Geänderte gesetzliche Vorschriften für die unbemannte Luftfahrt in Deutschland in Kraft getreten – Paul Eschbach im Gespräch mit Achim Friedl

Am 18. Juni 2021 trat das „Gesetz zur Anpassung nationaler Regelungen an die Durchführungsverordnung (EU) 2019/947 der Kommission vom 24. Mai 2019 über die Vorschriften und Verfahren für den Betrieb unbemannter Luftfahrzeuge“ in Kraft und ändert damit die bestehenden nationalen Gesetzte und Verordnungen für die unbemannte Luftfahrt. Die Anpassung war dringend notwendig, um die deutschen Vorschriften mit dem seit dem 31. Dezember 2020 in Deutschland anzuwendenden europäischen Luftverkehrsrecht für unbemannte Luftfahrzeugsysteme (UAS) in Einklang zu bringen und Widersprüche zu beseitigen.

Das Gesetz ändert

  • das Luftverkehrsgesetz (LuftVG),
  • die Luftverkehrs-Ordnung (LuftVO),
  • die Luftverkehrs-Zulassung-Ordnung (LuftVZO),
  • die Kostenverordnung der Luftfahrtverwaltung (LuftkostV)
  • und das Gesetz über das Luftfahrt-Bundesamt (LFBAG).

UAV DACH e.V., Berlin: „Der UAV DACH e.V. begrüßt für zahlreiche UAS-Betreiber, UAS-Fernpiloten und Modellflieger in Deutschland das am 18. Juni 2021 in Kraft gesetzte Gesetz, da wir nun den Übergangszustand mit all den verbundenen Unsicherheiten in der Auslegung und der Anwendung hinter uns lassen. Insbesondere herrschen nun wieder eindeutige Verhältnisse bei der Verwaltungszuständigkeit und es wird deutlich, was im Flugbetrieb zugelassen ist und was nicht.

PE: Es war zu vernehmen, dass der Referentenentwurf für das Gesetz wenig gelungen war, um es vorsichtig auszudrücken.
AF: „Das stimmt allerdings. Als die Verbände vor sechs Monaten den Entwurf zur Kenntnis und die Gelegenheit zur Stellungnahme bekamen, waren wir vom beabsichtigten Reglungsinhalt schockiert. Betriebsgenehmigungen sollten in je nach Abflugmasse bei unterschiedlichen Behörden eingeholt werden. Skurrile Sachen wären passiert. Bei einem UAS mit Verbrennungsmotor hätte der Tankinhalt die zuständige Genehmigungsbehörde bestimmt: Vollgetankt bei Luftfahrt-Bundesamt und mit halbvollem Tank bei einer der 19 Landesluftfahrtbehörden. Hinzu kamen, je nach Zählweise, bis zu 37 Betriebsverbote. Diese waren als sogenannte geografische UAS-Gebiete getarnt im Änderungsentwurf für die LuftVO enthalten. Beispielsweise konnte ich den Sinn und die Notwendigkeit für ein Flugverbot über Flugplätzen nicht erkennen. Warum soll über Flugplätzen unter Einhaltung der internationalen Spielregeln nicht mit UAS geflogen werden dürfen? Aus meiner Sicht sind Flugplätze gerade dazu da, den Flugbetrieb zu ermöglichen und sicher zu gestalten. Schwerwiegend war auch, dass die „offene Betriebskategorie“ durch diese Verbote dramatisch eingeschnürt worden wäre.“

PE: Nun steht ja in der LuftVO:

„Die Benutzung des Luftraums durch unbemannte Fluggeräte ist frei, 
soweit sie nicht durch das Luftverkehrsrecht beschränkt wird.“

