Die Nachbarlandkreise haben noch so manche lohnenswerte Ausflugsziele parat. Heute führt mich der Weg (mal wieder) durch das Wittelsbacher Land nach Aichach und Schloss Affing.
Monthly Archives: Juni 2020
Sommerliche Motorrad Ausfahrt – Kultur und Natur – Kloster Indersdorf und Steinkirchen
Kaum eine Reise durch das Dachauer Land, ohne auf dem Rückweg wieder im Kloster Indersdorf vorbeizukommen, auf dem Weg nach Dachau. So kann man so ganz nebenbei die frühere Bedeutung der Augustiner Chorherrenstifts in den vergangenen Jahrhunderten erfahren (sic!). Der Verlauf der heutigen Straßen orientiert sich auf ganz natürliche Weise auf den bedeutenden Handelsrouten zwischen den Hochburgen
- der Macht
- der Kultur
- des Glaubens der Kirche.
Rast und Pause im Kloster Indersdorf auf der Rückfahrt nach Dachau
Sommerliche Motorrad Ausfahrt – Kultur und Natur – Maria Birnbaum
Am anderen Ende des Landkreises Dachau liegt eine ganz eigenwillige Wallfahrtskirche. Maria Birnbaum bei Sielenbach liegt an der Sprachgrenze zwischen Oberbayern (Landkreis Dachau) und Schwaben (Landkreis Friedberg – Aichach). Das Wittelsbacher Land verbindet die beiden Regierungsbezirke mit der dominanten Geschichte der Adelsfamilie der Wittelsbacher, die sich nach dieser Region und dem nahen früheren Stammsitz in Unterwittelsbach (wir berichteten darüber).
Hier hat sich der Sage nach wundersame Heilungen in einer Marienstatue in einem Birnbaum zugetragen. Um diesen Birnbaum herum wurde die architektonisch besondere Wallfahrtskirche Maria Birnbaum errichtet.
Sommer, Sonne und Dolce Vita – mit 26 PS ab nach ROM
Ein herrliches Sommerwochenende wird vorhergesagt – die beste Zeit, um einfach mal ganz spontan in einen Kurzurlaub nach Rom zu fahren.
Bin gespannt, ob mich mein kleines Motorrad mit 26 PS sicher über die Alpen zieht!
Der Weg ist zwar etwas lang, aber das wird schon gehen.
Tarnung in der Natur funktioniert – ganz erstaunlich gut
Die Tarnung der Frösche und Kröten funktioniert erstaunlich gut.
Ich setze mich an das Biotop und beginne zu beobachten. Der Teich des Biotops ist leer, nichts bewegt sich, nichts ist da, nur ein paar Libellen fliegen umher.
Trotzdem, ich beginne zu beobachten - das heißt man muss zu inneren Ruhe finden
Nach 2-3 Minuten sehe ich unvermittelt einen Frosch auf einem Blatt der Seerose sitzen. Der hat sich sicher nicht bewegt. Daneben noch einer. Weiter vorne ein ganz großes Exemplar – klar und deutlich, ohne dass irgendwelche Pflanzen die Sicht versperren.
Klick.
Nach 5 Minuten ist der Teich voll mit Fröschen und Kröten unterschiedlicher Größen und Gattungen. Das Auge muss sich erst an die Farben und die Kontraste in den Strukturen einsehen, dann fallen einem die Amphibien auch gleich ins Auge – aber erst dann.
Einen Sommertag im Dachauer Moos im Juni genießen – Zuhause in der Natur
Sommertag + Samstag + Juni = Ausflug in die Berge oder an die Seen
Auch außerhalb der Coronazeiten ein kleines Martyrium mit garantiertem Stau in die Berge und Stau auch wieder zurück. Zu viele Menschen wollen dieselbe Art an Freizeit / Erholung / Abenteuer / Sport – was auch immer – erleben. Da hilft es nicht einer in der Masse zu sein, man muss aus dieser Masse einfach mal sich trauen und auszubrechen.
Zwei Fotografen sehen den selben Tag mit unterschiedlichen Augen und Motiven …
... und das ist auch gut so.
Modernde Digitalkameras können sehr viel, aber die Szenerie aus einer dritten Betrachtung zeigen fällt noch sehr schwer. Da ist ein zweiter Fotograf doch viel praktischer. Eine Motorrad-Ausfahrt zu zweit hat auch gleich die Möglichkeit, zu unterschiedlichen Bildern zu kommen.
Die zweite Perspektive bereichert jede Foto-Story
Mit der zweiten Sicht auf die Geschichte wird jede Darstellung
- ergänzt,
- erweitert,
- objektiviert.
