Winter wie er früher einmal war – Großer Arber im Bayerischen Wald

Mit weißen Weihnachten wird es wohl dieses Jahr auch wieder nichts – so wie in allen Jahren zuvor. An einen schönen Winter werden sich die Kinder schon bald nicht mehr erinnern können.

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Waren die Winter schon immer so warm?

Vor 25 Jahren, im Winter 1990/1991 war ich das erste Mal mit der Fotokamera im Winter im Bayerischen Wald und im BAYERWALDTEAM durchstreiften wird fortan die Wälder zu allen Jahreszeiten. Im Winter mit den Langlauf-Ski auf den Gipfel des Großen Arber und Dreisessel – im Sommer mit dem Mountain Bike auf die Hochschachten.

 

Der Große Arber – 1.456 m, der König des Bayerischen Waldes

Die Arbermandln am Großen Arber sind durch die wunderbaren Pausenfilme des Bayerischen Fernsehens weit über die Grenzen bekannt.

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Über 1.400 m ist der Arbergipfel Baumfrei und der steife Böhmwind kann ungehindert über die Höhen des Mittelgebirges pfeiffen. Die wenigen Fichten stemmen sich mit aller Kraft gegen die kalte Last aus Schnee und Eis und neigen ihre Köpfe voll Ehrfurcht zu Boden.

 

Vor 25 Jahren die Freuden eines kalten Winters auf Diamaterial erhalten

Ja wie war er denn, der Winter vor 25 Jahren.

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Sehen Sie selbst, vor 25 Jahren war ein niedrig empfindlicher Diafilm die Krönung in der Landschaftsfotografie. ISO 100, oder sogar nur ISO 50 und weit weg von High-Iso. In den vielen gemeinsamen Schneewanderungen sind unzählige Dias erhalten geblieben.

Vor einigen Jahren waren die Diafilme nur noch fein sauber abgeheftet im Archiv. Über Weihnachten wurden die fast 100.000 Dias digitalisiert und können nun auch in den Beiträgen wieder zugänglich gemacht werden.

 

BAYERWALDTEAM zusammen mit Hubert Bauer-Falkner

Zusammen mit Hubert haben wir die Höhen und die Täler des Bayerischen Waldes intensiv durchwandert, immer auf der Suche nach dem besten Motiv. Wie das so war, schreibt Hubert in einem Blog-Beitrag ganz eindrücklich:

Ich bin bei Dunkelheit abgefahren. Meistens bin ich im Winter mit meiner Tourenskiausrüstung beim 
Fotografieren unterwegs. Die braucht man unbedingt. Ansonsten hast Du überhaupt keine Chance 
durch tiefverschneite Wälder auf die Gipfeln des Bayerischen Waldes zu kommen. Da liegen bis zu 
zwei Meter Schnee, keine Spur und die Hänge sind sehr steil, was man hier immer nicht vermutet. 
Auch darf man sich von der relativ geringen Höhe der Berge von 1300 oder 1450 m nicht täuschen 
lassen. Der Arber ist ja unser größtes Skigebiet mit vielen Schleppliften, Sessellift und Gondel-
bahn. Ich bin in der Dunkelheit auf einer Piste abgefahren. 100 m bevor ich die Ski abgeschnallt 
habe, habe ich noch eine Verbeugung vorm Berg Arber gemacht indem es mich mächtig geschmissen hat. 
Das passiert mir öfters. Da muß ich mich meistens erst wieder entkneueln bevor ich aufstehen kann. 
Skistöcke weg, Stativ weg, Fotorucksack weg, Ski weg und dann gehst erst schön langsam wieder 
aufwärts. Ist immer ne tolle Prozedur.
						Hubert Bauer Falkner (BAYERWALDTEAM)

 

 

Viel Spaß mit den Arbermandln aus 1991 – 25 Jahre Winter im Bayerischen Wald

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