Die Speisen-Karte im Schleißheim zur Zeit des Dreissigjährigen Krieges

Unter der Leitung des Chef-Kochs der Schlosswirtschaft Schleißheim, Jens Bluhm, besteht die Speisenfolge während des Festes „Musketiere, Mönche und Marketenderinnen“ aus folgender Speisenfolge nach den historisch überlieferten Speisenplänen zu Schleißheim, Salzburg und Nürnberg unter der historischen Leistung von unserem Dr. Marcus Junkelmann.

Speisen am 12./13. Oktober 2024

 

Süddeutsche Zeitung SZplus: Schatzkammer der Natur – Fußbergmoos

Foto: BAYERWALDTEAM Hubert Bauer-Falkner

Paul Eschbach war zu unterschiedlichen Jahres- und Tageszeiten im Maisacher Moos unterwegs. Sein neuer Bildband ist ein eindringliches Plädoyer für den Erhalt der Tier- und Pflanzenwelt.

Von Stefan Salger, im Originalbeitrag auf www.sueddeutsche.de

Es gibt Parallelen zwischen der Serengeti in Ostafrika und dem Fußbergmoos in der Gemeinde Maisach. Das mag vermessen klingen. Wer sich aber hier wie dort auf die Pirsch macht, der braucht vor allem eines: viel Geduld. Außerdem Sachkenntnis und ein Quäntchen Glück. Egal, ob man Löwen und Zebras nachspürt oder seltenen Vögeln und Blindschleichen. Paul Eschbach erinnert sich noch gut an jenen Frühlingstag, als er mal wieder, das Fotostativ geschultert, im Fußbergmoos unterwegs ist. …

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Tag der Regionen am Petersberg: Die Glonn – Bild einer Flusslandschaft

Der alle zwei Jahre stattfindende „Tag der Regionen“ am Petersberg bei Erdweg steht dieses Jahr unter dem Thema „Wasser“. In 2024 waren große Teile des Landkreises Dachau gleich mehrfach durch Starkregen und anschließendes Hochwasser an mehreren Stellen der Amper und der Glonn gefährdet und an manchen Stellen traten große Schäden in der Landwirtschaft, in den Gemeinden und auch an der Infrastruktur auf. Die Bedeutung von Wasser für das Leben wurde so wieder einmal vor Augen geführt. Zu viel Wasser bringt Schäden für Mensch und Tier, zu wenig Wasser bringt Dürre in die Natur und die Landwirtschaft.

 

Die Ausstellung: Die Glonn – Bild einer Flusslandschaft

Als Beitrag zu dem Tag der Regionen wurde von Lydia Thiel zusammen mit dem BUND Naturschutz in Bayern e.V. – Kreisgruppe Dachau eine Bilderausstellung auf dem Weg zwischen unterem Haus und dem oberen Haus installiert.

DELTA IMAGE hat geholfen, die Materialien aufzuarbeiten und im Druck auf speziellen Mesh-Planen wetterfest zu produzieren.

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Lohhofer Anzeiger: Neues Buch „Dachauer Moos“ – Die Niedermoorlandschaft im Wechsel der Jahreszeiten

Lohhofer Anzeiger: Neues Buch „Dachauer Moos“ – Die Niedermoorlandschaft im Wechsel der Jahreszeiten

 

Die Niedermoorlandschaft im Wechsel der Jahreszeiten neues Buch „Dachauer Moos“

Im Dachauer Moos wandelt sich die Niedermoorlandschaft über die letzten Jahre durch viele vernetzende Maßnahmen im Natur- und Umweltschutz zu einer immer  wertvolleren Naturlandschaft. Die Wiedervernässung im Die Wiedervernässung im Moos nimmt durch die Zuarbeit des Bibers als Wasserbaumeister immer konkretere Formen an. Es ist wieder nass im Moos.
Über dreißig Jahre hinweg hat Paul Eschbach als Fotograf das Dachauer Moos generell und das Maisacher Moos im speziellen fotografisch entdeckt und die schönsten Bildmotive für die Leser und Leserinnen in einem Foto-Bildband (und der Edition-Kompakt) zusammengefasst. Herausgekommen ist ein großformatiger Bildband in der Größe DIN A4 mit Seitenfüllenden Bildmotiven dieser herrlichen Niedermoor-Landschaft im Wechsel der Jahreszeiten.