Wie kam es zu dieser doch positiv klingenden Formulierung?
AF: „Der UAV DACH hat zunächst eine ausführliche Stellungnahme mit Verbesserungsvorschlägen zum Referentenentwurf abgegeben. Das Ministerium hat wenig davon in den Gesetzentwurf eingearbeitet. Insbesondere blieb es bei dieser für uns verheerenden Verbotsstrategie. Der Bundesverkehrsminister Scheuer hatte sogar gemeint man schaffe damit eine besonders gute Verbotskultur. Das war für uns inakzeptabel. Wir haben daher unsere Sorgen im parlamentarischen Gesetzgebungsverfahren beim Bundesrat und beim Deutschen Bundestag vorgetragen. Unserem Vorschlag für eine öffentliche Anhörung von Experten wurde gefolgt. Der Bundesrat und die FDP-Fraktion im Deutschen Bundestag haben den Gesetzentwurf wegen der vielen Verbote abgelehnt und für deutsche Regelungen plädiert, die den sinnvollen Einsatz von UAS ohne Hürden möglich machen. Das war konsequent. Die Regierungsfraktionen im Deutschen Bundestag (CDU/CSU und SPD) haben dankenswerterweise einen massiven Änderungsantrag eingebracht, der dann auch im Bundestag beschlossen wurde und jetzt als Gesetz gekommen ist. Der Deutsche Bundestag hat den Duktus der Gesetzänderungen für die unbemannte Luftfahrt, von einer Ansammlung an Verboten mit komplizierten Ausnahmegenehmigungen, im Charakter grundsätzlich umgedreht. Das spiegelt sich in der oben genannten „Benutzungsfreiheit“ und der Beschreibung des zulässigen UAS-Betriebes wider. Durch die Intervention des UAV DACH mit Unterstützung anderer Verbände konnte sehr viel für den weltweit aufstrebenden Markt der unbemannten Luftfahrt am UAS-Standort Deutschland erreicht werden.“

PE: Für den UAS-Betrieb gibt es jetzt definierte Freiheitsgrade anstatt flächendeckender Verbote. Das sehe ich als richtigen Schritt für die unbemannte Luftfahrt in Deutschland und den UAS-Markt an. Wie sehen die Verbesserungen konkret aus?
AF: Den Flugbetrieb zu gestatten, mit gezielten, gut begründeten und angemessenen Einschränkungen sollte der Maßstab des Gesetzes sein. Das konnte auch erreicht werden. Die Verbesserungen sind:

  • Der Betrieb in der „offenen Kategorie“ ohne Betriebsgenehmigung unterliegt in den geografischen UAS-Zonen nicht mehr einem grundsätzlichen Verbot. So wird die Möglichkeit gewahrt, den Betrieb in der niedrigsten Risikoklasse durchzuführen. UAS-Betreiber sollten auch immer als erstes prüfen, ob sie in der offenen Kategorie ihren Auftrag erfüllen können.
  • Der komplett neu formulierte §21h LuftVO enthält zwar noch eine große Anzahl von geografischen UAS-Gebieten als Flugbeschränkung, aber in vielen Fällen ist der Überflug in Sicherheitshöhe oder mit Zustimmung des Grundstückseigentümers bzw. Anlagenbetreibers möglich und in den anderen Fällen kann man sich eine „Flugzulassung“ von der Behörde holen.
  • Die Zuständigkeiten in der unbemannten Luftfahrt sind nun auch eindeutig geregelt als Aufgaben des Luftfahrt-Bundesamtes oder der Landesluftfahrtbehörden. Mögliche „Doppelzuständigkeiten“ sind beseitigt. Es war ein wichtiges Anliegen für den UAV DACH e.V., das die UAS-Betreiber in allen Fällen dieselbe Behörde als Ansprechpunkt haben.
  • Die geänderte LuftVO eröffnet gute Möglichkeiten für den Modellflug bei Beibehaltung der bisherigen Sicherheitsbilanz. Aus meiner Sicht soll Modellflug weiterhin Spaß bereiten und nicht mit einem Berg von einschränkenden Regeln überzogen werden.
  • Die Luftfahrtbehörden der Länder stehen in einer großen Verantwortung. Vor der Änderung der LuftVO hatten sie nur die Möglichkeit in begründeten Einzelfällen Ausnahmen zu genehmigen, während sie jetzt den Betrieb nach pflichtgemäßem Ermessen zulassen dürfen.
  • Das Bundesverkehrsministerium hat die Befugnis neue geografische UAS-Gebiet einzurichten, wie z.B. U-space airspace. Es ist aber zugleich in die Pflicht genommen worden, die Betriebsregeln für UAS festzulegen, was besser ist als Verbote ohne Ausweg.“

