Hallo Frosch! – Ausdauer und Geduld in der Naturfotografie


Die letzten Wochen und Monate waren durch große Hitze und noch mehr Sonnenschein gezeichnet. Wasser und Feuchtigkeit waren Mangelware und alle Wasserflächen trockneten immer weiter aus. Gerade im Moos sind die Tümpel und alles mit Wasser weitgehend ausgetrocknet. Das Lebenselixier „Wasser“ wird für viele Tiere aller Gattungen entscheidend für ihre eigene Entwicklung. Dort, wo kein Wasser mehr ist, sind auch die wasserliebenden Tiere verschwunden.

Als Naturfotograf sind an den Lieblingsorten im Dachauer Moos inzwischen eine große Leere eingekehrt. Da suche ich die sonst so beliebten Bildmotive in der Natur- und Landschaftsfotografie oft umsonst. Um nun doch im Sommer zu den Bildmotiven zu kommen und schöne Erinnerungen in Bildform zu ermöglichen, gehe ich dort auf meine Fotojagd, wo noch ausreichend Wasser und Wasserflächen vorhanden sind.

Diese Seefrosch sieht mir direkt in die Augen und fühlt sich wohl sicher. Bei steigender Unsicherheit drehen die Frösche mir den Rücken zu, um jederzeit schnell in den Teich zurück springen zu können.

Bei meinem jüngsten Ausflug mit dem MTB in die Niedermoor-Landschaft um Dachau, steuerte ich ganz gezielt einen Tümpel im Moos an.

Werde ich dort auf Tiere zum Fotografieren stoßen?

Am Uferrand dieses Tümpels sitzen die wunderschönen Seefrösche in ihrem grün leuchtenden Farbkleid in großer Anzahl, also mache ich mich fertig zum Fotografieren.

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Haubentaucher im Dachauer Moos an der Schinderkreppe


Heute war ich wieder an der Schinderkreppe mit einer ungewöhnlichen fotografischen Aufgabenstellung und einem Experiment. Auf dem Vogelschutzweiher ist heute nur ein Haubentaucher mit einem Küken unterwegs – ein perfektes Motiv auf dem großen Weiher.

Ich möchte heute einmal ausprobieren, wie es fotografisch funktioniert, mit der Kamera so niedrig wie möglich über der Wasseroberfläche zu fotografieren.

  • Die Schärfenbereiche zeichnen sich deutlicher auf der Wasseroberfläche ab und isolieren bei offener Blende das Bildmotiv deutlich im fotografischen Bildraum.
  • Das gegenüberliegende Ufer kommt nun mit ins Bild, ob das für das Bild positiv ist, muss die FotografIn selbst beurteilen.

Für das Bildmotiv unseres Haubentauchers mit Küken ist das sicherlich eine sehr schöne Bildgestaltung, weil die Beleuchtung der Szenerie das Licht auf die beiden Tiere legt.

Auch in diesem Titelbildmotiv macht sich diese sehr niedrige Kameraposition sehr gut, das liegt auch vor allem an der sehr schönen Beleuchtung des eigentlichen Hauptmotivs mit einem im Dunkeln versinkenden Hintergrund mit dem gegenüberliegenden Uferbereich. Diese kontrastierende Beleuchtung auf dem Haubentaucher passt sehr gut zu den markanten und scharf gezeichneten Körperformen und Körperlinien dieses Tieres.

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Sommer-Ausflug zur Schinderkreppe im Dachauer Moos mit den Graugänsen


Im Tagesverlauf zeigt sich die Natur immer wieder in anderen Lichtstimmungen, das harte Licht und steile Licht des Tages um Mittag wandelt sich langsam in das weichere, wärmere und sehr viel schönere Licht des Abends. Mein fotografisches Lieblingsziel, gerade im Frühling und Sommer, ist die Schinderkreppe im Dachauer Moos – nur wenige Kilometer von mir Zuhause entfernt und ein schöner MTB-Radlausflug ins Dachauer Moos.

An manchen Abenden ist der Vogelschutzweiher fast leer, kaum Wasservögel sind auf der Wasserfläche – es ist aber meist trotzdem ein schöner Abend mit immer besonderen Lichtstimmungen.

Vor wenigen Tagen war wieder einmal die große gemeinschaft der Graugänse in einer lockeren Formation auf dem See versammelt. Davon will ich Ihnen an diesem Abend fotografisch erzählen.

An dem Vogelschutzweiher an der Schinderkreppe ergeben sich immer wieder ganz wunderbare Momente in der Naturstimmung am Abend: Die Luft wird ruhiger, alle Geräusche der Stadt werden leiser, die Hektik des Tages legt sich, das Licht verwandelt die Landschaft in eine völlig andere Welt. Die Stimmer der Natur treten immer mehr in den Vordergrund und es ist schon ein Erlebnis – einfach nur zu hören und zu sehen.

