Vom 9.2. bis 8.5.2026 stellte der Dachauer Natur- und LandschaftsfotografPaul Eschbach im Rathaus Erdweg seine großformatigen Bilder vom Dachauer Moos für die BesucherInnen und BürgerInnen aus.
»Wo ist das Dachauer Moos heute noch zu finden?«
Zum Abschluss der sehr gelungenen und von vielen BesucherInnen bewunderten Fotoausstellung, wollen wir in diesem Beitrag, einen Blick auf die Ausstellung werfen.
Diese FOTO-Ausstellung über das Dachauer Moos war die erste Kunstaustellung überhaupt mit Fotografien im Rahmen der Aktion »Kunst im Rathaus«. Diese Aktion wird organisiert vom Kulturverein Erdweg e. V. mit der ersten Vorständin Gesa Blaas.
»Kommen Sie mit mir mit auf den Rundgang durch das Rathaus Erdweg«
Auf den Naturfototagen Fürstenfeld, hatten wir in den letzten 10 Jahren schon jede Art von Wetter über die drei Tage hinweg. Nur eines hatten wir nur sehr marginal – drei Tage herrlichstes Frühlingswetter bei Sonnenschein, ohne Regen und mit angenehmen Temperaturen. Seit einigen Jahren habe ich mir gewünscht, die interessierten FotografInnen einen Tag lang in das Niedermoor vor den Toren der Veranstaltungsstadt Fürstenfeldbruck zu führen. Dabei kann ich vieles über den Landschaftsraum Niedermoor vermitteln und fotografisch fokussiert sich der Workshop auf drei unterschiedliche Motivbereiche:
Niedermoor: Landschaftsfotografie
Niedermoor: Tiere vor der Kamera
Niedermoor: Details im Makrobereich
Für den Workshop »Natur im Niedermoor« ist das ja geradezu ideal. Es war die ideale Woche im Kalender und Jahreskreis. Alles blüht und die Blätter der Bäume kommen gerade in dem zarten Grün heraus. Die Bäume erlauben noch genügend Sicht auf die Singvögel in den Ästen und Zweigen.
Frühling im Niedermoor von seiner fotografisch schönsten Seite
Nach einem Treffen und einer Einweisung und dem Tagesablauf im Workshopraum, fahren wir die recht kurze Strecke bis vor die Tore der Stadt Fürstenfeldbruck ins Palsweiser Moos und Fußbergmoos.
Die TeilnehmerInnen des Workshops „Natur im Niedermoor“ im Seminarraum zum Treffen und zur Einweisung auf dem Forumsgelände.
Niedermoor – Landschaftsfotografie
Mit wachen Augen durch die herrlich blühende Niedermoorlandschaft zu ziehen, ist ein wunderbares Erlebnis. Das Moos bietet so viele unterschiedliche Bildmotive auf engstem Raum. Dabei hilft es, sich etwas mit dem Lebensraum Niedermoor und seiner Entstehung zu beschäftigen. Bei diesem Workshop übernehme ich gerne diese Rolle. Gemeinsam suchen und finden wir Bildmotive in dieser Naturlandschaft.
In der Niedermoorlandschaft sind gerade in dieser Jahreszeit eigentlich alle Objektive geeignet, was verfügbar ist.
Weitwinkelobjektive für die große und weitläufige Mooslandschaft
mittlere Teleobjektive für die Details in diesem Landschaftsraum
Universalobjektive mit einem breiten Brennweitenspektrum für Flexibilität, zwischen Nah und Fern
Objektive für den Nahbereich
Junge Birkenblätter zeigen sich in genau dieser Kalenderwoche zum ersten Mal.
Zwischen vielen jungen Birkenstämmen steht ein knorriger Baum, mit Moos überwachsen.
Aufmerksam sehen und dann gekonnt fotografieren. Das ist Landschaftsfotografie.
Wasserlandschaft an den Biberdämmen am Grenzgraben
Birkenwald mit nassen Wurzeln zeigt die natürliche Dynamik.
Das junge Grün der Birken ergibt herrliche Bildmotive.
Im jungen Birkenwald lohnt sich immer ein fotografischer Blick mit dem Superweitwinkel nach oben in den Himmel.
Wasserbiotope an den früheren Entwässeruzngsgräben im Moos
Leuchtende Blüten im Niedermoor – Unschärfe als Gestaltungsmittel in der Fotografie.
Kontrast in den Formen im Moos.
Das junge Grün kontrastiert mit den weißen Birkenstämmen ganz herrlich.
Auch die kleinen Bildmotive sind im Frühling besonders schön und eindrucksvoll.
Ein Jagdstand am Ende eines langen Weges im Niedermoor.