PE: Der UAV DACH e.V. richtet seinen Blick auf die noch vor uns liegenden Aufgaben, um dieses Gesetz in der täglichen Praxis auch anwendbar und praktikabel zu machen. Die dedizierten geografischen Gebiete müssen gemäß §21j LuftVO nach den Maßgaben der Durchführungsverordnung (EU) 2019/947 in eine interoperable (europäische) Datenbank einfließen, damit sich UAS-Betreiber wirklich einfach, transparent und sicher über die vor Ort geltenden Flugbeschränkungen informieren können, ohne umfangreiche „Verordnungen“ studieren zu müssen.
Was haben wir sonst noch zu tun?

AF: „Wir werden unsere Mitglieder bei Bedarf in der Kommunikation mit den Luftfahrbehörden unterstützen. Wir wünschen uns, wie schon im Jahr 2017, gemeinsame Grundsätze der Luftfahrtbehörden des Bundes und der Länder für die Erteilung von Betriebsgenehmigungen – das hatte sich sehr gut bewährt und sollte wieder umgesetzt werden. Bei der Erarbeitung und auch sonst steht der UAV DACH mit seiner Expertise gern beratend zur Seite. Dann sind noch einige Begriffe zu den geografischen Gebieten, wie z.B. Anlagen der zentralen Energieerzeugung und Energieverteilung, mit Erklärungen für die Praxis zu versehen. Wichtig ist auch darüber zu entscheiden, ob für UAS-Gebiete, die immer noch mit einem Überflugverbot bis in unendliche Höhe festgelegt sind, Erleichterungen über die Festlegung von maximalen Höhen des betreffenden Luftraumes erreicht werden können. Dann steht die Integration des U-space in die gerade geänderten Luftverkehrsregeln in Deutschland an. Ich begrüße, dass dazu ein Projekt in Hamburg durchgeführt wird. Die Projektleitung sollte aber alle betroffenen Luftraumnutzer einbeziehen und ein praxisgerechtes Ergebnis erzielen. Diskussionen, was nicht geht und wer für was keine Verantwortung haben will, sind in der gegenwärtigen Situation wenig hilfreich. Auch beim U-space soll der sicherheitsmäßig vertretbare Betrieb von UAS möglich werden. Ich sehe U-space immer vor dem Hintergrund der sicheren Integration von UAS in den bestehenden Luftverkehr. Und zum Schluss noch etwas ganz Wichtiges: die in der LuftVO vorgeschriebene Evaluierung in einigen Bereichen ist dringend notwendig. Wir werden darauf achten, dass sie gemacht wird, und stehen zur Mitwirkung natürlich zur Verfügung. Schließlich liegt mir sehr am Herzen, dass wir das Positive, was wir in Deutschland erreichen konnten, auch auf andere Länder, in denen wir Mitglieder haben, übertragen können.“

Der UAV DACH e.V. wünscht allen Stakeholdern der unbemannten Luftfahrt, 
dass die Änderungen der Regelungen, Bestimmungen und Verfahren in Deutschland kein Startverbot, 
sondern ein Durchstarten für die unbemannte Luftfahrt bedeuten. Diese Sichtweise herrscht wohl 
auch bei den Fachleuten der Projektgruppe "unbemannte Luftfahrt" im BMVI vor. Schließlich findet 
der Betrieb von UAS in umweltfreundlicher Art und Weise statt und die Anwendungen erfolgen unter 
Berücksichtigung privater Rechte zum Wohle der Menschen in Wirtschaft, Industrie und Verwaltung.
Der Dank des UAV DACH e.V. geht an alle, die mit der gebotenen Sachlichkeit in die gleiche 
Richtung gezogen haben. Insbesondere bedanken wir uns bei den Politikern des 
Deutschen Bundestages, die den Mut zur Abkehr von einer rigiden Verbotsstrategie hin zur 
unbemannten Luftfahrt in Freiheit und Sicherheit hatten.
Achim Friedl, Vorstandsvorsitzender UAV DACH e.V.

