Eine Künstlerstadt stellt sich vor – die lange Nacht der öffenen Türen

Eine Künstlerstadt und frühere bekannte Künstlerkolonie hat einige Museen und Galerien. Die Werke der alten Maler, Bildhauer, Keramikkünstler kann man da bestaunen. Nicht nur die Geschichte ist wichtig sondern vor allem die Gegenward der Kunst, im Hier und Heute macht einen aktiven Kunstbetrieb aus.

Als Eröffnungsmotiv wähle ich fotografisch den Eingang mit einer offenen Türe ins Atelierhaus von Herrmann Stockmann in der Münchener Straße – das „Spatzenschlössl„.

Immer Mitte September an einem Freitag öffnen in Dachau im gesamten Stadtgebiet die Museen, Galerien, Ateliers, Kunstschaffende und Dienstleister die eigenen Räumlichkeiten für die Besucher ohne Eintritt. Los geht’s immer um 19.00 Uhr und dauert bis 23.00 Uhr.

Da muss man sich sputen um das sich selbst gesetzte Programm auch zu durchschreiten.

Die Menschen sind auf den Straßen unterwegs, eilen von Ort zu Ort und unterhalten sich ganz kunstbeflissen über das Gesehene und das was sie noch erwartet. Eine herrliche Atmosphäre, begleitet von einem Bläser Ensemble vor dem Heimatmusem – weithin in der Altstadt hörbar. Die hereinbrechende Nacht ist im Spätsommer hat eine ganz besondere Wirkung auf den Ort und die Menschen.

Eine ganz tolle Veranstaltung, mit viel Atmosphäre und Stimmung in allen Gassen der Stadt – hier in Dachau.

 

Eine Künstlerstadt zeigt wie die Werke der Künstler entstehen

Die lange Nacht der offenen Türen erlaubt den spannenden Blick hinter die Werke der Künstler. Wie sieht es aus in einem Atelier eines Malers, womit arbeitet ein Künstler, wie inspiriert er sich?

Sehen Sie doch selbst.

Ein altes Marmeladenglas, nun voll mit farbigen Pinseln aller Art. Farbe in dicken Schichten aufgetragen zeugen von dem langjährigen Gebrauch als Werkzeug des Künstlers für seinen Schaffungsprozess – von der Idee bis zum Werk.

 

Eine Nacht zum Nachtschwärmen

Dachau zeigt sich im schönsten Licht und lädt die Bewohner und Besucher ein, den Fernseher kalt zu lassen und Kunst an ei em Abend komprimiert, abwechslungsreich und vor allem kostenlos erleben zu können. Tauchen Sie ein in eine Welt die uns Normalbürger ganzjährig verschlossen bleibt.

Der Künstler in seiner eigenen Welt, sprechen Sie mit ihm. Ein wahrhaftiger Mensch mit Gefühlen, Wünschen und Hoffnungen – drückt sich aus in der Sprache der Kunst. Nicht immer jedermanns Sache, aber sicher eine Bereicherung des eigenen Horizontes.

Die großen nach Norden geöffneten Fenster sind das weithin sichtbare Anzeichen auf ein dahinter liegendes Künstler Atelier und heute das Schaufenster der Kunst in Dachau für das Publikum in der Künstlerstadt.

 

Künstler brauchen die passende Infrastruktur – Dachau hat diese noch

Kreativität Ideen und handwerkliches Können sind wichtige Zutaten für das Gelingen eines Kunstwerkes. Mich fasziniert die Infrastruktur eines Kunstbetriebes zu erkunden.

Die 1200-jährigen Künstlerstadt – so empfing bei uns in Oberaugustenfeld die Alte Stadttafel den motorisierten Besucher von München ankommend, unmittelbar vor dem von-Ruckdeschel Haus an der Münchener Straße. gerade auch hier hau sich die Künstlerkolonie in Form von städtischen Künstlerwohnungen erhalten. Wir schauen am Tag der offenen Türen einmal in die Künstlervilla, die ich schon von Klein an kenne, im Garten haben wir als Kinder Cowboy und Indianer gespielt.

Jedes Bild braucht anschließend einen passenden Rahmen – also schau’n wir zum Rahmen Glück in der Konrad Adenauer Straße.

Ein Bild kommt in eine Ausstellung, also brauchen wir ein Veranstaltungsplakat und passende Einladungskarten. Also schau’n wir auch in die KVD Druckwerkstatt vom Bruno und seinen Kollegen. Das ist aber Thema des nächsten Beitrags.