Archäologie42: Live-Gladiatorenkampf in der Archäologischen Staatssammlung München am 23.11.2025

Im Herbst 2025 verwandelt sich die Archäologische Staatssammlung München in eine Arena.

Mit der neuen Sonderausstellung „Gladiatoren – Helden des Kolosseums“ ziehen die Gladiatoren ins Museum ein. Und das nicht nur im unterirdischen Ausstellungsraum. Erfahrene Reenactmentkämpfer entführen Museumsgäste am 23. November 2025 auf eine Zeitreise und zeigen, warum die Gladiatoren die Fußballstars von damals waren.

Der Gladiator ist die populärste Figur der römischen Welt. Er verkörpert den Kampf auf Leben und Tod, extremste Unterhaltung, größten Ruhm und maximales Risiko. Gladiatorenkämpfe lieferten spezifisch römische Antworten auf Fragen zu Leben und Tod. Sie führten exemplarisch und vor der größtmöglichen Öffentlichkeit vor Augen, wie man dem Tod entgegentreten solle: nämlich mit Tapferkeit und Todesmut! Diese römischen Kardinaltugenden wurden in der Arena öffentlich und eingebunden in ein mitreißendes Spektakel zur Schau gestellt.

Professionelle Gadiatorenkämpfe waren somit keine wilden Gemetzel, sondern genau definierte Duelle zwischen ausgebildeten Spezialisten, die unter Musikbegleitung stattfanden und im Vorfeld genau geplant wurden. Ihren Namen erhielten die Gladiatoren vom Schwert der Legionäre, dem „Gladius“ – sie waren also Männer des Schwertes. Neben der Ausstattung der Gladiatoren waren auch die Disziplin und die Trainingsmethoden nach militärischem Vorbild ausgerichtet.

Reenactment-Kämpfer der Familia Gladiatoria Pulli Cornicinis. | ©Johannes Breyer

Wie ein solcher Kampf konkret abgelaufen ist, können kleine wie große Gäste nun live in der Archäologischen Staatssammlung München erleben. Der Militärhistoriker, Experimentalarchäologe und Schriftsteller Dr. Marcus Junkelmann kommentiert die unterschiedlichen Kampfszenen, die von erfahrenen Reenactment-Kämpfern der Familia Gladiatoria Pulli Cornicinis ausgetragen werden. Demonstriert werden sowohl die Trageweise der Rüstungen als auch die Kampftechnik. Zudem besteht für das Publikum die Gelegenheit, Rüstungsteile selbst in die Hand zu nehmen.

Die Veranstaltung ist Teil des Begleitprogramms zur Sonderausstellung „Gladiatoren – Helden des Kolosseums“ (21. Nov. 2025 bis 3. Mai 2026).

Ort: Archäologische Staatssammlung, Lerchenfeldstr. 2, München, Forum (EG)

Kosten: keine; keine Anmeldung erforderlich (Plätze vor Ort jedoch begrenzt).

Quelle: Archäologische Staatssammlung München

Gladiator gegen Gladiator; Retiarius vs. Secutor: Live-Kampf in der Archäologischen Staatssammlung München

Die Gladiatoren sind in München!

In der Archäologischen Staatssammlung in München am Englischen Garten wird ganz aktuell eine Sonderausstellung „Gladiatoren – Helden des Kolosseums“ gezeigt. Im Rahmenprogramm dieser am letzten Donnerstag erst eröffneten Sonderausstellung zeigt der Historiker und Experimentalarchäologe Dr. Marcus Junkelmann zusammen mit seiner Gruppe „Familia Gladiatoria Pulli Cornicinis“ live-Gladiatorenkämpfe in den Ausstellungsräumen der Staatssammlung.

 

Höhepunkt der Veranstaltung waren die Gladiator-Zweikämpfe

Gladiator gegen Gladiator in den historisch überlieferten und vom Historiker und Experimentalarchäologen Dr. Marcus Junkelmann in vielen Jahren seiner Forschungsarbeiten wiederentdeckten Gladiator-Typen bringen die aktionsgeladenen Zweikämpfe in Verbindung mit der wissenschaftlichen Forschungssicht auf die Gladiatur in München wieder zum Leben. Die Gladiatur bestand aus Zweikämpfen, die einem Regelwerk unterworfen waren, ähnlich den heutigen Regeln in anderen Sport-Wettbewerben. Sie sind nicht aus der Antike überliefert, sondern wurden in wissenschaftlicher Kleinstarbeit teilweise rekonstruiert und in der experimentellen Archäologie überprüft und ausgeformt.

