Ein Vogel-Paradies an der Mittleren Isar in Eching


An der Mittleren Isar ist ein international bedeutender Rastplatz für Vögel, bei ihren Vogelwanderungen quer durch Europa und bis nach Afrika. Das will ich mir doch einmal an diesem Sommertag ansehen. Vor einigen Tagen traf ich den Vogelfotografen Lars und er lud mich ein, gemeinsam an den Echinger Stausee zu fahren und gemeinsam uns die herrliche Vogelwelt anzusehen. Aus dem „Gemeinsam“ wurde nichts – so bin ich alleine auf Entdeckung zwischen Moosburg und Landshut gegangen.

Es hat sich mehr als rentiert. Lieber Lars, 
ein ganz herrliches Dankeschön für diesen Tipp!

Der Echinger Stausee (bei Landshut) wurde die Tage zuvor vom Wasserstand abgelassen und jetzt ist die Stauseefläche ein überdimensionaler Schlick, Schild- und Riedfläche. Entsprechend große Watflächen sind verfügbar und gerade die Wasser- und Watvögel tummeln sich heute zu Tausenden hier im Isarwasser an diesem heißen Sonnen-Sommer-Tag.

Hier startet gerade eine Gruppe an Graugänsen vom Stausee aus in die Lüfte. Jetzt ist eine Graugans gerade bei uns im Dachauer Moos keine Besonderheit. Im weiteren Tagesverlauf werden noch weitere Vogelarten zu sehen sein, die auch hier in Eching die zahlreichen Ornithologen ins Verzücken bringen. Das ist auch für mich als Nichtfachmann ganz wunderbar, ich muss nur den Gesprächen der anderen FotografInnen und VogelbestimmerInnen lauschen – und ich bin voll im Bilde.

Den Graureiher auf dem Titelbild kenne ich von vielen Begegnungen aus dem Dachauer Moos und dem Haspelmoor.

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30 Jahre Fotografie im Dachauer Moos – Paul Eschbach


In den 40 Jahren, in denen ich nun ernsthaft (?) fotografiere, hat sich sehr viel – nein – eigentlich alles verändert. Aber der Reihe nach. Zum Fotografieren habe ich im März 1986 begonnen – als blutiger Anfänger mit einer ganz einfachen Ausrüstung. Wir fotografierten damals auf Negativfilm, das war sehr teuer, vor allem als Student. Die Bildergebnisse auf den üblichen Ausdrucken 9 x 13 cm waren nicht so wirklich beeindruckend. Zu klein, nicht wirklich scharf in der Abbildung und die Farben – na ja.

Zwischen dem genialen Foto des Fotografen lagen einfach zu viele Prozessschritte bis ich als Fotograf einen Papierabzug in den Händen hielt.

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DELTA IMAGE und BUND Naturschutz – Kreisgruppe Dachau arbeiten zusammen


Paul Eschbach / DELTA IMAGE und die Naturschutz-Organisation BUND Naturschutz in Bayern e. V. – Kreisgruppe Dachau arbeiten künftig zusammen, um gemeinsam mehr Menschen in unserer Umgebung mit den ganz aktuellen Themenstellungen und Herausforderungen für eine lebenswerte Umwelt zu erreichen:

  • Natur- und Landschaftsschutz
  • Artenvielfalt
  • Moorschutz und damit das Wassermanagement
  • Klimaschutz

Dazu kann gerade in dem dicht besiedelten Ballungsraum im Norden und Nordwesten von München niemals genug und ausreichend kommuniziert werden. Mit der Kraft von schönen Bildern der Natur und hier speziell der Niedermoor-Landschaft ist die Kommunikation und das Erreichen der Menschen mit einem Grundinteresse viel einfacher. Hier versprechen sich beide Partner eine spürbare Verbesserung und damit eine Zielerreichung.

 

Zusammenarbeit zwischen BN und DELTA IMAGE im Niedermoor

Manche Formen der Zusammenarbeit werden strategisch erarbeitet und dann im Markt umgesetzt. Hier kam alles ganz anders. Es begann einfach draußen im Moos, vor den Städten, vor den Büros. Dafür können wir jetzt wenige Monate später auch schon das erste ganz konkrete Ergebnis auf den Tisch legen. Weitere Ergebnisse werden folgen – soviel ist jetzt schon klar und so begann alles …

Seit vielen Jahren treffen wir uns im (Dachauer) Moos. Jeder ist auf seinem eigenen Weg unterwegs und doch arbeiten wir an einem gemeinsamen Thema – ohne es bisher so richtig wahrgenommen zu haben.

Die Natur und die Landschaft des Dachauer Mooses liegen uns beiden sehr am Herzen.

So streift dann jeder alleine durch die weiten Niedermoor-Landschaften und ist immer auf der Suche nach etwas.