Das Gespräch führte Paul Eschbach (PE), Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im UAV DACH e.V.. Vielen Dank an Achim Friedl (AF), Vorstandsvorsitzender UAV DACH e.V..

Die nationalen Regelungen in der Unbemannten Luftfahrt – neues Buch von Paul Eschbach

Die Regelungen im deutschen Luftverkehr sind ab 31.12.2021 mit der Anwendung der neuen EU-Verordnungen 2019/947 und EU-Verordnung 2019/945 teilweise verdrängt worden. Die EU-Verordnungen sind unmittelbar in allen EU-Mitgliedsstaaten anzuwenden und haben den Vorrang vor allen nationalen Regelungen. Die Regelungen in den EU-Mitgliedsstaaten haben nur noch dort Bestand in deren Anwendung, wo keine Regelungen auf EU-Ebene bestehen.

 

Die Neuregelung der Luftverkehrsgesetzgebung betrifft auch Deutschland

Seit dem 31.12.20020 fliegt Deutschland in dem nebeneinander von EU-Regelungen und teilweise verdrängten nationalen Regelungen. Einige Themen aus den EU-Regelungen lassen einen freien Raum, der noch nicht umgesetzt ist. Die Bundesregierung hat nun mit deutlicher Verspätung in einem Schnellverfahren eine Neufassung aller relevanter Gesetze und Verordnungen im Gesetzgebungsverfahren in der ablaufenden Legislaturperiode vor der Wahl im September 2021 umgesetzt.

Betroffen sind insbesondere

  • Luftverkehrsgesetz (LuftVG)
  • Luftverkehrs-Zulassungs-Ordnung (LuftVZO)
  • Luftverkehrs-Ordnung (LuftVO)
  • Kostenverordnung der Luftfahrtverwaltung (LuftKostV)
  • Gesetz über das Luftfahrt-Bundesamt

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Neue nationale Regeln für UAS in Deutschland beschlossen

Die deutsche Bundesregierung und der Bundesrat haben heute im Gesetzgebungsverfahren die Neufassungen der nationalen Regelungen in der Unbemannten Luftfahrt beschlossen. Damit werden die deutschen Gesetze und Verordnungen an die veränderten Rahmenbedingungen durch die seit 31.12.2020 anzuwendenden EU-Durchführungsverordnung 2019/947 und EU-Delegierten Verordnung 2019/945 angepasst und die Graubereiche und Regelungslücken in der Unbemannten Luftfahrt geschlossen.

 

Der deutsche Bundesrat beschließt die Neufassung der Gesetze

Der deutsche Bundesrat hat als Länderkammer heute (28. Mai 2021) dem vorgelegten

Gesetz zur Anpassung nationaler Regelungen an die Durchführungsverordnung (EU) 2019/947 
der Kommission vom 24. Mai 2019 über die Vorschriften und Verfahren für den Betrieb unbemannter Luftfahrzeuge.

mit der erforderlichen Mehrheit beschlossen. Damit kommt das Gesetzgebungsverfahren nach über 5 Monaten Laufzeit noch vor der Sommerpause zu einem Abschluss. Einige wesentliche Änderungen konnten über den Vermittlungsausschuss im Verkehrsausschuss durch das Engagement von Verbänden (u.a. UAV DACH e.V., Deutscher Modellflieger Verband e.V.) erreicht werden und einige Haken und Ösen abgemildert werden.

Das neue Gesetz, und damit auch die Neufassung der LuftVO könnten schon im Juni/Juli 2021 in Kraft 
gesetzt werden.

 

Ist alles Neu in den nationalen Regelwerken der Unbemannten Luftfahrt

Ja und Nein!