 

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Dr. Marcus Junkelmann – mit brennender Lunte und gezücktem Schwert durch die Jahrhunderte der europäischen Geschichte

Ein durchschossener Brustpanzer und Kavallerieausrüstung liegt zu Boden – kein Schlachtfeld, sondern die Vorbereitung des Vortrags von Dr. Marcus Junkelmann.

Ein Beitrag von Henry Ertner

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ZDF-MORGENMAGAZIN: Gladiatoren – Helden des Kolosseums: Dr. Marcus Junkelmann

Gladiatoren – Helden des Kolosseums

Das ZDF Morgenmagazin berichtet am 27.11.2025 um 05:30 über die Veranstaltung im Rahmenprogramm zur SonderausstellungGladiatoren – Helden des Kolosseums“ in der Archäologischen Staatssammlung in München.

Beitragsunterschrift: „Die Archäologische Staatssammlung München erweckt in ihrer neuen Ausstellung die Geschichte der römischen Gladiatoren zum Leben. Geschichte zum Anfassen für Groß und Klein.“

Videobeitrag des ZDF Morgenmagazins zur Veranstaltung Live-Gladiatorenkampf im Rahmen der Sonderausstellung in der Archäologischen Staatssammlung.

 

Der Beitrag erscheint beim Klicken auf das Aufmacherbild und ist unter dem folgenden Link verfügbar.

https://www.zdfheute.de/video/zdf-morgenmagazin/gladiatoren-104.html

Da geht ein Museum mit der Zeit und lässt diese gleichzeitig aufleben!
Geschichte zum Anfassen ...
... in der Archäologischen Staatssammlung

Gladiator gegen Gladiator; Retiarius vs. Scissor: Live-Kampf in der Archäologischen Staatssammlung München

Die Gladiatoren sind in München!

In der Archäologischen Staatssammlung in München am Englischen Garten wird ganz aktuell eine Sonderausstellung „Gladiatoren – Helden des Kolosseums“ gezeigt. Im Rahmenprogramm dieser am letzten Donnerstag erst eröffneten Sonderausstellung zeigt der Historiker und Experimentalarchäologe Dr. Marcus Junkelmann zusammen mit seiner Gruppe „Familia Gladiatoria Pulli Cornicinis“ live-Gladiatorenkämpfe in den Ausstellungsräumen der Staatssammlung.

 

Höhepunkt der Veranstaltung waren die Gladiator-Zweikämpfe

Gladiator gegen Gladiator in den historisch überlieferten und vom Historiker und Experimentalarchäologen Dr. Marcus Junkelmann in vielen Jahren seiner Forschungsarbeiten wiederentdeckten Gladiatortypen bringen die aktionsgeladenen Zweikämpfe in Verbindung mit der wissenschaftlichen Forschungssicht auf die Gladiatur in München wieder zum Leben. Die Gladiatur bestand aus Zweikämpfen, die einem Regelwerk unterworfen waren, ähnlich den heutigen Regeln in anderen Sport-Wettbewerben. Sie sind nicht überliefert, sondern wurden in wissenschaftlicher Kleinstarbeit teilweise rekonstruiert und die experimentelle Archäologie und dem Reenactment überprüft und ausgeformt.

Der Retiarius (links) ist ganz leicht bewaffnet, mit einem Dreizack, einem Armschutz, einer Schulterplatte und einem Netz. Das verspricht eine hohe Beweglichkeit und eine lange Ausdauer im Zweikampf. Er wird versuchen immer in Bewegung zu bleiben und damit seinen Gegner abzukämpfen und ihn gleichzeitig mit seinem Netz im Kampf zu behindern. Sein Gegner ist ein Scissor, sinngemäß der Schlitzer, oder griechisch Arbelas, ist dagegen schwer geschützt, mit Kettenhemd, gepolsterten Arm und Körperschutz. Beide Beine sind mit Beinschienen ebenso gut geschützt. Als Angriffswaffe hat er ein Kurzschwert in der rechten Hand. In der linken Hand trägt er keinen Schild, sondern eine metallene Armröhre mit einer furchterregenden sichelförmigen Klinge. Vor- und Nachteile gleichen sich sehr gut gegeneinander aus.

