Die Glonn – Erkundung in sommerlichen Gefilden

Die heimatliche Gegend ist in diesem Sommer so nah wie sonst noch nie! Das Motorrad stand vor 36 Jahren als Schüler als Inbegriff für die Erkundung in Oberbayern und den bayerischen Alpen. Jetzt in Corona – Zeiten tritt die nähere Heimat in den Vordergrund – eben nicht dort hinfahren wo wohl alle hinfahren. Also auf keinen Fall Richtung Süden.

Fotos: Paul Eschbach, Andi Pirchmoser

Das Glonntal – von der Mündung zur Quelle zurück

Zwei Dachauer sind auf der fotografischen Reise an diesem Fluss, der das Dachauer Land auf über 50 km durchfließt und auf den man auf Schritt und Tritt als Motorradfahrer und Fotograf stößt. Wir beginnen an der Mündung in die Amper in Allershausen. eine Baustelle der Autobahnbrücke lässt das aller letzte Teilstück jetzt nicht einsehen.

In Allershausen hat die Glonn eine stattliche Breite angenommen und unterquert die alte Brücke – unsere erste Rast. 50 km weiter, ist die Glonn nur ein kleiner, schmaler Bach in weitem Wiesengrunde und man würde kaum darauf aufmerksam werden. Sowohl beim Motorradausflug, aber noch viel mehr beim Fotografieren macht ein spezielles Thema des Tages so um so viel mehr Sinn um ein Ziel auch zu erreichen. An diesem Tage werden wir viele neue Motive entdecken, die wir so gar nicht gekannt haben – und doch nicht weit von Dachau entfernt sind.

Mit Andi Prichmoser und seiner R100 G/S stehen zwar zwei vollkommen unterschiedliche Motorräder am Start – wir beide wollen aber das beschauliche genießen und sehen viel lieber als Tempo und Geschwindigkeit. Mit meiner 250er glaubt man mir das wohl unbesehen.

Die Reise geht von hier flussaufwärts bis zur Quelle im Landkreis Fürstenfeldbruck.

 

Alte Mühlen am Glonn-Fluss zeigen ein beschauliches Bild

Wenige km weiter nutzt die Reckmühle das Wasser der Glonn als Antrieb für das Sägewerk und früher für die Getreidemühle. Der Standort ist seit dem 9. Jahrhundert erwähnt und gehörte früher zur Hofmark Weihenstephan.

Auffällig ist das barocke Wohnhaus des Müllers, die Mühle wurde im 30-jährigen Krieg zerstört und dann barock wieder aufgebaut. Die Gebäude stehen unter Denkmalschutz – sind aber Privatgelände und das wollen wir auch respektieren.

Wasserseitig ist die Reckmühle schon eine imposante Erscheinung, mit einer mächtigen Glonn und entsprechend großen Wasserbauten.

Heute wird die Glonn noch zur Elektrizitätserzeugung durch die Mühle für das Sägewerk verwendet und deckt wohl weitgehend den Energiebedarf des Betriebs.

 

Flussaufwärts die nächste Mühle von Hans Blank in Schlipps

Das liebe ich bei solchen entdeckungstouren. Mit etwas Vorbereitung entdeckt man solche Kleinode in der Landschaft die man aus Sendungen aus fernen Regionen gewohnt ist – hier unmittelbar vor der Haustüre.

Wir lassen die Motorräder an der Straße stehen und respektieren den Privatweg der Besitzer und wollen am Sonntag auch niemanden stören.

Es gibt Sie noch, die romantischen Mühlen in der Landschaft. Auch wenn diese heute kaum noch in der ursprünglichen Nutzung betrieben werden und das Mehl inzwischen in den Großmühlen gemahlen wird oder vornehmlich elektrischer strom erzeugt wird. Schön ist es schon, die alte und bewährte Technik noch in den Grundzügen sehen zu können.

Gleich kommt Hohenkammern und dann fließt die Glonn im Dachauer Land. So führt uns der Weg weiter durch das Dachauer Land, der Quelle entgegen.

 

In Erdweg erkunden wir das Glonntal auch auf schmalen Feldwegen

Eine kleine 250er hat einen ganz großen Vorteil – sie ist wendig und auch auf Feldwegen sehr gut zu handhaben. Eine Paris-Dakar wurde geradezu dafür gebaut. So erkunden wir das Glonntal bei Erdweg über kleine Feldwege und suchen schöne sommerliche Fotomotive am Wegesrand.

Die Glonn ist hier schon sichtbar schmäler geworden und führt kaum noch biel Wasser – die Fließgeschwindigkeit ist fast stehend. Wir bleiben auf einer kleinen Brücke über einen Glonn Zufluß stehen und betrachten die Landschaft.

Auf den paar Kilometern wandelt sich die Landschaft von Kurve zu Kurve. In Erdweg steht auch noch eine Mühle – die Fotos dazu wollen wir dem Betrachter aber gerne ersparen. Da ist nur noch wenig fotogenes zu erkunden.

 

Mühle in Oberhandenzhofen an der Glonn

Die Landschaft und die Glonn ist jetzt ziemlich beschaulich und kaum noch in der Landschaft zu erkennen. gerade deswegen hält dieser kleine Fluss immer wieder neue Überraschungen hinter der nächsten Kurve parat.

Die Mühle in Oberhandenzhofen wird seit dem Jahr 800 erwähnt, ist also älter als München und zeugt von der frühen Nutzung der Wasserkraft im Dachauer Land.

Wasser und Spiegelung – ein fotografisch immer sehr beliebtes Motiv.

Weiter geht unsere Erkundung zur Quelle der Glonn – dazu aber mehr in einem der nächsten Beiträge auf DELTA IMAGE.de.

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