Sommer im Dachauer Moos – die Amper Auen in Günding bei Dachau

Das Dachauer Moos ist entgegen der landläufigen Meinung (auch bei mir selbst vorherrschend) keine öde und unstrukturierte Landschaft – einfach und eben. Ganz im Gegenteil – man muss nur sehen lernen und wollen.

Im Dachauer Moos treffen viele unterschiedliche Landschaftsformen zusammen und bedingen sich auch gegenseitig. Dieses Zusammentreffen bringt eine sehr große Abwechslung in den Landschaftsformen und der einhergehenden Naturlandschaft.

Sehen und beobachten – dann kommt die Natur auch wie ganz selbstverständlich zum Fotografen und lässt auch bereitwillig ein hübsches Foto von sich machen.

Der Auwald an der Amper – die Amper Auen bei Günding

Der Amper Auwald entlang der Amper ist ein besonders wertvolles Biotop mit einer sehr großen Artenvielfalt. Der Auwald ist immer-naß und lebte früher von den regelmäßigen Überschwemmungen der Amper 2-3 mal im Jahr und lieferts damit Nährstoffe in die zeitweise überschwemmte Weichholzaue.

Ab den 1897er Jahren war es vorbei mit den regelmäßigen Überflutung der Amper Auwälder. Das Wasserkraftwerk Günding wurde von Oskar von-Miller in Betrieb genommen. Die Amper wurde als Vorfluter aufgestaut, um eine gleichmäßige Wasserversorgung der Turbinen zu gewährleisten.

 

Das Gündinger Wehr ist ein Anziehungspunkt für Technikinteressierte, Freizeit Liebhaber, Wanderer und eben Fotografen

Das Gündinger Wehr staut die Amper mehrere Meter an und zweigt den Kraftwerkskanal zum Gündinger Wasserkraftwerk ab. jetzt gerade führt die Amper viel Wasser, so dass entsprechend viel Wasser am Gündinger Wehr durch die Wehranlage kommt.

Ein Tosen und Brausen im Sommer am Gündinger Wehr, die Amper führt so viel Wasser, dass 5 von 6 Wehre das Wasser am Vorfluter ableiten und in das alte Flußbett der Amper abströmen lassen. Ein Spektakel für die eigentlich nur ruhig und gemächlich dahinfließende Amper.

 

Flußaufwärts bestehen noch die verträumten Altwasserarme der Amper

Oberhalb und Unterhalb des Gündinger Wehres hat sich ein Naturschutzgebiet als Auwald erhalten können. Feuchte, stickige Luft an heißen Sommertagen, angereichert von unzähligen Fliegen machen das Erkunden nicht immer einfach, aber immer ein Erlebnis.

In den Altarmen steht das Wasser und tauscht sich mit dem Fluss nur bei Pegeländerungen aus. Hier läuft die Natur deutlich langsamer ab als am Hauptstrom der Amper. Die Amper führt hier aktuell etwas 40 m³/s an Wasser.

 

Mit offenen Augen und Kamera durch den Auwald

Der Auwald ist immer anders und das aufmerksame Beobachten der Jahreszeiten macht nicht nur fotografisch Spaß. Der interessierte Naturfreund und Fotograf wird immer mit neuen Motiven positiv überrascht werden.

Tief im Auwald – dort wo auch tagsüber kaum viel Licht hinkommt überraschen im Juli plötzlich die vielen Beeren im weichen Licht des Blätterdachs.

Es ist nicht leicht, in dem verwirrenden Spiel der abgebrochenen Äste und Bäume, im Fixierspiel aus Licht und schatten ein passendes Fotomotiv zu finden. Oft reicht einfach etwas warten. In ein paar Minuten zieht eine Wolke vor die Sonne und unmittelbar sieht alles anders aus und es zeigen sich neue Fotomotive. Hier einmal mit ganz offener Blende und geringer Schärfentiefe.

Fast wie in längst vergangenen Zeiten erscheint die Amper bei einem Streifzug im Juli – der Hochsommer liegt über den Wiesen und Felder – die Bauern werden bald das Getreide ernten. Die Amper zeigt sich in aller Schönheit dem Fotografen und ich sehe den ganzen Tag keine anderen Fotografen hier.

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