Betroffen sind in Deutschland die folgenden Rechtsakte:

  • Luftverkehrsgesetz (LuftVG)
  • Luftverkehrszulassungsordnung (LuftVZO)
  • Luftverkehrsordnung (LuftVO)
  • Kostenordnung der Luftfahrtverwaltung (KostOLuftV)
  • Gesetz des Luftfahrt-Bundesamtes

Im Gesetzgebungsverfahren hatte die Bundesregierung keinen großen Spielraum in der Ausgestaltung mehr. In der Abfolge der EU-Gesetze und darauf ausgerichteten nationalen Rechtsakte können noch bestehende Gestaltungsspielräume ausfüllen – mehr nicht mehr. Grundsätzliche Eingriffe in die Regelungen der EU-Rechtsakte ist nicht mehr gegeben, da die EU-Regeln immer die nationalen Regelungen verdrängen.

In den EU-Rechtsakten ist in sehr vielen Fällen ein Gestaltungsspielraum auf regionaler (=nationaler) Ebene vorgesehen – und das ist auch gut so. Das dient der Akzeptanz und der Bürgernähe innerhalb der EU.

Beispiel: 
Es kann nicht die Aufgabe der zentralen EU-Verwaltung sein, aus Brüssel festzulegen, 
welche Behörde in jedem der 27 EU-Mitgliedsstaaten für festgelegte Aufgaben und Prozesse 
zuständig sei.

 

Änderungen in den deutschen Regelungen in der Unbemannten Luftfahrt

Als Überblick zeigen wir Ihnen hier die wesentliche Struktur der Änderungen an den nationalen Rechtsakten in Deutschland auf. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der „offenen“ UAS-Kategorie. Die „spezielle“ Kategorie und „zulassungspflichtige“ Kategorie haben noch weitergehende Regelungen bekommen.

Ebenso weitere Regelungen sind für die Modellflieger festgelegt – hier verweisen wir auf die sehr guten Webseiten des Deutschen Modellflieger Verband e.V..

Änderung in LuftVG

Änderung in LuftVZO

Änderung in KostOLuftV

LuftVO - Anpassungen

LuftVO - Geografische Gebiete

LuftVO - Übernahme aus §21a erlaubnisbedürftiger UAS-Betrieb

LuftVO - Übernahme aus §21b verbotener UAS-Betrieb

LuftVO - Genehmigungen UAS-Betrieb

Was ändert sich damit für die/den UAS-PilotIn

Die deutschen Gesetze und Verordnungen in der Unbemannten Luftfahrt werden vornehmlich einfacher zu lesen und einfacher zu verstehen sein.

Aber.

Die deutschen Rechtsakte regeln nur noch die verbleibenden Freiräume aus den übergeordneten EU-Regelungen und müssen immer im Zusammenhang zueinander verstanden werden. Ein vertieftes Verständnis aller Regelungen

ist daher für den UAS-Betreiber erforderlich – und das sind über 400 Seiten Text, teilweise nur in englisch verfügbar.

 

In der UAS-Praxis gibt es sicherlich auch Fälle mit noch mehr Abhängigkeiten untereinander. Die Regelungen in der neuen LuftVO sind gerade im §21h mit sehr vielen UND und ODER, mit ERLAUBT und VERBOTEN formuliert.

Na Bravo!

Das beim Durchlesen im trockenen Raum zu verstehen, ist schon nicht einfach. Das Auswendiglernen und das Verstehen aller Abhängigkeiten zueinander fordert das abstrakte und mathematische Denken vom Fernpiloten. Ob der Gesetzgeber da nicht über das eigentliche Ziel hinausgeschossen ist wird sich zeigen. In der Geschäftsstelle der UAVDACH-Services UG häufen sich die Anrufe nach Rat und Tat.