Das Buch ist in zwei verschiedenen Größen (Foto-Bildband und Edition-Kompakt) verfügbar, die Inhalte sind aber dieselben. So sollte für jeden Geschmack etwas dabei sein, sodass dieses Buch viele Menschen erreichen kann und diese so die Schönheit in dieser Landschaft erleben und erfahren können. Für den Naturschutz ist es wichtig, dass die Menschen im Dachauer Moos, die davon betroffen sind, sich auch ein eigenes Bild von der Niedermoor-Landschaft machen können. Dazu möchte dieses Buch auch aufrufen – gehen Sie hinaus und erleben die  Niedermoor-Landschaft im Norden von München. Dazu ist das Buch auch in Zusammenarbeit mit dem Bund Naturschutz in Bayern e. V. – Kreisgruppe Dachau entstanden.

Mehr Informationen auf https://deltaimage.de.
Paul Eschbach

I

V..n.r.: Dr. Roderich Zauscher, Vorsitzender der Kreisgruppe Dachau des Bund Naturschutz in Bayern e. V. und Paul Eschbach, Fotograf und Buchautor, DELTA IMAGE, Dachau
Foto: Andi Pirchmoser

Schleißheimer Zeitung: Herzlichen Glückwunsch, Marcus Junkelmann!

Originalbeitrag auf www.schleissheimer-zeitung.de

 

Wie einer, der in Oberschleißheim aufwuchs, Geschichte machte

Geschichte wird von den Leuten manchmal als ein trockener, irgendwie uninteressanter Stoff empfunden, den man in sich in Schulzeiten mehr oder weniger freiwillig aneignen muss. Das ist ein Missverständnis, denn je eher man die Vergangenheit versteht, desto besser kann man die Zukunft gestalten.

Wie aber kann man die Vergangenheit verstehen, abgesehen davon, dass man Jahreszahlen auswendig lernt? Indem man Geschichte lebendig werden lässt, indem man sie anschaulich und erlebbar macht, indem man es möglich macht, die Erfahrungen der Menschen in der Vergangenheit mit- und nachzuerleben,

Dr. Marcus Junkelmann, Historiker, Autor zahlreicher hochgelobter historischer Werke, Universitätsdozent, Vortragsredner und vor allem “Experimental-Archäologe”, hat sich für diesen besseren Zugang zu Geschichte unsterbliche Verdienste erworben. Er hat dafür keine persönlichen Mühen und Strapazen gescheut, zum Beispiel, als er extra Reiten lernte, um dann am Limes entlangzureiten, oder die Kochkünste der Antike persönlich wiederbelebte.

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Die Glonn – Bild einer Flusslandschaft – 100 Jahre Glonn-Regulierung

Vor 100 Jahren – im Jahr 1924 – fanden die Arbeiten zur Regulierung der Glonn ihren Abschluss. Aus einem natürlich fließenden Fluss im Dachauer Land wurde ein ziemlich bereinigter und technisch umgebauter Fluss. Die Glonn ist der nördlichste Fluss, der noch in das Wassersystem der Isar – über die Mündung in der Amper – zufließt. Alle nördlicheren Flüsse münden gleich in das System der Donau. Die Glonn wurde ihrer Kraft beraubt und in unzähligen Mühlen zum Antrieb von Getreidemühlen und Holzsägewerken genutzt – eine frühe Form der Industrialisierung dieses einst bäuerlich geprägten Landes.

An den meisten Tagen im Jahr ist die Glonn kaum in der Landschaft zu entdecken, so langsam und gemächlich fließt sie durch das breite Glonntal. Sie hat nicht mehr die Kraft, um das Wasser von allen Schwebstoffen, die von den Feldern herein geschwemmt wird, zu reinigen. Vergangen sind die Zeiten, in denen die Glonn regelmäßig die nahen Wiesen und Felder überschwemmte, aber vorwiegend fern von Besiedelungen und Infrastruktur blieb. Bei dem Hochwasser 2024 war dies anders, die Ausstellung zeigt auch dies in den ergänzenden Bildtafeln auf.

 

Tag der Regionen 2014 mit dem Thema Wasser

Die Bedeutung des Wassers der Glonn, in dem gemächlichen Fluss, den man kaum sehen kann, wird beim Hochwasser zur Gefahr für die menschlichen Besiedelungen, für die Sachwerte und die Infrastruktur. Der Fluss sucht sich seinen Raum beim Hochwasser dort, wo er ihn findet. Auch das zeigt die Ausstellung an den historischen Bildtafeln.

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Wieder ein Eisvogel im Dachauer Moos. Aber nur ganz klein!

