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Bayerwaldteam im Winter am bayrisch-böhmischen Grenzkamm unterwegs

Zu allen Jahreszeiten, im Winter, im Frühling und auch im Sommer ist das Bayerwaldteam beiderseits des Grenzkamms in Bayern und Böhmen fotografisch unterwegs. Auch im Herbst hat man uns schon auf den Hochschachten des Bayerischen Waldes und auf den Gipfeln des Mittelgebirges angetroffen.

Wenn die Fotografie zur lebenslangen Leidenschaft geworden ist

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Paul am Gipfel des Lusen von Hubert vor dem Doppelgipfel des Großen Rachel fotografisch in Szene gesetzt

Es gibt höhere Gebirge in Europa. Es gibt noch weiter entlegenere Landschaften auf der Welt und es gibt noch fremdere Kulturen an den entfernten Orten und Plätze zu suchen. Im Woid, dem Grenzgebirge zwischen Bayern und Böhmen sind wir seit fast 30 Jahren zu Hause wie in der eigenen Westentasche. Die Gipfel am Grenzkamm

  • Großer Osser
  • Zwercheck
  • Großer Arber
  • Großer Falkenstein
  • Großer Rachel
  • Lusen
  • Dreisessel

sind nur die schon in den Schulbüchern ausgewiesenen Dominanten des Bayerischen Waldes. Die Landschaft offenbart aber noch viel mehr zauberhafte Orte und Touren für denjenigen der mit offenen Augen und offenem Herzen durch diese alte Natur- und Kulturlandschaft zu gehen vermag.

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Hubert im Schneefall am Dreisesselberg unterwegs

Je mehr man schon gesehen hat – desto mehr möchte man noch erleben

Die Landschaft ist rauh und oft einsam. In den Wanderungen kann man so gehen, dass man sich gegenseitig datritt. Oder man geht so, dass man fast den ganzen tag alleine im Wald oder auf den wunderschönen Schachten unterwegs ist. Die Natur und die alte Kulturlandschaft begleitet den Wanderer auf Schritt und Tritt. Die Woidler haben über Jahrhunderte auch die karge Natur im Nordwald genutzt um dem täglichen Überleben in dieser von der großen Welt so weit abgesetzten Lebensräumen ein besseres Auskommen zu ermöglichen.

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Die Natur ist hart, kalt und immer anspruchsvoll für Mensch und Tier

Der Landschaftsfotograf kann hier nur an wenigen Stellen mit dem Auto bis zum Motiv fahren und bequem seine Bilder machen. Die Natur ist imposant und dominant – so muss der Fotograf schon wohl oder übel zum Motiv kommen und das Dank des ersten Nationalparks in Deutschland, dem Bayerischen Wald, auf Schusters Rappen. Die Ausrüstung darf hier noch getragen werden und der Eingriff des Fotografen in das eigene Motiv wird so auf Minimum beschränkt.

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Hubert am Gipfel des Lusen, vom Nationalpark umgeben

Natur und Landschaft lässt sich so auch viel besser erleben als kanalisiert, motorisiert und touristisch erschlossen. Selbst ist der Fotograf, hier darf er noch Beobachter in der Landschaft sein, die Landschaft erleben und mit den eigenen Füßen durchwandern.

 

Der Unterschied zwischen dem Plan und der Realität vor Ort…

Viele Wege sind umsonst. Das Wetter passt nicht, die Fernsicht fällt ins Wasser. Das Wetter ändert sich und Regen oder Gewitter mahnt zur Umkehr. Was ist Naturerleben ohne diese Wetterkomponente, ohne dem zeitweiligen Scheitern der doch so toll gemachten Pläne. Natur und Unwägbarkeiten gehören nun Mal zusammen und bereichern das Gesehene des Fotografen ungemein.

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Hubert am Gipfel des Lusen – heute als Kreuzelfotograf unterwegs

 

Fernsichten, Winterwunderwelt und Arbermandl stehen auf dem Plan

Da Woid macht was er will und wir richten uns nach den Möglichkeiten aus Landschaft und Wetter. So mache Planänderung war der Anstoß für ganz tolle Fotos. Als Fotograf muss man sich auch manchmal aus der Komfortzone herausdrängen lassen und neue, andere Wege gehen um etwas Neues erleben zu können.

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Nicht alle Fotopläne lassen sich realisieren. Spontanität in den Entscheidungen und eine profunde Wettervorbereitung minimiert die Risiken der eigenen Unternehmen und schafft den Raum für die Effizienz in der Umsetzung der Fotoprojekte. Die Wege sind lang und die Ausrüstung wiegt schwer auf den Schultern. Man könnte auch weniger oder einfachere Technik an den Start bringen – Fotografie im Bayerischen Wald hat auch noch etwas mit Leidenschaft und dem richtigen Gefühl beim Blick durch den Sucher zu tun.

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Natur- und Kulturlandschaft im größten zusammenhängenden Waldgebiet in Mitteleuropa

Auch wenn die Stürme in den letzten Jahren immer wieder heftig am Wald nagen und die Waldflächen stückweise der Natur oder dem Menschen zum Opfer fallen, der Woid ist immer noch riesig groß.

Größtes zusammenhängendes Waldgebiet in Mitteleuropa

Steht man auf einem der vielen Gipfeln am Grenzkamm, so schweift das Auge über Waldlandschaften bis zum Horizont. Es scheint, als ob sich der Mensch nur Mühsam ein paar Wege durch den unendlichen Wald geschlagen hat und ein paar Lichtungen für seine Orte geschaffen hat. Waldlandschaft wohin das Auge reicht.

 

Der Wald am Grenzkamm wächst wieder nach – vielfältiger als früher

Der Wald am Grenzkamm und im Nationalpark war die Folge einer früher intensiven Forstwirtschaft im Staatswald zwischen Bayern und Böhmen. Monokulturen und schnell wachsende Arten hatten den artenreichen Bergmischwald und Buchenwald verdrängt. Die Orkanschäden und dann der Borkenkäfer haben dem Grenzwald ganz schön zugesetzt und weite Kahlflächen in der Landschaft hinterlassen.

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Hubert beim Fotografieren am Lusengipfel. Im Hintergrund der Hochwald am Grenzkamm zwischen Rachel und Lusen

Der Wald verändert sich und es wächst nicht wieder hochstämmiger Fichten- und Tannenwald nach – sondern robuster und artenreicher Mischwald mit einem viel höheren Wert für die kleinen Biotope in den unteren Wachstumsschichten. Auch das beobachten wir Fotografen nun über viel Jahr(zehnte) aufmerksam.

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Fotografieren in der Waldlandschaft des Grenzkammes bedeutet den Kontakt mit der Natur, dem Wetter und der grandiosen Schönheit zu allen Jahreszeiten. Im Winter ist dies oft beschwerlich, kalt, eisig und für viele Menschen wenig ermutigend in die Natur zu gehen. Als Fotograf suchen wir das besondere Motiv, den speziellen Augenblick den es gilt im Foto festzuhalten.

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Der unmittelbare Kontakt mit der Natur, mit Sonne, Regen und auch mit Schnee und Eis lässt sich zum Glück nicht vermeiden und ist die ganz spezielle Belohnung für den Natur- und Landschaftsfotografen im Waldgebirge.