Naturkundliche Flugplatz Wanderung im Programm Deutsches Museum Flugwerft Schleißheim

Flugplatzwanderung Oberschleißheim “naturkundliche Flugplatz Wanderungen am ältesten Flugplatz in Bayern“ Schleißheim

Die Flugwerft Schleißheim (FWS) im Deutschen Museum ist seit über 25 (30) Jahren die Außenstelle für die Luft- und Raumfahrt des größten und bedeutendsten Technikmuseums der Welt – Deutsches Museum. Das Museum selbst ist in den ältesten Luftfahrtgebäuden in Deutschland untergebracht und kann auch eine 110-jährige-Geschichte am Flugplatz Schleißheim zurück blicken.

Den ältesten Flugplatz in Bayern betrachten wir aus dem Wechselspiel zwischen Luftfahrtgeschichte und Entwicklung der Natur in dem Biotop der FFH Kalk-Magerrasenflächen. Zusammen mit Arnold Tallavania von lokale Agenda21 NATUR Oberschleißheim und BUND Naturschutz Schleißheim und Paul Eschbach steht die Natur am Flugplatz Schleißheim im Mittelpunkt. Die Nutzung des Flugplatzes über über 100 Jahre hat auch für die Natur einzigartige Bedingungen geschaffen. Dazu betrachten wir uns die noch heute deutlich sichtbaren Spuren in der Magerrasenlandschaft im Osten des Flugplatzes und entdecken einzigartige Flora und Fauna Biotope direkt im Münchener Speckgürtel.

Der Flugplatz ist als Biotop in Teilen noch ein Urzustand vergleichbar mit der Jahrhundertwende vom 19. zum 20. Jahrhundert. Gegründet wurde der Flugplatz im April 1912 – seit dieser Zeit war das Gelände

  • militärisches Sperrgebiet
  • Flugbetriebsgelände
  • Sperrgebiet

Damit einhergehend war die Nutzung als landwirtschaftliche Nutzfläche

  • verboten
  • nicht möglich
  • oder stark eingeschränkt

Das sieht man der Landschaft noch heute an und ist Thema der naturkundlichen Flugplatzwanderung im Ostteil des Geländes.

Eine Flugplatzwanderung für Familien und Kinder geeignet.

 

Informationen und Details zum Termin

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Münchener Schotterebene

Der Grund, warum der Flugplatz genau hier in Oberschleißheim gegründet wurde hat auch sehr viel mit der Münchener Schotterebene zu tun:

  • das Gelände musste Flach und weitgehend Baumlos sein
  • das Gelände musste bereits im besitz der Krone sein
  • das Gelände musste für die Landwirtschaft (zur Ernährung) eine untergeordnete Bedeutung haben

So haben wir es der Ansiedelung des Flugplatzes zu verdanken, dass dieses Gelände bis heute vor einer intensiven Nutzung verschont werden konnte, obwohl hier in den 60er Jahren eine ganz neue Trabanntenstadt für München hochgezogen werden sollte.

Heidefläche

Als weitere Entwicklungsfolge der Münchener Schotterebene entwickelte sich in dieser Region eine ausgedehnte Heidefläche mit einer ganz speziellen Biologie, sowie Flora und Fauna. Die Humusauflage ist nur wenige Zentimeter stark und so fehlen den üblichen Prozesen

  • die Nährstoffe
  • das Wasser
  • die Möglichkeit sich an Samen der Pflanzen gegen den Wind zu behaupten

Die Heidefläche ist genauso wie das Dachauer Moos und die Kiefernwälder eine Folge der Eiszeit von 10.000 Jahren.

Kalk-Trockenmagerrasen

Auf dem Flugplatz hat sich ein Kalk-Trockenmagerrasen erhalten können und bietet die Lebensgrundlage für viele Arten in Flora und Fauna. gerade Pionierpflanzen schaffen auf diesen Kalkflächen die ersten Lebensgrundlagen und schaffen es, mit

  • wenig Wasser
  • Trockenheit
  • Nährstoffarmut

zurecht zu kommen.

