Dachauer Kurier: Kunst im Rathaus Erdweg: Dachauer Moos mit Paul Eschbach

ERDWEG: Die Gemeinde Erdweg präsentiert vom 8. Februar bis 8. Mai 2026 im Rathaus eine besondere Foto-Ausstellung zum Dachauer Moos. Der Dachauer Fotograf Paul Eschbach beschäftigte sich seit über 30 Jahren intensiv mit dieser einzigartigen Natur- und Kulturlandschaft und dokumentierte ihren stetigen Wandel. Unter dem Titel »Wo ist das Dachauer Moos heute noch zu sehen?« zeigt Eschbach großformatige Fotografien, die sowohl die stille Schönheit als auch die Verletzlichkeit der Niedermoorlandschaft sichtbar machen. Seine Motive entstehen im gesamten Dachauer Moos sowie entlang der Glonn und der Ilm – zu allen Jahreszeiten und aus unterschiedlichsten Perspektiven. Eschbach hat sich mit dem Dachauer Moos nicht nur fotografisch, sondern auch publizistisch auseinandergesetzt und bereits vier Bildbände zu diesem Thema veröffentlicht. Seine Arbeiten reichen von eindrucksvollen Luftaufnahmen bis hin zu detailreichen Makroaufnahmen von Flora und Fauna.

Die Vernissage findet am Sonntag, den 8. Februar 2026, von 11 bis 13 Uhr im Erdweger Rathaus statt. Die Ausstellung ist anschließend bis 8. Mai 2026 während der regulären Öffnungszeiten des Rathauses zu besichtigen.

 

Dancing on Air – NaturFoto Magazin Leserwettbewerb 2026/01

Das führende Magazin für Naturfotografie hat für das monatlich erscheinende Ausgabe jeweils ein anderes Titelthema, welches immer mit einem Leserwettbewerb begleitet wird. Eine wunderbare Sache, um noch mehr Vielfalt an fotografischen Umsetzungen zu einem speziellen Thema in der Naturfotografie sehen und damit lernen zu können.

Für die Ausgabe 01/2026 war das Thema Moore angekündigt, was mich sehr freute, da dies ja hervorragend in meinen Themenkreis hineinpasst. Also wollte ich auch bei dem Leserwettbewerb mitmachen und mein Foto – man darf nur jeweils ein Foto einreichen – in den Kontext mit vielen anderen FotografInnen zu stellen. Mein Bildmotiv ist ja längst ausgesucht und hängt auch schon als Ausdruck bei mir an der Wand.

Moore: Dancing on Air

von: Paul Eschbach

für den Wettbewerb: Moore

Ort: Haspelmoor / Rotes Moos bei Haspelmoor in Bayern

Ein einzeln und frei stehender Totholzbaum im nördlichsten Hochmoorrest des bayerischen Alpenvorlandes ist ein beliebter Ansitzplatz für den Graureiher. Ein Graureiher flog immer wieder um diesen Baum herum, eine schöne Gelegenheit, diesen Graureiher auf dem kargen Baum sitzend zu fotografieren. Dann kam ein weiterer Graureiher mit dazu und für einige wenige Sekunden tanzten die beiden Graureiher in der Luft – mit weit ausladenden Flügelschlägen. Hochmoore und Niedermoore sind wichtige Rückzugsgebiete dieser sehr eleganten Vögel. Dort findet er Nahrung und seine Ruheplätze.

 

Die kleine Geschichte hinter der Geschichte

An jenem Tag war ich zum Location-Scouting im Roten Moos bei Haspelmoor in Bayern unterwegs, in wenigen Wochen hatte ich bei den Naturfototagen in Fürstenfeldbruck einen Workshop als Workshopleiter. Mit der Fotogruppe sollten wir die Moor- und Moos-Landschaft bei Haspelmoor fotografisch erkunden. Dazu ist es für mich eine Ehrensache, die Orte des Workshops vorher alleine zu begehen um auch ganz zeit-aktuell etwas zur Tier- und Pflanzenwelt aussagen zu können und die Wanderrouten zu planen.

Und da stehe ich nun an dem langen Entwässerungsgraben und entdecke den Totholzbaum in dessen Mitte. Weit weg von mir – so sollten sich die Tiere in dessen Nähe auch sicher fühlen. Ich baue mein Stativ auf und richte mein Objektiv mit 600 mm auf den Wipfel des Baumes aus. Der Hintergrund ist ein einheitliches Weiß – leicht overcast. Das verspricht eine sehr gute Beleuchtung des Bildmotivs ohne harte Schatten.