Der UAV DACH e.V. hatte sich sehr intensiv in der Verbändebeteiligung in das Gesetzgebungsverfahren 
eingeschalten und eingebracht. Einiges ist zur Verbesserung gelungen und damit Härten abgebaut 
worden.
Wesentlich war auch den generellen Charakter zu verändern. Die Unbemannte Luftfahrt darf nicht 
unter Generalverdacht gestellt werden. Durch die enormen Entwicklungen in der Unbemannten Luftfahrt 
sind nun viele Anwendungen zum Wohle der Menschen und der Gemeinschaft erst möglich geworden.
Dies gilt es zu festigen und auszubauen, dass aus dem Hobby für viele Menschen wertvolle 
Arbeitsplätze in Europa, in Deutschland, in der Region werden können. Dafür ist der UAV DACH e.V. 
auch vor über 20 Jahren gegründet worden - als Plattform zum Austausch in der Unbemannten Luftfahrt, 
da es kein Player alleine fertig bekommen hätte.

 

Hilfestellung von der UAVDACH-Services UG

Die UAVDACH-Services UG hat wieder ein kleines Büchlein zu allen Änderungen in den nationalen Gesetzen und Verordnungen mit dem aktuellen Gesetzesstand, vielen Erläuterungen und Querverweisen zusammengestellt. Das handliche Format ermöglicht es, das Büchlein unkompliziert zu den Unterlagen des UA zu packen und eben mal schnell nachzuschauen.

Zum UAVDACH-Services UG Buchshop. Das Buch wird im Eigenverlag produziert und vertrieben und kann Online ab sofort bestellt werden.

Besser Nachschauen als unberechtigt das UAS betreiben.

Bundesrat entscheidet am 28. Mai 2021 über Gesetz zur Anpassung der deutschen Luftverkehrsgesetze

Gesetz zur Regelung der Unbemannten Luftfahrt am 28.5.2021 im Bundesrat zur Beschlussfassung

Nach der erstmaligen Anwendung der neuen europäischen Regelungen in der Unbemannten Luftfahrt am 31.12.2020 mit der Anwendung der EU-Durchführungsverordnung 2019/945 und der EU-Delegierte Verordnung 2019/945 wird mit der Gesetzesvorlage die Regelungslücke zur den deutschen Gesetzen und Verordnungen in der Luftverkehrsverwaltung geschlossen. Nach dem Beschluss des Deutschen Bundestages liegt das neue Gesetz:

Gesetz zur Anpassung nationaler Regelungen an die Durchführungsverordnung (EU) 2019/947 der Kommission
vom 24. Mai 2019 über die Vorschriften und Verfahren für den Betrieb unbemannter Luftfahrzeuge

Drucksache: 376/21

dem Bundesrat als Länderkammer zum Beschluss als Tagesordnungspunkt 23 am 28. Mai 2021 ab 09.30 Uhr vor. Damit werden die deutschen Gesetze und Verordnungen

  • LuftVG
  • LuftVZO
  • LuftVO
  • KostOLuftV
  • LBA-Gesetz

dem neuen europäischen Rahmen angepasst. Dabei hatte die Deutschland nicht mehr viel Gestaltungsspielräume, es galt

  • die Begrifflichkeiten zu harmonisieren (zu übernehmen)
  • die nationalen Entscheidungsspielräume auszufüllen
  • die europäisch aufgesetzten neuen Prozesse und Systeme national umzusetzen
  • die Widersprüche als den bestehenden Fassungen zu entfernen

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Kenntnisnachweis für Multicopter (Drohnen) beim Oberstdorfer Fotogipfel geprüft und bestanden

Logo FotogipfelIm Rahmen des Oberstdorfer Fotogipfels haben wir zusammen mit dem Organisationsteam erstmalig die Möglichkeit geschaffen, dass Multicopter Piloten aus dem Oberallgäu hier vor Ort den Kenntnisnachweis zur steuern eines unbemannten Luftfahrtgerätes bis 150 kg ablegen können. Multicopter (Drohnen) über 2 kg Abfluggewicht benötigen seit 1.Oktober 2017 einen in der LuftVO vorgeschriebenen Kenntnisnachweis.

Die theoretische Prüfung wird dabei vor einer vom LBA akkreditierten Prüfungsstelle nach einheitlichen Kriterien und Vorgaben abgelegt.

