Luftakrobatik über dem Dachauer Moos: Wenn die Krähe den Rotmilan „hasst“

In diesem Beitrag nehme ich Sie mit in die weite Niedermoor-Landschaft des Dachauer Mooses. Es ist ein vertrautes Bild am bayerischen Himmel, das doch nie an Faszination verliert: Der majestätische Rotmilan (Milvus milvus), der mit fast zwei Metern Spannweite seine Bahnen zieht, wird plötzlich zum Ziel einer entschlossenen Rabenkrähe (Corvus corone). Was folgt, ist ein fotografisch und erzählerisch extrem spannendes Duell.

Es ist ein vertrautes Bild am bayerischen Himmel, doch es verliert 
nie an Faszination:
Der majestätische Rotmilan, der mit fast zwei Metern Spannweite über 
dem Dachauer Moos kreist, wird plötzlich zum Ziel einer entschlossenen 
Rabenkrähe.

Ein schöner Größenvergleich, wie groß GROSS wirklich im direkten Vergleich ist.

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Der Sound des Vorfrühlings in der Niedermoor-Landschaft im Bild eingefangen: Feldlerche

Im Vorfrühling macht die Feldlerche als einer der ersten Vögel, durch ihre wilden Gesänge über der offenen Niedermoor- und Heidelandschaft auf sich aufmerksam. So ist dieser kleine Vogel zum Inbegriff für das Frühlingserwachen geworden. Kaum ein anderer Kleinvogel ist so charakteristisch für die Ausläufer der Münchener Schotterebene, nördlich von München.

Nur zu Gesicht bekommt man den kleinen und ungemein flugaktiven Vogel kaum. Seinen Gesang kenne ich nur zu gut – aber wie sieht die Feldlerche denn aus?

An diesem Beobachtungstag – ich suche eigentlich die Kiebitze – im Krenmoos, da entdecke ich den kleinen braunen Vogel in der dünnen Grasnarbe sitzen. Zwischendurch ertönen wieder seine Gesänge, und da fällt die Kombination aus dem Gesehenen und dem Gehörten nicht schwer.

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Zwei Fasane im Dachauer Moos – der Frühling steht vor der Tür!

In den Niedermoor-Landschaften zeigen sich in diesen Wochen immer mehr Tiere als Bestandteil der Szenerie in der Naturlandschaft. Die offenen landwirtschaftlichen Flächen sind noch nicht bestellt. Für die bodenlegenden Tiere ist das die Zeit, die Reviere erneut abzustecken und sich dem anderen Geschlecht in der allerprächtigsten Form zu präsentieren. Für die Naturbeobachtung und die Naturfotografie ist dies eine der schönsten und abwechslungsreichsten Wochen im ganzen Jahreskreis.

Auf der schwarz-melierten Ackerfläche, präsentieren sich die Fasane am äußersten Ende meiner fotografischen Reichweite. Gegen den einheitlichen Hintergrund, ist der Fasan in seinem prächtigen Farbkleid auch ganz klar und schön zu erkennen.

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Der Frühling kommt im Krenmoos: Die Präzision in der Flugmechanik des Turmfalken

Im Vorfrühling wandelt sich die Niedermoor-Landschaft und die Tierwelten

Über die vielen Jahre in meiner Natur- und Landschaftsfotografie ergeben sich die wichtigen Fotomotive im Jahreskreis. Der Kreislauf des Lebens beginnt im Vorfrühling wieder von Vorne:

  • Die Zugvögel kommen aus den Winterquartieren im Süden.
  • Die Suche nach dem Partner für das Jahr/das Leben beginnt von Neuem.
  • Die Vorbereitungen zum Nestbau beginnen – entsprechend viel Flugaufkommen ist zu beobachten.

So ergeben sich aus den fotografischen Erfahrungen der letzten Jahre heraus, die Fotopunkte, die viel Bewegung in der Natur versprechen.

Im Vorfrühling zieht es mich immer ganz besonders hinaus ins nahe Krenmoos, in die weite Niedermoor-Fläche. Das Karlsfelder Krenmoos erwacht im Dachauer Moos gerade aus seinem Winterschlaf, und wer genau hinsieht – oder den Blick gen Himmel richtet –, merkt schnell, dass sich die Dynamik im Moos verändert hat.

Die Kiebitze kommen an uns, suchen sich ihr neues Brutgebiet aus, die Rehe ziehen unvermindert über die freie Moosfläche. Über den Äckern schwirren und trillern die Feldlärchen ihre Lieder und die Singvögel geben auch ihre Ständchen zum Besten.

 

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Vögel beobachten und fotografieren im Dachauer Moos – Schafstelze

Einmal mehr etwas genauer hinschauen - 
und schon eröffnet sich eine wunderbare Überraschung!

Im Dachauer Moos beobachte ich bei meinen fotografischen Wanderungen und Erkundungen regelmäßig mit dem Fernglas und der Kamera, mit entsprechend großem und langen Objektiv unterwegs. Auf der Suche nach dem Kiebitz im Dachauer Moos, war ich im Krenmoos unterwegs, und da sah ich den kleinen Singvogel; die Schafstelze (Motacilla flava).

Die Schafstelze ist in Bayern als spärlicher Brutvogel eingestuft, der Bestand ist wie bei den meisten Vögeln im Bestand um 20 bis 50 % zurückgegangen.

Ich freue mich über ein jedes Zusammentreffen mit solch einem seltenen Tier im Dachauer Moos, was heute inzwischen, was die Schafstelze betrifft, als Sichtung im Dachauer Moos, ein besonderes Ereignis ist. Dies kann ein Gradmesser oder auch Indikator dafür sein, dass die umfangreichen Bemühungen zum Natur-, Arten- und Landschaftsschutz im Dachauer Moos und in den Niedermoor-Landschaften einen Erfolg zeigt.