Diese spannenden Zusammenhänge und das zeitliche Wechselspiel zwischen der Nutzung als Flugplatz und der Entwicklung der Flora und Fauna kann man an einigen Stellen des Flugplatzgeländes ganz eindrucksvoll aufzeigen.

Fauna auf der Flugplatzfläche

Die Fauna – Tierwelt – ist durch das Nahrungsangebot und den Lebensraum auf der Münchener Schotterebene geprägt. Dort wo nicht ist, tut sich auch die Fauna sehr schwer. Alles ist kleiner, alles ist sparsamen im Umgang mit den Nähstoffen. Umso erstaunlicher ist es, dass gerade hier die Natur einmalig schöne Spezies hervorbringt und ansiedeln lässt.

Ein ganz besonderer Höhepunkt ist die blauflügelige Ödlandschrecke. Eines der unscheinbarsten Tiere auf der Schotterebene. Diese Schreckenart braucht offene Kiesflächen und kann auch nur hier überleben. Als Schutz vor Feinden vertraut die Schrecke auf Ihre perfekte Tarnung mit grauen Farben. Das Tier ist auf der Schotterebene kaum zu erkennen.

Wenn die Tarnung nicht mehr hilft, nutzt die Schrecke die Sprungfähigkeiten und ihre Flügel. Diese Flügel sind unter einem grauen Schutzpanzer getarnt und geschützt – dann aber erleuchtet das Tier mit den hellblauen Flügeln zu einem der schönsten Tiere dieser Breitengrade.

Von Didier Descouens – Eigenes Werk, CC-BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=15586266

Das Entdecken der blaubflügeligen Ödlandschrecke ist spannend gerade auch für Kinder. Für die fachkundige Unterstützung in Flora und Fauna habe ich mir ausgewiesene Experten dieses Fachs zur Seite geholt:

lokale Agenda 21 – Projektgruppe Natur – Arnold Tallavania

BUND Naturschutz – Schleißheim – Johann Paatsch

Hinweis: Aktuell keine Einschränkungen durch Covid-19 Pandemie. Auf jeden Fall AHA-Regeln und die Mitteilungen auf der Veranstaltungsseite beachten. Veränderungen können mit kurzer Vorlaufzeit verordnet werden.

Seit 2012 führt Paul Eschbach zusammen mit den Bayerischen Flugzeug Historiker e.V. die luftfahrt-historischen und naturkundlichen Flugplatzwanderungen über den ältesten Flugplatz in Bayern.

Seit dem Jahr 2018 sind die Flugplatzwanderungen auch im Veranstaltungsprogramm des Deutschen Museums Flugwerft Schleißheim  das freut uns sehr und erweitert das Themenspektrum der ca. 120.000 Besucher pro Jahr.

Flugplatzwanderungen sind mit freiem Eintritt

Im Rahmen der Veranstaltungen im Deutsches Museum werden öffentliche Flugplatz Wanderungen integriert und veranstaltet. Der Eintritt zu den Flugplatz Wanderungen ist frei – alle Teilnehmer und Veranstalter machen dies ehrenamtlich und aus eigener Begeisterung an der Luftfahrtgeschichte am ältesten Flugplatz in Bayern.

Treffpunkt zur Flugplatzwanderung (Geänderter Treffpunkt)

  • Schloss Schleißheim
  • Südpavillion
  • kleine Brücke über den Schlosskanal
  • Übergang von Amigonistraße auf die Münchener Straße

100 Jahre Luftfahrtgeschichte in einem Flugplatz versammelt

Geschichte wird vor allem durch die Nutzung geprägt. Jeder Flugplatznutzer hat in den über 100 Jahren dem Flugplatz seinen Stempel aufgeprägt, neue Gebäude und Einrichtungen gebaut. Einrichtungen wurden auch wieder überflüssig oder mussten aus anderen Gründen wieder abgebaut werden.