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Dr. Junkelmann präsentiert Carl Ernst von Gravenreuth im Schloss Affing

Das Schloss Affing ist einer der spannendsten Schauplätze im Leben und Wirken des bayerischen Diplomaten und Verwaltungsadministrators Graf Carl Ernst von Gravenreuth zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Der Historiker und Experimentalarchäologe Dr. Marcus Junkelmann hat eine umfassende und fesselnde Biografie des Lebens und Wirkens des Gravenreuth verfasst.

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BAYERWALDTEAM präsentiert im Schloss Affing

BAYERWALDTEAM neu

Die Präsentation von Multimedia Inhalten vor Publikum war schon seit 1992 eines der wichtigen Themen im BAYERWALDTEAM, von Hubert Bauer-Falkner und mir. Damals waren der Bayerische Wald und der Böhmerwald die zentralen Themen in unseren Multimedia-Diashows. Die Präsentation von Multimedia-Inhalten ist immer noch ein aktives und spannendes Thema und mit den technisch viel einfacheren Zugängen nach wie vor beliebt.

Die beiden Funk-Mikrofone und das Head-Set für den Referenten liegen bereit. Es kann gleich los gehen.

Heute sind wir für eine Multimediapräsentation im mir bestens bekannten und überaus zauberhaften Schloss Affing, zwischen Aichach und Augsburg gelegen. Continue reading

„… das sind dann die Erlebnisse – Ja – dafür machen wir es!“ – Glücksspirale im Dachauer Moos

Wie kommt unser Foto einer Ringelnatter im Dachauer Moos in das Video der Glücksspirale?

Bleiben Sie dran, schauen Sie sich das Video an und genießen Sie unsere Textbeiträge dazu. Sie werden staunen, welche Zufälle das Leben – äh die Fotografie – so schreiben kann.

Das Dachauer Moos ist ein vielfältiges Niedermoor im Nordwesten von München. Hier bin ich fotografisch groß geworden, hier verbringe ich viel Zeit mit Natur- und Landschaftsfotografie – seit über dreißig Jahren. Das Niedermoor ist nur noch in wenigen (kleinen) Teilen moosähnlich, es wurde entwässert, abgetorft und für Straßen, Wohngebiete, Gewerbeparks und andere Nutzflächen umgegraben.

Im Palsweiser Moos und im Fußbergmoos an der Landkreisgrenze zwischen Dachau und Fürstenfeldbruck ist man besonders aktiv, um die verbliebenen Flächen zu erhalten und zu rekultivieren. Es ist nach dem Donau-Moos das zweitgrößte Niedermoor Bayerns.

Screenshot aus dem Video. Alle Rechte sind bei der Glücksspirale.

In diesem Niedermoor, auch Maisacher Moos genannt, ist der BUND Naturschutz in Bayern e.V. – Kreisgruppe Dachau sehr aktiv im Landschaftsschutz und der Landschaftspflege unterwegs. Heinz Gibowsky leitet als Vorstandsmitglied die Landschaftspflegemaßnahmen im BN Kreisgruppe Dachau.

Ein Teil der Arbeiten wird von der Stiftung der Glücksspirale finanziert. So war ich an einem kalten Wintertag wieder einmal in „meinem Moos“ auf Fototour und Motivsuche, als ich auf Heinz Gibowsky und einem Filmteam der Glücksspirale traf.

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Dr. Junkelmann, die Kavallerie der Römer und Eichstätt

Der Historiker und Experimental-Archäologe Dr. Marcus Junkelmann reitet für den Historischen Verein Eichstätt e. V. durch die Geschichte der Kavallerie im Castell Pfünz am Limes. Im Saal der Vereinsbank wurden die etwa sechzig begeisterten ZuschauerInnen aus Eichstätt und Umgebung aus erster Hand, nämlich aus eigener experimentellen Anschauung heraus, in die Reiterei in Pfünz eingeführt.

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Eindrücke zum Foto-Kurs im Moos


Seit vielen Jahren mache ich Foto-Kurse in Dachau, gerade für AnfängerInnen in der Fotografie. Seit einigen Jahren veranstalte ich diese Einsteiger-Kurse sehr gerne draußen in der Natur. Jetzt fand wieder ein Foto-Kurs im Dachauer Moos statt.

In den Anfänger-Kursen behandeln wir die grundlegenden Foto-Techniken in der Bedienung. Das ist ein bisschen Theorie und vor allem viel Praxis und eigene Anwendung der einzelnen Foto-Technik. Da bietet sich die herrliche Naturlandschaft ja geradezu an. Viel spannender als in einem Workshop-Raum immer nur graue und kahle Wände zu fotografieren.

 

Da soll irgendwo ein Fotomotiv sein?

Parallel zu den grundlegenden Foto-Techniken vermittle ich so ganz spielerisch auch die Freude und die fotografischen Möglichkeiten, fernab der grünen Vollautomatik der Kamera.

