Wenn sich der längste Tag im Jahreskreis zu seinem Ende neigt, wird aus dem Frühling der Sommer im astronomischen Kalender. Die Sonne versinkt langsam hinter den Bäumen des Dachauer Mooses. Dann wandelt sich die Schinderkreppe im Dachauer Moos in einen Ort der Ruhe in der Natur. Für NaturfotografInnen und Liebhabende der stillen Momente ist der Vogelschutzweiher in diesen Stunden ein besonderer Anziehungspunkt.
Mein Ziel an diesem Abend: die scheuen Bewohner des Weihers im letzten, goldenen Licht des Tages einzufangen. Der Weiher ist aber weitgehend leer, nur ein paar Enten und ein Graugans-Paar tümpeln langsam vor sich hin, in der Weite dieses Abkühlung versprechenden Gewässers, in der Hitze des Tages. Da kommen zwei weitere Vögel angeflogen, es ist doch noch etwas Betrieb am Vogelschutzweiher. Zwei majestätisch anmutende Graureiher kommen angeflogen und beziehen am gegenüberliegenden Ufer ihre Position.

Das andere Ufer, am Schinderkreppe-Berg, liegt schon im Schatten des Tages. Alle Farben muten schon etwas bläulich an. Hinter dem eleganten Vogel (Graureiher), erkennt man die Äste eines letzten Hochwasserstandes. Nun sind es silberblaue Skelette am Ufergrund.