In jedes einzelne dieser Bildmotive könnte man sich auch noch weiter hineinarbeiten und fotografisch vertiefen. Wenn ich alleine unterwegs bin, mache ich dies auch mit großer Freude und Hingabe. Geduld und Ausdauer sind mit die wichtigsten Ausrüstungen für eine LandschaftsfotografIn. Wir ziehen aber weiter, haben doch noch ein spannendes Programm für den restlichen Tag.
Im folgenden Beitrag erzähle ich etwas von meiner Suche nach den Bildmotiven im Niedermoor.
Niedermoor – Tiere vor der Kamera
Die erste schöne Sichtung war noch unmittelbar bei der Anfahrt aus dem Auto heraus – ein Rotmilan. Langsam zeigen sich immer mehr Tiere im Niedermoor der aufmerksamen BeobachterIn. In wenigen Wochen kommen die Libellen mit dazu.
Bachstelze
Zitronenfalter
Als Workshopgruppe sind wir nicht gerade im Tarnmodus unterwegs, sodass es weniger Sichtungen sind, als wenn ich alleine unterwegs bin. In einem der nächsten Beiträge zeige ich Bilder von den Workshop-TeilnehmerInnen.
Info & Links
Weiterführende Links zum Veranstalter der Glanzlichter und dem Veranstalter der Fototage:
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Im großzügigen Treppenhaus im Rathaus Erdweg hängt die großformatige FOTO-Ausstellung zu den Schönheiten in der Niedermoor-Landschaft im Dachauer Moos vom Dachauer Fotografen Paul Eschbach.
Im Rathaus Erdweg wird dreimal im Jahr eine Kunstausstellung durch den Kulturverein Erdweg e. V. (Gesa Blaas) organisiert und kuratiert. Am Sonntag, 8.2.2026 eröffnete der 1. Bürgermeister Christian Blatt die allererste Fotoausstellung in diesem Rahmen. Als Künstler stellt der Dachauer Fotograf Paul Eschbach seine großformatigen Natur- und Landschaftsbilder zum Dachauer Moos aus. Die Ausstellung steht unter dem Thema:
Foto-Ausstellung: Wo ist das Maisacher Moos heute noch zu finden?
Eine fotografische Suche nach den Schönheiten des Landkreis-übergreifenden Maisacher Mooses, ein Naturraum mit dem Fußbergmoos und dem Palsweiser Moos.
V.l.n.r.: Simone Kastl-Frisch – 1. Vorständin vhs Bergkirchen, Dagmar Wagner- 2. Bürgermeisterin Gemeinde Bergkirchen, Paul Eschbach – Fotograf der Ausstellung, Stefan Löwl – Landrat des Landkreises Dachau
Es ist immer ein schöner Moment, wenn Kunst, Natur und Gemeinschaft so wunderbar zusammenfinden – wie heute bei der Vernissage mit Fotografien von Paul Eschbach aus dem Palsweiser Moos.
Das Palsweiser Moos - für uns alle ein vertrauter Name, ein Stück Heimat, ein Ort, an dem sich Natur und Geschichte begegnen. Und ein Ort, in dem viel los ist: Zum einen ein einzigartiges Habitat für eine mittlerweile selten gewordene Flora und Fauna. Zum anderen eine Kulturlandschaft, die von unseren heimischen Landwirten aktiv bewirtschaftet wird und deren Existenzgrundlage sichert. Und das Palsweiser Moos ist natürlich auch Erholungsort für unsere Bürgerinnen und Bürger, die dort Entschleunigung suchen und sich an der Natur erfreuen. Und für uns Bergkirchner ist es ein besonders schönes Stück Heimat.Dagmar Wagner; 2. Bürgermeisterin der Gemeinde Bergkirchen
Fotoausstellung über das Palsweiser Moos und Fußbergmoos (Dachauer Moos) von Paul Eschbach
Der Dachauer Natur- und Landschaftsfotograf Paul Eschbach zeigt in seiner Bilderausstellung die oft verborgenen Schönheiten dieser übergreifenden Niedermoor-Landschaft aus allen vier Jahreszeiten, dem Moos, dem Wald, den Tieren und den Pflanzen. Die großformatigen Landschafts- und Naturbilder verdeutlichen die Schönheit und gleichzeitig auch die Verletzlichkeit dieser Reste der einst so weitläufigen Niedermoor-Landschaft im Westen des Dachauer Mooses. Zur Fotoausstellung ist auch ein großformatiger FOTO-Bildband von Paul Eschbach zum Dachauer Moos erschienen.
Die Ausstellung ist jeweils Dienstag / Mittwoch 9-13 Uhr und Donnerstag 14-18 Uhr; außerhalb der Schulferien geöffnet.