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Gladiator gegen Gladiator; Essedarius vs. Essedarius: Live-Kampf in der Archäologischen Staatssammlung München

Die Gladiatoren sind in München!

In der Archäologischen Staatssammlung in München am Englischen Garten wird ganz aktuell eine Sonderausstellung „Gladiatoren – Helden des Kolosseums“ gezeigt. Im Rahmenprogramm dieser am letzten Donnerstag erst eröffneten Sonderausstellung zeigt der Historiker und Experimentalarchäologe Dr. Marcus Junkelmann zusammen mit seiner Gruppe „Familia Gladiatoria Pulli Cornicinis“ live-Gladiatorenkämpfe in den Ausstellungsräumen der Staatssammlung.

 

Höhepunkt der Veranstaltung waren die Gladiator-Zweikämpfe

Gladiator gegen Gladiator in den historisch überlieferten und vom Historiker und Experimentalarchäologen Dr. Marcus Junkelmann in vielen Jahren seiner Forschungsarbeiten wiederentdeckten Gladiator-Typen bringen die aktionsgeladenen Zweikämpfe in Verbindung mit der wissenschaftlichen Forschungssicht auf die Gladiatur in München wieder zum Leben. Die Gladiatur bestand aus Zweikämpfen, die einem Regelwerk unterworfen waren, ähnlich den heutigen Regeln in anderen Sport-Wettbewerben. Sie sind nicht aus der Antike überliefert, sondern wurden in wissenschaftlicher Kleinstarbeit teilweise rekonstruiert und in der experimentellen Archäologie überprüft und ausgeformt.

 

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Gladiator gegen Gladiator; Hoplomachus vs. Murmillo: Live-Kampf in der Archäologischen Staatssammlung München

Die Gladiatoren sind in München!

In der Archäologischen Staatssammlung in München am Englischen Garten wird ganz aktuell eine Sonderausstellung „Gladiatoren – Helden des Kolosseums“ gezeigt. Im Rahmenprogramm dieser am letzten Donnerstag erst eröffneten Sonderausstellung zeigt der Historiker und Experimentalarchäologe Dr. Marcus Junkelmann zusammen mit seiner Gruppe „Familia Gladiatoria Pulli Cornicinis“ live-Gladiatorenkämpfe in den Ausstellungsräumen der Staatssammlung.

 

Höhepunkt der Veranstaltung waren die Gladiator-Zweikämpfe

Gladiator gegen Gladiator in den historisch überlieferten und vom Historiker und Experimentalarchäologen Dr. Marcus Junkelmann in vielen Jahren seiner Forschungsarbeiten wiederentdeckten Gladiator-Typen bringen die aktionsgeladenen Zweikämpfe in Verbindung mit der wissenschaftlichen Forschungssicht auf die Gladiatur in München wieder zum Leben. Die Gladiatur bestand aus Zweikämpfen, die einem Regelwerk unterworfen waren, ähnlich den heutigen Regeln in anderen Sport-Wettbewerben. Sie sind nicht aus der Antike überliefert, sondern wurden in wissenschaftlicher Kleinstarbeit teilweise rekonstruiert und in der experimentellen Archäologie überprüft und ausgeformt.

 

Die Zweikämpfe sind mit ein Wettkampf mit Kontakt, die Akteure gehen mit Einsatz in ihren Wettstreit. Das Foto zeigt die Dynamik und die Kraft, die in diesem Zweikampf liegt.

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Gladiator gegen Gladiator; Thraex vs. Murmillo: Live-Kampf in der Archäologischen Staatssammlung München

Die Gladiatoren sind in München!

In der Archäologischen Staatssammlung in München am Englischen Garten wird ganz aktuell eine Sonderausstellung „Gladiatoren – Helden des Kolosseums“ gezeigt. Im Rahmenprogramm dieser am letzten Donnerstag erst eröffneten Sonderausstellung zeigt der Historiker und Experimentalarchäologe Dr. Marcus Junkelmann zusammen mit seiner Gruppe „Familia Gladiatoria Pulli Cornicinis“ live-Gladiatorenkämpfe in den Ausstellungsräumen der Staatssammlung.