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Hochsommer im Dachauer Moos in der Welt mit den großen Abbildungsmaßstäben


Der Sommer im Moos geht nun langsam, aber sicher, in den Hochsommer im Juli über. Auf den Feldern in der Landwirtschaft steht das Korn schon hoch und die Bauern werden in den nächsten  Wochen mit der Ernte beginnen. Das Bild der Landschaft wird sich dann wieder sehr stark verändern. In den Naturflächen und Biotopen kommen inzwischen die Schmetterlinge und Libellen mit einiger Verspätung gegenüber den letzten Jahren – aber sie kommen, und verändern auch im Kleinen das Bild der Landschaften.

So widme ich mich bei diesem Fotoausflug im Dachauer Moos mit meiner Naturfotografie den Insekten in den Makro-Details:

Schmetterlinge und Libellen

In der Makrofotografie-Draussen wird für den fotografischen Erfolg die neueste Digitalkamera vollkommen unbedeutend. In den Abbildungsgrößen größer als 1:2 (halbe natürliche Größe) kommt die Fototechnik gleich welcher Technologie eh an die Grenzbereiche der Automatiken, die neuesten Features spielen jedoch fast keine Rolle mehr.

Am wichtigsten wird indessen das Auge des Naturbeobachtenden, um die Tiere in ihrem natürlichen Umfeld zu entdecken und aus der Beobachtung die Grundlagen für den Bildaufbau zu finden. Alles andere wird sehr schnell ablaufen. Manchmal bleibt der/dem FotografIn eine ganze Bilderreihe mit leicht unterschiedlichen Einstellungen in Belichtung und Autofokus – wenn man Glück hat. In vielen Fotomotiven bleibt einem oft nur ein einziges Bild, und dann fliegt das Insekt auf und das Bildmotiv ist somit ein Teil der Vergangenheit.

Eine Blaue Federlibelle an einem Sommerabend im Dachauer Moos.

Ich vergaß, die FotografIn benötigt nun ganz andere Techniken in ihrer Fototasche:

Etwas Glück und eine jede Menge an Geduld und Ausdauer!

Kommen Sie doch mit mir mit, an diesem Sommerabend bei meinem fotografischen Ausflug in die kleine Welt der Makrofotografie mit den bezaubernden Bildmotiven der Insekten in der  Niedermoor-Landschaft.

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Was klettert da am Grashalm im Abendlicht

Die Naturfotografie im großen Abbildungsmaßstab (etwa 1:1) eröffnet eine Exkursion in eine ganz andere Welt der kleinen Dimensionen. Viele Details in der Natur, bei den Pflanzen und den Tieren, eröffnen sich dem Betrachter und Fotografen erst mit immer größeren Abbildungsmaßstäben. Mit dem warmen Licht am Abend wandelt sich die Szenerie mit dem harten Licht der hochstehenden Sommersonne zu einer traumhaften Träumerei in zarten und warmen Farbtönen mit einer tief stehenden Beleuchtung der Abendsonne.

Die Insekten werden mit dem schwindenden Tageslicht auch träger und lassen sich somit auch um vieles leichter fotografieren, sie bleiben sehr oft einfach ruhig im Bildmotiv sitzen.

Wir sind  wieder auf dem kleinen Biotop unweit der Würm im Dachauer Moos unterwegs. Mit den beiden Eröffnungsbildern, illustrieren wir die Headline:

"Was krabbelt denn da am Grashalm?"

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Sommer im Dachauer Moos: Grashüpfer im Abendlicht

Im Dachauer Moos ist der Sommer angekommen und die Naturlandschaft verändert sich (endlich!). Ich meine nicht die Farben in der Natur, ich meine die vielen tausend kleinen BewohnerInnen in der Niedermoor-Landschaft, die sich endlich dem naturbegeisterten Wandernden, Entdeckenden, oder Fotografierenden zeigen.

Schmetterlinge – Libellen – Grashüpfer

Die Zeit im Juni und Juli sind die Höhepunkte der Sichtungen dieser kleinen BewohnerInnen im Niedermoor. Der Juni war weitgehend noch leer an Schmetterlingen und Libellen, aber jetzt zum Monatswechsel, um die Sonnenwende herum, zirpt, flattert und fliegt es wieder erfreulich auf den Heide-Landschaften und Moos-Landschaften. Grund genug, als Fotograf auch gerade jetzt mit dem Makroobjektiv auf die Fotopirsch nach diesen kleinen, aber umso feineren Insekten aller Arten zu gehen.

Gemeiner Grashüpfer (Pseudochorthippus parallelus) im späten Abendlicht im Dachauer Moos

Im Titelbild ist eine Heuschrecke im späten Abendlicht im Dachauer Moos zu sehen. Es handelt sich um eine Kurzfühlerschrecke aus der Familie der Feldheuschrecken (Acrididae). Die Bestimmung der Heuschrecken ist nicht ganz einfach, wahrscheinlich handelt es sich um eine Gemeinen Grashüpfer (Pseudochorthippus parallelus).

Gemeiner Grashüpfer (Pseudochorthippus parallelus) im späten Abendlicht im Dachauer Moos

 

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