Der Sommer sagt im Dachauer Moos langsam Servus


Der Sommer hatte dieses Jahr wahre Höhepunkte und war als Erlebnis wunderbar, gepaart mit zu wenig Wasser und Niederschläge in der Natur und hier auch im Dachauer Moos. Die Wasserflächen im Dachauer Moos sind gleich mehrmals trocken gefallen. Das sind harte Bedingungen für die Flora und Fauna im Moos.

Mitte September steht das Ende des Sommers bevor, er verabschiedet sich mit schönen Lichtstimmungen, Farben und den Höhepunkten in Flora und Fauna. Begleiten Sie mich auf meinem fotografischen Streifzug durch das Dachauer Moos, auf der Suche nach den Bildern des vergehenden Sommers in der Naturlandschaft.

Die Birken und die Moosbirken verfärben schon die Blätter in die herrlichen Rot- und Gelbtöne, die wir FotografInnen alle so lieben. Damit ist das Ende des Sommers eingeleitet, der Herbst wird kommen und er wird wieder ganz wunderbar werden.

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Deutsch – Deutsche Geschichte in Berlin im Spätsommer erleben

Die Berliner Hochschule für Technik (BHT Berlin) führt mich zu einer Vorlesung und Klausur nach Berlin Wedding. Als Hotel finde ich im Vorfeld der Berlin-Marathon ganz einfach Hotels ab 4.000 € die Nacht, so komme ich in einem kleinen und sehr hübschen Hotel in der Nähe der Invalidenstraße in Berlin Mitte unter. Ein paar Stunden habe ich frei, bis zu meinem ICE zurück nach München – also besuche ich das ganz nahe gelegene Dokumentationszentrum Berliner Mauer an der Bernauer Straße in Berlin. Dort wo früher der Nordbahnhof – der Stettiner Bahnhof – stand ist jetzt nur noch eine Industriebrache und ein dadurch neu entstandener Grünstreifen für die Stadt. Die Bernauer Straße war wie der Reichstag und Check-Point Charlie einer der bekanntesten Ort und Schauplätze der Berliner Mauer.

Im Dokumentationszentrum an der Bernauer Straße ist ein kurzer Abschnitt der Grenzsperranlagen wieder weitgehend vollständig rekonstruiert worden. Die BesucherInnen wagen einen schnellen und verängstigten Blick durch die angebrachten Sehschlitze in der Hinterland-Mauer (DDR-Seite). Diese war auch eigentlich ein Sichtschutz auf die Grenzanlagen selbst.

Eine 50 m breite Schneise durch eine frühere Wohnbebauung, in der Nacht Tag-hell erleuchtet, inmitten dieses Grenzstreifens die Versöhnungskirche (bis 1985) und der Friedhof der Gemeinde – nun nicht mehr zu erreichen.

Das war das Gesicht der DDR, die ihre Bürger regelrecht einsperrte, um einen Grenzübertritt, in das West-Berlin, um jeden Preis verhindern wollte.

In diesem Dokumentationszentrum haben die wenigen Überreste der Berliner Mauer, dieser Deutsch-Deutschen Geschichte auch fast 35 Jahre später überlebt und wird den BesucherInnen vor Augen geführt.

Ich bin hier und in anderen Orten in Berlin, auf einer fotografischen Spurensuche dieser Zeitgeschichte „Berliner-Mauer“, an einem herrlichen Sommertag.

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Berliner Mauer und Baron von Richthofen


Ich bin in Berlin und habe nach einem Termin an der Berliner Hochschule für Technik (BHT Berlin), Zeit und schlendere durch Berlin, zurück zu meinem Hotel in Berlin-Mitte. In diesem Teil war ich zu Fuß und mit der Kamera noch nie unterwegs, also bin ich gespannt für neues zu sehen und zu entdecken.

Am Nordhafen und dem dann südlich folgenden Berlin – Spandauer Schifffahrtskanal ist es spät am Abend, die Sonne steht schon tief und erleuchtet die ganze Szenerie an Neubauten, wohin das Auge auch blickt.

Jenseits des Kanals, reiht sich ein Stadtentwicklungskomplex an den nächsten. Die Städte werden da auch immer beliebiger und austauschbarer. Ebensolche Blöcke stehen auch in München – ich denk ich bin zu Hause, wäre da nicht der Kanal und die kleinen Schiffe die darauf verkehren. Das gibt es in München nicht, da bin ich mir sicher.

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Leben im Dachauer Moos im Spätsommer


Der Höhepunkt des diesjährigen Sommers ist bereits vorbei. Mit dem Beginn des Oktoberfestes steht der Übergang vom Sommer (Spätsommer) in den zeitlich nun schon nahen Herbst auf dem Kalender. In der Natur, im Dachauer Moos, ist das Leben an vielen Stellen schon deutlich ruhiger. Der Nachwuchs ist aufgezogen und wird bald seinen ersten Winter oder den ersten Vogelzug in wärmere Gefilde erleben und überstehen müssen. Ich war wieder einmal an einem meiner Lieblingsweiher im Dachauer Moos und schaue nach dem Leben in diesem Weiher. Die Frösche und Kröten sind noch zu hören, gelegentlich. Aber zu sehen sind sie kaum noch. Es fliegen deutlich weniger Libellen in der Luft, also gibt es auch weniger zu fangen.

