Flugplatzwanderung auf der Garchinger Heide an einem heißen Sommertag im Juni

Endlich geht's wieder los. 
Mit den geführten Flugplatzwanderungen.

Am 20. Juni konnten wir erstmalig in der Pandemie, wieder eine Gruppe an sehr Interessierten durch die nähere Umgebung führen. Die Garchinger Heide ist ein wunderschöner Lernort, um die Zusammenhänge der verschiedenen Landschaftsformen und der Biotope in deren Entstehung und Entwicklung verstehen zu können.

 

Arnold Tallavania und Paul Eschbach führen in die Biologie und die Geologie der Landschaftsräume ein

Die Wanderung auf er Garchinger Heide ist kein Leistungskurs in Biologie, sondern soll dem Verständnis der Lebensräume von Flora und Fauna dienen. Zusammen zeigen wir die Zusammenhänge von der Entstehung aus den Eiszeiten zum Wasserhaushalt der Pionierpflanzen auf der „Ruderalflur“ auf.

Warum sind die Wiesen auf der Garchinger Heide in so unterschiedlichem Grün gefärbt?

Eine einfache Frage, eine umso mehr spannende Antwort von Arnold Tallavania fasziniert die Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

BILD

 

Der Echinger Lohwald ist ebenso Bestandteil der Wanderung

Welch eine Wohltat, im Wald hat es gefühlt 3-5 °C weniger Temperatur, als die engende Sonne auf der Heidefläche. So erleben die Teilnehmer die schützende Funktion des Waldes am eigenen Leib, für die früheren Menschen und die Natur.

Der Lohwald ist ein Eichen/Hainbuchen-Mischwald und diente über Jahrhinderte als Wirtschaftswald zur Gewinnung der Lohe aus der Rinde der Stieleiche zum Gerben von Leder, Wohl daher ist der Wald auch erhalten geblieben und steht uns jetzt als Anschauungsobjekt und Lernplatz zur Verfügung.

Ab 1943 war die Echinger Lohe auch Teil des Flugplatzes Schleißheim und diente der Tarnung von Nachtjägern, die zum Start auf der nahen Autobahn hier bereit standen,

 

Garchinger Heide ist ein Biotop von europäischem Rang

Kaum anderswo treffen sich auf einem überschaubaren Biotop auf der freien Wiese Pflanzengesellschaften aus vier unterschiedlichen Herkunftsregionen zu zusammen. Im Kerngebiet der Garchinger Heide treffen sich Pflanzen aus

zusammen.

Und unmittelbar neben dem Biotop wird die Schotterebene landwirtschaftlich genutzt.

 

Die Pflanzen folgen den Flüssen, dem Wind und den Zugbewegungen von Mensch und Tier

Die Pflanzen nutzen verschiedene Verbreitungstechniken aus:

  • über den Wind – nur einige Meter
  • über die Verschleppung durch Tiere (Ameisen) – 5 – 10 Meter
  • über fallschirmähnliche Systeme – ca. 10 – 50 Meter
  • über Anhaftungen an Tieren, Menschen, Wagen, Warentrecks – beliebig weit

So mag die Schotterebene mit den vielfältigen Verkehrs- und Handelswegen die Ansiedelung hier begünstigt haben. Ebenso wichtig sind die Flüsse (Isar, Würm, Amper), aber auch der stetige Wind über dem flachen Land mit wenig Bäumen und Sträuchern auf der Heidefläche.

Egal wie, die Natur hat uns hier vor unserer Haustüre eine wunderschöne Naturlandschaft beschert, die zum Studium, zur Beschäftigung und zum Lernen einlädt.

Die Flugplatzwanderung auf die Garchinger Heide mag ein kleiner Anreiz sein, sich näher mit der Natur und der eigenen Umgebung zu beschäftigen.

Dankeschön.

Flugplatz & Natur: Garchinger Heide – ein Naturjuwel

Hinweis: Aktuell keine Einschränkungen durch Covid-19 Pandemie. Auf jeden Fall AHA-Regeln und die Mitteilungen auf der Veranstaltungsseite beachten. Veränderungen können mit kurzer Vorlaufzeit verordnet werden.

 

Treffpunkt: Parkplatz beim Baggersee am Hart

Die Garchinger Heide – ein Juwel in der Flora im Norden von München – Natur und Flugplatz.

 

Die naturkundliche Flugplatzwanderung richtet sich an Natur- und Luftfahrtinteressierte

Aus den historischen Flugplatz Wanderungen am ältesten Flugplatz in Bayern heraus kommen immer mehr Wünsche an uns heran, auch die Natur am Flugplatz erlebbar zu machen. Der Flugplatz ist ein großes Biotop in dem sich die Flora und Fauna wegen der Nutzung weitgehend ungestört ausbreiten kann.