„„Es gibt kaum noch Nebel“, sagt Paul Eschbach. Der 59-jährige Maschinenbauingenieur aus Dachau ist über das Studium zur Fotografie gekommen, und über die Fotografie zum Naturschutz. Seit Jahrzehnten fotografiert er im Maisacher Moos. Momentan ist im Gemeindehaus in Maisach die Ausstellung „Wo ist das Maisacher Moos heute noch zu finden?“ zu sehen, mit 45 Bildern aus 30 Jahren, und mit fundierten Informationstafeln zu Geschichte und Zustand des Moors. Im Oktober wird sie in Bergkirchen zu sehen sein.
Sein ganzes Leben lang kennt Eschbach das Niedermoorgebiet, das sich noch vor 150 Jahren von Germering und Maisach über Bergkirchen bis nach Freising erstreckte und eine Allmende war. Oft wird es auch Dachauer Moos genannt. Das Fußberg- und das Palsweiser Moos sind zwei Teilgebiete, die noch halbwegs intakt, durch Entwässerung und Klimawandel jedoch in einem zu trockenen Zustand sind. Deshalb, und wegen der häufigen Trockenperioden im Winter, hat der Nebel stark abgenommen.
Fotograf Paul Eschbach Ausstellung Maisach „Wo ist das Maisacher Moos heute noch zu finden?“(Foto: Ingrid Hügenell)
Dem Fotografen fallen auch andere Veränderungen auf. An der Tierwelt, die er gut kennt. Eschbach bemerkt ihr Verschwinden, trotz aller Bemühungen. Eine Kreuzotter etwa habe er seit Jahren nicht gesehen, erzählt er. In der Ausstellung ist dennoch ein Bild dieser Schlange zu sehen; es ist noch eine Analogaufnahme. Auch andere Tiere hat Eschbach mit der Linse eingefangen, Libellen, Käfer, Frösche und Stare etwa, über deren Lebensweise er kundig berichtet. Und vor allem ist die immer noch wunderschöne Landschaft zu sehen, in allen vier Jahreszeiten. Wunderschöne, großformatige Fotografien aus Winter und Sommer, Frühling und Herbst, begrüßen die Besucher. Mit positiven Bildern will Eschbach aufmerksam machen auf das, was verschwindet.
Wer die Ausstellung besucht, sich die Mühe macht, die Texttafeln sowie Karten zu lesen und zu studieren, wird feststellen, dass der derzeitige Zustand des Niedermoors nicht der natürliche ist. Erst seit wenigen Jahrzehnten ist das Moos, das über Jahrzehntausende gewachsen ist und ein Naturparadies war, so ausgetrocknet, artenarm und mit Bäumen bewachsen wie heute. Mit diesem Wissen schaut der Besucher anders auf das an einer Wand hängende Plakat der IG Moos. Diese Interessensgemeinschaft hauptsächlich von Landwirten, möchte nichts lieber, als das alles bleibt, wie es gerade ist, aber eben nicht immer schon war.
„Da sieht man, wo das Wasser abgeführt wird“, sagt der Fotograf zu dem Bild links.(Foto: Paul Eschbach)
Das zeigt beispielhaft das Bild eines Kanals an der Maisach, über den das Wasser aus dem Moor geleitet wird. Das führt zur Austrocknung, es siedeln sich mehr Bäume an, wertvolle offene Lebensräume für Pflanzen, Vögel und Insekten verschwinden. In eine Karte von 1860 ist die ursprüngliche Ausdehnung des Moors eingezeichnet.
Dann, so berichtet Eschbach, begann der Abbau des Torfs – als Brennstoff für die Maisacher und Brauereien in München. Als Ingenieur nennt er die Nutzung des Torfs „in Sachen Energieeffizienz gar nicht so blöd“ – im Gegensatz zum Abbau von Steinkohle habe man kaum Energie hineinstecken müssen. „Torf ist ein guter Brennstoff“, sagt er. Aber das Moor wurde dadurch zumindest teilweise zerstört. „Es ist heute relativ tierarm“, sagt Eschbach. „Das liegt am Verlust aller Lebensräume, und die Landwirtschaft ist auch alles andere als unschuldig.“ Auch Siedlungsdruck und Klimawandel setzten den Tieren zu.
Diese Bilder sind im Winter entstanden. Eschbach liebt Birken, aber er weiß auch, dass die Bäume in einem Moor nur wachsen können, wenn es dort zu trocken ist.(Foto: Paul Eschbach)
Ein gemeinsames Plakat von Landesbund für Vogel- und Naturschutz und Bund Naturschutz zeigt, was die Verbände tun, um zu retten, was zu retten ist. Es hängt direkt neben dem Plakat der IG Moos. So können die Betrachter wohl informiert ein eigenes Urteil fällen.