Doch an diesem Weiher ist noch Leben – die Große Königslibelle (Anax imperator) ist noch aktiv. Im Flug eine Libelle aufzunehmen ist ein anspruchsvolles Unterfangen, auf den kleinen Kopf scharfzustellen noch umso mehr.

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Der Buntspecht kommt zu mir ins Büro – beinahe

Wenn der Buntspecht zu mir ins Büro kommt
und nicht ich zum Buntspecht in den Wald gehen muss!

Ja, das ist schon praktisch als Naturfotograf. Der Buntspecht kommt ja nur, wenn vor dem Büro für ihn passende Bäume – bei mir ist es ein alter Boskop-Apfelbaum. Die Rinde ist knorrig, mit tiefen Furchen. Darin leben alle möglichen Tiere – das ist die Nahrung für viele Vogelarten – quasi Frischfleisch am Baum. Daher erfreuen wir uns seit Jahrzehnten über den Boskop-Baum.

  • Im Herbst liefert er die herrlichsten Äpfel,
  • im Frühling die schönsten weißen Apfelblüten,
  • im Sommer spendet der große Baum einen herrlich kühlen Schatten für die Westseite des Hauses,
  • im Winter lässt er trotzdem das Licht der tief stehenden Wintersonne ins Haus hinein.

Das ganze Jahr über sind Vögel am Baum und suchen einen Nistplatz, oder wenigstens Nahrung in der Rinde des Boskop-Apfelbaums.

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Was für ein toller Sommer für Ausflüge im Abendlicht eines Spätsommertages


Was für ein toller Sommer im Dachauer Land, Sonne – Sommer gefühlt seit Anfang Mai des Jahres, mit nur kurzen Unterbrechungen. So geht der Spätsommer auch weiter, mit viel Sonne und angenehmen Temperaturen.

Eine schöne Gelegenheit, an diesem September-Abend eine kleine Ausfahrt mit der 39 Jahre alten 250er (CB 250 RS) ins Dachauer Moos zu unternehmen und dabei auch das schön erhaltene Motorrad als Bildmotiv einzusetzen.

Keine Angst vor direktem Gegenlicht im Bild, das kleine Motorrad wird im Gegenlicht ganz leicht angeblitzt. So werden die Kontraste im Bildmotiv reduziert und die Farben kommen so richtig schön zum Leuchten.

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Seltener Besucher im Dachauer Moos im Spätsommer


Das letzte Abendlicht liegt auf dem Weiher im Dachauer Moos, es ist windstill und das Wasser ist glatt wie ein Spiegel. Es herrscht Ruhe am Weiher, nichts stört den Frieden an diesem Ort im Dachauer Moos.

Ein Blässhuhn schwimmt einsam auf dem Weiher, weiter hinten sind noch das hier ansässige Haubentaucher-Pärchen in friedlicher Zweisamkeit. Eigentlich warte ich auf die Graugänse, die Abends hier auf den Weiher kommen, aber heute nicht.

Dann wird es heute wohl keine schönen Fotomotive geben - oder doch!

Alleine die Ruhe und die schöne Atmosphäre zu erleben ist schon den kurzen Ausflug mit dem Radl, an diesen Weiher wert.

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Auf nach Weißenburg (Bay.) in die Zeit der Römer in Bayern

Gestern noch Mittelalter in Aichach, heute geht’s zu den Römern im Altertum in Bayern nach Weißenburg. Ein Videodreh mit Dr. Marcus Junkelmann steht auf dem Programm. Ich bin schon ganz gespannt wie der Tag so abläuft und wie die Ergebnisse sein werden.

Von Dachau nach Weißenburg in Bayern – da fahre ich doch sehr gerne (fast) direkt mit der Bahn und schreibe während der Reise diese letzten Beiträge. Das ist umweltschonend, das ist nachhaltig und das ist autonomes Fahren. Zumindest aus meiner Sicht.

Der Regionalexpress fährt direkt nach Treuchtlingen und dann in den Heckenflitzer und schon bin ich in Weißenburg und Mittens bei den Römern und dem Videodreh mit dem bekanntesten Experten zu den Römern und den Gladiatoren in Bayern.

Die Videoaufnahmen finden im rekonstruierten Römer-Castell in Weißenburg in Bayern, direkt am Römertor, statt. Wir sind direkt am Obergermanisch-Raetischen Limes. Auf dieser Seite war das Land der Germanen – der Barbaren. Auf der anderen Seite dieses rekonstruierten Tores war der Machtbereich der Römer.

Die Heide blüht!


Im September blüht das Heidekraut (Erica) – Besenheide (Calluna vulgaris) in vielen Naturlandschaften, wie Heide, Moos (Niedermoor) und Moor (Hochmoor). Das braun-graue Heidekraut beherrschte das Landschaftsbild seit Monaten und präsentiert nur wenige fotografisch spannende Bildmotive.

Im September wandelt sich das Landschaftsbild in der Heide, im Moos und im Moor. Das ganzjährig unattraktiv und grau-braun erscheinende Heidekraut wandelt sich Ende August – Anfang September zunehmend mit den rötlich bis violett gefärbten Blüten des Heidekrauts. Unzählige neue und zusätzliche Bildmotive bieten sich so in der gerade noch unattraktiven Naturräumen für die Natur- und Landschafts-FotografInnen.

Im diffusen Licht der Schattenbereiche, im Übergangsbereich von Wald zu Heide, wandelt sich die Farbe des Heidekrauts, in ein kräftiges Violett und hebt sich so hervorragend von den Farben der Heide, des Moos oder dem Moor ab.

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