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Graugänse ziehen an den letzten Wintertagen übers Krenmoos

Ein ungemütlicher Tag im Niedermoor – eigentlich einer der letzten Wintertage. In wenigen Tagen ist der kalendarische Frühlingsbeginn – dann beginnt das Leben in der Natur und im Moos. Die Farben im Moos wandeln sich im April dann schnell vom Grau und Braun in die Farbpaletten des Grüns und Weiß.

In der Natur gibt es eigentlich kaum schlechte Tage – für die FotografIn werden immer wieder positive Überraschungen vorgehalten.

Andere Fotos bei besonderem Wetter- und Lichtbedingungen.

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,,ki-witt, kiju-witt“ im Krenmoos

Quelle: www.lbv.de und www.tierstimmem.de

Die typische Vogelstimme im Niedermoor hatte ich in den letzten Wochen immer mal wieder im Krenmoos gehört, aber den dazugehörigen Vogel nicht entdeckt. Heute bin ich wieder auf der Suche nach dieser Vogelstimme unterwegs und ich war schon ganz gespannt, ob ich heute Erfolg bei der Sichtung haben werde.

 

Der im Niedermoor gesuchte Vogel ist im dunklen Feld sehr gut getarnt

Watvögel sind eigentlich typische Bewohner der Nieder- und Hochmoore und den dort vorhandenen typischen Lebensräumen. Der dunkle Moorboden gibt den idealen Lebensraum und Untergrund für das Nest und die Aufzucht der Küken. Das typische Federkleid dieser Vögel ist in den Farben Schwarz und Weiß.

Nur es gibt diese Moorflächen in Bayern kaum noch, so ist der Vogel als Kulturfolger dem Menschen aus der Naturlandschaft heraus in die Kulturlandschaft der Äcker und Felder auf der dunklen Erde gefolgt. Die Tarnung aus der Luft funktioniert fast genauso gut. Als Naturfotograf kann ich davon ein Lied singen. Einmal den Vogel im Sucher der Kamera oder mit dem Fernglas gefunden, bleibt es schwierig, dieselbe Position in der Entfernung auf dem Feld, ohne direkte Orientierungspunkte wiederzufinden.

Es geht um den Vogel des Jahres 2024 – den geschützten und stark bedrohten Kiebitz. Zu Beginn des Beitrages hören Sie einen seiner typischen Rufe. In der Natur wird man den so gut getarnten Watvogel meist zuerst hören und dann erst optisch in der Entfernung auch finden können.

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Buch-Neuvorstellung – Dachauer Moos: Schwarzhölzl, Krenmoos & Regatta-Anlage von Paul Eschbach

Buch-Neuvorstellung: FOTO-BILDBAND zum Schwarzhölzl und Krenmoos

DELTA IMAGE – Eigenverlag stellt einen neuen FOTO-BILDBAND zum Dachauer Moos vor. Der Foto-Bildband zum Schwarzhölzl und Krenmoos vom Dachauer Fotografen Paul Eschbach sucht im zweiten Band der FOTO-BILDBAND-Reihe wieder nach den Schönheiten in der Natur- und Kulturlandschaft. Das größte Naturschutzgebiet (NSG) im Landkreis Dachau ist das Schwarzhölzl mit einer besonderen Geschichte.

 

 

Was ist heute aus der Mooslandschaft geworden und was ist noch zu erleben? 
Paul Eschbach, Fotograf und Buchautor aus Dachau

 

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Eine Elster im Winter im Krenmoos

Ich bin im Krenmoos im Winter, an einem sonnigen Wochenende unterwegs. Mein Blick schweift über die Mooslandschaft und ich beobachte den Wandel in der Natur und der Landschaft. Es ist jetzt die zweite Hälfte im Januar, in den folgenden Wochen begannen früher die kältesten Wochen im Jahresverlauf. Die Natur sollte jetzt eigentlich optimal auf die Kälte vorbereitet sein. Aber – mal sehen, was sich in der Natur und der Landschaft so alles tut.

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Schwarzhölzl im Winter mit einem sonnigen Sonntag

Der Herbst 2024 und der Winter 2024/2025 erscheint hier im Dachauer Moos sehr einheitlich und dauerhaft unter einem Hochnebel zu liegen. Die Landschaft liegt fotografisch in einem trüben und wenig spektakulären Licht, was wiederum Auswirkungen bei der Suche nach spannenden Bildmotiven hat. In keinem der letzten 30 Jahre, war ich in dieser bevorzugten Jahreszeit, so wenig beim Fotografieren im Dachauer Moos gewesen, als in den letzten Monaten.

Zum Glück habe ich die Bildmotive aus den letzten 30 Jahren und ich kann daraus beim Schreiben der neuen Bücher über das Dachauer Moos sehr gut verwenden und umsetzen.

 

Im sonnigen Winterlicht sitzt ein Goldhähnchen am Waldrand am Kalterbach

Letzten Sonntag war im Kontrast zu dem Einheitsgrau, einen schönen Sonnentag im Winter – da muss ich doch gleich hinaus in das Dachauer Moos. Eine Wanderung durch das Krenmoos und das Schwarzhölzl will ich mal nachschauen, ob sich in der Natur-Landschaft schon etwas tut.

Einer der kleinsten Sperrlings-Vögel ist das kleine Goldhähnchen in einer wunderschönen Farbkombination zwischen Gelb, Grün und Braun. Das Markante an dem Farbkleid des Goldhähnchens sitzt auf seinem Kopf. Der Scheitel leuchtet klar erkennbar in goldgelber Farbe. Davon hat das Goldhähnchen auch seinen Namen bekommen.

 

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