Das Probieren geht weiter – OM Zuiko Objektive an der Vollformat DSLR

Das Wetter ist hervorragend und der Abend scheint mit herrlichem Licht gesegnet zu sein – also nochmal hinaus mit den OM Zuiko Objektiven in das Dachauer Moos und weitere analoge Objektive digital testen. Bei schönem Wetter und hervorragendem Licht macht das Testen dieser Vintage Objektive noch viel mehr Spaß. Im Aufmacherbild kam das Zuiko 28mm f/2.0 Auto-W im Gegenlicht der tief stehenden Sonne am Abend zum Einsatz.

 

Olympus OM Zuiko 50 mm f/1.4 Auto-S

Ich liebte dieses Normalobjektiv schon in der analogen Zeit. Mit offener Blende lieferte das Objekt ganz besondere Bilder ab. Eine deutlich sichtbare Vignettierung geht einher mit einer auf das Zentrum ausgerichteten Schärfe. Für einen Qualitätsfanatiker nicht geeignet, um aber mit einem einfachen Dreh am Blendenring veränderte sich die Anmutung des Bildes komplett – ideal für kreatives Fotografieren und für mich eine perfekte Möglichkeit in dem fotografischen Ausdruck.

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Nicht weit von mir Zuhause entfernt beginnt das Dachauer Moos an der Stadtgrenze von Dachau  und da steht jetzt die Orchideenwiese in schöner Blüte. Bei weit geöffneter Blende separiert sich die Orchideenblüte wunderbar vom Hintergrund und steht scharf im Bild. Digital geht es auch nicht besser.

Mit Blende 1.4 zaubert die Kombination ein völlig unerwartetes Ergebnis auf den Sensor. Die zentrale Orchideenblüte steht wunderbar isoliert in Mitten des Motivs und der Randabfall in Helligkeit und Schärfe fokussiert den Blick des Betrachters auf das Motivzentrum.

Das 50er ist ein hoch-öffnendes Normalobjektiv und kein Makro-Objektiv. Trotzdem, mit etwas Konzentration beim Fotografieren zaubert das OM Zuiko ein wunderbares Bild auf den Sensor.

Ein unerwartetes Motiv kann analog/digital ganz einfach umgesetzt werden – ja das geht und zwar ganz einfach.

 

Und wie sieht es im Detail des Bildes des 50er 1.4 aus ?

Sehen wir uns doch das folgende Motiv im späten Licht des Abends an.

Achten wir auf den von hinten belichteten Zweig ungefähr im Bildzentrum. Das Bild sieht ganz hervorragend aus – offene Blende und genügend Verschlusszeit.

Als Ausschnitt betrachten wir uns aus diesem digitalen Bild das Bildzentrum – rund um den Zweig im Bildzentrum.

Wow! Ich würde mir bei dem Canon L Glas solch eine Ausschnittsvergrößerung in der Vielzahl der Fotos gerne wünschen. Vollkommen ausreichend für eine analoge Fotografie.

Ich bin begeistert von dem OM Zuiko 50mm f/1.4 S-Auto.

Moment, da ist doch noch eine Orchidee direkt am Weiher in herrlichem Licht. Dann fotografieren wir diesen Motiv im Nahbereich einfach mit dem lichtstarken Normalobjektiv und bringen ein weiteres sehr schönes Motiv aus dem Dachauer Moos mit nach Hause.

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Olympus OM Zuiko Objektive – zwanzig Jahre im Schrank gelegen – Analog

Die Leser der Beiträge haben es schon gesehen, die Corona Zeiten bringen immer wieder Neues zu Tage. Auch fotografisch will ich mich wieder weiter entwickeln, dabei neues (und bekanntes) ausprobieren und auch ein neues Foto-Projekt starten. Ich freue mich darauf und bin selber schon ganz gespannt wie es sich entwickeln wird.

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Dann nehmen wir einfach ein TOKINA 17mm f/3.5 und halten es in das gleissende Licht der Abendsonne – und alles prächtig. Wow!

 

Auf dem Weg zum Projekt teste ich die Zuiko Objektive an der CANON EOS-1Ds Mark II

Eine wichtige Zwischenetappe zum Projekt, teste ich die vorhandenen Zuiko Objektive (und ein paar Fremdobjektive) an einem hervorragenden Vollformatsensor, um einen Qualitätseindruck die Objektive in der heutigen Zeit zu bekommen. Mit dem Olympus OM System fotografierte ist von den ersten Anfängen im Jahr 1986 bis 1999, dem Übergang zum Canon EOS System. Die Kameras und Objektive stammen aus dieser Zeitperiode.

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Ein Bauer kommt mit seinem leuchtend grünen Traktor vorbei, die Sonne steht schön tief und … Klar vignetiert das Zuiko 35mm f/2.8 mit offener Blende – aber alles schön scharf und eine schöne Farbwidergabe.