Die TeilnehmerInnen suchen sich ihre eigenen Bildmotive und versuchen das gerade gehörte selbst mit der eigenen Kamera auch gleich unmittelbar umzusetzen. Das gefällt den TeilnehmerInnen im Foto-Kurs sehr. Die Fragen an mich haben schier kein Ende.

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Dr. Marcus Junkelmann: CASTELL PFÜNZ UND DIE RÖMISCHE KAVALLERIE in Eichstätt

Der weit über Bayern hinaus bekannte Historiker und Experimentalarchäologe Dr. Marcus Junkelmann wird in einem Fachvortrag die römische Kavallerie im Römerkastell Pfünz bei Eichstätt vortragen.

Er wird auch Rekonstruktionen römischer Waffen und Ausrüstungsgegenstände und deren Gebrauch und Verwendung zeigen.

Der Vortrag ist öffentlich. Mehr zur Veranstaltung.

 

CASTELL PFÜNZ UND DIE RÖMISCHE KAVALLERIE

Der Limes wurde nicht von Legionen und Legionären bewacht, sondern von auxilia – Auxiliartruppen (Hilfstruppen), die sich aus freien Provinzbewohnern verschiedener Volksstämme zusammensetzten. Die Organisationsformen waren die 500 – 600 Mann, in Ausnahmefällen 1.000 Mann starke cohors (Cohorte), wobei es sich um eine reine Infanterieeinheit (cohors peditata) oder eine aus Infanterie und Kavallerie gemischte (cohors equitata) handeln konnte oder aber um eine ala („Flügel“), ein  reines Kavallerieregiment von gleicher Stärke. Sie waren in castella (Castellen, „Lagerchen“), befestigten Kasernen untergebracht, viereckigen Anlagen nach dem Muster der weit größeren, für 5.000 Mann ausgelegten Legionslager (castra).

In Vetoniana, wie das ca. 90 n.Chr. gegründete und bis ca. 250 n.Chr. bestehende Castell Pfünz hieß, war die Cohors I  Breucorum civium Romanorum Antoniana Valeria Victrix bis torquata  ob virtutem appellata equitata stationiert, wie das aus verschiedenen Inschriften und Militärdiplomen hervorgeht. Das heißt:: Die Erste Cohorte der Breuker (ein illyrischer Stamm in Südpannonien – heute Bosnien-Herzegowina – , aus dem die Einheit im frühen 1. Jahrhundert n. Chr. rekruitiert worden war), „aus römischen Bürgern bestehend“, d.h., der Einheit war während ihrer aktiven Dienstzeit als Auszeichnungg kollektiv das römische Bürgerrecht verliehen worden (die meisten Auxiliarsoldaten erhielten den privilegierten Status eines römischen Bürgers erst bei der ehrenvollen Entlassung nach 25-jähriger Dienstzeit), des Weiteren mit den ehrenden Beinamen „Antoninisch“ (nach Kaiser Caracalla), „Die Starke und Siegreiche“, zweimal mit dem torques (Halsring, ein Ehrenzeichen) ausgezeichnet und wegen ihrer Tapferkeit lobend erwähnt, teilberitten. Eine solche Einheit bestand aus sechs centuriae (Kompanien) zu je 80 Fußsoldaten und vier turmae (Eskadrons) zu je 32 Reitern. Solche gemischten Einheiten waren am Limes in der Überzahl, da sie ein hohes Maß an Selbständigkeit besaßen und vielseitig eingesetzt werden konnten.

Das Bild zeigt den Buchautor und Experimentalarchäologen Dr. Marcus Junkelmann selbst 
hoch zu Roß mit seinem Lieblingspferd Pegasus im Schloss Ratzenhofen. Dieses Bild ist 
auch als Einband in seinem Buch "Reiter wie Statuen aus Erz" im Verlag Philipp von Zabern
erschienen.

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An Pfingsten auf dem römischen Landgut bei Dr. Marcus Junkelmann


Manche Erlebnisse sind oft zu schön und zu unerwartet, um sie eigentlich auch glauben zu können. Sie passieren einfach mal so. An der Überschrift stimmt nicht alles, könnte aber stimmen. Der Rest stimmt doch, und darauf kommt es an diesem Tag auch an.

Ich bin zu Besuch bei Dr. Marcus Junkelmann am Pfingstmontag. Es ist ein herrlicher Tag, schon vielmehr ein Sommertag als ein Frühlingstag. Wir setzen uns zusammen, um in aller Ruhe über viele Themen und noch mehr Projekte zu sprechen – fernab von Termindruck und der Hektik in einem Telefongespräch. Es gibt ja auch schließlich einiges vorzubereiten und somit auch Arbeit.

„Sehr gerne komme ich zu solch einem Arbeitstermin auch zu Ihnen heraus und ich nehme mir den ganzen Tag für Sie dafür Zeit!“

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