
Ein Vogel der Gattung Flussregenpfeifer (Charadrius dubius) ist ein völlig überraschender Gast beim Durchziehen von den Überwinterungsplätzen in Afrika in die Regionen des Sommers. Im Kollerweiher im Krenmoos sichten wir am anderen Ufer des Kollerweihers diesen wunderschönen Watvogel an der Uferlinie. Der Vogel war etwa 90 Meter von unserem Standpunkt entfernt. Entdeckt haben wir ihn nur aufgrund der Sichtung durch einen weiteren Vogelexperten mit seinem Fernglas.

Flussregenpfeifer (Charadrius dubius)
Was ist ein Flussregenpfeifer?
Ich habe Ihnen einige wichtige Eckdaten und Informationen zu diesem kleinen und sehr schönen Watvogel zusammengestellt:
- Größe: 15-18 cm
- Langstreckenzieher, überwintert in Afrika. Die Flussregenpfeifer ziehen im Herbst in ihr Winterquartier nach Afrika und kehren im Frühling zurück.
- Beobachtungsmöglichkeiten in unserer Gegend von April bis Oktober während des Durchzugs oder auch als Brutvogel zu beobachten. In Mitteleuropa ist der Flussregenpfeifer ein verbreiteter, aber wenig häufiger Brut- und Sommervogel.
- steht auf der Vorwarnliste
- Bestandszahlen: 4500–6500 Brutpaare
- genereller Bestandstrend: –33 % abnehmend
- Lebensräume: Der Watvogel bezieht vor allem Lebensräume mit geringer Vegetation, so wie Schlamm-, Sand-, und Kiesflächen auf der Schotterebene in Form von Kiesgruben, Steinbrüchen und Baggerseen.
- Nahrung des Flussregenpfeifers: Sie fressen gerne Insekten, Spinnen, kleine Weichtiere und Larven.
Natürliche Flussläufe mit seichten Kiesufern und Inseln sind seine ursprüngliche Lebensstätte.
Zu Gast im Dachauer Moos: Flussregenpfeifer
Über den Kollerweiher hinweg, beobachte ich den Flussregenpfeifer bei seinen Aktivitäten an der Uferlinie, um sich vermutlich von den Insekten an den Gräsern und am Boden zu ernähren. Der wunderschöne weiße Bauch und die markanten schwarzen Ringe am Hals und die schwarzen Augenbinde zeigen mir sehr deutlich, dass es sich um einen Flussregenpfeifer handeln wird. Der Watvogel mit einer Größe von 15 bis 18 cm ist immerhin etwa 90 Meter entfernt.
Es bleibt ein kleiner und gut getarnter Watvogel auf den Bildern. Näher darf ich nicht heran und will ich auch nicht heran zu ihm. Ich würde ihn eh nur aufscheuchen und erschrecken, das liegt mir fern.
Bislang habe ich im Dachauer Moos noch nie einen Flussregenpfeifer bewusst gesehen und identifiziert, irgendwann ist immer ein erstes Mal.