Geschichte wird vor allem durch die Nutzung geprägt. Jeder Flugplatznutzer hat in den über 100 Jahren dem Flugplatz seinen Stempel aufgeprägt, neue Gebäude und Einrichtungen gebaut. Einrichtungen wurden auch wieder überflüssig oder mussten aus anderen Gründen wieder abgebaut werden.

Zum Glück war dieser Rückbau selten so genau und sorgfältig wie möglich – nur so viel wie nötig. So sind bis heute hunderte von spannenden Bodenmerkmale, Infrastruktureinrichtungen und Artefakte erhalten geblieben.

Die Routen haben jeweils einen anderen thematischen Zuschnitt und behandeln andere Aspekte der Flugplatzgeschichte. Die Startpunkte und Treffpunkte sind als farbige Punkte jeweils markiert.

Die Ost-, Süd-, West-, Nord-Route dauert jeweils 2 Stunden.

Historische Flugplatz Wanderungen in 6 thematischen Routen

Das Gelände des ältesten Flugplatzes in Bayern ist noch weitgehend so erhalten wie in der Hochphase der Nutzung als Flugplatz angelegt. Die Artefakte und Bodenmerkmale sind über den Flugplatz verteilt und werden in 6 thematischen Routen in den kurzweiligen Flugplatz Wanderungen gemeinsam erschlossen und fachlich vom Flugplatz Experten Paul Eschbach (Buchautor der Flugplatz Wanderführer) ausführlich erläutert und in das Zeitgeschehen eingeordnet.

 

Gedruckte Flugplatzführer in Buchform am ältesten Flugplatz Bayerns von Paul Eschbach im Eigenverlag erhältlich:

 

Neues Buch über Schleißheim – Dachau und das Kanalsystem aus dem 17. Jahrhundert

Naturschutz an einem sonnigen Herbsttag – selbst Hand anlagen

Was kann man an einem sonnigen Samstag Vormittag alles Schönes und Sinnvolles unternehmen?

Man könnte doch …?

PES

Jaaah!

Logo BUNDAn diesem Samstag Vormittag praktizieren wir Naturschutz in Schleißheim

Eines Tages flatterte eine E-Mail Nachricht von der lokalen Agenda21 – NATUR auf meinem Rechner ein.

Samstag 10.00 Uh
Herbstmahd der Orchideenwiese am Kalterbach. 
Helfer gerne willkommen, für eine Brotzeit ist gesorgt!

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Naturkundliche Flugplatzwanderung begeistert über 30 Zuschauer

Das Wochenende war sehr regnerisch, trotzdem haben wieder über dreißig Teilnehmer den Weg zur naturkundlichen Flugplatzwanderung gefunden.

PES

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Libellen – die fliegenden Freunde – im Flug fotografieren

Der Auwald an der Amper bei Dachau in ein ganz besonderes Naturbiotop. Die Natur hat die Amper auf beiden Seiten fest im Griff. Der Aufmerksame Naturfreund wird viele Arten von Flora und Fauna im Amper Auwald vorfinden – man muss nur genügend Geduld und Hartnäckigkeit aufbieten.

Am Gündiger Wehr, stromaufwärts von Dachau gelegen, hat der Bund Naturschutz die Wacholderwiese vor vielen Jahren als Biotop wieder freigelegt und zu einem Kleinod im Amper Auwald entwickelt.

PES

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65 begeisterte Natur- und Flugplatzliebhaber zur Flugplatzwanderung in Schleißheim

Es werden immer mehr Teilnehmer, und das ist auch gut so. Die überregional beliebten Flugplatzwanderungen (heute waren auch Besucher aus Bad Aibling da) der Neuzeit machen wir seit 2012, also nunmehr seit 6 Jahren am ältesten Flugplatz in Bayern und einem der ältesten Flugplätze in Deutschland.

Wanderung

Paul Eschbach (Links) und Herr Patsch BUND Naturschutz (Rechts) thematisch zwischen Flugplatzgeschichte, Flora und Fauna

Bei der naturkundlichen Flugplatzwanderung steht nicht die Luftfahrt im Mittelpunkt, sondern der Naturraum Flugplatz und da gibt es vieles zu Sehen und zu Erleben.

