Im Dachauer Moos ziehen an vielen Orten unterschiedliche wildlebende Reh-Rudel frei in der Landschaft umher. Im Neuhimmelreich ist eine große freie Moosfläche außerhalb der Wachstumsperiode der landwirtschaftlichen Nutzflächen. Da fühlen sich die Rehe wohl, mögliche Feinde können über weite Flächen hinweg erkannt werden und es kann darauf reagiert werden.
Reh-Rudel aus der Entfernung im freien Feld

Ich beobachte die Rehe noch weiter und suche auch andere Fotopositionen.
Rehe fotografisch beobachten mit 800 mm Brennweite und einem Ausschnitt von jeweils 50%
Die Vergrößerung ist mit vielen Objektiven gar nicht mehr mit einer hohen Bildqualität zu erreichen, die Rehe verlieren ihre Gestalt und Präzision in den feinen Strukturen, wie dem Fell und den Beinen.

Bei diesem Objektiv, fotografiert lediglich mit einem Einbeinstativ, scheint es noch genügend Auflösungsreserven zu geben. Der Fokus liegt jetzt ganz bewusst auf den im Bild hinteren Rehen. Die Entfernung liegt bei etwa 600 Metern.
- Die Rehe sind trotz der starken Vergrößerung und der Offenblende, sehr präzise und scharf in der Abbildung.
- Die Rehe zeigen trotz Offenblende, noch keine Artefakte, das Objektiv scheint noch ausreichend Auflösungsreserven zu haben.
- Die Rehe im Vordergrund liegen deutlich außerhalb des Schärfebereichs (Schärfentiefe) und sind bereits hinreichend unscharf in der Abbildung, sodass sie sich in der Bildwirkung schon sichtbar separieren.
Vom gleichen Standort mit denselben Einstellungen fokussiere ich nun auf die Rehe im Vordergrund.
- Alles scharf abgebildet bei den Rehen im Vordergrund.
- Jetzt erkennt man die Unschärfe der Rehe im Hintergrund.

Eine wunderschöne Abbildungsleistung dieses langbrennweitigen Objektivs, damit bin ich sehr zufrieden. So versuche ich indessen auch noch andere Fotopositionen zu finden und entdecke ein weiteres Reh-Rudel, welches deutlich näher bei mir ebenso in der Niedermoorfläche verweilt.
Die Rehe nehmen mich gar nicht wahr!
Diese Rehe nehmen mich offensichtlich gar nicht wahr, alle Köpfe schauen von mir weg, so werden sie mich kaum hören und auch nicht riechen können. Aus dieser schon deutlich kürzeren Entfernung versuche ich, die Rehe in schöne Bildkompositionen einzubinden.

So soll das am Ende auch aussehen. Trotz der langen Brennweite von 800 mm und nur ganz leichtem Crop wirkt das Bild klar und scharf, mit bereits deutlich separiertem Hintergrund. Dies ist ebenso ein wunderbares Bildergebnis.
Noch einmal näher bei den Rehen
Etwas von der vorherigen Fotoposition abgesetzt, ermöglichen die Rehe es mir nun, noch näher an sie heranzuschleichen, ohne dass sie mich bemerken.

Wiederum 800 mm Brennweite mit einem ganz leichten Crop im Endausschnitt. Ganz wunderbare Bildergebnisse, bislang liefert kein anderes meiner Objektive mit den sehr langen Brennweiten solch klare und gleichzeitig scharfe Naturfotos.