Paul Eschbach und DELTA IMAGE sind beim LBA akkteditiert und so bietet sich dieser Servive für die vielen begeisterten Piloten geradezu an. Kurze Wege und dann legal fliegen dürfen.

 

 

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Bundesregierung regelt in der LuftVO auch das Drohnenfliegen zur Ostereier Suche am 1. April 2018

Wenn Ostern schon mal auf den Monatsersten im April fällt, lässt sich das Bundesministerium für Verkehr und Infrastruktur (BMVI) nicht zweimal bitten und regelt in der neuen LuftVO (Luft-Verkehrs-Ordnung) Ausgabe 2018.04.01 die Nutzung des aller untersten Luftraums tagesbezogen neu. Mit dem zahlreichen Aufkommen der Multicopter (umgangssprachlich Drohnen) kommen zu den bisherigen Nutzern des unteren Luftraumes

  • Luftballone
  • Lenkdrachen
  • Allgemeine Luftfahrt
  • Segelflugzeuge
  • Ultraleicht Flugzeuge
  • Paraglider
  • Fallschirmspringer
  • Hubschrauber
  • Rettungs-Hubschrauber
  • Polizei-Hubschrauber

auch die Modellflieger und Multicopter Piloten für unterschiedlichste Anwendungen und auch speziell zum performanten Ostereiersuchen hinzu.

Der Multicopter scheint deutliche Vorteile beim Ostereiersuchen gegenüber Hubschraubern und Fallschirmspringern zu haben.
Luftfahrtexperte

PED  II

 

Wir testen einen neuen YUNEEC Q500 4k auf seine Eignung zum Aufspüren und Finden von Kleinobjekten in unmittelbarer Bodennähe. Da zu unserem Test noch keine Ostereier zur Verfügung stehen, wird der Test mit farbenfrohen Primeln durchgeführt.

Die Neuerung im unteren Luftraum tritt abweichend von den Änderungen im unteren und oberen Luftraum am 1. April 2018 mit der Veröffentlichung im Amtsblatt des BMVI in Kraft (aber auch nur an diesem Tag).

Eine maximale Flughöhe von 330 Hasenfüße über Grund, reicht zum Ostereier-Suchen aus.
Multicopter-Experte

Eine Regelung des aller untersten Luftraums ist dringend notwendig

Die neue LuftVO regelt nun die maximale Flughöhe für ostereiersuchende Multicopter

  • im privaten Einsatz außerhalb von Modellflugplätzen
  • im gewerblichen Einsatz

nun einheitlich auf 10 m über Grund, was ja wohl ausreichen dürfte.

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Weitgehend unbekannt ist auch eine Neuregelung der minimalen Flughöhe für Multicopter in Bodennähe. Speziell für die weitläufige Anwendung in der Osterwoche, dürfen Multicopter Piloten mit einem speziellen Fähigkeitsnachweis, zukünftig auch bis 5 cm über Bodenhöhe mit dem Multicopter fliegen.

Der Bundesminister Andres Scheuer kommt damit den verstärkt vorgebrachten Anwendungsmöglichkeiten beim Suchen von Ostereiern durch eine verwaltungstechnische Verankerung in der LuftVO nach.

Eine gesetzliche Regelung des Ostereiersuchens war bis jetzt völlig ungeregelt und ist dringend notwendig.
Ostereierexperte

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Was bedeutet das für den Multicopter Piloten an Ostern

Wer rechtzeitig eine Schulung und einen damit zusammenhängen Fähigkeitsnachweis erwirbt, kann an Ostern den Multicopter auch beim privaten und gewerblichen Ostereiersuchen einsetzen.

Das neue Marktsegment eröffnet neue Geschäftperspektiven für den 
Mittelstand und den Aufbau eines nachhaltigen Dienstleistungsmarktes.
Mehr Fläche, sowohl schneller als auch genauer durchsuchen, ist die 
Aufgabenstellung der heutigen Zeit.