Bei dieser Foto-/Motorrad Ausfahrt ist Andi Pirchmoser mit dabei und wir zeigen jetzt einmal seine Sicht auf dieselben und vergleichbaren Situationen.
Dank Dir Andi, für die schönen Bilder
Am Marktplatz in Schrobenhausen zum ersten Kaffee-Frühstück beginnt der schöne Feiertag im Spargel-Land.
Zur Abwechslung rutsch so auch das begleitende Motorrad, eine BMW R100 GS Paris-Dakar in den Mittelpunkt der Fotografie. Ein bisschen größer ist die BMW, hat auch deutlich mehr Hubraum und Leistung – aber ist fast so alt (1991) als die kleine Honda (1984).
Wir lassen es sehr gemütlich angehen.
Beim gemütlichen Tuckern über schmale Landstraßen spielt das alles keine Rolle mehr. Jetzt steht die Freude am Fahren in schöner Landschaft im Mittelpunkt.
Schloss Sandizell am Rande des Donau-Moos
Das Schloss Sandizell empfängt den Besucher mit einem imposanten Eingangsportal aus der Barockzeit. Das nutzen wir doch gleich aus, um ein paar Fotos zu den Videos im letzten Beitrag zu machen.
Da ist es besonders praktisch einen Fotografen als Begleiter im Ausflug zu haben.
Schon schön. Die Fotos, die Szenerie, der ganze Tag. Schönen Dank an Andi für die herrlichen Fotos, die ich alleine so niemals bekommen hätte
Passend zum letzten Kurzvideo, auch noch das entsprechende Foto aus Fotografenhand.
Am Rand des Donau-Mooses schweift der Blick …
… weit über das flache Donau-Moos hinweg. An der Horizontlinie erkennt man die Metropolstadt Ingolstadt mit dem Münster und dem Schloss. Im Osten stehen die Schornsteine der Kraftwerke Ingolstadt und die Raffinerieanlage.
Das sei auch den beiden Motorrädern auf der Motorrad-Ausfahrt gestattet.
Auf Wiedersehen, bis zum nächsten Ausflug mit den Motorrädern
Kleinod am Rande des Donau Moos – Schloss Sandizell
Wenn wir schon eine beschauliche Kulturreise im Heimatkreis unternehmen, suchen wir uns auch schöne Reiseziele mit viel Kultur und Sehenswertem heraus. Heute steht nicht unweit von Schrobenhausen das reizvolle barocke Wasserschloss Sandizell in Sandizell auf dem Reiseplan.
Sandizell liegt kurz vor Pöttmes, von Schrobenhausen kommen an der Grenze der Landschaftsräume vom Donau-Moos ins südliche Hügelland.
Herrschaftliche Anfahrt zum Schloss Sandizell bei Pöttmes
Die herrschaftliche Anfahrt zum Schloss Sandizell durch das barocke Schloss – Gut führt durch ein barockes Eingangsportal in die mit alten Bäumen bestandenen Alleeweg ein.
Ein herrschaftlicher Eintritt in das Schloss Sandizell – Grund genug, für uns, dies fotografisch auch auszunutzen.
Andi als Videofilmer – Paul mit der HONDA CB 250 RS in Schloss Sandizell
[youtube https://www.youtube.com/watch?v=34xlq3XTI-Q]Videos by Andi@Foto Sessner Dachau
[youtube https://www.youtube.com/watch?v=LO8JGpPk_zg]Dieser Zwischenstopp steht ganz in der Linie der bisher schönen Ausflüge
Das hat sich doch einmal als Zwischenziel gelohnt.
Die Kultur im Heimatkreis mit einem herrlichen Naturerlebnis auf der Fahrt mit gemächlichem Tempo zu verbinden ist die Freude an den Motorrad-Ausflügen. Als kleine Pause einen Kaffee und ein „süßes Stückle“ – natürlich auch ein bisschen Fotografieren. Die Webseite möchte doch auch etwas davon abhaben.
Auch mit kleinen Ausflügen kann man einen herrlichen Tag verleben und damit den eigenen Heimatkreis von der schönsten Seite erleben.
Auch ohne an die beliebten Ausflugsorte zu kommen, auch ohne die Berge und die großen Seen im Stau zu erleben – sind dies schöne Erlebnistage ohne viel Hektik – das wird noch Tage lang nachschwingen.
„Wir empfehlen die Ausflüge in den Heimatkreis“
Meine Fotografie begann 1986 mit der ersten Foto-Tour nach Schloss Hohenkammer
Im Jahr 1986 leistete ich mir meine erste Spiegelreflex Kamera (SLR) – der damalige technische Höhepunkt in der anspruchsvollen Fotografie – auch wenn die Kamera und das Objektiv in der Einsteigerklasse war.
