Frühblüher in den Amperauen – der Frühling kommt

Ab Mitte März kommt jedes Jahr die Farbe der Natur zurück in die Natur, in den Wald und die Flur. Als Farbe herrscht immer noch Braun und Grau vor. Alles wenig aussichtsreich für die Landschafts- und NaturfotografInnern.

 

Im lichten Waldrand kommen die ersten Farbtupfer hinzu

Die Frühblüher im Wald sind die ersten Farbtupfen in der noch farblich eintönigen Landschaft in Wald und Feld. Die Baumkronen tragen noch keine Blätter und so fällt die Frühlingssonne noch weitgehend ungehindert bis zum Waldboden hinab. Dies nutzen die Frühblüher ganz geschickt aus und nutzen dies für die eigene Vegatationsperiode.

 

Auch ein unscheinbares Schneeglöckchen, oder ein hell leuchtender Krokus kann urplötzlich ein schönes fotografisches Motiv bei einer Frühlingswanderung sein.

 

Vier Wochen und dann ist das Blätterkleid der Laubbäume wieder dicht

Für die Frühblüher gilt es diese Zeitspanne von 4 Wochen zu nutzen, später ist der Waldboden bis zum Spätherbst wieder dunkel. Die Energie wird aus speziellen energiespeichern im Boden schnell zum eigenen Wachstum genutzt, um so schneller als alle anderen Pflanzen dieses so kostbare Licht nutzen zu können.

 

Krokus und Anemonen – Lila auf grauem Waldboden

Das aufmerksame Auge des Fotografen fixiert diese ersten Farbtupfen in den Farben

  • Weiß
  • Gelb
  • Lila
  • Blau

als die ersten Frühlingsmotive an. So auch hier bei einem Spaziergang an der Amper bei Fürstenfeldbruck. In den Hangwäldern herrscht genau dieses Zwielicht durch die üppigen Laubwälder. Vier Wochen Zeitspanne für die Frühblüher und für die FotografInnen.

Den Anemonen (Windröschen) sieht der Betrachter die Sehnsucht nach Licht, nach Wärme und Energie in diesen Fotos geradezu an. Die Blütenkelche werden konstant nach der Sonne ausgerichtet, um ja nicht zu verpassen.

 

Wo findet die FotografIn die Frühblüher?

Einfach mit wachen Augen aufmerksam spazieren gehen und die Flora zu dieser Jahreszeit im Hinterkopf zu führen, so findet man die herrlichen Farbtupfer am Boden. Ja der Blick geht vor allem auf den Boden, die Fotomotive lauern dort wo sie das ganze Jahr nicht mehr sind. Zwischen Ästen, unter Zweigen und zwischen verdorrtem Laub aus dem letzten Herbst.

Wenn man die erste Blüte der Frühblüher entdeckt hat,
kommen die anderen wie von selbst hinter her.

Lassen wir auch dem geübten Auge etwas Zeit und Gelegenheit sich an diesen Motivraum zu gewöhnen. Es sind nicht die großen Motive für das Super Weitwinkel oder das Panorama. nein, es sind die kleinen Motive für ein Makro Objektiv oder für ein mittleres Tele – auch eine Normalbrennweite kann wunderbar eingesetzt werden. Bei passender Umgebung sogar ein Weitwinkel, um die Umgebung noch weiter mit ins Bild zu bekommen.

Lassen Sie Ihren Ideen freien Raum,
bei der bildmäßigen Umsetzung der Frühblüher im lichten Laubwald.

 

Standortanzeiger für Frühblüher im Wald

Ein Standortanzeiger kann bei dem Grundverständnis dieser Arten auch der lichte Laubwald sein.

Dort wo kein lichter Laubwald ist,
kann auch kaum ein Frühblüher sein.

Eine „Findenstrategie“ kann auch sein – zuerst auf die Standortsuche nach lichten Laubwäldern zu gehen und dann erst kleinräumig sich den Frühblühern widmen.

So wie auf diesem Foto einer Buche, herrlich beleuchtet an einer Hangkante der Amper.

  • Laubbäume müssen vorhanden sein
  • Lücken im Blätterdach
  • Sonne muss bis zum Waldboden dringen
  • Topologie begünstigt das durchscheinen des Sonnenlichts bis zum Boden

So kann die interessierte FotografIn sich diesen doch so schönen Motivbereich auf ganz zielstrebig selbst erarbeiten und eine eigene Motivliste für die fotografischen Reisen in die eigene Umgebung für das ganze Jahr vorzubereiten und nach Laune anlaufen.

So macht Natur und Landschaft umso mehr Spaß.
Etwas Verständnis der Zusammenhänge macht Laune auch beim Fotografieren.