden und im Vorfeld genau geplant wurden. Ihren Namen erhielten die Gladiatoren
vom Schwert der Legionäre, dem „Gladius“ – sie waren also Männer des Schwertes. Neben der Ausstattung der Gladiatoren waren auch die Disziplin und die Trainingsmethoden nach militärischem Vorbild ausgerichtet.

Wie ein solcher Kampf konkret abgelaufen ist, können kleine wie große Gäste nun live in der Archäologischen Staatssammlung erleben. Der Militärhistoriker, Experimentalarchäologe und Schriftsteller Dr. Marcus Junkelmann kommentiert die unterschiedlichen Kampfszenen, die von erfahrenen Reenactment-Kämpfern der Familia Gladiatoria Pulli Cornicinis
ausgetragen werden. Demonstriert werden sowohl die Trageweise der Rüstungen als auch die Kampftechnik. Zudem besteht für das Publikum die Gelegenheit, Rüstungsteile selbst in die Hand zu nehmen.

Ort: Archäologische Staatssammlung, Lerchenfeldstr. 2, München, Forum (EG)
Kosten: keine; keine Anmeldung erforderlich (Plätze vor Ort jedoch begrenzt).
Archäologische Staatssammlung Lerchenfeldstr. 2 80538 München Lerchenfeldstr. 2
80538 München

T +49 (0)89 12599691-43
presse@archaeologie.bayern
www.archaeologie.bayern

Die Veranstaltung ist Teil des Begleitprogramms zur Sonderausstellung „Gladiatoren –
Helden des Kolosseums“ (21. Nov. 2025 bis 3. Mai 2026). Weitere Programmpunkte:
https://www.archaeologie.bayern/erleben/sonderausstellung/gladiatoren/begleitprogramm

 

Archäologie42: Live-Gladiatorenkampf in der Archäologischen Staatssammlung München am 23.11.2025

Im Herbst 2025 verwandelt sich die Archäologische Staatssammlung München in eine Arena.

Mit der neuen Sonderausstellung „Gladiatoren – Helden des Kolosseums“ ziehen die Gladiatoren ins Museum ein. Und das nicht nur im unterirdischen Ausstellungsraum. Erfahrene Reenactmentkämpfer entführen Museumsgäste am 23. November 2025 auf eine Zeitreise und zeigen, warum die Gladiatoren die Fußballstars von damals waren.

Der Gladiator ist die populärste Figur der römischen Welt. Er verkörpert den Kampf auf Leben und Tod, extremste Unterhaltung, größten Ruhm und maximales Risiko. Gladiatorenkämpfe lieferten spezifisch römische Antworten auf Fragen zu Leben und Tod. Sie führten exemplarisch und vor der größtmöglichen Öffentlichkeit vor Augen, wie man dem Tod entgegentreten solle: nämlich mit Tapferkeit und Todesmut! Diese römischen Kardinaltugenden wurden in der Arena öffentlich und eingebunden in ein mitreißendes Spektakel zur Schau gestellt.

Professionelle Gadiatorenkämpfe waren somit keine wilden Gemetzel, sondern genau definierte Duelle zwischen ausgebildeten Spezialisten, die unter Musikbegleitung stattfanden und im Vorfeld genau geplant wurden. Ihren Namen erhielten die Gladiatoren vom Schwert der Legionäre, dem „Gladius“ – sie waren also Männer des Schwertes. Neben der Ausstattung der Gladiatoren waren auch die Disziplin und die Trainingsmethoden nach militärischem Vorbild ausgerichtet.

Reenactment-Kämpfer der Familia Gladiatoria Pulli Cornicinis. | ©Johannes Breyer

Wie ein solcher Kampf konkret abgelaufen ist, können kleine wie große Gäste nun live in der Archäologischen Staatssammlung München erleben. Der Militärhistoriker, Experimentalarchäologe und Schriftsteller Dr. Marcus Junkelmann kommentiert die unterschiedlichen Kampfszenen, die von erfahrenen Reenactment-Kämpfern der Familia Gladiatoria Pulli Cornicinis ausgetragen werden. Demonstriert werden sowohl die Trageweise der Rüstungen als auch die Kampftechnik. Zudem besteht für das Publikum die Gelegenheit, Rüstungsteile selbst in die Hand zu nehmen.