Die Schulung wird von speziellen Schulungsunternehmen angeboten, die Termine vor Ostern werden nach Aussage des Bundesministeriums wohl eng werden, entsprechende Ergänzungskapazitäten werden nun zeitaktuell aufgebaut.

 

Wir testeten das neue Geschäftsmodell unter extremen Bedingungen am südlichsten und höchst gelegenen Ort Deutschlands – in Oberstdorf

Auch unter solch harten Bedingungen müssen sich die Regelungen für den einen Tag gleich von Anfang an bewähren. Eine umfangreiche Testreihe wird daher unter den härtesten Bedingungen durchgeführt. Wir werden über die Ergebnisse der Versuche und Testreihen noch berichten.

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Das BMVI erwartet einen regelrechten Nachfrage-Boom nach diesem neuen Geschäftsmodell am Ostersonntag und Ostermontag. Durch die zunehmende Vergrünung der Städte stehen immer größere wohnnahe Grünflächen zum Ausbringen der Ostereier zur Verfügung. Innerhalb der Aufmerksamkeitsspanne der Kinder ist das vollständige Absuchen der einschlägigen Grünflächen nicht möglich. Ein Restbestand an Ostereiern in der Landschaft belastet die Grünflächen und ist eine Behinderung der heimischen Fauna bei der Nahrungsaufnahme.

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Mitarbeiter des Helmholz Zentrums kommen zum Drohnen-Kenntnisnachweis nach Schleißheim

Das Helmholz Zentrum in Neuherberg ist ein Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt mit über 1500 Beschäftige am Standort im Norden der Landeshauptstadt – schon auf Oberschleißheimer Grund.

Das Helmholtz Zentrum München verfolgt als Deutsches Forschungszentrum für 
Gesundheit und Umwelt das Ziel, personalisierte Medizin für die Diagnose, 
Therapie und Prävention weit verbreiteter Volkskrankheiten wie Diabetes 
mellitus, Lungenerkrankungen und Allergie zu entwickeln. Dafür untersucht 
es das Zusammenwirken von Genetik, Umweltfaktoren und Lebensstil.

Früher war hier in Neuherberg „nur“ die Gesellschaft für Strahlenschutz GfS angesiedelt – jetzt hat sich der Standort zu einem Multi-Disziplin-Standort von internationaler Bedeutung entwickelt, über 1500 Beschäftigte am Standort sind das Ergebnis der Bündelung von Forschung in einem Cluster.

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Luftbild Helmholz Zentrum Neuherberg mit Panzerwiese und Fröttmanninger Heide

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Oberstdorfer Fotogipfel 2018 mit Paul Eschbach und 4 spannenden Workshops

Seit 2015 sind wir nun beim Oberstdorfer Fotogipfel als DELTA IMAGE dabei. Der Oberstdorfer Fotogipfel ist der höchstgelegene Fotoevent in Deutschland und einer der größten und wichtigsten in Bayern.

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Quelle: Tourismus Oberstdorf GmbH

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Interview in der PROFIFOTO Ausgabe 7-8/2017 zu Multicopter

In der Sommerausgabe von PROFIFOTO 7-8 ist eine Umfrage unter Multicopter Spezialisten in Interviewform. Paul Eschbach und DELTA IMAGE wurde dazu vom Redakteur zu den Veränderungen der neuen Änderungen in der LuftVO auf das Drohnenfliegen.

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Änderung der luftrechtlichen Vorschriften (LuftVO) für UAV ist gesetzlich wirksam

Änderung der luftrechtlichen Vorschriften (LuftVO) für UAV ist gesetzlich wirksam

Die Änderung der LuftVO mit neuen luftrechtlichen Vorschriften für unbemannte Luftfahrzeuge (UAV) sind im Bundesanzeiger am 6. April 2017 veröffentlicht worden und werden damit mit Wirkung ab 1. Oktober 2017 gesetzlich wirksam.

Damit ändern sich für alle Piloten von Multicoptern und UAV die luftrechtlichen Bedingungen zum Betrieb des Multicopters im Luftraum.