Alle Fotos @ Andi Pirchmoser Foto Sessner Dachau

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Was hat eine blauflüglige Ödlandschrecke mit dem ältesten Flugplatz in Bayern – Schleißheim – zu tun?

Die Antwort auf diese Frage kennen nun die fast 40 begeisterten Teilnehmer der Naturkundlichen Flugplatzwanderung am Flugplatz Schleißheim am 16. Juli 2017 in Zusammenarbeit mit

Flugplatzwanderung

Den alten Brunnen vor dem Offizier Kasino erklärt Paul Eschbach den Teilnehmern

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Naturkundliche Flugplatzwanderung ist vorbereitet – der Termin kann kommen

Natur und Flugplatz – 100 Jahre Geschichte einer gemeinsamen Entwicklung. Am Sonntag 16. Juli führen wir die Besucher in einer Naturkundlichen Flugplatzwanderung über den Flugplatz Schleißheim und die geschützten Natura2000 Flächen und erläutern mit der fachkundigen Unterstützung von

  • Herrn Patsch – BUND Naturschutz Ortsgruppe Schleißheim
  • Herrn Tallavania – lokale Agenda21 Oberschleißheim

die Entwicklung der Flora und Fauna am Flugplatz.

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25 Jahre Flugwerft Schleißheim – Jubiläums-Fly-In und Flugplatzwanderungen mit Paul Eschbach

Großes Fest des Deutschen Museums mit tausenden Besuchern am 8. und 9, Juli 2017 in Oberschleißheim. Bei sommerlichen Temperaturen feiert das Deutsche Museum mit tausenden Besuchern 25 Jahre Flugwerft Schleißheim mit einem großen Fest und einem Fly-In.

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110 Teilnehmer lassen sich viel über den Flugplatz erklären

In vier Flugplatzwanderungen an beiden Fly-In Tagen (Samstag und Sonntag) führten wir die Besucher in Gruppen in die 105 Jahre Geschichte des ältesten Flugplatzes in Bayern ein.

 

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Natur und Flugplatz in Oberschleißheim – viel Wissenswertes für eine Naturkundliche Flugplatzwanderung

Ein Vogelschwarm, der auf den weiten Grasflächen des Flugplatzes auffliegt und die Urform des Fliegens – den Vogelflug – für alle Besucher und aktiven Piloten im Schwarm vorführt. Dieses Bild war auch das Leitmotiv für die erste Naturkundliche Flugplatzwanderung am ältesten Flugplatz in Bayern – Oberschleißheim bei München.

Der Lohhofer Anzeiger berichtet im Vorfeld unserer Flugplatzwanderung

Ja es passt zusammen. Ein Flugplatz hat ein in der Sache gebotenes Betretungsverbot der großen Flächen rund um die Start und Landebahn – dies sind Flugbetriebsflächen und dürfen nicht betreten werden. Auf diesen Flächen kann sich die Flora und die Fauna ungestörter ausbreiten als auf anderen Flächen.

Zusammen mit

  • BUND Naturschutz Ortsgruppe Oberschleißheim, Herr und Frau Patsch
  • lokale AGENDA 21 Natur mit dem bekannten Arnold Tallavania
  • Gemeinde Oberschleißheim mit dem Naturschutzreferenten Werner Becker

wollen wir das Zusammenspiel zwischen luftfahrtgeschichtlicher Entwicklung des ältesten Flugplatzes und den Wirkungen auf die lokale Flora und Fauna den Besuchern aufzeigen.

Sie alle sind herzlich dazu eingeladen.

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Flugplatzwanderführer in der Flugwerft Schleißheim

Die Lage war Ernst – die beiden Flugplatzwanderführer waren im Museumsladen in der Flugwerft Schleißheim vergriffen.

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Nun ist die Situation wieder entspannt und die Interessenten an der Flugplatzgeschichte des ältesten Flugplatzes in Bayern können nun auch wieder im Museumsladen die beliebten Flugplatzführer kaufen.
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