Die Veranstaltung ist Teil des Begleitprogramms zur Sonderausstellung „Gladiatoren – Helden des Kolosseums“ (21. Nov. 2025 bis 3. Mai 2026).

Ort: Archäologische Staatssammlung, Lerchenfeldstr. 2, München, Forum (EG)

Kosten: keine; keine Anmeldung erforderlich (Plätze vor Ort jedoch begrenzt).

Quelle: Archäologische Staatssammlung München

Gladiator gegen Gladiator; Retiarius vs. Secutor: Live-Kampf in der Archäologischen Staatssammlung München

Die Gladiatoren sind in München!

In der Archäologischen Staatssammlung in München am Englischen Garten wird ganz aktuell eine Sonderausstellung „Gladiatoren – Helden des Kolosseums“ gezeigt. Im Rahmenprogramm dieser am letzten Donnerstag erst eröffneten Sonderausstellung zeigt der Historiker und Experimentalarchäologe Dr. Marcus Junkelmann zusammen mit seiner Gruppe „Familia Gladiatoria Pulli Cornicinis“ live-Gladiatorenkämpfe in den Ausstellungsräumen der Staatssammlung.

 

Höhepunkt der Veranstaltung waren die Gladiator-Zweikämpfe

Gladiator gegen Gladiator in den historisch überlieferten und vom Historiker und Experimentalarchäologen Dr. Marcus Junkelmann in vielen Jahren seiner Forschungsarbeiten wiederentdeckten Gladiator-Typen bringen die aktionsgeladenen Zweikämpfe in Verbindung mit der wissenschaftlichen Forschungssicht auf die Gladiatur in München wieder zum Leben. Die Gladiatur bestand aus Zweikämpfen, die einem Regelwerk unterworfen waren, ähnlich den heutigen Regeln in anderen Sport-Wettbewerben. Sie sind nicht aus der Antike überliefert, sondern wurden in wissenschaftlicher Kleinstarbeit teilweise rekonstruiert und in der experimentellen Archäologie überprüft und ausgeformt.

 

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Dr. Marcus Junkelmann – mit brennender Lunte und gezücktem Schwert durch die Jahrhunderte der europäischen Geschichte

Ein durchschossener Brustpanzer und Kavallerieausrüstung liegt zu Boden – kein Schlachtfeld, sondern die Vorbereitung des Vortrags von Dr. Marcus Junkelmann.

Ein Beitrag von Henry Ertner

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ZDF-MORGENMAGAZIN: Gladiatoren – Helden des Kolosseums: Dr. Marcus Junkelmann

Gladiatoren – Helden des Kolosseums

Das ZDF Morgenmagazin berichtet am 27.11.2025 um 05:30 über die Veranstaltung im Rahmenprogramm zur SonderausstellungGladiatoren – Helden des Kolosseums“ in der Archäologischen Staatssammlung in München.

Beitragsunterschrift: „Die Archäologische Staatssammlung München erweckt in ihrer neuen Ausstellung die Geschichte der römischen Gladiatoren zum Leben. Geschichte zum Anfassen für Groß und Klein.“

Videobeitrag des ZDF Morgenmagazins zur Veranstaltung Live-Gladiatorenkampf im Rahmen der Sonderausstellung in der Archäologischen Staatssammlung.

 

Der Beitrag erscheint beim Klicken auf das Aufmacherbild und ist unter dem folgenden Link verfügbar.

https://www.zdfheute.de/video/zdf-morgenmagazin/gladiatoren-104.html

Da geht ein Museum mit der Zeit und lässt diese gleichzeitig aufleben!
Geschichte zum Anfassen ...
... in der Archäologischen Staatssammlung