 

Ich bin überrascht von der Qualität der Zuiko Objektive mit 30 Jahren Alter (und mehr)

Die Zuiko Objektive waren in der Zeit der analogen Fotografie ganz besondere Objektive (für mich). Für Profis geeignet, waren die Zuikos im Ruf einige der besten SLR Objektive überhaupt gefertigt zu haben. Durch die ganze Bandbreite der Zuiko OM, waren:

  • extreme Kompaktheit der Objektive
  • geringes Gewicht
  • robuste Metallbauweise
  • hervorragende optische Qualität, die eigentlich erst durch die Canon L Serie mit ashärischen Linsen übertroffen wurde
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Ein spontanes Motiv mit dem Zuiko 28mm f/2.0 mit Blende 2.8 – alles prächtig.

Die Objektive, speziell das OM Zuiko 180mm f/2.8, liefert an dem 16,7 Mega Pixel Sensor fantastische Ergebnisse.

Das Beitrags-Aufmacher-Bild ist ein Ausschnitt aus einem Digitalbild mit dem Zuiko 180mm f/2.8. Hier das Originalbild, aus welchem der Ausschnitt gemacht wurde.

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Kleine Details werden hervorragend wiedergegeben

Die Kombination verblüfft mich mit den Ergebnissen. Die OM Zuiko sind mit einem Adapterring an das EOS EF Bajonett adaptiert – das wackelt ein wenig. Hat wohl keine Auswirkungen auf die optische Qualität. In der Kamera ist eine Einstellscheibe mit Schnittbild-Entfernungsmesser – ganz wie in der OM4 Ti.

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Das Zuiko 180mm f/2.8 mit fast offener Blende ist im Motiv überall scharf und kontrastreich.

Eine Skultur von Walter von Ruckteschell in der Wohnsiedlung wird mit dem 180er ganz hervorragend abgebildet und digital aufgenommen. Die digitale Datei erlaubt noch ganz ordentliche Ausschnitte, ohne das es dem Betrachter schwindlig wird – die Qualität des 180er ist unter den Kennern wohl bekannt.

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Auch ein Ausschnitt aus dem Bild oben ist hinreisend scharf und ein wunderbar nutzbares Bild.

In diesem Bildausschnitt ist noch lange nicht Schluss mit der Abbildungsqualität. Die Bildergebnisse haben noch ein ganz ordentliches Potenzial an Ausschnittsvergrößerungen – das hätte ich nicht mehr so vermutet.

 

Objektive schlagen sich im harten Gegenlicht des Sommerabends

Wenn schon testen, dann auch gleich richtig. Hartes Gegenlicht mit verschiedenen Objektiven zeigen keine wirklichen Schwächen.

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Das Zuiko 35mm f/2.8 im kontrastreichen Gegenlicht des späten Mai-Abends. Da kann ich nicht viel meckern.

Ein Flugzeug kommt mal so nebenbei vorbei – mit dem 180er kein entkommen auf dem Foto.

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Dann kommt noch ein Flugzeug vorbei – das Zuiko 180 mm f/2.8 auch bei wenig Licht und harten Kontrasten ein klasse Foto.

Alle Aufnahmen wurden ohne Stativ, Blitz o.ä. aufgenommen. 
Die Kamera und Objekt wurden aus der freien Hand genutzt.
Die digitalen Dateien wurden mit den selben Standardeinstellung bearbeitet.

Auch für spontane Stimmungsaufnahmen, haben die Objektive genügend kreatives Potenzial mit eingebaut.

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Das Schulgebäude steht im harten Streiflicht vor mir. Das TOKINA 17mm f/3.5 bringt ein überzeugendes Bildergebnis, dem man das 30 Jahre alte Objektiv nicht ansieht.

Stimmungsvolles Abendlicht auf dem alten Bauernhaus

Auf dem Nachhauseweg beleuchtet die tief stehende Sonne mit dem goldenen Licht des Abends das alte Bauernhaus in Oberaugustenfeld. Solche Motive liebt auch die analoge Fotografie – schauen wir doch gleich einmal, was das Zuiko 180mm f/2.8 daraus macht.

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Ein inzwischen erwartbares, wunderbares Foto mit den Objektiven aus den 70er Jahren.

Der Analog/Digital-Test hat sich mehr als gelohnt.
Objektive aus der analogen Fotografie sind wohl kein Grund für schlechte Bildqualitäten.
Wenn selbst die Olympus OM Zuiko solch hervorragende Ergebnisse liefern, dann sollten andere
Qualitätsmarken da nicht unbedingt hinten anstehen.

Analog und Schwarzweiß mit den edelsten Systemen vergangener Jahre – OLYMPUS OM

logo OlympusEine kleine Revolution im Kamerabau begann 1972. OLYMPUS stellte damals erstmalig seine mechanische Kamera M-1 im Weltmarkt vor. Die Kamera war klein, kompakt und perfekt zu bedienen. Ähnlich wie Porsche mit dem 901 musste die M-1 umbenannt werden – die Geburtsstunde der sehr erfolgreichen OLYMPUS OM Reihe mit der OM-1 wurde geboren.

Die OM Kameras muss so klein und funktional wie möglich sein und wurden innerhalb weniger Jahre zu einem auch von Profis akzeptierten Modell auf dem Fotomarkt. Innovationen in Design und Funktionen sicherten über viele Jahre eine Spitzenposition im Wettbewerb. Den Umstieg auf Autofokus und dann die Digitalisierung der Fotografie brachten das Ende des OLYMPUS OM Systems.

PED

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