Der Flugplatz Schleißheim war größer als das heutige Flugplatz Areal

Der Flugplatz Schleißheim über 100 Jahre sehr oft einer der modernsten Flugplätze in der jeweiligen Zeit. So wurde der Flugplatz im Jahr 1944 auch im Zusammenhang mit der Autobahn A9 außerhalb des eigentlichen Flugplatzes erweitert.
Wir erzählen die Luftfahrtgeschichte des Flugplatzes auf/an der A9 als Ausweichflugplatz und Start-und Landefeld für die Nachtjäger und auch Me 262.
In diesem Zusammenhang entsteht 1945 durch den Rückbau war Rollfläche ein Teil des Gebietes der Garchinger Heide. Ein europäisches Juwel in der Botanik – eine einzigartige Pflanzengesellschaft hat sich hier zusammengefunden, wie es sonst in Europa nur ganz selten der Fall ist.

 

Die Geschichte der Luftfahrt und der Botanik am Flugplatz Schleißheim muss erzählt werden

Eine sehr gute Kombination von Themen, finden wir zusammen mit der Agenda21 – Natur in Oberschleißheim. Natur und die Zusammenhänge muß heute modern, interessant und verständlich kommuniziert werden. Es gibt viel zu tun, direkt im Umfeld der verkehrsbelasteten Metropole gibt es im Norden von München große zusammenhängende Natur- und Biotopflächen auf den Heidegebieten auch (und gerade) in Oberschleißheim.

 

Garchinger Heide – ein Blütenmeer im April und Mai des Jahres

Hier kommen sowohl kontinentale Pflanzenarten osteuropäischer Herkunft (Weißes Fingerkraut, Regensburger Ginster), Arten aus dem Mittelmeerraum (Hügel-Meister, Kugelblume) sowie alpine Arten (Silberdistel, Fransenenzian) nebeneinander vor, die alle an diese „mageren“ Böden und extremen klimatischen Standortbedingungen offener, ungeschützter Lagen angepasst sind und hier gemeinsame Rückzugsgebiete gefunden haben.

Es wurden über 170 Pflanzenarten nachgewiesen, von denen über 20 auf der Roten Liste aufgeführt sind.

Diese Pflanzen sind stark bis sehr stark gefährdet.

Eine einzigartige Pflanzengesellschaft hat sich hier aus vier grundsätzlich verschiedenen Herkunftsregionen an diesem Ort zusammengefunden:

 

Die Pflanzen stammen aus weit entfernten Regionen und haben über Wind, Hochwasser und die Isar den Weg in den Norden von München gefunden und in der Garchinger Heide die ideale Standortbedingung gefunden.

Das Entfernen der Rollwege schaffte die Grundlage für einen nährstoffarmen Kalkmagerrasen. Auf einem „normalen“ Standort werden diese Pflanzen von den nährstoffhungrigen Arten einfach überwuchert und verdrängt. Hier ist Platz, hier können diese Arten gedeihen.
Von Anfang April bis in den September hinein, verzaubert die Flora der Garchinger Heide durch Farb- und Formenreichtum.
In der Folge der Flora siedelt sich hier natürlich auch eine artenreiche Fauna an.

Mitzubringen sind gutes Schuhwerk und gerne eine eigene Foto- oder Digitalkamera

DELTA IMAGE und AGENDA21 Natur Oberschleißheim

Die naturkundliche Flugplatzwanderung wird organisiert und moderiert von

 

 

Arnold Tallavania

Paul Eschbach

Wir beginnen wie immer um 14.00 Uhr und nehmen uns 2 Stunden Zeit für die naturkundliche Flugplatzwanderung.
Dauer: 14.00 Uhr bis 16.00 Uhr
Treffpunkt ist der Parkplatz am Baggersee, Straße Eching nach Dietersheim.

Naturkundliche Flugplatzwanderung begeistert über 30 Zuschauer

Das Wochenende war sehr regnerisch, trotzdem haben wieder über dreißig Teilnehmer den Weg zur naturkundlichen Flugplatzwanderung gefunden.

PES

Weiterlesen

Schmetterlinge am Flugplatz Schleißheim – Natur & Flugplatz

Ein Sonntagmorgen um 09.00 Uhr am Flugplatz Schleißheim und Schloss Lustheim. Die Teilnehmer der Natur&Flugplatz Wanderung interessieren sich für die kleinen fliegenden Geschwader im Biotop Flugplatz.

PES

Früh, ganz früh. Vor allen Teilnehmern streife ich vom Parkplatz Lustheim noch schnell durch den Schlossgarten bei Lustheim. Und siehe da. Der Fotograf wird durch eine herrliche Libelle bei wunderbarem Licht belohnt.

Weiterlesen

Libellen im Dachauer Moos

Das Dachauer Moos war früher sehr weitläufig, undurchdringlich und auch gefährlich für den Wanderer. Dann war es von den Freiluftmalern in der Dachauer Künstlerkolonie entdeckt.