Ein Bewohner im Dachauer Moos. Klein, schnell und charakteristisch in der Farbgebung und ein typischer Bewohner in den Niedermoor-Landschaften. Der metallisch blau/türkis schimmernde Eisvogel. Der aufmerksamen BeobachterIn fällt ab und an ein schnell durch die Szenerie fliegender Pfeil in den Farben Blau und Orange. So ging es auch mir schon so oft. Andere FotografInnen haben immer mit glänzenden Augen vom Eisvogel geschwärmt, zu Gesicht zu bekommen geht noch.

Wie soll man aber ein so schnelles, kleines und nicht planbares Geschoss fotografieren?

Inzwischen sind mir eine Vielzahl an Bildern des Eisvogels im Stand und auch im Flug gelungen. Für die vielen Ornithologen draußen, die dem Eisvogel mit speziellen Fototechniken, Ansitzen im Foto-Tarnversteck und was weiß ich auf der Lauer sind, werden über die Bilder müde lächeln.

An diesem See habe ich selbst schon manchmal einen Eisvogel gesehen und auch fotografiert, er kann immer und überall auftauchen. Mit dem Eisvogel ist hier immer zu rechnen.

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Ein Turmfalke fliegt im letzten September-Abendlicht über mir


An manchen Tagen ist die Natur- und Landschaftsfotografie mit viel Geduld und wenig Ergebnis gesegnet. Auch das gehört mit dazu, sonst wäre es ja ein Game-Park, wo die Vögel möglicherweise auf Knopfdruck fliegen. An diesem Tag im Dachauer Moos kommt der Abend immer näher. Das ist zum einen die fotografisch schönste Zeit vom Licht her. Die Tiere und Vögel richten sich aber schon auf die beginnende Nacht in den kommenden dreißig Minuten ein. Sie beziehen alleine oder als Gruppe langsam die Nachtquartiere.

Umso erstaunlicher ist es, dass an solchen Abenden, wenn die Erwartungshaltung immer mehr gegen null geht, doch so viele herrliche Momente in der Natur des Dachauer Mooses zusammen kommen. Als Fotograf möchte ich dann eigentlich schon zusammenpacken, die Wahrscheinlichkeit auf die nächsten Höhepunkte ist eigentlich gegen null.

Oder vielleicht gerade dann besonders hoch!

Nachdem der Kormoran vor wenigen Minuten seine persönliche Flugvorführung für mich als Fotograf gezeigt hatte, deutet sich ein weiterer Höhepunkt an.

Ein mittelgroßer Vogel fliegt von Süden nach Norden über den See und erregt meine fotografische Aufmerksamkeit. Das Gefieder ist hell und der Flügelschlag etwas schneller als bei den hier so zahlreichen Graugänsen. Ich reiße die Kamera in die Luft und schau mir den Vogel im Flug an – es ist ein Turmfalke mit einem ganz herrlichen Federkleid.

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Ein Kormoran im Dachauer Moos im späten Abendlicht

Ein Kormoran zeigt sich im Dachauer Moos auf der anderen Seite dieses Sees und genießt die letzten warmen Sonnenstrahlen im Abendlicht. Auf die Entfernung ist mir der ungewohnte Vogel erst durch den Schnabel mit dem kleinen Haken am vorderen Ende aufgefallen. Es ist ein ungewohnter Besucher an diesem See im Dachauer Moos, er kommt wohl im Zuge der Vogelwanderung aus anderen Gebieten im Durchzug nach Süden hierher ins Dachauer Moos.

Der Kormoran ist ein fleißiger Fischesser und wurde früher und auch heute noch sehr stark bejagt, auch als Maßnahme zur Stabilisierung der Fischbestände. In Bayern unterliegt der Kormoran dem Naturschutzrecht, was die Jagd weitgehend einschränkt und nur unter speziellen Bedingungen erlaubt.

 

Ich freue mich auf einen ganz neuen Besucher an meinem Fotospot

Der Kormoran ist in seinem Federkleid von dunkler Gestalt, dafür ist sein Schnabel hell, mit einem großen Fleck in gelber Farbe. Auf dem Schwemmgut sitzt der Kormoran und beobachtet sein Revier des Tages, es sind nicht allzu viele Fische in dem See. Mal sehen, wie er sich hier weiter verhält.

Auf diesem Bild könnte er kaum schöner in der warmen Sonne dieses September-Abends sitzen und spot-artig beleuchtet zu sein.

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