„Es könnte ja sein, dass einer der Graureiher sich da oben hinsetzt!“

Die Kamera und alles war eingestellt, von mir aus könnte es losgehen. Und es ging gleich los.

 

Fotografische Sicht auf diese Szenerie

  • Die Entfernungspunkte sind vor Ort durch die Landschaft fest definiert gewesen. Der Baum und der Fotostandort sind fix und unveränderlich.
  • Die Brennweite war 400 mm an APS-C – also effektiv 640 mm Brennweite. Viel mehr geht kaum noch.
  • Trotzdem war das Bild im Sucher nicht ausfüllend mit ausreichend Weißraum drumherum. Ich rechnete ja nicht mit solch einer raumgreifenden Szenerie – es war für die Bilderfolge hervorragend so wie es war.
  • Mein Fotoziel war ein Vogel auf dem Baum sitzend. Da reicht eine leicht angehobene ISO vollkommen aus. Die Szenerie war so unerwartet dynamisch in der Bewegung, das war die Überraschung für mich und zeigt sich in einer graduellen Bewegungsunschärfe gerade in den Flügelspitzen.
  • Für das Bildmotiv ist das eine perfekte Umsetzung des Motivs, vor allem vor dem einheitlich weißen und nicht störenden Hintergrund. Für einen Fotowettbewerb ist die Unschärfe wohl zu groß. Hätte ich dazu die Empfindlichkeit auf ISO 1000 erhöht, wäre diese subtile Bewegungsunschärfe nicht da, das wäre echt schade. Also alles richtig gemacht!

KUNST im Rathaus Erdweg mit Paul Eschbach

 

Die Gemeinde Erdweg zeigt vom 8. Februar bis 8. Mai 2026 eine besondere Foto-Ausstellung über das Dachauer Moos. Der Dachauer Fotograf Paul Eschbach widmet sich seit über 30 Jahren dieser einzigartigen Natur- und Kulturlandschaft und dokumentiert ihren Wandel in eindrucksvollen Bildern. Unter dem Titel „Wo ist das Dachauer Moos heute noch zu sehen?“ zeigt Eschbach großformatige Fotografien welche die stille Schönheit, aber auch die Verletzlichkeit der Niedermoorlandschaft sichtbar machen. Seine Motive findet er im gesamten Dachauer Moos sowie entlang der Glonn und der Ilm – zu jeder Jahreszeit und aus unterschiedlichsten Perspektiven. Paul Eschbach, geboren und wohnhaft in Dachau, beschäftigt sich seit über 30 Jahren intensiv mit dem Dachauer Moos, zu dem er auch 4 Bildbände veröffentlicht hat. Seine Fotografien zeigen die Landschaft, ihre Tier- und Pflanzenwelt sowie die besonderen Strukturen dieser einzigartigen Natur- und Kulturlandschaft – vom Luftbild bis zum Makrodetail.

Wir laden alle Interessierten herzlich zur Vernissage am Sonntag, den 8. Februar 2026, von 11 bis 13 Uhr ins Erdweger Rathaus ein und freuen uns auf zahlreiche Besucher. Bis zum 8. Mai 2026 ist die Ausstellung zu den Öffnungszeiten des Rathauses zu sehen.

 

Mitteilung im Erdweger Gemeindeblatt

 

Das Plakat zur FOTO-Ausstellung im Rathaus Erdweg

Das neue Jahr 2026 beginnt mit dem ersten Naturfoto im Dachauer Moos

Am Neujahrstag führt mich die Naturfotografie wieder hinaus ins Dachauer Moos, nach den vielen trüben Tagen in den letzten Wochen, ist es einfach an der Zeit, fotografisch im Moos nachschauen gehen.

Im Moos ist es weitgehend still, kaum etwas bewegt sich. Es sind kaum Tiere unterwegs, so freue ich mich über diese Begegnung umso mehr.

Die Mäusebussarde sitzen auf einer Wiese neben der Maisach bei Palsweis und suchen sich Beute zum Jahresbeginn. Da gelingt mir diese Begegnung mit dem Mäusebussard. Er fliegt auf und bewegt sich auf mich zu, die Sonne steht schön seitlich und hinter dem Greifvogel sind die weiten Wiesen und Äcker dieser Winterlandschaft im Moos.