So hat alles einmal begonnen.
Pfingstausflug – mit dem MTB durch das Dachauer Land nach Kloster Indersdorf
An dem Pfingstwochenende zieht es die Menschen aus den Städten wieder in Autoschlangen nach Süden, zu den großen Seen und in die Berge.
Da mache ich mich doch extra mit dem Mountainbike (MTB) auf den Weg in das Dachauer Land. Der Wetterbericht sagt dicke Wolken voraus, aber keinen Regen. Die Fotos sind alle mit einer Canon RP fotografiert, zum Teil auch mit EF Objektiven mit EF zu RF Adapter.
Gleich hinter Dachau steigen die tertiären Hügelketten an …
… und lassen die Große Kreisstadt gleich hinter sich. Der Blick geht nun nicht mehr ständig nach Süden – auf die Berge und die Münchener Stadt. Hier auf dem Hügel zwischen Steinkirchen und Prittlbach geht der Blick ein letztes Mal nach Süden – dann immer voran nach Norden – auf Kloster Indersdorf zu.
Auf Feldwegen geht der Weg mit dem MTB, immer nur kurz eine Straße überquerend, immer in der Natur und der Landschaft voran.
Sigmertshausen – ein wunderbares Dorf im Dachauer Land
Eine wunderbare Barockkirche von J.M. Fischer in der Dorfmitte. Darum ein großer Fischteich und schöne Bauernhöfe. Ein Grund genug, da beim Radlausflug gleich einmal vorbeizuschauen.
In keinem anderen Dorf im Dachauer Land steht die Dorfkirche so gut sichtbar in der Landschaft – ein Muss für den Fotografen. Johann Michael Fischer hat in Süddeutschland und Österreich viele barocke Kirchen von Weltruf gebaut – und eben auch die Filialkirche hier in Sigmertshausen.
Der große Fischteich vor der Kirche bringt Ruhe in das Ortsbild und lässt der Kirche im Ortsbild den ihr zustehenden Raum. Die Frösche und Kröten machen sich lauthals bemerkbar – dazu kräht immer wieder ein Hahn – genau deswegen fährt man als Fotograf auch aufs Land – aufs Dachauer Land.
Die Verbindung aus bäuerlicher Landwirtschaft und der gestrengen Kirche zeigt sich im Ortsbild
In keinem anderen Ort sind noch so viele stille Ecken und ländlichen Motive zu erleben, als in Sigmertshausen. Hier ein alter Bauernhof, der Gott sei Dank noch nicht einem uniformen Zweckbau oder einem 4-Parteien Wohnhaus für die Pendler nach München gewichen ist. Als Fotograf schleiche ich durch die Gassen und Plätze und suche meine Fotomotive.
Die Kirche und der Bauernhof – ein großer und stattlicher Bauernhof muss das einmal gewesen sein. Heute ein wunderbares ländliches Fotomotiv zum Pfingstfeiertag. So schön kann das Dachauer Land sein.
Der Rothbach zieht durch das weite Urstromtal und formte die Landschaft
Die kleine Brücke, dazu ein paar Bäume um den Fuhrwerken und den Feldarbeitern im Sommer Schatten zu spenden ist immer noch geblieben.
Hier mache ich eine Pause auf der Rückfahrt und genieße den idyllischen Platz. Im Osten ziehen dicke, schwere Regenwolken über den Landkreis und werden doch auch heute wieder nicht von der sehnsüchtig erwarteten nassen Last abregnen.
Die kleinen Motive am Wegesrand für den Fotografen
Mit dem Fahrrad kann man sich noch Zeit nehmen und den kleinen Fotomotiven am Wegesrand nachjagen und Zeit und Aufmerksamkeit schenken.
Eine Mohnblume im Getreidefeld unter schweren Regenwolken.
Der Sommer kommt ins Land und auf den Feldern wächst das Getreide heran, da muss der Fotograf hinaus und die Motive suchen und umsetzen.
40 km ist eigentlich nicht weit als Strecke …
… es war mir genügend weit als Ausflug und als Reise. Ich hab mir genügend viele Eindrücke und Motive gesehen und einige davon auch mit genommen. Ganz anders als in den Autokolonnen in die Berge und die Seen.
Wie schön haben wir es doch im Dachauer Land. Gerade jetzt in den Zeiten der reduzierten Kontaktmöglichkeiten kann man dieses wertvolle Gut immer besser zu schätzen lernen. Das Erlebnis eines Tages definiert sich nicht in den zurückgelegten Kilometern, sondern eher an dem Erlebten, an dem, gesehen und dem, was man im Herzen mit nach Hause nimmt und bringt.
































