Weiter geht es im Schwarzhölzl und Krenmoos bei unserem Frühaufflug um 06:30 Uhr im Hochsommer.
Eine Blaue Federlibelle beobachtet mich, während sie auf einem herrlich weißen Gewöhnlichen Wasserdost sitzt. Ihre Bewegungen sind durch die niedrigen Frühtemperaturen noch etwas zäh. So kann ich mich als Fotograf mit respektvollem Abstand ganz auf die charakteristischen, weit abstehenden Komplexaugen dieser Kleinlibelle konzentrieren.

Der Wasserdost bevorzugt feuchte Böden und gedeiht häufig im Umfeld von Gräben, Bächen und Teichen. Er ist ein klassischer Ansitz für ufernahe Insekten wie eben die Blaue Federlibelle.
Wespenspinne in ihreem Spinn-Rad auf der Jagd
Im hohen Gras und Gestrüpp lauert eine Wespenspinne kopfüber in ihrem filigranen Radnetz. Sie wartet geduldig auf das feine Signal im Spinnennetz, das verrät, dass ein Insekt ins Netz geflogen ist.

Ein Senf-Weißling (Tintenfleck-Weißling) auf einer verblühten Blume
Auf einer offenen Wiese mit reichhaltigem Blühspektrum entdeckt Manfred diesen Senf-Weißling (auch als Tintenfleck-Weißling bekannt), der weithin über die Wiese leuchtet. Auch dieses Insekt lässt sich völlig unbeeindruckt beobachten. Mit ausreichend Fluchtabstand gelingt das Foto, ohne dass der Schmetterling auffliegt.

Das noch weiche Licht dieses frühen Morgens lässt viele feine Details des Körpers, der Beine und der Fühler sichtbar werden. Stunden später, im harten und unbarmherzigen Mittagslicht ohne schattenaufhellende Wolken, wäre das Motiv fotografisch kaum noch harmonisch zu gestalten.
Kleines Wiesenvögelchen
An einem Halm sitzt ein Kleines Wiesenvögelchen und wartet auf die Kraft der immer wärmer werdenden Sonne. Die kühlen Nachtemperaturen lassen diese wechselwarmen Insekten am frühen Morgen noch träge wirken. Die Fluchtdistanz ist jetzt deutlich geringer – und mit einem Makro-Objektiv mit einer effektiven Brennweite von 300 Millimetern bleibt erfreulich viel Arbeitsabstand zwischen der Kameratechnik und dem Motiv.

Kleine Zangenlibelle im Dachauer Moos
Und dann gelingt uns sogar noch die Aufnahme einer Großlibelle: Eine Kleine Zangenlibelle zeigt sich im warmen Licht des Vormittags. Besonders faszinierend sind ihre tiefgrünen Facettenaugen. In diesem Dürresommer 2026 passt auch der Hintergrund perfekt ins Gesamtbild – mit der sanften Anmutung von trockenem Gras in der Dachauer Mooslandschaft.

Die Kleine Zangenlibelle war an diesem Fototag die einzige Großlibelle, die uns ruhig vor das Makro-Objektiv kam. Umso schöner ist das fertige Bildergebnis.