Persönlicher Nachruf auf Josef Kobold, einen in Oberschleißheim bekannten und beliebten Mitbürger

“Immer eine Handbreit näher zu den Engeln”

 

Ein Pilot aus Leidenschaft hat uns im September 2026 für immer verlassen. Josef Kobold war rund um den Flugplatz Schleißheim und den Oberschleißheimer Vereinsstammtisch weitläufig bekannt und überaus beliebt durch sein intensives soziales Engagement.
Nach langer Krankheit, die ihm immer mehr seiner Bewegungsmöglichkeiten nahm, hatte sein Leben zu Hause in seiner Wohnung ein Ende. Die Beerdigung am Münchner Nordfriedhof hat bereits stattgefunden – selbst ich als eine seiner wichtigsten Bezugspersonen über viele Jahre habe erst eine Woche danach davon erfahren. So möchte ich dafür sorgen, dass auch die Oberschleißheimer von seinem Heimgang erfahren können.

Josef war mein Pilot für meine Luftbildfotografie in und aus Oberschleißheim heraus. Auch abseits des Fliegens haben wir stets einen intensiven Kontakt und Austausch gepflegt – über mehr als 20 Jahre hinweg wird einem ein Mensch so sehr vertraut.
2006 war Josef als Pressereferent beim FSeV (Flugplatz Schleißheim e. V.) auf der Suche nach einem Fotografen, um Fotos im Flug von der Segelkunstflug-Meisterschaft am Flugplatz Schleißheim zu machen. Das war mein erster Kontakt zu ihm und auch das allererste Mal, dass ich in einem solchen Kleinflugzeug mitgeflogen bin. In den Jahren danach sind wir sehr oft mit seiner Cessna 150 Aerobat und später mit dem EuroFox (UL) über viele Teile Bayerns geflogen – stets auf der Suche nach ganz besonderen Luftaufnahmen. Es hat ihm große Freude bereitet, mich präzise und sicher durch die Luft zu führen, “immer eine Handbreit näher zu den Engeln”.

An den Flugplätzen in Schleißheim und Greiling (bei Bad Tölz) hatte er für die Haltergemeinschaft und die fliegenden Vereine über viele Jahre hinweg Vorstandsaufgaben wahrgenommen und unendlich viel für die Fliegerei getan. Auch beim Oberschleißheimer Vereinsstammtisch war er bis zuletzt ein Sinnbild für ehrenamtliches und soziales Engagement. Als vor wenigen Jahren die Krankheit kam, konnte ich ihn schließlich davon überzeugen, das Fliegen ruhen zu lassen. Seit seinen Jugendjahren war er mit Segelflugzeug, PPL und UL stets unfallfrei unterwegs – auch ich habe mich bei ihm an Bord jederzeit absolut sicher gefühlt.

Als Erinnerung an meinen wahren Freund arbeite ich gerade an einem Erinnerungsbuch, damit die Fotos und die Episoden unserer gemeinsamen Aktivitäten nicht in Vergessenheit geraten. Das Erinnerungsbuch (siehe Cover) wird zum Selbstkostenpreis über meinen Onlineshop unter https://shop.deltaimage.de zu bestellen sein.

 

Lasst uns alle, die ihn gekannt und geschätzt haben, an ihn denken – unabhängig davon, welchem Glauben wir angehören. Es ist der Mensch, dem wir gedenken.

Josef hinterlässt seine Mutter sowie seine Adoptivtochter Saima mit ihren beiden Kindern Ibrahim und Jannette.

Paul Eschbach

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