Heute ist das Moos weitgehend trocken gelegt, mit Straßen durchzogen und landwirtschaftlich genutzt und optimiert. Es gibt sie noch, die von Menschenhand sorgsam angelegten Kleinbiotope in Mitten des Dachauer Mooses. Refugien für die hier so typische kleinen Bewohner des Dachauer Mooses. Ihnen soll dieser Beitrag gelten.

PES

Weiterlesen

Flugplatzwanderungen – Neue Termine und zusätzliche Angebote für 2019

Die neuen Termine und Angebote für 2019 sind fertig!

Die historischen Flugplatzwanderungen am ältesten Flugplatz Bayerns in Oberschleißheim im Norden von München erfreuen sich einer ungebrochenen Beliebtheit bei den Besuchern. Zu den luftfahrthistorischen Wanderungen durch über 100 Jahre Luftfahrtgeschichte kamen in den letzten Jahren auch naturkundliche Flugplatzwanderungen hinzu.

Plakat Deutsches Museum

Weiterlesen

Was hat eine blauflüglige Ödlandschrecke mit dem ältesten Flugplatz in Bayern – Schleißheim – zu tun?

Die Antwort auf diese Frage kennen nun die fast 40 begeisterten Teilnehmer der Naturkundlichen Flugplatzwanderung am Flugplatz Schleißheim am 16. Juli 2017 in Zusammenarbeit mit

Flugplatzwanderung

Den alten Brunnen vor dem Offizier Kasino erklärt Paul Eschbach den Teilnehmern

Weiterlesen

25 Jahre Flugwerft Schleißheim – Jubiläums-Fly-In und Flugplatzwanderungen mit Paul Eschbach

Großes Fest des Deutschen Museums mit tausenden Besuchern am 8. und 9, Juli 2017 in Oberschleißheim. Bei sommerlichen Temperaturen feiert das Deutsche Museum mit tausenden Besuchern 25 Jahre Flugwerft Schleißheim mit einem großen Fest und einem Fly-In.

PES

 

110 Teilnehmer lassen sich viel über den Flugplatz erklären

In vier Flugplatzwanderungen an beiden Fly-In Tagen (Samstag und Sonntag) führten wir die Besucher in Gruppen in die 105 Jahre Geschichte des ältesten Flugplatzes in Bayern ein.

 

Weiterlesen

Natur und Flugplatz in Oberschleißheim – viel Wissenswertes für eine Naturkundliche Flugplatzwanderung

Ein Vogelschwarm, der auf den weiten Grasflächen des Flugplatzes auffliegt und die Urform des Fliegens – den Vogelflug – für alle Besucher und aktiven Piloten im Schwarm vorführt. Dieses Bild war auch das Leitmotiv für die erste Naturkundliche Flugplatzwanderung am ältesten Flugplatz in Bayern – Oberschleißheim bei München.

Der Lohhofer Anzeiger berichtet im Vorfeld unserer Flugplatzwanderung

Ja es passt zusammen. Ein Flugplatz hat ein in der Sache gebotenes Betretungsverbot der großen Flächen rund um die Start und Landebahn – dies sind Flugbetriebsflächen und dürfen nicht betreten werden. Auf diesen Flächen kann sich die Flora und die Fauna ungestörter ausbreiten als auf anderen Flächen.

Zusammen mit

  • BUND Naturschutz Ortsgruppe Oberschleißheim, Herr und Frau Patsch
  • lokale AGENDA 21 Natur mit dem bekannten Arnold Tallavania
  • Gemeinde Oberschleißheim mit dem Naturschutzreferenten Werner Becker

wollen wir das Zusammenspiel zwischen luftfahrtgeschichtlicher Entwicklung des ältesten Flugplatzes und den Wirkungen auf die lokale Flora und Fauna den Besuchern aufzeigen.

Sie alle sind herzlich dazu eingeladen.

Lohhofer_Anzeiger_20170703_900

Natur und Luftfahrtgeschichte am Flugplatz Schleißheim erleben

Seit vielen Jahren hatte ich die Idee und den Wunsch, den ältesten Flugplatz Bayerns auch einmal aus der Sicht der Flora und Fauna zu präsentieren, schließlich ist das Gelände Natura2000 Gebiet und Teil des Heideflächenverbundes im Norden von München und grenzt direkt an das Dachauer Moos. Alles Gründe genug sich einmal aus dieser Perspektive mit diesem Kleinod zu beschäftigen.
Nun klappt es, Danke an

  • Herrn Arnold Tallavania (Lokale Agenda21 Natur),
  • Birgit und Johann Patsch (BUND NATURSCHUTZ OG Schleißheim) und
  • Herrn Werner Becker (Gemeinde Oberschleißheim)

ich freue mich auf diese gemeinsame Veranstaltung.

Naturkundliche Flugplatzwanderung_Plakat_900

Weiterlesen