Ein Kormoran im warmen (Winter-) Abendlicht im Dachauer Moos

Der Dezember ist dieses Jahr nass, nebelig und ohne Schnee. Auch die Wasservögel im Dachauer Moos scheinen weniger zu sein als in vielen der vergangenen Jahre. Im Dezember gehe ich darum wieder zum fotografischen Nachschauen ins Dachauer Moos. Die Tage sind schon kurz, viel kürzer werden sie in den kommenden 14 Tagen auch kaum noch werden.

Am späten Nachmittag ist das Licht bereits warm und es legt sich goldfarben über den Landschaftsweiher an der Schinderkreppe im Dachauer Moos. Auf dem See schwimmt ganz alleine ein Haubentaucher – sonst ist der See (fast) leer.

Die westliche Seeseite liegt bereits im Schatten des Dezembertages und der Bäume am Ufer. Im Kontrast zu dem warmen und goldfarbenen Licht auf dem See, ist dort das Licht schon bläulich kalt, so ist der kleine Haubentaucher scheinbar das einzig lebendige in dieser winterlichen Szenerie, und fällt dadurch ganz besonders schnell ins Auge der BetrachterInnen.

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Das Dachauer Moos: NaturWandel in Bildern im Rathaus Sulzemoos

Das Projekt des Dachauer Forums und der Geschichtswerkstatt Dachau über den Wandel der Natur (=NaturWandel) im Dachauer Land und Dachauer Moos geht als Wanderausstellung im Landkreis Dachau umher. In den letzten Wochen war die Ausstellung im Rathaus Sulzemoos für die BürgerInnen und BesucherInnen öffentlich ausgestellt und wird am 13. Dezember 2025 auch schon wieder abgebaut werden (sein).

Die Ausstellung geht nun ins

Heimatmuseum Karlsfeld

und wird dort den ganzen Sommer über

vom 17.5. bis 18.10.2026

zu sehen sein. Mehr Informationen zur Ausstellung „NaturWandel – Eine Geschichte im Dachauer Land“ im Heimatmuseum Karlsfeld in unseren Veranstaltungshinweisen zum Termin.

Rathaus in Sulzemoos ist der Ausstellungsort der Ausstellung „NaturWandel – Eine Geschichte im Dachauer Land“. Die Lichtstimmung im Advent macht das Gebäude besonders stimmungsvoll.

Das Rathaus Sulzemoos ist ein Neubau und wurde ab 2016 mit der Gemeindeverwaltung erweitert, nachdem die Verwaltungsgemeinschaft mit Odelzhausen und Pfaffenhofen a.d. Glonn beendet wurde.

Ich war noch nie im Rathaus in Sulzemoos. 
Die Ausstellung ist ein guter Grund, mir das Gebäude und die Ausstellung ansehen zu können.

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Goldener (Spät-) Herbst im Fußberg Moos – Dachauer Moos

Die Natur- und LandschaftsfotografInnen in allen Ländern und Regionen haben im Spätherbst einen vorrangigen Fluchtpunkt – hinaus aus dem Alltag, dem Trubel und der Mühsal des täglichen Lebens:

Die Verwandlung der Natur-Landschaften im Oktober und November 
(auf der nördlichen Erdhalbkugel) in den Farbenrausch des Goldenen Herbstes.

Eine Szenerie, fast wie in Otto Erhardts Fabelgeschichte „Das sterbende Moor“. Eine kleine Holzbrücke führt als Jägersteig im Fußbergmoos durch die sumpfige Niedermoor-Landschaft.

Da fallen einem vor allem die bekanntesten Zielpunkte ein:

  • „Indian Summer“ in den USA mit
    • Alaska
    • Kanada
    • Neuenglandstaaten (Maine, New Hampshire, Vermont, Massachusetts, Rhode Island und Connecticut)
  • „Goldener Herbst“ mit
    • Alpenraum, Oberbayern, Tirol, Südtirol
    • Mittelgebirge (Bayerischer Wald, Böhmerwald, Schwäbische Wald, Pfälzer Wald, Fichtelgebirge)

Dort treffen sich tausende BesucherInnen unterschiedlicher Interessen und so bleibt es nicht aus, dass dort die NaturbeobachterInnen sich gegenseitig am Parkplatz ausbremsen und zuparken. Überfüllung an den Zufahrtsstraßen, am Parkplatz und an den eigentlichen Attraktionen.