 

Höhepunkt der Veranstaltung waren die Gladiator-Zweikämpfe

Gladiator gegen Gladiator in den historisch überlieferten und vom Historiker und Experimentalarchäologen Dr. Marcus Junkelmann in vielen Jahren seiner Forschungsarbeiten wiederentdeckten Gladiator-Typen bringen die aktionsgeladenen Zweikämpfe in Verbindung mit der wissenschaftlichen Forschungssicht auf die Gladiatur in München wieder zum Leben. Die Gladiatur bestand aus Zweikämpfen, die einem Regelwerk unterworfen waren, ähnlich den heutigen Regeln in anderen Sport-Wettbewerben. Sie sind nicht aus der Antike überliefert, sondern wurden in wissenschaftlicher Kleinstarbeit teilweise rekonstruiert und in der experimentellen Archäologie überprüft und ausgeformt.

Murmillo links; Thraex rechts

Der Schild ist in erster Linie eine Verteidigungswaffe, mit ihm wird aber auch der kraftvolle Angriff auf den Gegner ausgeführt, um ihn zu zwingen, seine eigene Deckung immer weiter zu öffnen, ihn zu behindern, ihn zurückzudrängen. Erst dann kommt die eigentliche Waffe zum Einsatz.

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Gladiator gegen Gladiator; Eques vs. Eques: Live-Kampf in der Archäologischen Staatssammlung München

Die Gladiatoren sind in München!

In der Archäologischen Staatssammlung in München am Englischen Garten wird ganz aktuell eine Sonderausstellung „Gladiatoren – Helden des Kolosseums“ gezeigt. Im Rahmenprogramm dieser am letzten Donnerstag erst eröffneten Sonderausstellung zeigt der Historiker und Experimentalarchäologe Dr. Marcus Junkelmann zusammen mit seiner Gruppe „Familia Gladiatoria Pulli Cornicinis“ (Gladiatorentruppe vom hornblasenden Kampfhahn) live-Gladiatorenkämpfe in den Ausstellungsräumen der Staatssammlung.

 

Höhepunkt der Veranstaltung sind die Gladiatoren-Zweikämpfe

Gladiator gegen Gladiator in den historisch überlieferten und vom Historiker und Experimentalarchäologen Dr. Marcus Junkelmann in vielen Jahren seiner Forschungsarbeiten wiederentdeckten Gladiator-Typen und ihrer Kombination zu Kämpferpaaren bringen die aktionsgeladenen Zweikämpfe in Verbindung mit der wissenschaftlichen Forschungssicht auf die Gladiatur in München wieder zum Leben. Die Gladiatur bestand aus hochprofessionellen Zweikämpfen – nicht aus den im Spielfilm so beliebten Massengemetzeln – , die einem Regelwerk unterworfen waren, ähnlich den heutigen Regeln in den aktuellen Sport-Wettbewerben. Diese sind zwar nicht aus der Antike überliefert, können aber durch minutiöse Auswertung der schriftlichen und bildlichen Quellen sowie der erhaltenen originalen Rüstungsteile, entscheidend ergänzt durch kampftechnische Experimente, annähernd erschlossen, und in der experimentellen Archäologie überprüft und ausgeformt werden.

Die virtuelle Arena in der Archäologischen Staatssammlung mit den unterschiedlichen Protagonisten, in diesem Falle den Equites. Links: Justus Willberg spielt auf der Wasserorgel und gibt zusammen mit dem Trompeter/Hornisten Hagen Pätzold die zur Spannung in der Arena passende Musikuntermalung, denn die Gladiatorenkämpfe wurden opernhaft inszeniert und waren stets von Musik begleitet. In der Mitte stehen die beiden Gladiatoren zum Zweikampf bereit. Halbrechts (mit dem Rücken zu uns) Dr. Marcus Junkelmann, der Vortragende des Abends, der seit über 25 Jahren bahnbrechende Arbeit an der Erforschung der Gladiatur geleistet hat.  Ganz rechts in der weißen Tunika mit roten Streifen, den Stock in der Hand, einer der beiden Schiedsrichter in der Arena, die auf die Einhaltung der Regeln wachten.

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BR Kurzfilm-Bericht über live-Gladiatorenkampf in der Archäologischen Staatssammlung München

Die Gladiatoren sind in München!

In der Archäologischen Staatssammlung in München am Englischen Garten wird ganz aktuell eine Sonderausstellung „Gladiatoren – Helden des Kolosseums“ gezeigt. Im Rahmenprogramm dieser am letzten Donnerstag erst eröffneten Sonderausstellung zeigt der Historiker und Experimentalarchäologe Dr. Marcus Junkelmann zusammen mit seiner Gruppe „Familia Gladiatoria Pulli Cornicinis“ live-Gladiatorenkämpfe in den Ausstellungsräumen der Staatssammlung.

