Immer dem Sonnenuntergang entgegen …

… das sind so die einfachen Freuden in den Sommertagen. Im August geht die Sonne schon spürbar früher unter – als Fotograf müssen wir nicht mehr ganz so lange warten bis der fotografische Tag endlich beginnt.

Sonnenuntergang über dem Glonntal im Dachauer Land

Mit dem kleinen Motorrad ist die Reise in den Sonnenuntergang noch viel einfacher. Flink, wendig und jeder Feldweg steht für die schönsten Motive offen. Die Temperaturen sind so angenehm, dass es eine wahre Freude ist, nicht zu warm im Fahrtwind, nicht zu kühl für dicke Kleidung.

Für den Fotografen reizt immer wieder jeden Abend die spannende Fragestellung:

"Wir die Sonne sich mit blutrot strahlenden Wolken in die Nacht verabschieden - 
wo ist das heutige Wetter die Voraussetzung für traumhaft schöne Fotos."

Der geduldige Fotograf wird irgend wann dann mit einer Szenerie wie aus den schönsten Bildbänden überrascht. Es gibt eigentlich nur ein Rezept dafür, immer wieder raus gehen und sich die schönsten Motive schon tagsüber ausdenken, um schnell entscheidungsfähig sein zu können.

Die Szenerie dauert keine 15 Minuten vom Höhepunkt, bis zur bleiernen Dunkelheit über dem Glonntal. Diesen Moment nutzen und dabei die Stimmung der ganzen Szenerie nicht aus dem Auge verlieren ist die Herausforderung.

 

Das Glonntal bei der Untermoosmühle

Das himmlische Schauspiel wird umso mehr verstärkt, kann man vor sich noch Reflexionen auf Wasserflächen gestalterisch mit einbinden.

Das Mühlwasser an der Untermoosmühle wird auch heute noch für den Antrieb der Sägemühle – über die Erzeugung von elektrischen Strom verwendet. Ganz malerisch besteht noch der Oberlauf zur Sägemühle mit dem hier gelagerten Sägeholz, ein perfekter Ort um auf die Spiegelungen und Reflexionen zu warten und ins Bild umzusetzen.

Der Himmel über Erdweg scheint eine einzige Gut zu sein und lässt das sanfte Glonntal in einem glutroten Licht erscheinen. Solche Motive kann man kaum planen, zu unwägbar sind die Parameter ob die Sonne bei ihrem Untergang ohne Wolkenwand strahlen kann und dann noch genügend hochliegende Wolken findet, an denen sich das Farbspektakel entzünden kann. Heute waren die Bedingungen ideal.

"Da hilft nur immer wieder auf die Suche zu gehen und dem Motiv eine Chance zu geben, irgendwann passiert es und alles passt."

Wie viele solche Sonnenuntergänge die Untermoosmühle wohl schon erlebt hat – die Mühle wurde schon im Jahr 1330 urkundlich erwähnt.

 

Motorradausflug der ganz besonderen Qualität

Mit der kleinen Maschine machten schon früher die Ausflüge in die nahe Umgebung die meiste Freude – gerade zum Fotografieren des eigenen Landkreises war die Kombination nahezu ideal. In der eigenen Erinnerung kann ich zwischen dem Fotografieren und dem Erkunden des Landkreises auch kaum eine zeitliche / inhaltliche Trennung ziehen – so eng sind beide Beschäftigungen miteinander verschmolzen.

Das betagte Motorrad darf sich auch an diesem schönen Anblick erfreuen und den Abend als Krönung der kurzen Ausfahrt genießen.

Wann wird es die nächste Gelegenheit für solch ein schönes Motiv geben?

Jetzt endet die bürgerliche Dämmerung und es beginnt die Nacht auch über dem Glonntal. Noch für einige Minuten gibt der helle Himmel noch etwas Licht auf das Glonntal. Die Rückfahrt nach Dachau in dem fahlen Licht nach solch einem Sonnenuntergang ist nun auch wieder auf dem Motorrad eine der schönsten Stimmungen, welche die Freude an der Ausfahrt zusätzlich schürt.

Die Glonn – Erkundung in sommerlichen Gefilden

Die heimatliche Gegend ist in diesem Sommer so nah wie sonst noch nie! Das Motorrad stand vor 36 Jahren als Schüler als Inbegriff für die Erkundung in Oberbayern und den bayerischen Alpen. Jetzt in Corona – Zeiten tritt die nähere Heimat in den Vordergrund – eben nicht dort hinfahren wo wohl alle hinfahren. Also auf keinen Fall Richtung Süden.

Fotos: Paul Eschbach, Andi Pirchmoser

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Sommerliche Motorrad Ausfahrt – Kultur und Natur – Kloster Indersdorf und Steinkirchen

Kaum eine Reise durch das Dachauer Land, ohne auf dem Rückweg wieder im Kloster Indersdorf vorbei zu kommen, auf dem Weg nach Dachau. So kann man so ganz nebenbei die frühere Bedeutung der Augustiner Chorherrenstifts in den vergangen Jahrhunderten erfahren (sic!). Der Verlauf der heutigen Straßen orientiert sich auf ganz natürliche Weise auf den bedeutenden Handelsrouten zwischen den Hochburgen

  • der Macht
  • der Kultur
  • des Glaubens der Kirche.

 

Rast und Pause im Kloster Indersdorf auf der Rückfahrt nach Dachau

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