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Dachauer Land – vor den großen Bergen im Herbst

Das Tertiär-Hügelland liegt um viele Meter höher als die weite und ebene Landschaft des Dachauer Mooses. So streift der Blick von den ersten Höhenrücken ohne Hindernisse weit hinaus in die Ebene nach Süden hin. Die Blicke der BetrachterInnen werden erst gebremst von den mächtigen Bergen des Alpenhauptlammes. Weit im Westen steht als deren Dominante mit 2.963 Metern der höchste Berg in Deutschland – die Zugspitze. 70 bis 80 Kilometer sind es Luftlinie von Dachau bis hinter Garmisch.

Unmittelbar vor der BetrachterIn zu Füßen liegt die weite Niedermoor-Landschaft des Dachauer Mooses.

Das Farbspiel der Laub- und Nadelbäume im Spät-Herbst leitet den Blick der BetrachterInnen hinaus über die sanften Wellen, Buckeln und Moränen in der Landschaft. Dann fällt der Blick auf die mächtige und stolz dastehende Zugspitze. Die Luft ist an diesem Abend klar und ruhig, so gelingen auch herrliche Fernsichten als Landschaftsfotografien. Die Luft ist schon kühl, nachts fällt das Thermometer bis an die Null Grad Celsius, das sind perfekte Bedingungen beim Einsatz von langen Objektivbrennweiten und vermeidet optische Störungen durch ein nicht zu verhinderndes Hitzeflimmern in der Luft über den aufgeheizten Böden.

Heute ist es kühl genug und das Laub der Laufbäume gibt der Naturlandschaft eines ihrer schönsten Kleider mit.

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In einem Land – weit weit weg, Ende Oktober im Spät-Herbst!

Die Natur- und Landschaftsfotografie bietet eine unendliche Vielfalt an Bildmotiven, Genres und Lichtstimmungen. Für mich entstehen die liebsten Bildmotive immer noch vor der eigenen Haustüre, manchmal geplant und auch manchmal einfach durch die jeweilige Situation überrascht zu werden.

Landschaftsfotografie bedeutet, mit offenen fotografischen Augen 
durch die Landschaft zu ziehen.

An einem Spätherbst-Abend bin ich auf der Rückfahrt aus dem Dachauer Moos. Auf der Amperbrücke bei Mitterndorf ist in wenigen Minuten später Sonnenuntergang im Westen, vor einem schön strukturierten Himmel. Nicht zu viele Wolken und nicht zu wenig Wolken lassen auf einen interessanten Sonnenuntergang erwarten.

Sonnenuntergang im Spätherbst an der Amper bei Mitterndorf mit genügend Projektionsfläche.

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Vernissage und Ausstellungseröffnung in Bergkirchen – Foto-Ausstellung von Paul Eschbach

Fotos: Andreas Pirchmoser

Foto-Ausstellung: Wo ist das Maisacher Moos heute noch zu finden?

Eine fotografische Suche nach den Schönheiten des Landkreis-übergreifenden Maisacher Mooses, ein Naturraum mit dem Fußbergmoos und dem Palsweiser Moos.

V.l.n.r.: Simone Kastl-Frisch – 1. Vorständin vhs Bergkirchen, Dagmar Wagner- 2. Bürgermeisterin Gemeinde Bergkirchen, Paul Eschbach – Fotograf der Ausstellung, Stefan Löwl – Landrat des Landkreises Dachau

 

Es ist immer ein schöner Moment, wenn Kunst, Natur und Gemeinschaft so wunderbar zusammenfinden – wie heute bei der Vernissage mit Fotografien von Paul Eschbach aus dem Palsweiser Moos.
Das Palsweiser Moos - für uns alle ein vertrauter Name, ein Stück Heimat, ein Ort, an dem sich Natur und Geschichte begegnen. Und ein Ort, in dem viel los ist: Zum einen ein einzigartiges Habitat für eine mittlerweile selten gewordene Flora und Fauna. Zum anderen eine Kulturlandschaft, die von unseren heimischen Landwirten aktiv bewirtschaftet wird und deren Existenzgrundlage sichert. Und das Palsweiser Moos ist natürlich auch Erholungsort für unsere Bürgerinnen und Bürger, die dort Entschleunigung suchen und sich an der Natur erfreuen. Und für uns Bergkirchner ist es ein besonders schönes Stück Heimat.Dagmar Wagner; 2. Bürgermeisterin der Gemeinde Bergkirchen

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