 

Ein Filmbeitrag im Bayerischen Fernsehen zum live-Gladiatorenkampf in der Archäologischen Staatssammlung

Ein Filmteam des Bayerischen Fernsehens war bei dem Vortrag von Dr. Marcus Junkelmann und dem Live-Gladiatorenkampf mit dabei und hat uns allen den nachfolgenden Kurz-Filmbeitrag festgehalten.

Der Originalbeitrag ist unter diesem Link zu sehen. Ein Beitrag von Hermann Scholz.

Ausstellung über Gladiatoren – Die Rockstars der Antike

Für die Römer waren sie Vorbilder an Todesverachtung, für Hollywood stehen sie für blutige Action. Eine Ausstellung in der Archäologischen Staatssammlung zeigt, wie Gladiatoren wirklich waren – zum Auftakt gab es einen Gladiatorenkampf.

Schild kracht auf Schild, Helme blitzen, Schwerter stoßen blitzschnell zu: Die Archäologische Staatssammlung in München verwandelte sich am Sonntag in ein Amphitheater. Die Gladiatorentruppe familia gladiatoria pulli cornicinis des Experimentalarchäologen Marcus Junkelmann zeigte vor begeistertem Publikum, wie Gladiatoren wirklich gekämpft haben: nach genau definierten Regeln, mit Schiedsrichtern, festgelegter Ausrüstung – und mit jubelnden Fans auf den Rängen. Denn viele Gladiatoren waren Stars mit eigenen Fangruppen.

Nur jeder zehnte Kampf tödlich

Die Schaukämpfe waren der spektakuläre Auftakt zur Ausstellung „Gladiatoren – Helden des Kolosseums„, die in der Archäologischen Staatssammlung eröffnet hat. Und sie räumten gleich mit mehreren Mythen auf: Gladiatoren kämpften in der Arena immer nur zu zweit, Massenmetzeleien, wie sie in Hollywood-Filmen gezeigt werden, haben mit der Realität nichts zu tun. Und nur jeder zehnte Kampf endete tödlich: Verwundete oder besiegte Kämpfer wurden häufig verschont. Darüber entschied auch nicht das Publikum – sondern der Veranstalter, der für einen toten Gladiator dem Chef der Kämpfertruppe Entschädigung zahlen musste. Und: Gladiatoren ernährten sich weitgehend vegetarisch.

Spektakuläre Ausstellungsstücke

Die Ausstellung in der Archäologischen Staatssammlung kann mit einigen prächtigen Helmen und Rüstungsteilen aufwarten, die eigens aus Neapel nach München gebracht wurden. Die meisten Ausrüstungsgegenstände von Gladiatoren, die sich erhalten haben, stammen nämlich aus der Gladiatorenschule von Pompeji – und wurden beim Ausbruch des Vesuv im Jahr 79 nach Christus verschüttet und konserviert. Carlotta Caruso, die vom Museo Nazionale in Rom für die Eröffnung der Ausstellung nach München gekommen ist, weist besonders auf die reiche Dekoration an manchen Helmen hin: „Eigentlich ist das verrückt“, sagt Caruso, „weil das Publikum das gar nicht sehen konnte. Die war nur für die Gladiatoren da, um sich wichtig zu fühlen, und beschützt – oft waren nämlich Gottheiten abgebildet.“

Bavarian gladiator

Auch in Bayern gab es Gladiatorenkämpfe. Der Archäologe Bernd Steidl hat für die Staatssammlung die Ausstellung mit konzipiert. Er sagt, ganz sicher gab es in Augsburg, der Hauptstadt der Provinz Raetien, die im Süden Bayerns lag, ein Amphitheater, in dem solche Spiele stattfanden – auch wenn man es noch nicht gefunden hat. Entdeckt hat man dafür die Spuren eines hölzernen Amphitheaters in Künzing im Landkreis Deggendorf, wo sich in der Antike das Kastell Quintanis befand. Dort sind vermutlich fahrende Gladiatorentruppen aufgetreten. Allerdings war die Arena nur wenige Jahrzehnte in Benutzung und wurde dann aufgegeben – warum, weiß man nicht. Wer mehr über die Lebensweise der Gladiatoren erfahren will – die Ausstellung in der Archäologischen Staatssammlung in München läuft bis zum 3. Mai 2026.