Kavallerie Reiterei im Schloss Schleißheim

Der Reiter oder Ritter (frz. chevalier, ital. cavaliere, engl. cavalier) hat bis heute im Begriff des Kavalier überlebt

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Schleißheim war über lange Zeit ein Remonte-Depot, also zur Zucht und Grundausbildung der Pferde für den militärischen Verwendungsdienst. Die bayerische Armee versorgte den Bedarf an Pferden traditionell aus dem eigenen Land. So war Schleißheim neben der höfischen Kunst auch Garnison der Kavallerie und militärisch geprägter Wirtschaftsbetrieb.

Mit dem Ende des ersten Weltkrieges verschwand die Verwendung des Pferdes im Militärdienst weitgehend, die zunehmende Mobilisierung der Truppen durch das Automobil trat an dessen Stelle.

Der Kavallerie-Verband zeigt im Rahmen der Jagd- und Kutschen Gala im Schloss Schleißheim die Grundzüge der militärischen Reiterei über viele Jahrhunderte, vom Beginn des 30jährigen Krieges bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts.Der Kavallerie Verband zeigt die Ausrüstung und die Verwendung des Soldaten im Kriegsdienst über 3 Jahrhunderte hinweg.

  • Schwedischer Reiter in der typischen Ausrüstung zu Beginns des 30-jährigen Krieges
  • bayerische Chevauleger im 19. Jahrhundert mit farbenfroher Uniform
    Die Chevaulegers waren die leichte Kavallerie im Königreich Bayern und typisch für die militärische Aufklärung hinter den feindlichen Linien. Schnelligkeit und gute Bewaffnung zählten zu den Eigenschaften. In Bayern wurden ab 1813 die Chevaulegers als mittelschwere Kavallerie aufgestellt und waren die charakteristische Waffengattung des bayerischen Heeres. Die bayerische Sprache hat viele Elemente aus dem französischen übernommen, wenn auch in einer sehr bayerischen Aussprache. Die „Schwalangschärs“ oder kurz „Schwolis“ waren als Soldaten in der Bevölkerung sehr gut Ansehen und waren eine Stolze Gattung.
  • bayerische Ulanen die noch sehr lange mit der Lanze als Hauptwaffe ausgerüstet waren. Dee gezeigten Uniformen der Ulanen waren schon im einheitlichen Feldgrau und ließen den Prunkt vergangener Epochen hinter sich. Das gezeigte Ulanen Regiment war in Dillingen und Augsburg gestanden.

 

Der Kavallerie Verband zeigt verschiedene Waffentechniken in einem Parcours, so dass für viel Abwechslung und ein Spektakel gesorgt ist. Die Vorführungen finden im englischen Teil des Schlossparkes statt.

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