Die Besucher sollen ins Nachdenken kommen, das wünscht sich der Fotograf. Gerne erklärt er die Zusammenhänge, zum Beispiel, dass intakter Moorboden auf derselben Fläche mehr Kohlendioxid speichert als Wald, dass ein austrocknendes Moor CO₂, aber auch die Klimagase Methan und Lachgas freisetzt. Moorschutz sei also auch Klimaschutz. Und obwohl oft darüber geredet wird, es sei zu viel Wasser im Moor, ist Eschbach überzeugt:
„Das Moor ist mit Sicherheit nicht zu feucht.“
Das zeigten schon die vielen Bäume, die gar nicht wachsen könnten, wäre der Boden nass.
Die Ausstellung hat Eschbach in Eigenregie auf die Beine gestellt. Wer seine Bücher kennt, dem werden einige Fotografien bekannt vorkommen. Im Selbstverlag und in Kleinstauflage hat er schon vier Bücher mit seinen Fotografien herausgebracht, weitere sollen folgen.
„Ich wollte die Bilder nicht gewichten, und so bekommt jede Region ein Buch.“
Fotoausstellung „Wo ist das Maisacher Moos heute noch zu finden?“, bis Sonntag, 18. Mai, im Gemeindezentrum Maisach, Riedlstraße 3, Montag bis Freitag 14 bis 18 Uhr, Samstag und Sonntag 13 bis 18 Uhr. In Bergkirchen wird die Ausstellung von 9. Oktober 2025 bis 13. Februar 2026 in der Geschäftsstelle der Volkshochschule zu sehen sein. Der Eintritt ist frei.„
Am kommenden Freitag, 9.5.2025 beginnt die Foto-Ausstellung vom Dachauer FotografenPaul Eschbach mit der öffentlichen Vernissage, alle Interessierten sind ganz herzlich zur Vernissage eingeladen. Die Vernissage und Ausstellungseröffnung durch den Bürgermeister von Maisach und dem Fotografen Paul Eschbach beginnt um 18:00 Uhr. Dann hängen die Bilder bis einschließlich Sonntag, 18.5.2025 um 18:00 Uhr.
Die Foto-Ausstellung ist
an den Werktagen täglich von 14:00 – 18:00 Uhr und
an den Wochenenden täglich von 13:00 bis 18:00 Uhr
geöffnet.
An den Wochenenden ist der Fotograf Paul Eschbach auch selbst in der Ausstellung und führt Sie gerne durch den Reigen der über fünfzig großformatigen Natur- und Landschaftsbilder aus dem Palsweiser Moos und dem Fußbergmoos.
Der Eintritt zur öffentlichen Vernissage und zur Ausstellung ist frei. Wir alle freuen uns auf ein zahlreiches Kommen.
Bitte veröffentlichen Sie daher unsere Pressemitteilung unten. Einige Fotografien können Sie über die Bayernbox herunterladen.
Wir freuen uns über eine möglichst große Anzahl an Besucher/innen. Die Ausstellung über das Maisacher Moos machen wir (Gemeinde Maisach) auch ganz bewusst zusammen mit der Gemeinde Bergkirchen.
Zwei Gemeinden in zwei Landkreisen;
und doch sind sie verbunden durch ein
zusammenhängendes Moos und eine
aneinandergrenzende Niedermoor-Landschaft.
Der Fotograf Paul Eschbach hat das Moos in den Mittelpunkt seiner fotografischen Arbeit mit inzwischen vier Foto-Bildbänden zu unterschiedlichen Regionen des Dachauer Mooses gestellt. Der Fotografwird an den beiden Wochenenden in der Ausstellung sein und die Foto-Ausstellung betreuen.
IG, BUND Naturschutz und LBV sind ebenso mit eingebunden
Als thematische Ergänzung für die Information an die Bevölkerung haben wir auch die Positionen der betroffenen Landwirte in der Interessensgemeinschaft (IG Moos) und die Naturschutzverbände (BUND Naturschutz in Bayern und Landesbund für Vogelschutz LBV) eingeladen, ihre jeweilige Position in der kontroversen Diskussion ergänzend dazu aufzubereiten und mit darzustellen. Die beiden Gemeinden möchten damit zur Information über das Maisacher Moos einen aktiven Beitrag leisten.
Bei Fragen zur Vernissage wenden Sie sich bitte an die Presseabteilung der Gemeinde Maisach oder auch gerne an den Fotografen Paul Eschbach per Mail an pe@deltaadvice.eu. Die Fotografien, auf denen der Fotograf abgebildet ist, stammen von Hubert Bauer-Falkner.