Der Sound des Vorfrühlings in der Niedermoor-Landschaft im Bild eingefangen: Feldlerche

Im Vorfrühling macht die Feldlerche als einer der ersten Vögel, durch ihre wilden Gesänge über der offenen Niedermoor- und Heidelandschaft auf sich aufmerksam. So ist dieser kleine Vogel zum Inbegriff für das Frühlingserwachen geworden. Kaum ein anderer Kleinvogel ist so charakteristisch für die Ausläufer der Münchener Schotterebene, nördlich von München.

Nur zu Gesicht bekommt man den kleinen und ungemein flugaktiven Vogel kaum. Seinen Gesang kenne ich nur zu gut – aber wie sieht die Feldlerche denn aus?

An diesem Beobachtungstag – ich suche eigentlich die Kiebitze – im Krenmoos, da entdecke ich den kleinen braunen Vogel in der dünnen Grasnarbe sitzen. Zwischendurch ertönen wieder seine Gesänge, und da fällt die Kombination aus dem Gesehenen und dem Gehörten nicht schwer.

Diese Feldlerche lässt sich aus der Entfernung auch noch ganz ruhig fotografieren. Sonst erlebe ich die Feldlärche als schwebender Lautsprecher über der Heide oder dem Moos. So klein und so weit weg, dass er gegen den hellen Himmel nur als ein kleiner dunkler Punkt erscheint.

Die Feldlerche ist ein Bodenbrüter

Mit 2 bis 3 Bruten pro Jahr kann sie den Bestand in Bayern so in etwa halten. Als Bodenbrüter sind sie wie viele andere bodenbrütenden Vögel dadurch ganz besonders gefährdet: Räuber am Boden, Räuber aus der Luft, Rabenvögel, streunende Hunde, Spaziergänger, die sich nicht an das Wegegebot halten, die landwirtschaftlichen Großgeräte, u.v.m.

Landwirte legen Lerchenfenster zur Bruthilfe im Acker an

Viele Landwirte sind sehr verantwortungsvoll gegenüber der heimischen Tier- und Vogelwelt eingestellt und helfen und unterstützen, wo es nur geht. Eine solche Hilfe sind die Lerchenfenster, um den Tieren bei der Brut und der Aufzucht das Leben und das Fliegen im hoch bewachsenen Acker zu erleichtern. So hebt der Landwirt die Saatmaschine kurz an, so dass eine etwa 20 Quadratmeter große Fläche entsteht, die nicht mit Getreide oder Mais bepflanzt wird. So haben es die Feldlerchen beim Starten und Landen einfacher, zwischen dem hohen Bewuchs, die Jungen versorgen zu können.

Ein herzliches Dankeschön an die Landwirte.

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